Größte Pflegereform seit Jahrzehnten

Nach mehr als zehn Jahre der Diskussion machte die Bundesregierung jetzt Nägel mit Köpfen und lieferte ein breites Paket, das mit Reformmaßnahmen bei den wichtigen Säulen der Pflege ansetzt.

Die Reform konnte aufgrund der Corona-Pandemie, welche mit großer Verantwortung und persönlichem Einsatz der handelnden Personen in Bund und Land gemeistert wurde, nicht schon früher erfolgen.

Bundesrat Ernest Schwindsackl

Einige Fakten und Taten seien kurz angeführt:

Bis 2030 fehlen uns mindestens 76.000 zusätzliche Pflegekräfte bundesweit und das bestehende Pflegepersonal ist am Limit!
Besonders erfreut zeigt sich der Grazer Seniorenbundobmann und Seniorensprecher im Bundesrat, Ernest Schwindsackl, in diesem Zusammenhang über die Einführung der Pflegelehre. „Damit können wir junge, interessierte Menschen gleich nach der Pflichtschule für den Pflegeberuf gewinnen, bevor wir sie in andere Bereiche verlieren.“
Insgesamt beinhaltet das engagierte und umfangreiche Paket über 20 Maßnahmen mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro.

Diese werden in den Pflegeberuf, die Pflegeausbildung sowie für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige bis zum Ende der Gesetzgebungsperiode investiert.
In den kommenden zwei Jahren erhält jede:r Mitarbeiter:in einen Gehaltsbonus. Abseits davon werden in den Bereichen der Ausbildung, Kompetenzen und Zuwanderung neue Akzente gesetzt.

Außerdem wird ein Angehörigenbonus von 1.500,– Euro ab dem Jahr 2023 für die Person, die den größten Teil der Pflege zuhause leistet und zu diesem Zweck selbst- oder weiterversichert ist, gewährt!

Unsere Senioren:innen haben diese große Pflegereform nicht nur verdient, sie steht ihnen als jahrzehntelange Leistungsträger:innen im Aufbau unseres Wohlstandes auch zu, meint Ihr Bundesrat Ernest Schwindsackl.

Beitrag veröffentlicht am 19. August 2022