Wintertourismus ohne Aprés-Ski

Gondelfahrten mit Maske, Feiern im Sitzen,  Adventmärkte mit Abstand: die Wintersaison 2020/2021 findet statt. Unter Auflagen.

675.000 Jobs hängen am Tourismus, rund 15 Prozent der gesamten heimischen Wirtschaftsleistung sind der Branche zu verdanken. Das Vertrauen der Gäste nach den Vorfällen rund um den Supercluster Ischgl im vergangenen Winter ist allerdings noch erschüttert. Der Lockdown im März und April führte am Ende zu einem Nächtigungsminus von knapp 20 Prozent.

Damit keine weiteren Reisewarnungen von anderen Ländern ausgesprochen beziehungsweise bestehende Warnungen aufgehoben werden, sind möglichst niedrige Infektionszahlen wesentlich. Derzeit warnen zehn EU-Staaten vor Reisen nach Österreich, darunter Deutschland, die Niederlande und Belgien. Allein deutsche Gäste machen im Winter in Tirol 55 Prozent der Nächtigungen aus die Niederländer sind die zweitwichtigste Gästegruppe.

Weihnachtsmärkte, Schiabenteuer und Hüttengaudi soll es aber auch in diesem Winter geben – allerdings unter Auflagen. Die Sperrstunde wird in Vorarlberg, Tirol und Salzburg auf 22 Uhr vorverlegt. Essen und Trinken darf ausschließlich im Sitzen konsumiert werden. Die Beschränkung der Gruppen auf zehn Personen als auch das Tragen von Mund-Nasen-Schutz in der Gastronomie wird beibehalten. Für Seilbahnen wird die Anzahl von Personen pro Gondel festgelegt, es gilt Maskenpflicht. Beim Anstellen ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten, Bodenmarkierungen sollen darauf hinweisen. Für Schischulen gibt  die  Empfehlung einer maximalen Gruppengröße von zehn Personen und die Gruppen nicht zu durchmischen. Für Skilehrer soll es kostenlose Corona-Tests geben.

Adventmärkte müssen ein Präventions- und Hygienekonzept ausarbeiten, das Faktoren wie Besucherzahl, Abstände bei Gastronomieständen und ein Besucherleitsystem umfasst.

Elke Jauk-Offner
Beitrag veröffentlicht am 25. September 2020
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