Wintersaison 2020/2021 mit Fragezeichen

Die Österreicher sind nach wie vor reisewillig, vor allem im eigenen Land, warten allerdings die Entwicklungen ab und wollen mehrheitlich nur sehr kurzfristig buchen.

Als erstes EU-Land setzt Irland auf einen zweiten Lockdown, in Frankreich – eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas – verzeichnet man mehr als 2000 Intensivpatienten, die Financial Times London hat Österreich angesichts der steigenden Zahlen in ihre Welt-Corona-Grafik aufgenommen. Bezogen auf die Bevölkerung hat Österreich Brasilien bereits überholt, eine Annäherung an die USA ist erfolgt.

Dass der Winter und die Weihnachtszeit näherrücken, macht vielen Touristikern Kopfzerbrechen. Aus heutiger Sicht sollen Weihnachtsmärkte mit entsprechendem Sicherheits- und Präventionskonzept über die Bühne gehen. Viele Tourismusbetriebe empfinden die Reisewarnungen aber bereits als bedrohlich.

Laut einer Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen im Auftrag der Österreich-Werbung wollen zwar 58 Prozent der Österreicher in diesem Herbst und Winter verreisen, vor allem innerhalb des Landes. 52 Prozent der Befragten sagen aber auch, sie würden die weitere Entwicklung abwarten und sehr kurzfristig buchen. Darüber, wie Corona-Kontrollen an Grenzübergängen auszusehen haben, gibt es übrigens keine schriftliche Anleitung, von Bezirk zu Bezirk wird die Einreiseverordnung daher anders interpretiert.

Mit dem Weihnachtsshopping hat jeder vierte Österreicher bereits begonnen. Das hat eine Umfrage des Linzer Market-Instituts im Auftrag der Spar European Shopping Centers unter 1000 Österreichern ergeben.

Beitrag veröffentlicht am 21. Oktober 2020
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