Kimba ist eine aktive 6 Monat junge Hündin und will ihrem Alter entsprechend ‚raus in die Welt‘, alles erkunden, lernen wie man Menschen und Artgenossen begegnet, lernen im Cafe /Büro zu entspannen, … Und plötzlich steht die Welt still! Nur mehr die notwendigsten Gassi Gänge dürfen erledigt werden, Kontakte mit Menschen sind untersagt / Abstände müssen eingehalten werden, Cafés sind geschlossen, in den Büros herrscht Ausnahmezustand…
Herausforderung für Mensch und Hund
Nicht nur Hundehalter stehen vor großen Herausforderungen, wie sie ihr Leben in den eigenen 4 Wänden neu strukturieren sollen, auch Ihre Hunde sind aus dem alltäglichen Rhythmus gerissen. Plötzlich ist das Frauerl/Herrli ständig anwesend, ist unruhig, gestresst und weiß manchmal nicht recht, was es/er eigentlich will.
Was tun? – Ein Balanceakt der Extraklasse!
„Bleiben Sie trotz der schwierigen Zeit geduldig und bewahren Sie Ruhe“, rät die Tierpsychologin Sabine Macherhammer „Auch zuhause lassen sich ihre Hunde gut beschäftigen und trainieren“, so Macherhammer weiter.
Hilfreiche Tipps der Tierpsychologin:
Frischen Sie Kommandos, die Ihr Hund schon kann, auf:
!Wichtig dabei: Belohnung innerhalb von 3 Sekunden mit à den speziellen Leckerlis oder à dem speziellen Spielzeug oder à mit Zuwendung!
KOMMEN, WENN SIE SOLLEN: Rufen Sie Ihren Hund beim Namen, verwenden Sie Ihr Codewort oder pfeifen Sie – je nach Gewohnheit. Kommt ihr Hund, belohnen Sie ihn.
AUFMERKSAM SEIN: Wenn Sie z.B. im Garten sind, bleiben Sie doch einfach mal abrupt stehen oder hockerln Sie sich hin und warten. Sieht ihr Hund Sie und kommt zu Ihnen, belohnen Sie ihn.
AUCH ENTSPANNEN WILL GELERNT SEIN: Für unsere Hunde ist es sehr wichtig, dass sie genug Ruhezeiten haben (Erwachsene Hunde brauchen ca. 18 Stunden / Welpen sowie alte oder kranke Hunde ca. 21 Stunden Ruhe täglich). Sie müssen Ihren Hund nicht permanent beschäftigen! – Kommen Sie zur Ruhe! Nehmen Sie z.B. eine Decke und schicken Sie ihren Hund auf die Decke. Warten Sie bis er entspannt ist, und lassen Sie Ihren Hund einige Zeit verweilen. Sollte Ihr Hund zu aufgeregt sein, können Sie auch eine Leine zur Hilfe nehmen – Führen Sie Ihren Hund angeleint auf die Decke und geben Sie ihm das Kommando ‚Platz‘. Dann warten Sie mit ihm, bis er entspannt ist und verweilen Sie noch einige Zeit an diesem Ort. Diese Übung lässt sich sehr gut bei einem guten Kaffee oder mit einem guten Buch durchführen.
SITZ – PLATZ – BLEIB: Kommandos mit Handzeichen üben – kann Ihr Hund diese Übungen schon sehr gut, können Sie während der Übungen z.B. um Ihren Hund herumgehen oder den Abstand zu Ihrem Hund vergrößern.
FUTTERSUCHE: Warum eine Futterration nicht einmal verstecken und suchen lassen? Sie können aber die Futterration auch im Garten verstreuen und den Hund sein Futter suchen lassen. Diese Nasenarbeit ist gleichzeitig eine tolle Beschäftigung
AUS: Bringt ihr Hund ein Spielzeug und soll er es Ihnen geben, sagen Sie AUS. Warten Sie (ohne zu zerren), bis Ihr Hund den Fang öffnet und belohnen Sie ihn sofort mit einem Leckerli oder Zuwendung. Beim Tausch bekommt er sofort ein anderes Spielzeug für sein Hergeben.
LASSEN SIE WICHTIGE ÜBUNGEN WIE ‚ALLEINE BLEIBEN‘ NICHT EINSCHLAFEN
Lassen Sie ihren Hund auch während dieser speziellen Zeit zwischendurch alleine – Gehen Sie alleine in einen anderen Raum / in den Garten.

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Beitrag in Kooperation mit WKO Steiermark Fachgruppe Persönliche Dienstleister & Frau Mag. Sabine Macherhammer

