Lockdown ab Mitternacht

Während die Infektionszahlen weiter steigen, soll der zweite Lockdown eine Trendwende bringen. Die Regeln gelten ab 3. November.

In den heimischen Spitälern wird die Lage brisanter: Um 78 mehr Intensivpatienten wurden innerhalb einer Woche verzeichnet. Am Montag befanden sich bei 4.135 Neuinfektionen binnen eines Tages 2.161 Patienten im Krankenhaus. Das sind um 213 Menschen mehr als gestern. Vor allem das Personal könnte zuallererst knapp werden, warnen Intensivmediziner.

Eine Trendwende mit Mitte November soll durch den neuerlichen Lockdown ab morgen erreicht werden. Die Regeln treten ab Mitternacht in Kraft. Mit einer Ausgangssperre zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr früh sollen private Feiern unterbunden und soziale Kontakte minimiert werden.

Tagsüber gibt es auch für Treffen in Gärten, Garagen und Schuppen Einschränkungen. Erlaubt sind nur Personen aus einem zweiten Haushalt, die Sechs-Personen-Obergrenze darf nicht überschritten werden. Ausgangsbeschränkungen gibt es tagsüber keine. Spaziergänge oder Joggen sind auch abends erlaubt. Darüber hinaus dürfen Lebenspartner nach 20 Uhr noch besucht werden.

Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios, Tanzschulen und Hallenbäder schließen. Dasselbe gilt für Theater und Kinos. Kontaktsportarten im Freien sind untersagt, darunter fällt beispielsweise auch Fußball. Gibt es keinen Körperkontakt – etwa Golf, Tennis oder Leichtathletik – bleiben die Outdoor-Sportstätten zugänglich.

Schulen und Kindergärten bleiben offen, in der Oberstufe hält aber Homeschooling wieder Einzug. Geschäfte werden grundsätzlich nicht geschlossen, allerdings gibt es je nach verfügbarer Fläche – ein Kunde pro zehn Quadratmeter – Zugangsbeschränkungen. Touristen dürfen nicht mehr in Hotels nächtigen, nur Geschäftsreisenden ist das erlaubt.

Beitrag veröffentlicht am 2. November 2020
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