Physiotherapeuten sind alarmiert

Von chronischen Schmerzen betroffene Menschen nehmen therapeutische Termine derzeit oft nicht wahr.

Etwa 1,5 Millionen Menschen in Österreich leiden unter chronischen Schmerzen. Viele Patientinnen und Patienten verzichten aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus derzeit allerdings auf ärztlich verordnete Therapien. Derzeit behilft sich ein Großteil mit Übungen zur Entlastung, mit Sport, aber auch Schmerzmitteln oder Schonung. Termine bei Physiotherapeuten werden vielfach vermieden. Diese haben daher Alarm geschlagen und vor gesundheitlichen Auswirkungen gewarnt. Über 15.900 berufsberechtigte Physiotherapeuten sind in Österreich im Einsatz – auch während der Lockdowns, zumal sie als gesetzlich geregelter Gesundheitsberuf systemrelevant sind.

„Physiotherapie ist auch während der Ausgangsbeschränkungen im Rahmen des Lockdowns weiterhin möglich. Auch Hausbesuche können durchgeführt werden“, informiert man beim Bundesverband der PhysiotherapeutInnen Österreichs. Wesentlich sei weiterhin der sorgsame Umgang mit Schutzvorkehrungen und Schutzausrüstung nicht nur zum Eigen- sondern auch zum Fremdschutz. Vor der ersten Therapie sollte telefonisch Kontakt mit dem Physiotherapeuten aufgenommen werden, um Abläufe aufgrund der Schutz- und Hygienemaßnahmen zu besprechen und den Gesundheitsstatus zu besprechen.

 

29.12.2020
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