10 Tipps zum Thema Eigenschutz

TIPP 1
Störfaktoren schaffen. Einbrecher sind bemüht, ihre „Arbeit“ still, leise und unbemerkt auszuüben. Plötzlich angehende Lichtquellen stören sie genauso wie beispielsweise das Gebell eines Hundes. Die meisten Einbrüche geschehen in den Monaten November bis Jänner, 80 Prozent der Täter brechen über Terrassen, Balkontüren und Fenster im Erdgeschoss ein.

TIPP 2
Sich gut beraten lassen. Gut gesicherte Wohnungen und Häuser werden von Einbrechern eher gemieden – Einbruchschutz muss aber nicht teuer sein. Lassen Sie sich von Profis beraten, wie Fenster und Türen mit stabilen Beschlägen nachgerüstet werden können oder ob sich eine Alarmanlage – und wenn ja, welche – für Ihr Heim eignet. Informationen erhalten Sie in Graz beim Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst (Tel. 059133 65-3430) und im Sicherheitsinformationszentrum Graz (SINFO; Tel. 0316 872-5777, Website www.sinfo-graz.at) bzw. außerhalb von Graz auf jeder Polizeiinspektion.

TIPP 3
Außenbereich sichern. Eine frei zugängliche Leiter oder andere Gegenstände, die als Aufstiegshilfe dienen können, sind eine Einladung für Einbrecher! Sichern Sie Leitern und Co. deshalb zumindest mit einem Fahrradschloss, um ein schnelles Benutzen zu verhindern. Bedenken Sie auch, dass frei zugängliche Steckdosen Einbrechern die Möglichkeit bieten, mitgebrachtes Werkzeug einzusetzen.

TIPP 4
Fenster schließen. Denken Sie daran: Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster! Jeder Versicherungsschutz erlischt im Fall eines Einbruchs!

TIPP 5
Anwesenheit vortäuschen – Licht macht sicher! Anwesenheit in der Wohnung oder im Haus hält potenzielle Täter von einem Einbruchsversuch ab. Täuschen Sie Ihre Anwesenheit vor, indem Sie Licht-Zeitschaltuhren oder TV-Simulationen einsetzen. Diese sind im Fachhandel oder in gut sortierten Baumärkten erhältlich.

TIPP 6
Netzwerke nutzen. Informieren Sie Ihre Nachbarn, Freunde oder Verwandten, wenn Sie länger nicht zu Hause sind und sorgen Sie dafür, dass Ihr Briefkasten entleert und Zeitungen entfernt werden. Hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer bei Nachbarn, um im Notfall erreicht werden zu können bzw. geben Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel an Vertrauenspersonen, die in der Nähe wohnen, weiter. Hinterlegen Sie niemals einen Reserveschlüssel im Außenbereich Ihres Zuhauses!

TIPP 7
Ordentliche Türschlösser montieren. Schlosszylinder dürfen nicht mehr als zwei Millimeter über das Abdeckschild herausragen. Andernfalls kann der Zylinder leicht mit einem präparierten Rohr oder einer Zange abgerissen werden. Die Polizei empfiehlt die Montage einer einbruchshemmenden Drückergarnitur, am besten mit einer Zylinderabdeckung.

TIPP 8
Nichts im Auto lassen. Lassen Sie Wertgegenstände niemals sichtbar im Inneren eines Fahrzeuges liegen! Autoeinbrüche sind für geübte Täter ein Leichtes und sichtbare Smartphones, Navigationsgeräte, Geldbörsen etc. sind für sie eine direkte Einladung.

TIPP 9
Wertgegenstände schützen. Schützen Sie Ihr Fahrrad oder andere Wertgegenstände durch eine Registrierung! Im Sicherheitsinformationszentrum Graz (SINFO) können Sie diese Gegenstände gegen eine einmalige Gebühr von acht Euro registrieren lassen. Durch die Aufnahme in die Datenbank kann die Polizei die Gegenstände im Fall eines Diebstahles und der anschließenden Sicherstellung rasch und einfach den rechtmäßigen Eigentümern zuordnen. Zudem wirkt der Registrierungshinweis auf dem jeweiligen Gegenstand abschreckend auf Diebe.

TIPP 10
Im Notfall: Notruf! Sollten Sie Opfer eines Einbruchs geworden sein oder verdächtige Wahrnehmungen machen, dann rufen Sie bitte unverzüglich die Polizei über den Notruf 133. Berühren Sie nichts am Tatort und überlassen Sie die Spurensicherung den ExpertInnen. Alarmieren Sie auch die Polizei, wenn Sie jemanden in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus vermuten – in die Enge getriebene Einbrecher können gefährlich werden!

Foto: Shutterstock

 

Beitrag veröffentlicht am 7. März 2018.