Barrierefrei wohnen – Wirtschaftskammer

Glücklich und selbstbestimmt älter werden: Altengerechter und barrierefreier Wohnraum ist dafür Grundvoraussetzung. Worauf es bei der Sanierung ankommt, welche Förderungen es gibt und wo man sich am besten informiert, beantwortet Michael Stvarnik, Baumeister und Innungsmeister für den steirischen Bau, im Interview. 

Am Foto ist Michael Stvarnik, Innungsmeister des steirischen Baugewerbes zu sehen.
Herr Michael Stvarnik, Baumeister und Experte für nachhaltiges Bauen und Innungsmeister des steirischen Baugewerbes. © beigestellt

Älter werden wir alle. Muss barrierefreies Wohnen bereits beim Neubau mitgedacht werden?

Michael Stvarnik: Im Idealfall ja. Wer einen Hausbau plant, sollte immer auch etwas weiter in die Zukunft schauen: Wie wird mein Wohnraum aussehen müssen, wenn ich einmal nicht mehr so mobil bin? Wie werden sich meine Bedürfnisse ändern, wenn ich älter werde? Aber auch schon in jungen Jahren ist das Thema relevant: Was passiert, wenn ich einen Gipsfuß habe? Zu all diesen Fragen ist Ihr steirischer Baumeister Ansprechpartner Nummer eins. Gemeinsam planen wir Wohnraum, der für alle Eventualitäten gerüstet ist.

Wie kann man ein bestehendes Haus oder eine Wohnung nachträglich umrüsten?

Stvarnik: Durch gezielte Sa­nier­ungsmaßnahmen lässt sich jeder Wohnraum auch nachträglich barrierefrei und altengerecht adaptieren. Auch hier ist Ihr Baumeister die erste Adresse. Durch die umfassende Planungsbefugnis wissen wir als Profis genau, wie wir in die jeweilige Bausubstanz und Konstruktion eingreifen können, welche die erforderlichen Maßnahmen sind und wie sie sich am besten umsetzen lassen.

Gibt es Förderungen für die Sanierung?

Stvarnik: Ja, das Land Steiermark bietet verschiedene Förderungen für die Wohnhaussanierung an. Voraussetzung dafür ist, dass die Wohnungen ständig mit Hauptwohnsitz bewohnt werden. Vor allem drei Fördermodelle sind dabei von Bedeutung: die sogenannte kleine Sanierung, die umfassende energetische Sanierung sowie Maßnahmen für barrierefreies und altengerechtes Wohnen. Die Höhe der Förderung kann bis zu 30 % der förderbaren Kosten von derzeit maximal 100.000 Euro ausmachen. 

Weitere Informationen:

www.deinbaumeister.at

www.wohnbau.steiermark.at

Foto: © beigestellt; 24K-Produktion / Shutterstock.com;