Trainieren, aber anders

Regelmäßige körperliche Aktivitäten fördert die Gesundheit. In Zeiten des Coronvirus sollte man sein Trainingsprogramm allerdings anpassen.

Regelmäßige körperliche Aktivität ist essenziell für die Gesundheit. Nur die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher erreicht allerdings die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, 150 Minuten pro Woche Bewegung zu machen. Zu den zusätzlichen zwei- bis dreimal Kraft- und Ausdauertraining pro Woche kommt laut Statistik Austria überhaupt nur ein Viertel.

Die Sportwissenschaftlerin Miriam Biritz-Wagenbichler hat im Gespräch mit orf.at erklärt, warum man derzeit etwas anders als sonst trainieren sollte. Biritz-Wagenbichler: „Wenn wir uns zu stark auspowern, schwächen wir – zumindest kurzfristig – unser Immunsystem.“ Daher gilt: gemäßigtes Training und den Körper nicht überfordern. Sport und Bewegung helfen nicht nur bei der Prävention, sondern auch nach einer Krankheit in Form einer Trainingstherapie.

Wer läuft oder auch spazieren geht, sollte sein Tempo der Nasenatmung anpassen. Was die Intensität betrifft: „Es ist wichtig, Bewegung so zu machen, dass sie uns fördert – aber nicht überfordert. Dafür brauchen wir einen trainingswirksamen Reiz“, erklärt Biritz-Wagenbichler gegenüber orf.at. Der Körper passt sich an. Ist der Reiz immer der gleiche und zu einfach, ist das auch der Gesundheit nicht dienlich. Es gilt: Bewegung ist immer besser als keine. Die Einheiten dürfen kurz sein, sollten dafür aber täglich stattfinden.

„Es gibt kein zu alt für Krafttraining“, betont Sportwissenschaftlerin, die generell zu mehr Muskelaufbautraining rät. Das komme gerade bei Personen im höhere Alter oftmals zu kurz. Positiver Effekt dabei: die Stärkung der Knochendichte.

 

11.1.2021
Bildquelle: Shutterstock