Impfung ist angelaufen

Großbritannien ist bereits gestartet, auch in den USA ist die Impfung gegen Covid-19 angelaufen. In Österreich ist die Debatte über eine Impfpflicht entflammt.

In England werden Impfungen gegen das Coronavirus bereits in Hausarztpraxen im ganzen Land verabreicht. Mit großer medialer Aufmerksamkeit wurde vergangene Woche eine 90-Jährige als erste Britin mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer geimpft. Das deutsche Biotechunternehmen Curevac startet derweil die entscheidende Studie mit seinem Covid-19-Impfstoff. Die EU hat sich bereits bis zu 405 Millionen Impfdosen gesichert.

Laut einer aktuellen Umfrage von Meinungsforscher Peter Hajek will sich in Österreich allerdings nur knapp jeder Fünfte im Land „ganz sicher“ gegen das Virus impfen lassen, 29 Prozent wollen es „sicher nicht“ tun. Hierzulande ist nun eine Debatte über eine etwaige Verpflichtung zur Covid-Impfung entbrannt. Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer fordert eine solche Pflicht, andere Landeshauptleute zeigen sich ablehnend. Die Regierung ist weiterhin gegen eine Verpflichtung, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Bei den Massentests, deren Beteiligung mit mehr als zwei Millionen Menschen deutlich unter den Erwartungen blieb, wird bereits mit teilweisen Verpflichtungen gearbeitet. Bestimmte Berufsgruppen müssen sich künftig regelmäßig testen lassen. Wer sich in Corona-Hotspot-Gemeinden frei bewegen will, muss sich „freitesten“. Dennoch wird derzeit auch über eine etwaige Belohnung für die Teilnahme an den nächsten Massentests nachgedacht.

Wie funktioniert der Biontech-Pfizer-Impfstoff überhaupt? Um in menschliche Zellen eindringen zu können, muss das Coronavirus mit einem seiner Oberfächenproteine – dem sogenannten Spike-Protein – an die Zelloberfläche andocken. Ein synthetisch erzeugtes Botenmolekül regt im Körper die Bildung des Virus-Eiweißes an. Dies löst eine Immunreaktion des Körpers aus. Auch Curevac bedient sich dieser mRNA-Methode.

 

14.12.2020
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