Täglicher Einkauf immer teurer

Die Inflation bleibt im November 2020 bei 1,3 Prozent. Die Kosten für Produkte des täglichen Bedarfs steigen kontinuierlich.

„Im November hat sich die Preissteigerung nicht beschleunigt. Die Inflationsrate lag wie bereits im Oktober bei 1,3 Prozent. Kräftiger stiegen die Preise bei Einkäufen des täglichen Bedarfs: Der sogenannte Mikrowarenkorb, der überwiegend aus Lebensmitteln besteht, verteuerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent“, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Allerdings gilt auch: Die Teuerung beim täglichen Einkauf höher als Gesamtinflation, der Wocheneinkauf ist weiterhin billiger. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten durchschnittlich um 2,7 Prozent mehr. Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf widerspiegelt, stieg im Jahresvergleich um 3,3 Prozent. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, ging im Jahresabstand um 0,7% zurück.

Der Preisanstieg für Wohnung, Wasser, Energie (durchschnittlich +2,1 Prozent)  erwies sich als stärkster Preistreiber im Jahresvergleich. Mieten stiegen insgesamt um 5,6 Prozent. Die Instandhaltung von Wohnungen verteuerte sich durchschnittlich um 2,7 Prozent. Haushaltsenergie kostete hingegen durchschnittlich um 2,2 Prozent weniger, wozu vor allem die stark gesunkenen Heizölpreise beitrugen. Die Preise für Verkehr sanken durchschnittlich um 3,1 Prozent, Treibstoffe verbilligten sich insgesamt um 16,3 Prozent. Hauptpreistreiber im Vergleich zum Vormonat Oktober 2020 waren teurere Fahrzeuge.

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung von COVID-19 haben im November merkliche Auswirkungen auf die Berechnung der Inflationsrate gehabt. Die Preisausfälle erstreckten sich im November lockdownbedingt vor allem auf die Bereiche Kultur, Unterhaltung, Freizeit sowie Sport. Auch der Bereich Gastronomie war stark betroffen, mit Ausnahme jener Speisen und Getränke, die man abholen bzw. sich liefern lassen konnte. Die Erhebungsausfälle wurden wurden mit statistischen Methoden kompensiert.

 

17.12.2020
Bildquelle: Shutterstock