Gesünder durch die Pandemie

Die Situation rund um das Coronavirus hat laut einer aktuellen Studie hierzulande auch Auswirkungen auf die Ernährung mit sich gebracht – zumeist im positiven Sinn.

 Das Institut Marktagent hat online 500 Österreicherinnen und Österreicher zwischen 14 und 75 Jahren zu ihrem Ernährungsverhalten und diesbezüglichen Veränderungen im Jahr 2020 befragt. 60 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sich die Pandemie auf den täglichen Speiseplan ausgewirkt hat. 17 Prozent gaben an, sich gesünder ernährt zu haben, 16 Prozent reduzierten den Konsum von Zucker und Süßem, 15 Prozent setzten auf Kost mit viel Gemüse, 14 Prozent brachten weniger Fleisch auf den Tisch. Allerdings: 13 Prozent haben mehr als sonst gegessen. Im Auftrag gegeben wurde die Umfrage vom burgenländischen Kurhaus Marienkron.

Ebenfalls ein Thema waren Strategien, um gesund zu bleiben und das Immunsystem zu stärken. Mehr als die Hälfte der Befragten hat mehr Zeit in der freien Natur verbracht, 40 Prozent haben regelmäßig mit Freunden und Familie telefoniert, mehr als ein Drittel hat öfter selbst gekocht. Um das Immunsystem zu stärken, wurde vor allem Frischluft getankt, Obst und Gemüse verstärkt auf den Menüplan gesetzt sowie bewusster auf ausreichend Schlaf geachtet.

Sieben Prozent der Befragten haben auf Fastentage oder Fastenkuren gesetzt. Doppelt so viele wie im Vorjahr – nämlich 60 Prozent – gaben an, die Reduktion von Gewicht als Neujahrsvorsatz gefasst zu haben. Auch die ältere Generation ist diesbezüglich fest entschlossen: Drei von vier Befragten in der Kategorie 60 bis 75 Jahre haben sich Fasten als Vorsatz genommen. Am beliebtesten ist bei den Österreichern und Österreicherinnen das Intervallfasten, aber auch Heil-, Suppen- und Saftfasten kommen zum Einsatz.

„Fasten entlastet unseren Darm und damit die Immunarbeit, die an der Darmbarriere ständig stattfindet. Die Darmbakterien reagieren rasch auf die geänderte Nahrungszufuhr, und mit gemüsebetontem Kostaufbau nach dem Fasten kann man das Wachstum einer ausgewogenen Darmflora nachhaltig stimulieren und damit auch die Abwehrkraft im Darm kräftigen. Die allgemeine Immunabwehr wird zusätzlich durch Bewegung an der frischen Luft, Entspannung und im Idealfall dazu kombinierten Kneippanwendungen gestärkt“, erklärt Ulrike Göschl, leitende Kurärztin von Marienkron, das Zusammenspiel von Fasten, Darmgesundheit und Immunsystem.

 

04.01.2021
Bildquelle: Shutterstock