Pflege: Mehr Information vor Ort

Wifo-Studie sieht Handlungsbedarf, weil die Kosten für die Pflege explodieren.

In zehn Jahren werden die Kosten für die Pflege um 77 Prozent höher sein als heute, stellt das Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) fest. Gleichzeitig werden die Familiengehörigen aber immer weniger für pflegebedürftige Familienmitglieder leisten können. Daraus leiten die Experten dringenden Handlungsbedarf ab.

Laut Wifo-Studie ist diese Entwicklung auch eine große Herausforderung für die österreichischen Gemeinden. Allerdings finden die Kommunen, dass Organisation und Finanzierung der Pflege nicht ausreichend auf ihre Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Die Kompetenzverteilung im Bereich führe zu Fehlanreizen und unbefriedigenden Lösungen, bestätigte das Wifo eine Analyse des Rechnungshofes. Darüber berichtet Abenteuer Alter gerade exklusiv.

Die Betroffenen haben das Gefühl, dass es in ihren Heimatregionen keine ausreichende Information zum Thema Pflege gibt, so die Wifo-Experten. Sie schlagen deshalb regionale Pflegeinformationsstellen vor. Auch die Gemeinden würden das unterstützen, da mit sie damit ihrerseits ihre BürgerInnen in Pflegefragen besser unterrichten könnten.

Passend dazu: “In der Pflege droht das Chaos“ aus dem neuen Abenteuer Alter-Magazin. Jetzt lesen!

 

Beitrag veröffentlicht am 21. August 2020
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