Leichter Abwärtstrend

Die CoV-Zahlen in Österreich sind leicht im Sinken begriffen. Eine Impfkampagne soll im Jänner 2021 starten. Der Start soll in Alters- und Pflegeheimen erfolgen.

Es gibt erste Anzeichen eines leichten Abwärtstrends bei den Pandemiezahlen. Das Gesundheits- und das Innenministerium hat Dienstag 4.377 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden vermeldet. Ernst ist die Lage weiterhin auf den Intensivstationen, die Zahl der Erkrankten lag erstmals bei mehr als 700. Die Zuwachsrate auf den Intensivstationen liegt derzeit bei sieben Prozent, sie betrug bereits einmal rund 30 Prozent. Ab 7. Dezember soll es eine schrittweise Lockerung der Maßnahmen geben. Eine Bedingung dafür ist, dass die Reproduktionszahl bis dahin höchstens 0,9 beträgt. Zuletzt lag sie bei 1,02.

Eine Impfkampagne soll im Jänner 2021 starten. Das hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober Dienstag in einer Pressekonferenz angekündigt. Die Impfungen sollen in Alters- und Pflegeheimen bei Menschen über 65 und beim Personal beginnen. Hochrisikogruppen mit definierten Vorerkrankungen, Pflege- und Gesundheitspersonal haben ebenfalls Priorität. Ziel ist es, eine Durchimpfungsrate von deutlich über 50 Prozent zu erreichen.

 Nach wie vor sind die Infektionszahlen allerdings hoch. Als Kontaktperson gilt man, wenn man Kontakt zu einer Person hatte, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Möglichkeit, sich angesteckt zu haben, besteht bis zu 48 Stunden vor und bis zehn Tage dem ersten Auftreten von Symptomen.  Unterschieden werden zwei Arten von Kontaktpersonen: jene mit einem hohen Infektionsrisiko (K1) und jene mit einem niedrigen Infektionsrisiko (K2). Laut Gesundheitsministerium sind K1-Kontaktpersonen unter anderem jene, die länger als 15 Minuten – auch mehrmals hintereinander für mehrere Minuten – direkten Kontakt in einer Entfernung von unter zwei Metern mit einer infizierten Person hatten, sich im selben Raum wie eine infizierte Person aufhielten – wieder länger als 15 Minuten und näher als zwei Meter – oder beispielsweise ungeschützten direkten Kontakt (Händeschütteln, Umarmungen) mit einer infizierten Person hatten.

Wurden während des Kontakts ein Mund-Nasen-Schutz getragen oder gäbe es Trennwände oder ähnliche Schutzmaßnahmen, kann die Kontaktperson der Kategorie 2 zugeordnet werden. Es gelten aber dennoch dieselben Testregelungen wie für K1-Testregelungen. Ob der Kontakt im geschlossenen Raum oder im Freien stattgefunden hat, ist für die Einstufung nicht relevant. Während K2-Kontaktpersonen soziale Kontakte lediglich reduzieren sollten, müssen K1-Kontaktpersonen zehn Tage in Quarantäne.

Im Normalfall wird man als Kontaktperson also von den Gesundheitsbehörden kontaktiert und muss sich bei diesen registrieren lassen. Kommt es in einem Haushalt zu einem CoV-Fall, müssen alle weiteren Haushaltsmitglieder für 14 Tage in Quarantäne – bei möglicher räumlicher Trennung sind es 10 Tage. Diese beginnt mit jenem Tag, an dem die infizierte Person erstmals Symptome gezeigt hat. Ist man eine K1-Kontaktperson, erhält man zudem einen Absonderungsbescheid. Ein negatives Testergebnis verkürzt die Zeitdauer der Quarantäne nicht, da man noch erkranken könnte. Im Gegensatz zu K1-Kontaktpersonen, müssen K2-Kontaktpersonen nicht in Quarantäne, allerdings gibt es hier seitens des Gesundheitsministeriums die Aufforderung, soziale Kontakte sowie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Reisetätigkeiten freiwillig stark zu reduzieren.

 

24. November 2020
Bildquelle: Shutterstock