Der große E-Bike-Test

Diesmal im Test: Das FLYER City eBike Upstreet5 7.10

Zugegeben: Ganz günstig sind sie nicht. Aber die Räder der Schweizer Marke Flyer gehören zu den besten E-Bikes, die aktuell auf dem Markt sind. Eine Empfehlung von Gerhard Bauer, Inhaber von Bauer’s E-Bike.

Die Schweiz steht für Präzision. Das Schweizer Messer, die Schweizer Uhr und auch die Schokolade, deren Herstellungsprozess erst die Schweizer so hinbekommen haben, dass die Süßigkeit gut schmeckt. Mit dem E-Bike Flyer Upstreet aus Huttwil im Kanton Bern wurde ein Elektrorad geschaffen, durchdacht „von vorne bis hinten“. Die Biketester sind sich einig: Ein klares „Sehr gut“ für dieses hochwertige und  wartungsarme E-Bike für die Stadt und für Tagestouren.

ROBUST UND SICHER

Hergestellt ist das Premium-E-Bike mit 28 Zoll aus robustem Aluminium, es ist in verschiedenen Rahmengrößen und Farben erhältlich. Das Modell bietet einen Flacheinstieg und ist deshalb für ältere Menschen bestens geeignet. Die Robustheit macht das Bike auch für schwerere Radfahrer bis 150 Kilo interessant.

LEISTUNGSSTARK

Beim Motor handelt es sich um einen Panasonic GX Ultimate mit 90 Nm und teilintegriertem 750 Wh-Fly-er-SIB-Akku und bringt eine Kraftunterstützung bis 25 km/h. Der Motor gewährleistet einen kraftvollen Schub, mit dem sogar steilere Auffahrten möglich sind. Der Akku ist leistungsstark und reicht lange, die SR-Suntour Federgabel garantiert ein weiches Fahren auch auf holprigem Untergrund.

EINFACH ZU HANDHABEN

Die Panasonic-Bedieneinheit befindet sich am linken Lenkergriff, wo aus vier Unterstützungs- und Automatikstufen gewählt werden kann. Jedes E-Bike hat natürlich eine 6-km/h-Schiebehilfe.

SICHERHEIT GEHT VOR

Die lichtstarke LED-Beleuchtung (Busch&Müller) sorgt für beste Sicht und gute Ausleuchtung. Gegen Diebstahl schützt das integrierte ABUSRahmenschloss.

PREIS

Mit einem Preis von rund 4.500 Euro ist es zwar nicht ganz günstig, doch langfristig zahlt es sich aus: Das EBike ist einfach und komfortabel zu handhaben und so konzipiert, dass es lange hält. Gerhard Bauer sagt dazu: „Wir sind das größte E-Bike-Center Österreichs. Durch unsere langjährige Erfahrung können wir passgenau empfehlen, welches E Bike für welche Person geeignet ist. Und weil es nicht nur um das Fahren geht, sondern auch um Service, Wartung und Reparaturen, sind wir auch in der Lage, die Kosten gut einzuschätzen, die über die Lebenszeit eines Rades anfallen.

Und hier gibt es eine klare Empfehlung: Billig ist meist teuer. 

© Bauer Bikes
Beitrag veröffentlicht am 04.04.2022

Wo Energie fließt und Magie wirkt

Kraftlinien sollen die Erde wie Nervenbahnen durchziehen. Landschaften haben eine gesundheitsfördernde Wirkung. Energie tanken, den Kopf frei bekommen – quer durch die Steiermark gibt es viel zu entdecken.

1 Der Hubertussee

Seine Entstehung verdankt der Hubertussee im Mariazeller Land der Feier der silbernen Hochzeit des Ehepaares Krupp im Jahr 1906. Der Stausee war das Geschenk von Margret Krupp an ihren Mann und wurde nach dem Heiligen Hubertus benannt. Am Nordufer des Sees befindet sich die Bruder-Klaus-Kirche. Auf Wanderungen rund um den See bietet sich die Erkundung des Kraftplatzes an. An das Wirken des Industriellen erinnert der Denkmälerweg, den 21 Bildsäulen, Denkmäler und Statuen zieren.


(c) TVB Mariazeller Land / Fred Lindmoser

 

2 Kräftereich St. Jakob im Walde

Zu jedem Zeitpunkt wirken verschiedenste Kräfte auf den Menschen. Im Kräftereich geht man diesen Phänomenen auf insgesamt 1600 Quadratmetern auf den Grund. Die Bandbreite reicht von der Kraft der Farben über das Unterbewusstsein bis zur Kraft des Glaubens. Haben Sie schon einmal einen lautlosen Wasserstrahl gesehen? Oder kennen Sie die Auswirkungen des Mondes auf unser tägliches Leben? Beim Blick auf die Kraftquelle Nahrung kann man Parallelen zwischen der großen Vordenkerin Hildegard von Bingen und fernöstlichen Lehren wie Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin erkunden.


(c) Kräftereich / Gery Wolf

 

3 Der Teufelstein in Fischbach

Drei übereinanderliegende Felsbrocken bilden den sagenumwobenen Teufelstein. Mit einer Höhe von sechs Metern bietet die Formation auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges in den Fischbacher Alpen auch einen sagenhaften Ausblick. Um den Platz rankt sich eine Sage: Luzifer wollte einmal noch in das Reich der Seligen zurückkehren, Gott wollte ihm den Wunsch unter einer Bedingung gewähren: Er sollte in der Christnacht einen Turm bis in den Himmel bauen. Der Teufel tat wie ihm befohlen, doch der dritte Felsstein war für seine Kraxe zu schwer. Sie zerbarst, die Steine blieben auf einer Wiese liegen, die Zeit war vertan. Seitdem heißt der Berg Teufelstein. Der Fels ist übrigens behauen, vermutlich diente er einst als Kalenderstein.


(c) Andrea Rennhofer

 

Schicke uns ein Bild von deinem persönlichen Kraftort an: office@abenteueralter.at

© shutterstock
01.03.2022

Fit mit Abenteuer Alter – Teil 4

Jede Art von Bewegung ist für unseren Körper und unseren Geist wichtig. Ganz nach dem Motto Fit durch den Februar, möchten wir jeden Donnerstag eine Basisübung für das Training zu Hause vorstellen. Im vierten Teil  unserer Serie geht es um folgenden Übung: Arme kreisen.
Viel Spaß beim Trainieren!

Hier geht´s zur ersten Übung: Sit-Ups
Hier geht´s zur zweiten Übung: Katze-Kuh
Hier geht´s zur dritten Übung: Kniebeugen

 

© shutterstock & eigene Darstellung
24.02.2022

Fit mit Abenteuer Alter – Teil 3

Jede Art von Bewegung ist für unseren Körper und unseren Geist wichtig. Ganz nach dem Motto Fit durch den Februar, möchten wir jeden Donnerstag eine Basisübung für das Training zu Hause vorstellen. Im dritten Teil  unserer Serie geht es um folgenden Übung: Kniebeugen.
Viel Spaß beim Trainieren!

Hier geht´s zur ersten Übung: Sit-Ups
Hier geht´s zur zweiten Übung: Katze-Kuh

 

© shutterstock & eigene Darstellung
17.02.2022

Fit mit Abenteuer Alter – Teil 2

Jede Art von Bewegung ist für unseren Körper und unseren Geist wichtig. Ganz nach dem Motto Fit durch den Februar, möchten wir jeden Donnerstag eine Basisübung für das Training zu Hause vorstellen. Im zweiten Teil  unserer Serie geht es um folgenden Übung: Katze-Kuh.
Viel Spaß beim Trainieren!

Hier geht´s zur ersten Übung: Sit-Ups

 

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10.02.2022

Fit mit Abenteuer Alter – Teil 1

Jede Art von Bewegung ist für unseren Körper und unseren Geist wichtig. Ganz nach dem Motto Fit durch den Februar, möchten wir jeden Donnerstag eine Basisübung für das Training zu Hause vorstellen. Wir starten die Serie mit einem Klassiker: Sit-Ups. Viel Spaß beim Trainieren!

Hier geht´s zur zweiten Übung: Katze-Kuh

© shutterstock & eigene Darstellung
03.02.2022

Zum Gehen verführt – Buchempfehlung



„10.000 Schritte in & um Graz Let´s go“ von Elke Jauk-Offner, erschienen 2021 im Kneipp Verlag Wien

Zählte man vor kurzem noch Kalorien, sind es heute die Schritte: 10.000 pro Tag aktivieren Körper und Geist. Sie wirken sich erwiesenermaßen positiv auf die Gesundheit aus. Wenn wir es uns abends auf der Couch bequem machen, liegt die Zahl unserer Schritte jedoch häufig weit darunter. Weil das Wohlbefinden aber mit jedem davon steigt, liefert dieses Buch 15 Touren in und um Graz, die wieder mehr Bewegung in unseren Alltag bringen.

Also runter vom Sofa und los! Vor unserer Haustür warten noch unbetretenes Terrain, versteckte Ecken, unbekannte Kleinode, überraschende Ein- und Ausblicke. Dieser etwas andere Stadtführer lädt Sie dazu ein, Graz im Gehen ganz neu zu entdecken. 10.000 spannende und informative Schritte lang.

Zu Kaufen gibt´s das Buch im guten Buchhandel oder unter https://www.styriabooks.at/10000-schritte-in-um-graz.

Viel Vergnügen mit dem Buch!

 

© shutterstock
19.01.2022

Auf winterlicher Spurensuche

Mit Schneeschuhen durch die stille Winterlandschaft stapfen ist ein unvergessliches Erlebnis. Kondition sollte aber vorhanden sein.

Wer eine Alternative zum traditionellen Wintersport sucht, dem sei das Schneeschuhwandern ans Herz gelegt. Vorausgesetzt natürlich, dass eine gewisse Basis an Kondition vorhanden ist. „Spuren“ nennt sich die Herausforderung, die bei einer dicken Schneedecke recht anstrengend sein kann. Zur richtigen Vorbereitung empfiehlt sich ein „Trockentraining“, also geplante Schneeschuhwanderungen zu gehen, wenn noch kein Schnee liegt. Das empfehlen jedenfalls die Schneeschuhexpertinnen Elisabeth Zienitzer und Silvia Sarcletti. Zum einen, weil sich Landschaften im Schnee anders darstellen als im Sommer, mit diesem „Trockentraining“ lässt sich auch testen, ob das Gelände für einen persönlich passt, also nicht zu steil, zu lange oder zu anspruchsvoll ist. „Wir hören oft das Argument, dass Menschen, die Nordicwalken, sich ausreichend für das Schneeschuhwandern gerüstet fühlen. Das ist aber nicht der Fall, Schneeschuhwandern ist deutlich anstrengender“, sagt Elisabeth Zienitzer. Und sie hat noch einen Tipp parat: Zur Vorbereitung auf den winterlichen Sport hilft es, früh morgens ins Freie zu gehen, sich gut zu bewegen und dabei richtig durchzuatmen, um zu sehen, wie man mit der Kälte zurechtkommt.

Für den Start empfehlen die Schneeschuhexpertinnen drei Wanderrouten:

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Die richtige Ausrüstung

„Zwiebelprinzip“ nennt sich das Stichwort für den Wintersport: Vor allem am Oberkörper empfiehlt es sich, mehrere Schichten Kleidung zu tragen, zum Beispiel warme Funktionsunter­wäsche, darüber ein dünnes Microfleece oder eine Weste, zum Schluss eine Softshell- oder Funktionsjacke. So ist man bei anstrengenderen Sportarten vor zu viel Wärme durch die Bewegung oder Kälte beim Ausruhen geschützt. Sporthändler bieten Schneeschuhe zum Ausleihen an. Wer über einen Kauf nachdenkt, sollte Markenprodukte (TSL oder Tubbs) wählen.

Elisabeth Zienitzer und Silvia Sarcletti haben ihre Leidenschaft in Buchform verfasst, „Steiermark. Vom Dachstein bis zum Steirischen Weinland“. Dort werden 62 Schneeschuhwanderungen empfohlen, inklusive GPS-Daten.

 

23.12.2021
© Fotos: Weges

Wo die Seele sich wohlfühlt

Statt Karotten zu schälen, schnitzte sie daraus lieber Pfeile. Überhaupt war Renate Polz der Garten der Oma ziemlich egal. Doch im Leben kommt es oft anders. Heute hat sie den schönsten Garten in der Südsteiermark. Ein Besuch in Hochgrassnitzberg.   

Der Ordnung halber müsste man sagen, dass es erst Liebe auf den zweiten Blick war. Denn als Mädchen und Jugendliche hatte Renate Polz mit Garten gar nichts am Hut. Sie erinnert sich noch, als sie gemeinsam mit ihrem Bruder aus den Karotten aus Omas Gemüsegarten „Pfitschepfeile“ geschnitzt hat, anstatt diese zu schälen, wie es eigentlich Auftrag gewesen wäre. Die Oma hatte so ziemlich alles im Garten angebaut – was auch zu verarbeiten war –, dazu das Dahlienbinden im Herbst, die junge Renate dachte sich nur: „Oh Gott, das ist ja nur Arbeit!“ Sie erinnert sich an die Hühner und Hasen, die ihre Großmutter gehalten hat, und an die Waschküche, wo Obst wie Gemüse verarbeitet und „eingerext“ wurde. Die Eier wurden zum Haltbarmachen in Kalkwasser gelegt, Ronen und Kartoffeln in Sand eingegraben, vieles wurde fermentiert. Altes und wertvolles Wissen, das Renate Polz damals nur wenig begeisterte.

Wie bei so vielen Gärtnerkarrieren mussten erst einmal Kinder kommen – oder gehen, wie es bei Renate Polz der Fall war. Als ihr Erstgeborener im Alter von nur einem Jahr an plötzlichem Kindstod verstarb, fand sie ihren Anker im Garten. Es war für sie damals mehr als nur eine Metapher, dass alles irgendwann alles wieder zu Erde werden würde. Seither ist Renate Polz fasziniert von den Vorgängen im Garten – wie alles wächst, nicht nur nach oben. Die Wurzel eines Rebstocks wächst etwa bis zu zwölf Meter in die Tiefe, manche Bäume verbinden sich unterirdisch über viele Kilometer. Das alles ist Seele und so fand Polz ihre Faszination für das Gärtnern.


„Einfach dem Bauchgefühl folgen, die Natur – zumindest im Garten – nimmt einem nicht viel übel.“

Wobei: Das musste natürlich erst einmal wachsen. Zu Beginn gärtnerte sie in Blumenkisterln, erst später kam das Anwesen in Hochgrassnitzberg in der südsteirischen Weinstraße, direkt an der slowenischen Grenze. Dieses Kleinod für Gärtnerinnen und Naturliebhaber hat sich Renate Polz über die letzten 30 Jahre selbst geschaffen, „Zimmer für Zimmer“, wie sie die eingegrenzten Themenbereiche im Garten nennt. Als dreifache Mutter – 1994 folgte ein Sohn und später zwei Töchter – war sie nicht berufstätig und hatte Zeit zum „Garteln“, später kam ein Gemüsegarten dazu. Was noch kam: Erinnerungen und Erzählungen an den legendären Garten und das Wissen der Großmutter. Die Mär vom „grünen Daumen“ teilt Renate Polz dabei nicht. Wer ein Gefühl oder Gespür für den Garten habe und sich an der Natur ausrichte, könne beim Garteln nicht viel falsch machen, ist sie überzeugt. „Einfach dem Bauchgefühl folgen, die Natur – zumindest im Garten – nimmt einem nicht viel übel.“ Die Perfektion sollte man lieber draußen lassen, „wenn man Freude an der Arbeit hat, gibt es auch kein Falsch“, betont Polz. Letztlich fließe die eigene Energie in den Garten – natürlich auch vice versa. Renate Polz ist überzeugt, dass die Behauptung, auch Pflanzen hätten Gefühle, längst nicht nur esoterische Meinung ist.

Ihr Südsteiermark Garten – ein Name, den sie sich rechtlich schützen hat lassen – entstand aus einer Weinkultur. Dieses Thema hat sie, selbst aus einer Weinbauernfamilie kommend,  für ihren Garten beibehalten. Dieser erzählt Geschichten über die Vielfältigkeit der Böden und über die damalige Bau- und Gestaltungsweise: Gebaut und geschaffen wurde nur mit Material, das vor Ort war. Eines ihrer „Zimmer“ ist aus Muschelkalkstein, eines mediterran mit knorrigen Olivenbäumen, der schwerste wiegt 1,8 Tonnen. Im „Muschelkalksteinzimmer“ hat Renate Polz seltene Kräuter gepflanzt – Jerusalemsalbei etwa, der mit seinem Ribiselduft an die Sekundäraromen großartiger Weine erinnert -, Currykraut, Steinpilzthymian oder Kanarischer Lavendel. Es sind herrliche Gerüche und verschiedenste Grüntöne, die vor allem im Frühling riechen und leuchten. „Wenn ich Gartenführungen mache, lassen sich die Besucher meist im Kräutergarten nieder und es wird plötzlich ganz ruhig“, erzählt Renate Polz. Es gibt ein Areal mit Seerosenteich und Goldfischen sowie einem speziellen Gras, das das Wasser filtert und sauber hält. Das „Obegg-Zimmer“ ist in ein 17 Millionen Jahre altes Korallenriff gebaut, ein weiterer Kraftplatz im Südsteirischen Garten. Viele berührende Erlebnisse durfte die Gartenbesitzerin bei Führungen durch ihren Garten miterleben: Etwa als ein Mann seine Freundin, die an Lymphdrüsenkrebs litt und nur noch 38 Kilo wog, durch den Garten getragen hat. „Die beiden strahlten eine Zufriedenheit aus, das war gigantisch“, sagt Polz. „Mich erfüllt das mit Dankbarkeit, so einen Garten haben zu dürfen.“

„Die Oma hatte so ziemlich alles im Garten.“

Für ihren verstorbenen Sohn Walter hat Renate Polz 1990 eine Douglastanne gepflanzt, ein inzwischen mächtiger Baum. Für Sohn Lukas wurde eine Linde gesetzt, für Tochter Anne eine Hängebirke und Laura ist eine Blutpflaume gewidmet. Alle Bäume würden perfekt auf die Charaktereigenschaften der Kinder passen, erzählt Renate Polz. Mit dem Garten haben die Kinder übrigens genauso wenig am Hut wie die Mutter damals. Mit einer Ausnahme im Sommer: Da kocht die Mama auf und unter dem Lindenbaum gibt es einen langen Tisch, an dem Annas Geburtstag gefeiert wird. „Da komme ich mir vor wie eine italienische Mami.“

Renate Polz’ Garten ist privat und ohne öffentliche Unterstützung errichtet. Sie bietet dort Gartenführungen an, coronabedingt sind auch Einzelführungen möglich. Man kann sich im Garten von Renate Polz standesamtlich trauen lassen oder ihr angebotene Energiearbeit, Coaching und Aufstellungen in Anspruch nehmen.

Nähere Infos: http://www.polz-garten.at

 

© Karin Bergmann
11.08.2021

S.O.S. im Wasser

Bei den hohen Temperaturen suchen viele Abkühlung im kühlen Nass. Allerdings kommt es immer wieder zu Badeunfällen. Wichtig sind Vorsicht – und im Ernstfall schnelle Hilfe.

Gerade ältere Menschen sollten eigene Vorerkrankungen nicht verdrängen oder ignorieren. Sie können eine große Auswirkung auf die notwendige Kondition beim Schwimmen haben. In natürlichen Gewässern werden Wellen oder Unterströmungen von Ungeübten vielfach unterschätzt. Während einer Hitzewelle ist vor allem auch Vorsicht geboten, wenn der Unterschied der Wasser- zur Außentemperatur hoch ist. Denn das Kreislaufsystem kann aus dem Gleichgewicht geraten, wenn man überhitzt ins Becken springt. Es ist besonders wichtig „den Körper auf die Wassertemperatur vorzubereiten“, betont Markus Schimböck von der Wasserrettung gegenüber orf.at.

Wenn man beobachtet, dass jemand im Wasser Hilfe braucht, sollte man rasch reagieren und die Notrufnummer 144 wählen. Anzeichen eines Notfalls: Ertrinkende schnappen oft nach Luft ohne zu schreien, führen unkontrollierte Schwimmbewegungen aus und tauchen immer wieder unter Wasser. Bei einem Badeunfall zählt jede Minute. „Schon nach vier bis fünf Minuten unter Wasser kommt es zum Atemstillstand“, sagt Elisabeth Kellner vom Roten Kreuz. Ertrinkenden sollte man einen Rettungsring, einen Ast oder ein Paddel reichen oder behelfsmäßige Rettungsgeräte wie Stand-up-Boards oder Leitern verwenden. Eine an Beinen und am Bund zusammengeknotete Jeans gibt kurzfristig Auftrieb.

„Wenn Sie sich zutrauen, Ertrinkende selbst aus dem Wasser zu retten, nähern Sie sich von hinten und nützen Sie Hilfsmittel wie Schwimmwesten und Rettungsringe“, so Kellner. Ertrinkende können Rettende sonst in Panik unter Wasser ziehen. An Land sofort mit der Wiederbelebung starten, wenn Betroffene nicht mehr atmen. Auch Betroffene, die bei Bewusstsein sind, müssen zur Beobachtung sofort ins Krankenhaus. Denn Stunden später könnten schwerwiegende Folgeschäden bis hin zum Lungenversagen auftreten.

28.06.2021