FFP2 im Fokus

FFP steht für „Filtering Face Pieces“. Die wirksameren Masken sollen nun bei der Eindämmung der Pandemie maßgeblich unterstützen. Aber welche Handhabung ist optimal?

 Ab dem 25. Jänner müssen im Handel und in öffentlichen Verkehrsmitteln FFP2-Masken getragen werden. Sie sind dichter und effektiver als OP- und Stoffmasken, aber auch weiterhin gelten sämtliche Begleitmaßnahmen. Für eine gute Schutzwirkung müssen sie dicht am Gesicht anliegen. Beim tiefen Einatmen sollte sich die Maske nach innen stülpen. Die meisten Modelle sind als Einmalprodukt deklariert, sie sollten nicht länger als drei bis vier Stünden am Stück getragen werden. Wie zulässig eine wiederholte Verwendung der Maske ist, ist Gegenstand von Untersuchungen.

FFP2-Masken müssen mehr als 94 Prozent der Schadstoffe und Aerosole filtern. Ein gutes Zeugnis stellen Wissenschaftler der Johannes Kepler Universität in Linz den angebotenen FFP2-Masken aus, sie haben eine neue Prüfmethode zur Testung entwickelt. Werden die Masken allerdings zu lange getragen, zusammengerollt oder nass, verlieren sie deutlich an Schutzwirkung. Ein regelmäßiger Wechsel sowie ein sorgsamer Umgang sind daher wesentlich.

Analysen der FH Münster haben gezeigt, dass SARS-CoV-2 erst bei Temperaturen von 80°C und einer Einwirkzeit von einer Stunde sicher auf und im Material der FFP2-Masken inaktiviert werden können. Diese Temperatur sollte weder unter- noch überschritten werden, im Backrohr kann dies nur durch ein Backthermometer gesichert werden. Die Maske darf auch stets nur vom gleichen Träger verwendet werden. Als Desinfektionsverfahren wirksam ist es laut FH Münster auch, die Maske sieben Tage lang bei Raumluft zur trocknen und sich daher für jeden Wochentag eine eigene Maske zurechtzulegen. Der Vorgang sollte allerdings maximal fünf Mal wiederholt werden.

Die Grazer Firma Aventrium ist eine von zwei großen FFP2-Maskenproduzenten in Österreich. Von der Ankündigung der FFP2-Maskenpflicht durch die Bundesregierung ist die Firma allerdings überrascht worden. Die Bestellungen seien „explodiert“, schilderte Geschäftsführer Dominik Holzner der APA. Alleine am Montag habe man Bestellungen für 37 Millionen FFP2-Masken erhalten. Der österreichische Markt braucht circa 2,5 Millionen FFP2-Masken täglich. Derzeit seien viele Kapazitäten durch die Auftragslage gebunden – zu den großen Kunden gehören unter anderem Deutschland und die USA.

 

19.1.2021
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