Harte Zeiten für Tourismusbetriebe

Nächtigungsminus von 85 Prozent, Umsatzrückgang von 14 Milliarden Euro: Die Tourismusbranche leidet massiv.

 Laut aktuellen Schätzungen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) werden die Gästenächtigungen diesen Winter um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr einbrechen. Vorausgesetzt, dass im März zumindest die Österreicherinnen und Österreicher Schifahren und Wellnessen dürfen. Aber auch das steht freilich noch in den Sternen. Offene Grenzen und ein Ende der Reisewarnungen sind ohnehin nicht realistisch.

Die Tourismuseinnahmen werden diese Saison um 14 Milliarden Euro einbrechen. Mit einem Anteil von acht Milliarden Euro trifft es vor allem die Hotellerie und Gastronomie, aber auch vom Skiverleih bis zum Veranstaltungssektor gibt es Betroffene. Erst Mitte Februar wird evaluiert, ob eine Öffnung im März möglich ist.

Die Hoffnung ruht bereits auf der kommenden Sommersaison. „Der Optimismus ist sicher nicht unbegründet“, sagte Wifo-Tourismusexperte Oliver Fritz im Kurier-Interview. Schließlich würden viele, deren geplante Urlaube im Herbst, Winter oder Frühjahr vereitelt wurden, spätestens im Sommer ein paar Tage wegfahren wollen. Gerade in den Städten werden allerdings auch in den warmen Monaten Gäste aus Übersee ausbleiben. Experten rechnen frühestens 2022 wieder mit vollen Hotelbetten.

 

19.1.2021
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Foto: Hochgurgl