Weniger Meisen gesichtet

Rekordteilnahme im zwölften Jahr der Wintervogelzählung von BirdLife. Allerdings: Es wurden weniger Vögel pro Garten als je zuvor beobachtet.

Der Haussperling vulgo Spatz ist Österreichs häufigster Wintervogel, gefolgt von Feldsperling und Kohlmeise. Auf Platz vier liegt der Erlenzeisig. Dieses Zwischenergebnis lieferten mehr als 14.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ihre Beobachtungen online an die Vogelschutzorganisation BirdLife meldeten. Am dritten Tag der Zählaktion hatten fast doppelt so viele Naturbegeisterte wie im Vorjahr ihre Ergebnisse per E-Mail gemeldet. Das Endergebnis der „Stunde der Wintervögel 2021“ erfolgt nach Auswertung aller Meldungen, die noch bis 18. Jänner erfolgen.

Bei der „Stunde der Wintervögel“, die heuer von 8. bis 10. Jänner durchgeführt wurde, meldeten die einzelnen Beobachter alle Vogelarten, die sie innerhalb einer Stunde im Garten oder in einem Park gesehen hatten. Bei der diesjährigen Zählung zeigt sich auch, dass die Gesamtanzahl der beobachteten Vögel erneut zurückgegangen ist. Im Vorjahr lag der österreichweite Durchschnitt bei 31 Vögeln – der niedrigste Wert seit Beginn der Vogelzählungen vor zwölf Jahren. Bei der heurigen Beobachtung liegt der Durchschnitt nur mehr bei 29 Vögeln pro Garten. Schuld daran dürften unter anderem die milden Winter mit steigenden Temperaturen und deutlich weniger Eis- und Frosttagen sein, so Gabor Wichmann von BirdLife Österreich. Aber auch die hohe Verfügbarkeit an Baumsamen ließ die samenfressenden Meisen, Kleiber und Buntspechte in den Wäldern bleiben.

 

14.1.2021
Bildquelle: Shutterstock