Anstellung für pflegende Angehörige

Das Land Oberösterreich startet im Sommer mit einem Pilotprojekt zur Anstellung von pflegenden Angehörigen.

Alle pflegenden Angehörigen müssen für eine Anstellung die Grundausbildung zur Alltagsbegleiterin absolvieren. Dafür erhalten sie 1.900 Euro brutto bei 38 Wochenstunden Arbeitszeit. Vorerst gilt das Angebot für Pflegende beeinträchtigter Angehöriger. Das Sozialressort des Landes Oberösterreich finanziert das Projekt. Betreuende von Senioren sollen organisationsbedingt in einem zweiten Schritt dazukommen. Das Angebot gilt ab Pflegestufe drei und kostet in Relation weniger als ein Betreuungsplatz in einem Heim, denn das Pflegegeld wird zu einem Teil in die Bezahlung eingebracht.

Im Burgenland, wo es das Modell seit Herbst 2019 gibt, waren diesen März 250 Personen angestellt. Ein Höchstbetrag für die Anstellung wird gewährt, wenn die pflegebedürftige Person in einer der höchsten Pflegegeldstufen ist. Im Gegenzug behält das Land einen Anteil des Pflegegeldes und des sonstigen Einkommens der pflegebedürftigen Person ein. Der Pflegebedürftige investiert also nach wie vor einen Teil des Einkommens in Pflegeleistungen, das Geld kommt aber dem Angehörigen zugute.

Das Land Salzburg wird bis 2023 insgesamt 720.000 Euro in die Ausbildung von Heimhelfern investieren. Übernommen werden sollen die Kosten für acht Kurse beziehungsweise knapp über 190 Auszubildende. Voraussetzung für die Übernahme der Kosten ist, dass die Teilnehmer die mehrmonatige Ausbildung mit der Prüfung positiv abschließen. Die Koordination und Abwicklung der Ausbildung übernimmt das Hilfswerk Salzburg.

 

19.4.2021
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