Sicher reisen mit Raiffeisen

Urlaub ist die Zeit zum Abschalten. Für Entspannung, neue Eindrücke oder gemeinsame Erlebnisse mit Familie und Freunden. Damit diese Zeit unbeschwert bleibt, lohnt es sich, auch beim Bezahlen gut vorbereitet zu sein. Raiffeisen begleitet Sie dabei als verlässlicher Partner – mit maßgeschneiderten Lösungen und einem klaren Fokus auf den Schutz Ihrer Daten und Finanzen. Ganz gleich, ob Sie innerhalb Europas oder auf einem anderen Kontinent unterwegs sind: Wer seine Raiffeisen Karten umsichtig nutzt und auf bewährte Sicherheitsfunktionen wie GeoControl setzt, kann das Risiko von Kartenmissbrauch deutlich minimieren.

Gemeinsam mit Ihrer Raiffeisenberaterin oder Ihrem Raiffeisenberater finden Sie die für Ihre Reise passende Kombination aus Karte, App und Sicherheitsfunktionen. Denn der Schutz unserer Kundinnen und Kunden steht bei uns an erster Stelle – egal, ob Sie online bezahlen oder am Bankautomat im Ausland stehen.

Am Bild ist die Karte der Raiffeisen bei der Bankomatzahlung zu sehen.
Behandeln Sie ihren PIN immer vertraulich. © PeopleImages.com – Yuri A / Shutterstock.com

Online bezahlen – aber sicher

Ein wichtiger Aspekt ist die Sicherheit beim Online-Einkauf – etwa beim Buchen von Flügen, Hotels oder Mietwagen. Achten Sie immer darauf, dass die Website, auf der Sie bezahlen, sicher ist. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Webadresse mit „https://“ beginnt und ein kleines Schloss- oder Schlüsselsymbol im Browser angezeigt wird. Diese Zeichen deuten darauf hin, dass Ihre Daten bei der Übertragung geschützt sind. Geben Sie Ihre Kartendaten nur dann ein, wenn Sie tatsächlich einen Kauf abschließen und wenn die Seite alle Sicherheitsmerkmale erfüllt. Sollte etwas unseriös erscheinen oder die Verbindung ungesichert sein, wählen Sie lieber einen anderen Anbieter oder Zahlungsweg. Raiffeisen hilft Ihnen bei Fragen zum sicheren Bezahlen jederzeit weiter.

Achtsamkeit im Alltag

Auch im Alltag – ob zu Hause oder auf Reisen – ist ein achtsamer Umgang mit Ihrer Karte entscheidend. Bewahren Sie alle Zahlungsbelege sorgfältig auf, um bei Bedarf einen Nachweis zu haben. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kreditkartenabrechnung oder die Bewegungen im Mein ELBA-Onlinebanking, um verdächtige Buchungen frühzeitig zu erkennen. Achten Sie beim Bezahlen darauf, dass Ihre Karte nicht aus dem Blickfeld verschwindet – etwa in Restaurants, Hotels oder bei mobilen Verkaufsstellen. So behalten Sie jederzeit die Kontrolle über Ihre Zahlungen.

Auf Reisen ist eine ausgewogene Mischung aus Bargeld und Karte empfehlenswert. Ein kleiner Betrag in der jeweiligen Landeswährung eignet sich gut für kleinere Ausgaben wie Trinkgeld, lokale Einkäufe oder Taxifahrten. Größere Bargeldmengen sollten Sie hingegen aus Sicherheitsgründen meiden. Karten sind nicht nur praktisch – sie lassen sich bei Verlust auch sperren und ersetzen, was Bargeld naturgemäß nicht kann. Ihre Raiffeisenberaterin oder Ihr Raiffeisenberater hilft Ihnen gerne bei der Auswahl der besten Zahlungsmittel für Ihr Reiseziel – individuell auf Ihre Pläne abgestimmt.

Ein zentrales Sicherheitsmerkmal bleibt Ihre PIN. Behandeln Sie sie immer vertraulich. Verdecken Sie bei Eingabe das Tastenfeld mit der freien Hand, lassen Sie sich nicht ablenken oder scheinbar „helfen“. Schreiben Sie Ihre PIN nicht auf und tragen Sie sie keinesfalls bei sich. Geben Sie Ihre Karte nie aus der Hand – auch nicht bei Zahlungen im Ausland. Vermeiden Sie verdächtig aussehende oder beschädigte Bankautomaten und melden Sie Unregelmäßigkeiten umgehend Ihrer Raiffeisenbank. Sollte Ihre Karte verloren gehen oder Sie einen Missbrauch vermuten, lassen Sie sie sofort sperren. Die Raiffeisen Sperrhotline ist auch aus dem Ausland jederzeit erreichbar.

Am Bild sind Reisepässe und Flugtickets zu sehen.
Eine Kombination aus Karte und Bargeld gibt Ihnen Sicherheit im Urlaub. © TravnikovStudio / Shutterstock.com

GeoControl: Mehr Sicherheit im Ausland

Besonders wirkungsvoll ist der Einsatz von GeoControl – die kostenlose Sicherheitsfunktion Ihrer Raiffeisen Debitkarte. Sie wurde speziell entwickelt, um Ihre Kartennutzung außerhalb Europas zu schützen. GeoControl blockiert standardmäßig Bargeldbehebungen in außereuropäischen Ländern. Nur wenn Sie diese Sperre gezielt aufheben, wird die Nutzung Ihrer Karte dort möglich – so behalten Sie jederzeit die Kontrolle über Ihre Finanzen, auch auf Reisen.

Die Deaktivierung von GeoControl ist einfach und flexibel: Sie können sie direkt in Mein ELBA vornehmen – entweder im Bereich „Services“ oder unter „Karten verwalten“. Auch Ihre Raiffeisenberaterin oder Ihr Raiffeisenberater unterstützt Sie dabei gerne, ebenso wie die Sperrhotline unter +43 1 204 8800, die auch aus dem Ausland erreichbar ist. In Mein ELBA können Sie jederzeit überprüfen, ob GeoControl aktiv ist. Der geografische Nutzungsstatus Ihrer Karte wird dort übersichtlich angezeigt.

Ihr Berater informiert Sie gerne über Ihre Möglichkeiten, vereinbaren Sie einen Termin in der Filiale.

Wichtig: Aus Sicherheitsgründen sollte eine Deaktivierung von GeoControl nur vorübergehend erfolgen – maximal für drei Monate. Wenn Sie einen längeren Aufenthalt außerhalb Europas planen, empfiehlt sich ein persönliches Gespräch mit Ihrer Raiffeisenbank. Nach Ablauf der Frist wird GeoControl automatisch wieder aktiviert. Besonders effektiv schützt diese Funktion vor sogenannten Skimming-Angriffen, bei denen Kartendaten und PINs an manipulierten Bankautomaten ausgelesen und missbräuchlich verwendet werden – oft im Ausland.

Ein unbeschwerter Urlaub beginnt nicht erst am Flughafen oder am Strand, sondern schon mit der richtigen Vorbereitung. Wir begleiten Sie dabei – persönlich, digital und immer mit dem Ziel, Ihnen Sicherheit zu geben, wo immer Sie unterwegs sind.

 

Entgeltliche Einschaltung

Foto: © TravnikovStudio / Shutterstock.com ; sergey kolesnikov / Shutterstock.com ; PeopleImages.com – Yuri A / Shutterstock.com 

WIR bewahren Werte und eröffnen Perspektiven

Ein Vermögen aufzubauen und langfristig zu vermehren erfordert besonderes Know-how und individuelle, persönliche Beratung. Gerade jetzt, wo die Bedingungen für Anleger durch den Ukraine-Krieg, eine besonders starke Volatilität der Märkte und hohe Inflationsraten noch schwieriger geworden sind. 

In diesem Umfeld bewährt sich der seit vielen Jahren anerkannte Betreuungsansatz der Expertinnen und Experten im Private Banking der Raiffeisen-Landesbank Steiermark umso mehr. Sie behalten Planungsziele im Auge, begleiten Kund:innen langfristig und entwickeln ein maßgeschneidertes Portfolio, das die jeweilige Lebenswelt, individuelle Ziele und besondere Wünsche berücksichtigt. 

Ganzheitlich denken, Erwartungen übertreffen
RLB-Private Banking-Leiter Johannes Tschemmernegg: „Private Banking sehen wir als ‚Königsdisziplin der Bankdienstleistungen‘. Deshalb bieten wir unseren Kundinnen und Kunden direkt im Haus eine Servicefülle, die weit über das branchenübliche Angebot hinausreicht.“ Unabhängig davon, ob es um eine Frage zum Immobilienmarkt, zum Firmenkonto, zu Start-ups, Digitalisierung oder rund ums Leasing geht – der Zugang zu den jeweiligen RLB-Kompetenz-Centern ist jederzeit gegeben und die persönliche Beraterin oder der persönliche Berater steht als Kontaktperson in diesen Bereichen zur Verfügung. Dadurch können nicht nur viele für das gehobene Vermögensmanagement relevante Punkte auf kurzem Weg geklärt werden, auch alles rund um den klassischen Geldalltag lässt sich rasch und ohne zusätzlichen Aufwand erledigen.

Beständigkeit und Innovation sind keine Gegensätze
„Schließlich geht es nicht allein darum, Geld möglichst gewinnbringend anzulegen, sondern die Kundensituation ganzheitlich zu beurteilen“, betont Johannes Tschemmernegg. „Als wesentlicher Finanzdienstleister im Land sind wir ständig selbst gefordert, Aspekte wie Mensch, Umwelt und Wirtschaft miteinander auszubalancieren. Transformation und Digitalisierung begleiten uns seit vielen Jahren und Nachhaltigkeit ist Teil unseres Gründungsauftrages. Diese Erfahrungen lassen wir im Sinn einer ganzheitlichen Beratung bei jedem Kundengespräch einfließen.“

So definiert das Team um Johannes Tschemmernegg Kundennähe sehr proaktiv. Ohne sich vom Tagesgeschehen beeinflussen zu lassen, werden auf Basis tourlicher Checks Empfehlungen ausgesprochen, die zu den mittel- bis langfristigen Kundenzielen passen. Die Palette reicht von Green Investments über steuerlich günstige Veranlagungen bis zu Beteiligungsmöglichkeiten oder Fonds. Einen weiteren Mehrwert bieten exklusive Veranstaltungen, die erlesenen Kulturgenuss oder wertvolle Informationen aus erster Hand bieten.

 

Entgeltliche Einschaltung
Bilder von Marija Kanizaj und shutterstock
Beitrag veröffentlicht am 29.06.2023

Lockerung bei der Kreditvergabe für Seniorinnen und Senioren

Seit Mai können Banken aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben bei der Vergabe von Krediten mehr auf vorhandene Sicherheiten statt wie bisher auf das Alter schauen. Eine große Chance, die auch den Jüngeren zugutekommen könnte.Wer nach einem langen Berufsleben in die wohlverdiente Pension geht, will die Zeit gut nutzen. Nicht selten möchte man sich einen langgehegten Wunsch erfüllen: eine längere Reise, ein neues Auto oder ein moderneres Zuhause, weil das Bad schon in die Jahre gekommen ist und gleich behindertengerecht umgebaut werden könnte, weil das Dach erneuert gehört oder eine Photovoltaikanlage für das neue E-Auto installiert werden sollte. Die Pläne sind groß, doch bislang hieß es aufgrund gesetzlicher Auflagen von Seiten der Geldinstitute oft: leider zu alt für einen Kredit. Das hat sich am 1. Mai geändert: Im Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz ist nun festgeschrieben, dass auch Seniorinnen und Senioren leichter Darlehen aufnehmen können. Das Kriterium Lebenserwartung tritt nun zugunsten von Sicherheiten in den Hintergrund. Die müssen allerdings vorhanden sein. Bei der Raiffeisen-Landesbank Steiermark ist man bereits in der Vergangenheit den kundenfreundlicheren Weg gegangen, betont Vorstandsdirektor Rainer Stelzer. „Wir haben schon bisher beim Kreditzugang für ältere Menschen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben die Möglichkeiten ausgeschöpft und passende Lösungen gesucht, da wir das familiäre Umfeld und die Lebensumstände der Familien kennen.“ Mit dieser Adaptierung könne man Kundinnen und Kunden – unabhängig von ihrem Alter – noch besser unterstützen und ihre Wünsche erfüllen, ergänzt er. 

Bei Raiffeisen machte sich zuletzt ein Trend bemerkbar: Kredite an ältere Menschen werden oft für nachhaltige Investitionen oder für die Sanierung eingesetzt. Eine Umfrage im Auftrag des Kreditvermittlers Infina unter älteren Menschen hat ergeben, dass jeder Dritte einen Kredit für die Sanierung oder den Umbau einer bestehenden Immobilie verwenden würde. Für 40 Prozent der Befragten würden Kredithöhen bis 75.000 Euro infrage kommen, für 39 Prozent bis 150.000 Euro. Nur 14 Prozent der Befragten gaben an, eine Kreditsumme bis 300.000 Euro zu wünschen, vier Prozent würden 500.000 Euro Fremdgeld aufnehmen. Einen Immobilienkauf erwägen überhaupt nur 16 Prozent der Befragten. 

Nicht selten sind es auch die Kinder oder Enkel, die in den Genuss dieser neuen Regelung kommen. Mit gestiegenen Zinsen und neuen gesetzlichen Vorgaben ist es für junge Menschen schwieriger geworden, sich ein Eigenheim zu schaffen. Im Vorjahr hat die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) die „Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung (KIM-VO)“ erlassen, die den Zugang zu Fremdgeldern klar definiert. Demnach dürfen unter anderem Wohnbaukredite nicht mehr länger als 35 Jahre laufen, der Eigenmittelanteil muss mindestens 20 Prozent betragen, die Rückzahlungsrate darf maximal 40 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens ausmachen. Diese Kriterien können viele junge Menschen nicht erfüllen. Hier haben „Best Ager“ klare Startvorteile: Ihre Bonität ist besser, die Sicherheiten höher. „Auch in diesem Sinne ist die seit Mai geltende Neuregelung von Vorteil, weil die Eltern- und Großelterngeneration ihren Nachkommen finanziell besser unter die Arme greifen kann. Wir stehen auch hier weiterhin als Bank des Vertrauens zur Seite“, sagt Rainer Stelzer. 

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Bilder von Marija Kanizaj und shutterstock
Beitrag veröffentlicht am 13.06.2023

STOAK von Raiffeisen: Sharen & sonst nicht viel scheren

„Co-Owning“ bedeutet, sich mit anderen Menschen etwa eine Ferienimmobilie oder oder auch einen Hauptwohnsitz zu teilen. Dieser Trend aus den USA ist nun in Österreich angekommen. Mit STOAK hat auch Raiffeisen ein äußerst interessantes Angebot.

„Gemeinschaftseigentum macht stoak.“ So lautet der Slogan des neuen Angebots der Raiffeisen-Landesbank Steiermark. Co-Owning heißt der aus den USA kommende Trend, bei dem man gemeinsam mit anderen Menschen etwas kauft – zum Beispiel eine Ferienwohnung – und dieses Objekt gemeinsam nach im Vorhinein vereinbarten Regeln nutzt. Der erworbene Anteil wird im Grundbuch eingetragen. Beim Co-Owning teilt man nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Instandhaltungs- und allfällige Reparaturkosten, jeweils gemäß der gemeinsam festgelegten Nutzungsvereinbarung und der Anteile. Genutzt werden kann die Immobilie im Ausmaß des erworbenen Anteils: Ist man Besitzer eines Viertelanteils, so ist eine jährliche Nutzung im Ausmaß eines Quartals möglich. Ändern sich die Lebensumstände, so ist es möglich, den Anteil zu verkaufen. 

Das zunehmende Interesse an alternativen Eigentumsformen wie z. B. Co-Owning wird auch durch die aktuelle Lage am Immobilienmarkt sowie die neuen Kreditvergabe-Standards befeuert. Bei den gestiegenen Preisen sollen mehr Menschen in die Lage versetzt werden, eigene Immobilien zu erwerben. Die verbesserte Auslastung dieser Wohnungen und Häuser belebt überdies die regionale Wertschöpfung. Ganz wesentlich ist auch der Nachhaltigkeitsaspekt: Wer gemeinschaftlich in bereits bestehende Immobilien investiert und diese nutzt, schont Ressourcen wie Grund und Boden. Damit kann der Bau immer neuer Zweitwohnsitze, die monatelang leer stehen, vermieden werden. Weil es nicht zuletzt auch um die Finanzierung und Erfüllung der neuen Kreditvergabe-Standards geht, sondern auch darum, die passende Immobilie erst einmal zu finden, schuf die Raiffeisen-Landesbank mit der Plattform STOAK die erste Adresse in Österreich, die Kunden mit den gleichen Investitionsvorhaben zusammenbringt, um sich gemeinsam einen Traum zu realisieren, für den allein die Geldmittel fehlen. Egal, ob jemand schon eine Immobilie oder ein Kaufobjekt kennt oder erst sucht, ob es schon potenzielle Partner gibt oder nicht, STOAK bietet bei jeder Frage Unterstützung. Nach einer ersten Entwicklungsphase steht das Team STOAK mit Matthias Stern, der Vertriebsexpertin Andrea Kunze und der Juristin Désirée Wagner seit August des Vorjahres in ersten Pilotprojekten für die Rundum-Betreuung der künftigen Co-Owner bereit.

Im Gegensatz zum Modell des Time-Sharing, bei dem man das Recht erwirbt, in einer bestimmten Immobilie seinen Urlaub verbringen zu können, wird beim Co-Owning der Einzelne zum (Mit-)Eigentümer und partizipiert an einer etwaigen Wertsteigerung der Immobilie bzw. des Kaufobjekts. Ändern sich die Lebensumstände, ist es möglich, seinen Anteil wieder zu verkaufen. Auch für solche Vorkehrungen steht das STOAK-Team mit Auskünften bereit. Und sollte es mit den Miteigentümern einmal nicht reibungslos laufen, wird eine Mediation organisiert. Weil sich im Leben alles irgendwie regeln lässt. 

 

Entgeltliche Einschaltung
Fotos von Florian Scherl und STOAK
Beitrag veröffentlicht am 21.03.2023

Immobilien: die verlässliche Wertanlage

Immobilien werden auch in Zukunft attraktiv bleiben, prognostiziert Rainer Stelzer, Vorstand der RLB Steiermark. Es müssen aber wichtige Entwicklungen beachtet werden.

Werden Immobilien in Zukunft attraktiv bleiben oder ist ein Rückgang zu erwarten?
RAINER STELZER: Immobilien und die Wohnraum-Finanzierung bleiben auch in Zukunft trotz steigendem Zinsumfeld nachgefragt und bleiben weiterhin attraktive Veranlagungsformen. Bei steigenden Zinsen kann man mit Immobilien weiter Erträge generieren und Immobilien bleiben weiter ein sicherer Hafen. Auf Grund etwa indexgebundener Mieterträge bieten sie sogar einen teilweisen Schutz gegen die steigende Inflation. Natürlich darf man weiterhin die Inflations- und die Zinsentwicklung und die Kaufpreis- und Mietentwicklung nicht außer Acht lassen und muss diese laufend marktkritisch betrachten. Folglich stellen wir ausgewogene und sensitive Finanzierungen für Kunden bereit, die auch bei Verschärfungen am Immobilien- oder Kapitalmarkt gemäß den Regularien konform bleiben. Die Entwicklungen bei der Immobilien- und Projektfinanzierung sowie den Institutionellen Kunden stimmen uns weiter optimistisch für die kommenden Jahre.

Was bedeutet das für Kund:innen?
STELZER: Die Bauwirtschaft leidet nach wie vor unter Rohstoffengpässen und stark volatilen Materialpreisen. Diese Entwicklungen offenbaren, dass regionale Wertschöpfung und Produkte für die heimische Wirtschaft immer wichtiger werden. Aktuell sind die Zinsen bereits eindeutig im Steigen begriffen. Ein Ende der Negativzinsphase ist noch für heuer zu erwarten. Auf lange Sicht ist mit einem Ansteigen der Zinsen zu rechnen. Es empfiehlt sich daher ein mit der Bank abgestimmtes Zinsmanagement. Wichtig für Kunden ist daher ein Partner, der rasch hilft und langfristig denkt. Daher ist eine Spezialberatung, wie jene unserer Mitarbeiter, die alle Eventualitäten im Projektgeschäft kennt und miteinbeziehen kann, gefragt. Wir betreuen als diskreter, greifbarer Finanzierungspartner Kunden in der Steiermark, in Wien sowie im Süden Deutschlands. Unsere Expert:innen für Immobilien- und Projektfinanzierung und institutionelle Kunden finden mit höchstem Einsatz optimierte Lösungen für Kundenanliegen. Etwa durch eine Standort- oder Mietpreisanalyse, bei der ideale Standorte und Objekte bezogen auf Kundenanfragen gefunden werden.

Was sollten Käufer:innen aufgrund dieser Entwicklungen beachten?
STELZER: Es ist aktuell und künftig sorgfältig auf die Angebots- und Nachfrageentwicklungen zu achten. Daher muss man sich die jeweiligen Asset-Klassen und die jeweiligen Regionen für sich und in Kombination genau ansehen und analysieren. Da das Angebot nachhaltiger Objekte weiter große Nachfrage erfahren wird, interessieren sich Käufer neben den Ballungszentren auch immer mehr für die umgebenden Regionen. Den Markt wird mittelfristig das Thema Nachhaltigkeit mit ESG-Kriterien verändern. Nachhaltige Immobilienwirtschaft wird bei Investoren, Nutzern und Banken daher weiterhin eine wesentliche Rolle einnehmen. Daher muss man noch genauer die nachhaltige Rentabilität, die ESG-Einflüsse und den speziellen Nutzen der Immobilie in den Vordergrund rücken. Mögliche Fehler werden nicht mehr so leicht vom Markt korrigiert werden können wie in den letzten Jahren. Also bedarf es Profis auf allen Ebenen, um weiterhin möglichst erfolgreich zu bleiben.

Stichwort Nachhaltigkeit: Wo liegt hier der Fokus der RLB Steiermark?
STELZER: Wichtige Themen sind die EU-Taxonomie, Ressourcenschonung und möglichst große Klimaneutralität durch den möglichst geringen Energieverbrauch. Vor diesem Hintergrund werden alle Immobilien aktuell in Richtung Nachhaltigkeit geprüft beziehungsweise bereits entwickelt und umgesetzt. Jedes Produkt am Immobilienmarkt muss sich in Bezug auf Regularien und Zertifizierung beweisen. Raiffeisen hat in diesem Feld bereits langjährige Erfahrung in der Projektentwicklung. Ferner beraten wir Kund:innen zielorientiert und mit dem notwendigen Know-how in diesem komplexen Feld. Unsere Experten bieten für Kund:innen Informationen an, die ESG-konforme Gebäude errichten oder welche auf diesen Standard sanieren wollen..

Beitrag veröffentlicht am 12. Oktober 2022