Deutschland erklärt Wien zum Risikogebiet

Angesichts der hohen Anzahl an Neuinfektionen gilt Wien in Deutschland jetzt offiziell als Coronavirus-Risikogebiet. Die Hotellerie zeigt sich besorgt.

Einreisende aus Risikogebieten müssen sich in Deutschland verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen, sofern sie kein negatives Testergebnis vorweisen können, das höchstens 48 Stunden alt ist. Solange kein negatives Ergebnis vorliegt, müssen sie sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Als Risikogebiet definiert Deutschland aktuell Regionen in Frankreich, Spanien, Belgien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Tschechien und der Schweiz.

Welches Land oder welche Region derart eingestuft wird, entscheiden in Deutschland das Auswärtige Amt gemeinsam, das Innen- und Gesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut in Berlin. Die Risikobewertung „umfasst das aktuelle Infektionsgeschehen, aber etwa auch die generelle Ausstattung des Gesundheitssystems, die bestehenden Testmöglichkeiten vor Ort und die ergriffenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie“, sagte ein Sprecher des deutschen Gesundheitsministeriums der APA.

Die Wiener Hotellerie zeigt sich besorgt. Zuletzt sei noch ein leichter Aufwärtstrend in der Branche erkennbar gewesen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung, der Absage von Veranstaltungen, Hochzeiten und Firmenseminaren sowie den Stornierungen der ausländischen Gäste stehe man nun laut Obfrau des Fachverbandes Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich, Susanne Kraus-Winkler, vor einer Auslastung von nicht einmal zehn Prozent.

Im Vergleich zum Dienstag mussten Mittwoch knapp zehn Prozent mehr Personen in Krankenhäusern behandelt werden. 321 Patienten sind derzeit im Spital, davon 54 auf Intensivstationen.

 

Beitrag veröffentlicht am 17. September 2020
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