Voller Energie ins neue Jahr

Fasten im BLEIB BERG Health Retreat

Fasten reinigt den Körper, stärkt das Immunsystem und gibt neue Kraft. Besonders zum Jahreswechsel sind Fastenkuren eine beliebte Methode, um gesund ins neue Jahr zu starten. Von der strengen Fastenkur nach Dr. F.X. Mayr bis zur genussvollen, aber darmschonenden Ernährung angelehnt an FODMAP: Im BLEIB BERG Health Retreat hat Ernährung und Fasten eine ganzheitliche Bedeutung. Abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse wird beim ärztlichen Erstgespräch eine der vier Ernährungsstufen für den Aufenthalt festgelegt. Mit dem persönlichen Fasten-Erlebnis wird ein Grundgedanke verfolgt: Im bewussten Verzicht neue Kraft und unerwartete Leistungsfähigkeit finden.

Der Fastengast verschreibt sich der strengen, modernen Variante der Dr. F.X. Mayr Fastenkur oder der milden Ableitungsdiät nach Dr. E. Rauch / Peter Mayr. Man darf hier aber nicht mehr an die altbekannte „Milch-Semmel-Diät“ denken. Mit dem neuenAngebot „F.X. MAYR FASTEN BASIC“ wird der Fokus auf Entgiftung und Schonung, auf bewussten Verzicht und Ernährung gemäß der bekannten Fastenkur gelegt. Begleitet wird das Fastenprogramm durch unterstützende Bauchbehandlungen und wohltuende Heuwickel zur Entgiftung der Leber. Neben einer verbesserten Verdauung werden die Fastenden mit mehr Energie, weniger Müdigkeit und besserem Schlaf belohnt. Auch die Beziehung und das Gefühl zum eigenen Körper werden sich positiv entwickeln, wenn jede Mahlzeit achtsam, Bissen für Bissen bewusst gekaut wird.

Bei einer F.X. Mayr Kur bewegt sich der Fastengast in einem individuell festgelegten Rahmen. Diese Individualisierung macht die F.X. Mayr Kur einer besonders breiten Zielgruppe zugänglich. „Jeder Mensch – schwer Erkrankte ausgenommen – der seinen Gesundheitszustand verbessern und einen bewussten Umgang mit seinem Körper finden möchte, ist für eine F.X. Mayr Fastenkur geeignet. Es reichen schon wenige Tage, um eine deutliche Verbesserung zu bewirken.“, so Dr. Elisabeth Winkler-Lackner, diplomierte F.X. Mayr Prevent Ärztin.

Individuelles Fasten-Erlebnis durch vier Ernährungsstufen

Dem Fasten nach Dr. F. X. Mayr gegenüber steht die darmschonende Ernährung in Säure- Basen-Balance, angelehnt an die australische FODMAP-Ernährung, die im BLEIB BERG auf regionale und saisonale Produkte abgewandelt wird. Das bedeutet konkret, dass Lebensmittel vermieden werden, die Reizdarm und andere Verdauungsbeschwerden hervorrufen.. Was sich allerdings in jeder Ernährungsstufe wiederfindet: Essen in voller Präsenz und bewusstes Kauen, um sich ganzheitlich wohlzufühlen. Denn auch eine gesunde Esskultur will gelernt sein. Wichtig ist, dass jede Ernährungsstufe bewusst erlebt wird. Dafür sollte man sich vorab gedanklich auf das Fasten einstellen. Dahinterstehende Ziele können Gewichtsreduktion oder Entgiftung sein.

So schaut ein Tagesplan im BLEIB BERG aus

So wie die Ernährungsstufe, ist auch der Tagesplan auf jeden Gast persönlich zugeschnitten. Verantwortlich für den kulinarischen Teil ist Küchenchefin Bettina Mitter-Melcher. Unter ihrer Leitung werden zwei bis drei gesunde Mahlzeiten am Tag serviert, wobei diese in einem Abstand von mindestens vier Stunden eingenommen werden. Dazwischen gibt es viel Wasser und Tee zu trinken, denn das ist beim Fasten besonders wichtig. Gleich in der Früh, am besten zwischen 5 und 7 Uhr, wenn die sogenannte Dickdarmzeit stattfindet, wird ein Bittersalz eingenommen, das eine mild abführende Wirkung hat. Erst danach wird sich beim Morgenerwachen in der Gruppe bewegt, gefrühstückt und mit der ersten Therapiestunde begonnen.

Weitere Informationen unter www.bleib-berg.com

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Beitrag veröffentlicht am 21. Dezember

Gut zu Fuß

Unsere Füße haben eine tragende Rolle, werden im Alltag jedoch häufig vernachlässigt – bis Probleme auftauchen. Fußfehlstellungen sind weit verbreitet. Falsche Bewegungsmuster führen zu Fehlbelastungen, die den gesamten Bewegungsapparat beeinträchtigen.

Unsere Füße tragen uns in vielen Fällen ein Leben lang. Sie gehören zu den meistbeanspruchten Teilen unseres Bewegungsapparats, im Laufe des Lebens kommen wir durchschnittlich auf rund 200 Millionen Schritte. Das ergibt eine Stecke, die etwa drei Mal um den Erdball reicht.

Der menschliche Fuß ist ein durchaus erstaunliches Körperteil: Er verfügt über 27 Gelenke, 26 Knochen, 32 Muskeln und Sehnen, 107 Bänder, 1.700 Nervenenden – und über 90.000 Schweißdrüsen. Ein Viertel unserer gesamten Knochen befindet sich in den Füßen. Je nach Aktivität lastet zudem ein Vielfaches des Körpergewichts auf ihnen. Während eines Tages müssen die Füße einem Druck und Gewicht von durchschnittlich 2.500 Tonnen standhalten.

Individueller Gang

Obwohl fast alle Babys mit gesunden Füßen auf die Welt kommen, haben zwei Drittel der Erwachsenen mit Fußproblemen zu kämpfen. Unpassendes Schuhwerk oder falsche Bewegungsabläufe können Gründe dafür sein. Physiotherapeut Oskar Arrer vom Ganglabor am LKH.-Univ.Klinikum Graz klärt darüber auf, worauf es beim richtigen Gehen ankommt. „Jeder Mensch hat einen individuellen gesunden Gang. Leichte Abweichungen sind völlig normal und erzeugen auch bei hohen Bewegungsumfängen und Belastungen im Regelfall keine Probleme. Stärkere Bewegungsabweichungen wie Hinkmechanismen, ausgeprägte Verdrehungen der Kniescheibe oder des Fußes, Spitzfußgang, Achsabweichungen in X- oder O-Bein können jedoch zu Schmerzen und Schäden im Gewebe führen.“

Physiotherapeut Oskar Arrer vom LKH.-Univ.Klinikum Graz

Bewegung ist das A und O für die Erhaltung des Bewegungsapparats – und für die Prävention von Erkrankungen der Muskeln, Sehnen und Gelenke. „Interessant ist dabei“, so der Experte, „dass der Knorpel, eine Struktur, die oft von Degeneration im Alter betroffen ist, über Bewegung ernährt wird. Der Knorpel verhält sich dabei wie ein Schwamm, der bei Belastungen ausgepresst wird und anschließend die Gelenksflüssigkeit aufsaugt.“ Das passiert beim Gehen, beim Radfahren oder anderen entsprechenden Aktivitäten. „Auch Muskeln, Sehnen und Knochen passen sich an Belastungen an. Bei fehlenden Belastungen bauen sie ab und bei adäquaten Belastungen bauen sie auf. Der Aufbau des Gewebes funktioniert auch im hohen Alter noch, nur nicht mehr so gut wie in jungen Jahren.“

Regelmäßiges Training

Wenn man der Bewegungsempfehlungen der WHO folgt, sind mindestens 150 bis 300 Minuten Bewegung mit moderater Intensität oder alternativ 75 bis 150 Minuten intensiven Sports pro Woche ratsam. „Da hat hat man schon einiges gemacht, um Muskeln, Sehnen und Gelenke gesund zu halten. Für die Füße empfehlen sich jegliche Bewegungen mit Fußbelastungen wie Spazierengehen oder Wandern auf unebenem Untergrund, aber auch Schwimmen oder Radfahren. Auch die regelmäßige körperliche Arbeit wie jene im Garten eignet sich dafür“, sagt Arrer. Jedenfalls ist das Training in erster Linie wirkungsvoll, das Spaß bereitet und wiederholt im Alltag eingebaut wird. Der Fuß soll eine wechselnde Belastung erhalten, langes Stehen auf dem gleichen Platz ist ungünstig.

Um die Fußmuskulatur adäquat belasten zu können, ist geeignetes Schuhwerk entscheidend, „dabei geht es primär um Faktoren wie die passende Schuhgröße und Schuhform.“ Barfußgehen fordert die Fußmuskulatur im positiven Sinne, für lange Gehstrecken ist es laut Arrer allerdings nur für sehr gut trainierte Menschen sinnvoll.

Problematische Bewegungsmuster

Problematische Bewegungsmuster können durch Schmerzen, Beweglichkeitseinschränkungen, fehlende Kraft oder Koordination erworben werden. Nicht immer verschwinden sie automatisch wieder, wenn der Schmerz weg ist oder Beweglichkeit, Kraft und Koordination wiederhergestellt sind. Manchmal sind Ursachen auch angeboren. Mithilfe von Physiotherapeuten können Bewegungsmuster erkannt und über Training verbessert werden. Auch verursachende Faktoren wie Schmerz, Beweglichkeit, Kraft und Koordination sind mit Übungen therapierbar. Die häufigsten Fußfehlstellungen im fortgeschrittenen Alter sind Knicksenkfüße und Plattfüße sowie der Hallux Valgus. Zu der Entstehung tragen viele Faktoren bei – etwa vorhergegangene Verletzungen, Phasen nach Gelenksentzündungen, andere Fußdeformitäten, das Schuhwerk oder eine muskuläre Fehlfunktion. Für gravierendere Einschränkungen können Ärzte mit radiologiegestützten Diagnosen und Operationen sowie Orthopädietechnikern mit orthopädischen Einlagen und Orthesen helfen. Durch eine regelmäßige und korrekte Pflege der Füße und die Wahl des richtigen Schuhwerks können Hautschädigungen, Schwielen, Hühneraugen, Fußgeruch und Pilzerkrankungen sowie Fehlstellungen und damit auch Schmerzen vermieden werden.

Text von Elke Jauk-Offner
Beitrag veröffentlicht am 06. Dezember

Vitamin D ein „Alleskönner“?

Etliche Mythen kursieren um diesen Vitalstoff. Eine Ärztin klärt auf, was dran ist.

Die einen meinen, Vitamin D hilft gegen fast alles, die anderen halten das für Humbug. Wer hat Recht?

Internistin Priv.-Doz. Dr. Karin Amrein: „Die Wahrheit liegt in der ,goldenen Mitte’. Vitamin D spielt tatsächlich eine enorm wichtige Rolle für die Gesundheit, aber der individuelle Effekt wird oft überschätzt. Mit ein paar Tropfen kann man nicht jede starke Covid-Erkrankung verhindern, aber ein ausreichend hoher Vitamin-D-Spiegel ist eine wichtige Grundvoraussetzung, damit das Immunsystem gut funktioniert.“

Die Expertin betont aber, dass Vitamin D Atemwegsinfekte sehr wohl hintanhalten könne. „Diese Auswirkung ist zwar nur klein, aber gesamtgesellschaftlich gerade in dieser Pandemie extrem wichtig.“ Der vor Corona schützende Effekt wurde in einer Studie 2021 noch einmal bestätigt. „Aber der Vitalstoff kann keine schweren Verläufe verhindern und ersetzt keinesfalls die Impfung. Die positive Konsequenz macht sich nämlich erst bemerkbar, wenn man größere Personenkreise betrachtet. Aus dieser Perspektive wäre es wünschenswert, wenn alle einen guten Vitamin-D-Status hätten!“

Auch für Muskelfunktionen und Knochenaufbau ist der Stoff unverzichtbar. Typische Mangelerscheinung bei Kindern stellt Rachitis, die „verbogene Knochen-Krankheit“, dar. Diese wäre vermeidbar, leider gibt es sie immer noch – auch in Österreich.

Mängel lassen sich recht gut ausgleichen

Vitamin D ist kein klassisches Vitamin. „Erstens, weil es an einen Zellkern-Rezeptor andockt und dort  sogar Einfluss auf menschliche Gene hat – wie ein Hormon. Zweitens, weil wir es mit genügend Sonnenlicht selbst herstellen können und ,echte’ Vitamine normalerweise von außen zugeführt werden müssen“, erläutert Dr. Amrein. „Dennoch zeigen Studien, dass in Europa 40 Prozent der Gesamtbevölkerung einen Mangel aufweisen. Heute leben wir fast nur noch in Innenräumen und wenn wir in die Sonne gehen, halten wir die UV-Strahlung oft mit Sonnencreme ab.“

In Mitteleuropa reicht es im Frühling, Sommer und Herbst vollkommen aus, sich täglich zehn bis 15 Minuten in der Sonne aufzuhalten. Dabei Gesicht und Arme ohne Sonnencreme der UV-Strahlung aussetzen! „In der Winterzeit wird es hingegen schwierig, weil es einfach zu dunkel ist. Um diese Zeitspanne zu überbrücken, reicht auch ein gut gefüllter Vitamin-D-Speicher kaum aus.

Es ist daher oft sinnvoll, im Winterquartal oder sogar -halbjahr ergänzend etwas einzunehmen“, so Dr. Amrein. „Wenn jemand im Großen und Ganzen fit ist und einen leichten Mangel aufweist, dann reicht eine niedrige Dosierung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung bei Tageslicht, um die Speicher wieder aufzufüllen. Man könnte auch am Anfang kurzzeitig etwas höher dosieren und später zu einer niedrigeren Erhaltungsdosis übergehen. Wichtig ist hier vor allem, auf die Produktqualität und -herkunft zu achten und die Anleitung zu befolgen. Prinzipiell gilt: Weniger ist mehr und regelmäßige Zufuhr ist am besten.“

Beitrag veröffentlicht am 05. Dezember
Text von
Dr. Eva Greil-Schähs/Krone GESUND

Offene Wunden

Deutliche Auswirkungen auf die Hautgesundheit haben auch verschiedene nicht-dermatologische Erkrankungen, dazu gehört vor allem Diabetes mellitus. Der „diabetische Fuß“ sorgt vielfach für Probleme – worauf es bei der Prävention ankommt.

Unsere Haut ist ein sensibles Organ. Wenn der Körper durch andere Erkrankungen bereits aus dem Gleichgewicht geraten ist, so können sich auch hier Problemstellen auftun – das ist beispielsweise bei Diabetes mellitus der Fall. „Das Risiko einer Hauterkrankung erhöhen ein nicht adäquat eingestellter Blutzuckerspiegel, Folgeerkrankungen, die nicht behandelt werden, und Hautprobleme, die ignoriert werden“, erklärt Dr. Barbara Binder von der Univ.-Klinik für Dermatologie und Venerologie an der Medizinischen Universität Graz.

Gestörte Immunabwehr

Wie erklärt sich überhaupt die enge Verknüpfung zwischen der Erkrankung und der Hautgesundheit? „Die erhöhten pathologischen Glucosewerte schädigen direkt und indirekt Zellen und Gewebe“, führt Binder aus, „die Immunabwehr wird herabgesetzt und das kann zu einer Anfälligkeit für Infektionen führen.“ Die häufigsten Infektionen sind bakterielle Infekte – zum Beispiel in Form von Abszessen – und Pilzinfektionen. „Letztere treten vor allem zwischen den Zehen, an den Fußsohlen und Zehennägeln auf“, so die Fachärztin, „sie sind oft die Eintrittspforte für Bakterien und sollten immer behandelt werden.“

Aber auch sogenannte intertriginöse Bereiche wie die Leistengegend oder die Achselhöhlen können von Pilzinfektionen betroffen sein – also Stellen, wo dicht benachbarte, teilweise direkt gegenüberliegende Hautflächen ständig miteinander in Berührung kommen. Einer Abklärung bedürfen zudem das Auftreten von Hautveränderungen an den Unterschenkeln und an den Insulininjektionsstellen. Bei Auftreten von Ausschlägen ist ebenfalls eine ärztliche Konsultation notwendig, so Binder, dafür könnten Arzneimittelunverträglichkeiten verantwortlich sein. Auch die Nephropathie, eine entzündliche Erkrankung der Nieren, kann zu Juckreiz und Ekzemen der Haut führen.

Diabetischer Fuß

Eine häufig vorkommende Folgeerkrankung der Zuckerkrankheit ist der diabetische Fuß. Auslöser kann die mit Missempfindungen einhergehende Neuropathie, eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, sein. Sie führt laut Binder zu Fußfehlstellungen und Druckstellen mit der Gefahr der Entstehung von offenen Wunden. „Über 30 Prozent der an Diabetes mellitus Erkrankten entwickeln offene Wunden“, bekräftigt Dr. Gerd Köhler von der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie der Univ.-Klinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz, „die Dunkelziffer ist hoch, da die Patienten die Problematik aufgrund der Nervenstörung häufig nicht bewusst wahrnehmen.“

Während rund 50 Prozent der Erkrankten von Durchblutungsstörungen betroffen sind, kommt eine Neuropathie bei rund 90 Prozent vor. „Die Schädigung der Nerven tritt in der klassischen Form zuerst an den Füßen auf, weil die Nervenfasern dort am längsten sind. Viele Patienten spüren allerdings kein Kribbeln oder Taubheitsgefühl, weil die Neuropathie zu einer beeinträchtigten Körperwahrnehmung führt. Es ist daher sehr wichtig, die Angehörigen in die Prävention miteinzubinden.“ Binder unterstreicht den Stellenwert einer regelmäßigen Inspektion der Füße betreffend Fehlstellungen, Verhornungen, Verletzungen oder offenen Stellen. Köhler rät neben einer professionellen Haut- und Fußpflege dringend zu einem jährlichen Screening, das eine etwaige Schädigung der Nerven aufzeigt. Auch die Durchblutung sollte im Auge behalten werden.

 

Schnelle Reaktion

Tritt bereits eine offene Wunde auf, so ist eine schnelle Reaktion angebracht. Das Therapieziel wird abhängig von Alter und Begleiterkrankungen formuliert, so Köhler. Ist eine Abheilung der Wunde nicht mehr möglich, geht es vor allem um die Erhaltung der Mobilität des Patienten. Den sogenannten Ulkus gilt es zu entlasten, „das kann beispielsweise durch einen Gips, eine Vakuumschiene oder Verbandschuhe erfolgen. Allerdings fällt es vielen Patienten schwer, dies 24 Stunden pro Tag in ihr Leben einzubauen. Eine Heilung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.“

Für wünschenswerte Ergebnisse braucht es immer eine strukturierte Versorgung und ein multidisziplinäres Team, betont Köhler. Eine Amputation wird nur als letzte Maßnahme gewählt. „Auch wenn es sich nur um einzelne Zehen handelt, verändert eine Amputation die gesamte Statik am Fuß“, betont der Facharzt, „das führt wiederum zu weiteren Problemen.“ Noch immer werden allerdings österreichweit zwei Drittel aller Amputationen an den unteren Extremitäten bei Menschen mit Diabetes mellitus durchgeführt.

Um alle diese Problemstellungen von vornherein bestmöglich zu vermeiden, muss nicht nur die Diabeteserkrankung gut eingestellt sein, auch Werte wie Blutfette und Blutdruck bedürfen einer sorgsamen Kontrolle. Zudem gilt: „Eine regelmäßige Hautpflege ist sehr wichtig, am besten mit harnstoffhaltigen Pflegeprodukten, sie speichern Feuchtigkeit“, sagt Binder. Die Prävention beginnt bereits in Details im Alltag – etwa mit breitem und weichem Schuhwerk.

Beitrag veröffentlicht am 14. September 2022
von Elke Jauk-Offner
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Aktiv altern: Interview zum langen Tag der Demenz

 

Was ist SALZ und wofür steht die Initiative?

Salz – Steirische Alzheimerhilfe ist ein Angehörigen-Verein. Wir vertreten deren Interessen und Anliegen aber wir geben auch Raum, damit Angehörige sich treffen und austauschen können. Es ist wichtig, in einem geschützten und anonymen Umfeld über die Trauer, die Frustration und über die Wut der Krankheit gegenüber sprechen zu können. Die eigene Ratlosigkeit zu thematisieren und gleichzeitig Tipps und Rat im Umgang mit Demenz zu bekommen hilft, Ressourcen zu erkennen und Hoffnung zu schöpfen.

Wir engagieren uns überdies in Projekten oder initiieren selbst welche, die dazu führen, dass das Leben mit Demenz leichter wird. Außerdem glauben wir, dass nur eine gute Vernetzung von Professionisten in der Region eine gute Versorgung gewährleisten kann und wir investieren in dieses Ziel viel Zeit.

 

Warum ist Ihnen das Thema Demenz so ein wichtiges Anliegen?

Wir von Salz sind oder waren Angehörige und wissen, wie belastend die Diagnose für die gesamte Familie ist. Wir wollen unsere Erfahrung weitergeben und helfen. Die Krankheit ist noch immer stark stigmatisiert und tabuisiert und zu lange werden Angehörige sowie Betroffene alleine gelassen. Das wollen wir ändern und dafür setzen wir uns ein.

 

Worum geht es beim Tag der Demenz, den Sie heuer veranstalten?

Heuer dreht sich der Lange Tag der Demenz um das Thema Zeit. In unserer sehr effizienten und geschwindigkeitsorientierten Welt bleiben viele zurück, die mehr Zeit brauchen würden. Die zunehmende Automatisierung, wie Selbstbedienungskassen, Fahrscheinautomaten, elektronisches Bankensystem, machen die Teilhabe von Menschen mit Demenz immer schwieriger. Daher stellen wir uns dieses Mal die Frage: „Wieviel Zeit braucht ein Mensch mit kognitiven Einschränkungen und was bedeutet das in unser aller Alltag?

In den drei Tagen vom 21.9. – 23.9. werden wir zu diesem Thema einen Gottesdienst feiern, einen Film sehen, öffentlich diskutieren, am Markt informieren und künstlerische Akzente setzen. Dazu sind alle Menschen geladen, die sich für das Thema, ob aus aktuellem Anlass oder präventiv, interessieren und sich mit Menschen mit Demenz und deren Familien solidarisieren möchten.

Was erwarten Sie sich von öffentlichen Stellen zum Thema Demenz?

Zurzeit gibt es viele engagierte Initiativen in diesem Bereich. Eine Zusammenführung dieses Wissens zumal in einer Form, die für Betroffene und Angehörige praktikabel ist, sowie eine Vernetzung der damit verbundenen Akteur/innen wäre wünschenswert. Außerdem ist nach wie vor unsere dringlichste Forderung nach individueller, flexibler Alltagsassistenz als Unterstützung für Betroffene im leichten Stadium und in weiterer Folge zur Entlastung der betreuenden Angehörigen.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft in Bezug auf die Aufmerksamkeit und öffentliche Wahrnehmung des Themas Demenz?

Eine Sensibilisierung in Wort und Bild. Das Bild des alten Menschen muss generell ein differenzierteres werden. Dem Menschen muss seine Individualität und Würde bewahrt werden und er darf nicht hinter Statistiken oder Klischees verschwinden. Menschen mit kognitiven Einschränkungen sollen nicht zu einer anonymen Masse werden, über die man hauptsächlich defizitorientiert spricht. So unterschiedlich wie wir Menschen nun einmal sind, ist auch die Ausprägung des Verhaltens bei Demenz. Es gibt erstaunlich kreative und erfolgreiche Ansätze, mit diesem Schicksalsschlag fertig zu werden. Genauso verhält es ich bei uns Angehörigen. Natürlich ist die Betreuung oft sehr herausfordernd, aber auch hier sind Familien sehr einfallsreich, wenn es um einen guten Umgang mit dem betroffenen Menschen und mit der eigenen Selbstfürsorge geht. Darüber würde ich gerne mehr lesen, sehen oder hören.

 

Veranstaltungstipp:

Beitrag veröffentlicht am 12.09.2022
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Sexualität im Seniorenheim

Was Sie schon immer über Lust und Liebe im Alter wissen wollten!

Dass Frau Helga und Herr Bertl einander gut vertehen, war längst nicht mehr zu übersehen. Als die beiden dann aber immer wieder Händchen haltend im Park saßen und viel gemeinsame Zeit auf Helgas Zimmer verbrachten, war das Getuschel in der Pflegeeinrichtung dann doch unüberhörbar. Von „ach wie süß“ über „die alten Trottel“ bis „Du bist ja nur neidig“ reichten die Reaktionen bei MitbewohnerInnen, Pflegepersonal und so manchem Besucher, erzählt Pflegerin Susanne. Sex im Alter und ganz speziell in Pflegeeinrichtungen ist auch heute noch vielfach ein Tabu! Aber auch wenn das Thema wenig bis gar nicht zur Sprache kommt: Die sexuelle Lust wird nun einmal nicht mit dem Eintritt ins Heim abgegeben. „Spätestens wenn es diesbezüglich zu Auffälligkeiten oder gar Übergriffen auf das Personal kommt, herrscht Alarmstufe Rot. Das sind Momente, in denen dann häufig wir professionellen Sexualassistentinnen kontaktiert werden“, erzählt Angie von ihren Erfahrungen mit „Lust und Liebe“ in Senioreneinrichtungen.

Angie stammt eigentlich aus der Werbebranche und ist über diverse Jobs eines Tages zur Volkshilfe gekommen, wo sie auch die Ausbildung zur Sexualassistentin gemacht hat. „Mich hat das Thema lange schoninteressiert. Und ich habe gemerkt, wie groß der Bedarf nach professioneller Begleitung ist. Auch wenn sich Einrichtungen in jüngster Zeit Gott sei Dank vermehrt diesem Thema öffnen, ihr Personal schulen oder  Kuschelzimmer einrichten, gibt es in den meisten Seniorenheimen, so meine Erfahrung,  in Sachen Sex nach wie vor großen Aufholbedarf“, wünscht sich Angie mehr Aufmerksamkeit, Akzeptanz, Toleranz und Maßnahmen im Zusammenhang mit diesem Thema. Wie Sexualbegleitung bei ihr abläuft? „Das ist ganz unterschiedlich – und ganz auf die individuellen Wünsche und Gegebenheiten abgestimmt. Aber es ist auf alle Fälle nicht so, wie man sich das klischeehaft meist vorstellt“, gibt die aufgeschlossene 52-jährge Einblick in ein sehr sensibles Thema. Und erzählt: „Ich bereite mich gut auf den Klienten vor. Bespreche mit dem Personal seinen Gesundheitszustand. Lasse mich sehr auf die jeweilige Person ein. Deshalb ist das Feedback, das ich von meinen Klienten aber auch vom Pflegepersonal bekomme, auch stets überaus positiv.“ Vor allem die große Menschlichkeit begeistert an Angie: „Ich würde nie nach meinem Dienst einfach das Zimmer verlassen. Mir ist es wichtig, mich auch ,danach´mit meinen Klienten auszutuaschen und mich auf entsprechende Weise zu verabschieden. So entstehen auch immer wieder ganz besondere Begegnungen und Beziehungen – die zum Teil über viele Jahre andauern. Zufriedenstellend kann das Angebot der Sexualassistenz nur sein, wenn alle Beteiligten gut und mit entsprechendem Respekt vor der Sache zusammenarbeiten.“ Und Angie setzt nach: „Ich sehe meine Arbeit daher auch als überaus wertvollen Dienst am Menschen – und auch an der Gesellschaft.“

Ganz wie ihre Berufskollegin Astrid, die in Pflegeeinrichtungen „von  Kuscheln bis zum Geschlechtsverkehr die gesamte Spielwiese der Sexualität ermöglicht“, wie ihr wichtig ist zu betonen. Und die studierte Anglistin hat damit nur allerbeste Erfahrungen: „Mein ältester Klient ist über 90, aber wenn ich bei ihm bin ist er 35.“ Und das ist es auch, was Astrid an ihrem Beruf so sehr gefällt: „Ich mache jemanden glücklich und bekomme diese Glücksmomente direkt mit. Ich kann Menschen in höherem Alter ihr Leben versüßen – das ist etwas sehr Schönes! Und es macht auch mich glücklich, wenn ich sehe, was ich bewirken kann. Wie gut es den Leuten nach Berührungen, Intimität aber auch nach Sexualität geht; wie sehr sich ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden steigert.“ Umso mehr bedauert Astrid, dass es in manchen Bundesländern nach wie vor nicht erlaubt ist, Sex in Pflegeeinrichtungen anzubieten: „Wir Sexualassistentinnen fallen unter das Prostitutionsgesetz, das Ländersache und demnach überall in Österreich anders geregelt ist. Wien, Niederösterreich und die Steiermark sind beispielsweise Bundesländer, wo das Thema  bereits sehr fortschrittlich gehandhabt wird.“

Ihre Aufträge bekommt die 43-jährige, die seit zwei Jahren hauptberuflich als Sexualbegleiterin arbeitet, entweder direkt von den Kunden oder sie wird von Pflegeeinrichtungen kontaktiert. Wobei Astrid die Aufgeschlossenheit für Sexualilät in den Häusern sehr unterschiedlich erlebt: „Die einen sind noch sehr steinzeitlich unterwegs. Bei anderen, wo entsprechend engagierte Leute arbeiten, sind die Angebote sehr gut. Da gibt es etwa eigene Kuschelzimmer, die besonders liebevoll ausgestattet sind und eine entsprechende Atmosphäre ermöglichen. Diese stehen auch Paaren zur Verfügung, von denen einer bereits im Heim, der andere aber noch in der eigenen Wohnung lebt.“ Was sich Astrid wünschen würde: „Dass das Angebot zur Sexualassistenz in Pflegeeinrichtungen etwas Selbstverständliches wird. Unsere Adressen sollen ebenso offiziell aufliegen wie jene der Friseurin oder Fußpflegerin. Ich bin, wie meine Kolleginnen, auf der offiziellen Seite der Berufsvertretung für Sexarbeit  zu finden – unter der Adresse astrid@sexistenziell.at.“ Und: „Das Thema müsste auch viel öfter ganz aktiv angesprochen werden. Oft kontaktiert man uns leider erst, wenn sprichwörtlich der Hut brennt. Dabei merke ich immer wieder, dass bei älteren Menschen ganz viel Bedarf nach Zärtlichkeit, Berührung aber auch konkrete sexuelle Lust da ist. Das wird vollkommen unterschätzt.“

Einer, der das alles längst bewusst ist, ist Tatjana Jankovic. Die Pflegedienstleiterin im Seniorenwohnheim Compass in Ardning leistet schon seit vielen Jahren Pionierarbeit auf diesem Gebiet und sorgt dafür, dass Sexualität in Pflegeheimen mit höchster Professionalität und Sensibilität behandelt wird. Entsprechend hochwertig und zeitgemäß ist auch das diesbezügliche Angebot in der Compass-Einrichtung – und das auf allen mit diesem Thema in Verbindung stehenden Ebenen. Jankovic: „Wir reflektieren diesen Bereich intensiv mit Ärzten und Psychologen, wir haben diesbezüglich spezielle Schulungen für unser Personal und wir stellen unseren BewohnerInnen auch ein entsprechendes Angebot zur Verfügung.“ Das heißt: „Es kommen auf Wunsch Sexualbegleiterinnen in unser Haus. Hat der Bewohner kein Einzelzimmer, in dem ein ungestörtes Zusammensein stattfinden kann, stellen wir ein eigenes Zimmer zur Verfügung. Wir bereiten unsere Bewohner auch immer speziell auf diese Treffen vor, beispielsweise mit ganz besonderer Pflege. Und ich muss sagen, wir haben bisher nur die allerbesten Erfahrungen mit unserer offenen Zugangsweise und unserem professionellen Angebot gemacht.“ Denn, erzählt Jankovic aus ihrer langjährigen Erfahrung „Bewohner, die ihr sexuelles Bedürfnis entsprechend stillen können, sind im Vergleich zu anderen weitaus ausgeglichener, sie sind körperlich wie auch mental deutlich fitter und meist auch deutlich besser gelaunt. Was wir auch bemerken ist, dass Sexualität sehr gut hilft, Aggressionen, die sich bei alten Menschen immer wieder aufstauen, abzubauen.“

Etwas, dass auch Sexualtherapeut und Sexualberater Ales Svoboda voll und ganz unterschreiben kann: „Der Mensch ist nun einmal ein sexuelles Wesen und es steht jedem Menschen zu, Sexualität zu leben. Die viel zitierte Alterssexualität gibt es nicht! Sexuelles Verlangen ist völlig unabhängig von Alter, Geschlecht oder geistigem Zustand. Und es ist gerade die sexuelle Funktion des Menschen, die ganz besonders langsam altert. Entgegen einer breiten Ansicht ist Sexualität deshalb auch bis zum Ende des Lebens ein Thema. Es mögen zwar Intensität und Quantität aufgrund der sich verändernden körperlichen Gegebenheiten abnehmen, dafür steigt aber oftmals die Qualität um ein Vielfaches. Im Alter wird Sex verstärkt zu einer Kopf- und Qualitätssache.“

von Johanna Vucak
© Shutterstock
Beitrag veröffentlicht am 25. Juli 2022

 

Haus Esther: Ein wichtiges Stück Selbstbestimmung im Alter

Möglichst lange gesund zu Hause wohnen – das ist der Wunsch fast aller Seniorinnen und Senioren. Aber wie?

In Österreich gibt es mittlerweile mehr Pensionistinnen und Pensionisten als Kinder und Jugendliche – und der Anteil der älteren und hochaltrigen Menschen wird sich bis zum Jahr 2040 verdoppeln. Was es also braucht, sind langfristige Mittel und Wege, in einer immer älter werdenden Gesellschaft Seniorinnen und Senioren niederschwellig dabei zu unterstützen, ihre Selbstständigkeit möglichst lange zu behalten.

Mit dem „Haus Esther“ als Zentrum für gesundes Altern wurde in Graz nun ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, das verschiedenste Pflege- und Hilfsangebote für Seniorinnen und Senioren und deren Angehörige an einem Ort vereint.

Das Konzept des Haus Esther orientiert sich an dem schwedischen „Esther Modell”, einem Netzwerk, das sich für optimale Entwicklungen im Gesundheitssystem einsetzt und nach zukunftsfähigen Lösungen für eine immer älter werdende Gesellschaft sucht. Die Basis für das Angebot der neuen Grazer Einrichtung bildet die fiktive ältere Person „Esther” und die Frage: „Was ist das beste für Esther?” Esther möchte selbstständig leben und in Würde altern – dabei benötigt sie jedoch Unterstützungsangebote. Und genau diese bietet das „Haus Esther”: Der Standort in Graz beheimatet Ambulanzen, die Pflegedrehscheibe des Sozialamts und ein Zentrum für altersunterstützende Technologien. Alternde Personen und ihre Angehörige finden dort notwendige Hilfen und Beratungen und können vor Ort unnötig lange und beschwerliche Amtswege abkürzen.

 

 

Besonders ist auch, dass im „Haus Esther” der Einsatz von altersassistiven Technologien (AAL) gefördert werden soll. Vor Ort besteht die Möglichkeit, sich über den Nutzen solcher Technologien im Alltag sowie in Pflege und Therapie zu informieren. Erstmalig wurden für die breite Bevölkerung öffentliche AAL-Showrooms errichtet, die in ihrer Größe einzigartig sind. In diesen Ausstellungsräumen, die sich im Erdgeschoss des Gebäudes befinden, werden alternden Personen und ihren Angehörigen verschiedenste Möglichkeiten zur technischen Unterstützung im Alter vorgestellt. Hersteller:innen von Lösungen für Senior:innen haben einen Raum, um ihre Produkte zu präsentieren, während im Rahmen des neuen Living Labs der Human technology styria Forschung und Entwicklung gefördert werden.

„Selbst wenn’s zuhause nicht mehr geht, wissen Leute sich hier in guten Händen“

Im Zuge der feierlichen Eröffnung des „Haus Esther” spricht Johann Harer, Geschäftsführer der Human technology styria, darüber, dass Altern bereits mit dem ersten Lebensjahr beginnt und wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Forschung und Gesundheitseinrichtungen ist, um den Menschen mehr und gesündere Lebenstage zu bieten.

Gert Hartinger, der Geschäftsführer der Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ), berichtet von einem kleinen Meilenstein im sozialen Bereich und betont die Besonderheit der guten Zusammenarbeit von so vielen unterschiedlichen Teilnehmer:innen an einem gemeinsamen Projekt mit einer gemeinsamen Vision.

Auch eine Bewohnerin des betreuten Wohnen der GGZ, Frau Pflüger, ist anwesend, um Einblicke in die Herausforderungen, Wünsche und den Alltag einer „Esther” zu geben. Nur beim Tragen ihres Rollators braucht sie Hilfe, sonst kann sie den Haushalt noch alleine schupfen, erzählt sie. Jeden Mittwochabend wird sie zur Chorprobe abgeholt und wartet am Tor auf ihre Fahrgelegenheit. Ihr ganz besonderer Wunsch: Ein Bankerl zum Sitzen und Warten, da das Stehen schon anstrengend wird.

Im Anschluss eröffnen Bürgermeisterin Elke Kahr und Stadtrat Robert Krotzer das „Haus Esther” feierlich. Und versprechen, ein weiteres Bankerl aufstellen zu lassen.

 

von Karolina Wiener
Beitrag veröffentlicht am 15.07.2022

 

Radkersburger Hof – Wegbereiter & Wegbegleiter

Im Radkersburger Hof, dem Zentrum für Gesundheit und neurologische und orthopädische Rehabilitation, steht unter anderem die Linderung von Beschwerden des Bewegungsapparates im Fokus. Größtmögliche Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit sind ein ganzheitliches Therapieziel des Hauses.

In Bad Radkersburg wurde dem menschlichen Bewegungsapparat schon seit jeher große Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei geht es um ein erfolgreiches Zusammenspiel von heilsamem Thermalwasser, mildem Klima und einer hohen Dichte an medizinischer Expertise. In diesem Mikrouniversum nimmt der Radkersburger Hof eine essenzielle Rolle ein. In diesem Jahr feiert das Haus bereits sein 30-Jahr-Jubiläum. 550 Patientinnen und Patienten werden hier von 450 Mitarbeitern versorgt. Damit zählt der Radkersburger Hof auch zu einem der größten Arbeitgeber in der Südsteiermark und ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Gemeinde und die Region.
Zum Radkersburger Hof gehören die Klinik Maria Theresia, das Kur- und Gesundheitshotel mit der Kids Chance sowie das Haus Joseph. Seinen Anfang genommen hat 1992 alles mit dem Thermenhotel – das mittlerweile Gesundheitshotel heißt – drei Jahre später folgte die Möglichkeit zur Reha – das Haus war damit eine der ersten privaten Reha-Institutionen in Österreich. Einzigartig ist auch das Konzept, das alle Generationen gleichermaßen miteinschließt: Die Kids Chance – eine stationäre Fördertherapie für Kinder mit Entwicklungsstörungen – gibt es seit 2007. Seit 2016 wurde der Komplex durch einen Neubau erweitert, der weitere 66 Einzelzimmer, Ordinationen und Therapieräume beherbergt.

Körperliches und mentales Potenzial

Das Credo: „Wir sind überzeugt, dass jeder unserer Patienten ein bestmöglich selbständiges und selbstbestimmtes Leben verdient. Darum nehmen wir die Rolle des Wegbereiters und Wegbegleiters ein. Wir unterstützen unsere Patientinnen und Patienten dabei, ihr körperliches und mentales Potenzial zu verstehen, anzunehmen und aktiv weiter zu entwickeln. Das ist unser Verständnis von Lebensqualität“, beschreibt es Michaela Krenn, die 2021 die Leitung des Hauses übernommen hat. Die ausgebildete Kinderkrankenschwester war nach einem Jus-Studium viele Jahre im Gesundheitsmanagement tätig. „Es ist eine große Freude, jetzt diese Funktion im Radkersburger Hof auszuüben, auch wenn die Zeiten nicht ganz einfach sind“, sagt die Geschäftsführerin.

Als Zentrum für Gesundheit und Rehabilitation mit den Schwerpunkten Orthopädie und Neurologie wird der breite Bogen der gesundheitsfördernden Möglichkeiten von Physiotherapie und Logopädie über Diätologie und Ergotherapie bis hin zur medizinischen Trainingstherapie gespannt. Letztere integriert beispielsweise das modern ausgestattete Gangcenter zur Verbesserung der Gehfähigkeit genauso wie gemeinsame Bewegungsaktivitäten in der Natur. Das Gehen in der reizvollen südoststeirischen Landschaft soll zum Erlebnis werden – etwa entlang der historischen Stadtmauer oder zu den Murauen, auf unterschiedlichen Wegen und Untergründen vom Schotter bis zum Waldboden. Diese Abwechslung ist nicht nur aus therapeutischer Sicht nützlich, sie wirkt auch als Motivationsschub. „Bei uns im Haus gibt es zudem drei Schwimmbäder. Das mineralstoffreiche Thermalwasser unterstützt bei Problemen mit dem Bewegungsapparat besonders gut“, so Krenn.

Inspiration im Smart Home

In der „Smart Home Wohnung“ kann das Leben zuhause in einer angepassten Wohnungsumgebung elektronisch unterstützt trainiert werden. Die Hilfen zur Kommunikation, Steuerungen von Licht, Temperatur, Radio, TV und Telefon und technische Möglichkeiten für die Gestaltung von Küche und Badezimmer führen vor Augen, wie der Alltag zuhause erleichtert werden kann.
Das Gesundheitshotel steht ganz im Dienste der Kur und der Gesundheitsvorsorge aktiv. „Ganz neu bieten wir spezielle Gesundheitspakete für ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie Programme für Betroffene von Demenz und Parkinson an“, sagt Krenn.

Barrierefrei und ausgezeichnet

Der Genuss kommt für alle Patientinnen und Patienten nie zu kurz. Unter dem Leitgedanken „Gesunde Ernährung ist die erste Medizin“ stehen Ernährungsgewohnheiten konsequent im Fokus. Die Bemühungen der Gastgeber um eine abwechslungsreiche, regionale Küche wurde gerade erst mit einer Auszeichnung belohnt: Der Radkersburger Hof bekam von Styria Vitalis die Grüne Küche verliehen.
Die liebliche Landschaft tut ihr Übriges: Ein kurzer Spaziergang führt Gäste durch den Kurpark in die charmante Altstadt oder in die benachbarte Parktherme. Daran anschließend erstreckt sich mit dem UNESCO-Biosphärenpark ein weitläufiges Naturparadies.

Mehr unter: www.radkersburgerhof.at

Beitrag veröffentlicht am 15.6.2022

 

Für Yoga ist es nie zu spät!

Jeder kennt es, viel zu wenige praktizieren es: Warum Yoga die Wunderwaffe im Alter ist und den Körper fit, den Geist agil und die Psyche stabil hält.

Seine Geburtsstunde hat Yoga wohl bereits vor tausenden Jahren in Indien. Die philosophische Körperlehre kommt aus dem Hinduismus, um den genauen Zeitpunkt der Entstehung streitet sich die Wissenschaft. Viele Expert:innen führen an, dass die ersten Yogis und Yoginis bereit vor etwa 3500 Jahren in den Veden (=indische Quelltexte) erwähnt werden – das wäre etwa 1500 Jahre, bevor unsere heutige Zeitrechnung überhaupt beginnt. Genau datieren lässt sich der Ursprung des Yoga nicht, fest steht jedoch, dass es sich stetig weiterentwickelt hat und mittlerweile längst in der westlichen Welt angekommen ist. Und das zu Recht: Yoga trägt auf einzigartige Weise zu einem gesunden Lifestyle bei und sorgt sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene für mehr Gesundheit, Lebenslust und Energiefluss.

Der Begriff „Yoga“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet grob übersetzt „Vereinigung“ oder „Integration“, denn traditionell geht es bei Yoga in erster Linie nicht um den körperlichen, sondern den geistigen Aspekt. Das Ziel eines Yogis oder einer Yogini ist es, in den eigenen Geist einzutauchen, ihn zu verstehen und zu erweitern. Die Anspannung des Körpers und die Yoga-Bewegungen sollen den Körper geschmeidig halten, den Geist beruhigen und helfen, sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Insgesamt wirkt sich Yoga ganzheitlich positiv auf Körper und Geist aus. Die kräftigende und ausgleichende Wirkung der Bewegungslehre schätzen Yogis und Yoginis aller Altersgruppen weltweit. Denn das Alter spielt bei Yoga keine Rolle, ganz im Gegenteil: Yoga eignet sich für Seniorinnen und Senioren genauso gut wie für jüngere Personen. Und um anzufangen ist es zu spät! Selbst wenn in früheren Jahren wenig Zeit für Fitness oder Bewegung blieb, kann Yoga auch im hohen Alter noch Abhilfe schaffen. Alle Übungen können wunderbar variiert und individuell an das Alter oder die körperliche Verfassung der ausübenden Person angepasst werden. Die so genannten Asanas – die Yoga-Haltungen – können variantenreich und kreativ praktiziert werden. Je älter man ist, desto stärker kann die individuelle Tagesverfassung variieren. An schwächeren Tagen lässt sich beispielsweise auf eine Yoga-Einheit im Sitzen ausweichen. Besonders für ältere Personen bzw. Seniorinnen und Senioren ist es außerdem ratsam, Übungen deutlich kürzer, dafür jedoch öfter auszuführen. So vermeidet man körperliche Überforderung und arbeitet stetig, aber langsam mit den positiven Effekten des Yoga.

 

Zu den positiven Effekten von Yoga auf Seniorinnen und Senioren zählen:


1) Yoga wirkt präventiv gegen Alterserscheinungen und -erkrankungen

Yoga stärkt den Körper, hält ihn geschmeidig und fit und ist damit ideal zur Prävention von Alterserscheinungen. Die Übungen regen die Durchblutung in allen Körpergeweben und Knochen an, festigen so die Knochenstruktur und kräftigen die Muskeln. Außerdem ist Yoga gut für die Gelenkgesundheit und und hilft, Verspannungen zu lösen. Praktiziert man Yoga achtsam, berücksichtigt seine persönlichn Grenzen und erweitert diese stetig, wird man davon noch im hohen Alter profitieren.

2) Yoga stärkt die Lebensfreude und hält auch innerlich jung

Wird man älter, trägt man zunehmend mehr physische, aber auch psychische und mentale Altlasten mit sich herum. Diese können belasten und sich auf das innere Gleichgewicht auswirken. Praktiziert man Yoga, praktiziert man auch eine gewisse Achtsamkeit seinem Geist und seinem Unterbewusstsein gegenüber und baut Blockaden ab. Regelmäßiges Yoga bringt mehr Agilität und stärkt die Fähigkeit, sich am Leben und auch am Altern zu erfreuen.

3) Yoga dient als Werkzeug, den eigenen Körper zu lieben

Mit dem Alterungsprozess verändert sich auch der Körper. Nicht immer ist das leicht zu akzeptieren. Dinge, die früher ganz selbstverständlich waren, fallen im Alter zunehmend schwerer und auch die körperliche Leistungsfähigkeit verändert sich. Entscheidend ist jedoch, in Bewegung zu bleiben. Yoga lehrt, die eigenen körperlichen und mentalen Grenzen auszuloten und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten langsam zu erweitern. Diese immer wiederkehrenden Erfolge fördern die Liebe zum eigenen Körper.

4) Die Meditation, die mit Yoga einhergeht, ist gut für die mentale Gesundheit

Mentale und körperliche Gesundheit sind eng miteinander verknüpft. Gewöhnt man sich über die Jahre negative Gedankenmuster an, die sich vor allem durch viele erlebte Erfahrungen verfestigen können, kann Meditation dabei helfen, den Geist zu reinigen und den Kopf freizumachen. Unsere eigene Perspektive bestimmt, wie wir unsere Umwelt und Lebenssituation wahrnehmen. Arbeiten wir an unserer inneren Einstellung, können wir unsere erlebten Lebensrealität, unseren Gedanken und Gefühlen zum Positiven verändern.

 

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von Karolina Wiener
© Shutterstock
Beitrag veröffentlicht am 24.05.2022

Mehr Sicherheit, mehr Service, mehr Lebensqualität

Je höher die Anzahl der Lebensjahre, desto mehr Arzneimittel werden häufig eingenommen. Alexandra Mandl, Vizepräsidentin der Steirischen Apothekerkammer, klärt über die Bedeutung von Medikationsmanagement auf – und warum eigenmächtige Änderungen bei der Tabletteneinnahme nicht ratsam sind und bei Grapefruitsaft und Milch besondere Vorsicht geboten ist.


Alexandra Mandl

Warum müssen ältere Menschen häufig so viele verschiedene Medikamente einnehmen?

Mandl: Allein die Anzahl der 100-Jährigen hat sich in der Steiermark in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Immer mehr Menschen werden immer älter, aber sie werden nicht gesund älter. Sie können unter Abnützungserscheinungen leiden, unter hohem Blutdruck, erhöhten Blutzucker-, Blutfett- oder Harnsäurewerten, die Niere arbeitet nicht mehr so gut, das Herz wird schwächer. Für jede dieser Erkrankungen gibt es auf Basis der evidenzbasierten Medizin Behandlungsschemata, die bestimmte Arzneimittel beinhalten. Doch ein Arzneimittel allein reicht dabei oft nicht aus. Um den Blutdruck ausreichend und gut zu senken, setzt man statt eines hoch dosierten mehrere niedrig dosierte Medikamente ein. Sie greifen an unterschiedlichen Stellen im Organismus ein, sind so verträglicher und man erzielt ein besseres Ergebnis. Im Laufe der Jahre nimmt so die Anzahl der eingenommenen Medikamente ständig zu.

Was ist daher bei einer derartigen Häufung zu empfehlen?

Mandl: Es wäre wünschenswert, einmal im Jahr eine Aufstellung der aktuell eingenommen Arzneimittel zu machen. Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel sollten in diese Betrachtung miteinbezogen werden. Es gilt zu überprüfen, ob alle Medikamente noch angezeigt sind, ob die Dosierung nach wie vor passt oder Änderungen notwendig sind, weil beispielsweise die Niere nicht mehr so gut arbeitet. Gerade bei Blutdruckpräparaten werden oft ergänzend weitere Wirkstoffe verschrieben. Man kann jedoch statt mit drei Blutdrucksenkern zu drei unterschiedlichen Tageszeiten den gleichen Effekt mit nur einer Tablette erzielen, die alle drei Wirkstoffe enthält und damit auch die Lebensqualität des Patienten verbessern.

Werden die empfohlenen Handlungsanweisungen gut befolgt?

Mandl: Ältere Menschen sind bei der Einnahme ihrer Arzneien eigentlich sehr konsequent, sie halten aufgrund eines flexibleren, geregelten Tagesablaufes auch die empfohlenen Zeiten besser ein als berufstätige Menschen. Allerdings sollte nicht der ganze Tagesablauf nur nach der Einnahme der Medikamente ausgerichtet sein und zur Belastung werden.

Was verträgt sich bei unterschiedlichen Medikamenten nicht gut miteinander?

Mandl: Die gefährlichste Wechselwirkung ist eine Blutung. Sie kann eintreten, wenn gleichzeitig mehrere blutverdünnende Medikamente eingenommen werden. Dann besteht die Gefahr einer Blutung im Magen, im Darm, in der Niere oder im Gehirn. Wenn solche Medikamente bei Herzrhythmusstörungen gemeinsam mit bestimmten Antidepressiva und Schmerzmitteln wie Aspirin oder Ibuprofen eingenommen werden, sind das drei blutverdünnende Faktoren.

Bei welchen Kombinationen mit Nahrungsmitteln sollte man vorsichtig sein?

Mandl: Viele Arzneimittel werden in der Leber abgebaut. Dieser Abbau kann durch Grapefruitsaft blockiert werden. Er enthält Stoffe, welche die für den Abbau verantwortlichen Enzyme in der Leber blockieren. Dadurch werden etwa blutdrucksenkende Wirkstoffe langsamer abgebaut und sind am nächsten Tag noch immer im Körper in relevanten Mengen vorhanden. Setzt sich das so fort, kann es nach mehreren Tagen zu massiven Kreislaufproblemen kommen. Achtsam sein muss man zudem bei Milch und Milchprodukten. Das enthaltene Kalzium geht etwa mit Antibiotika im Magen-Darm-Trakt Bindungen ein. Diese bilden große Komplexe, die der Körper nicht mehr aufnehmen kann und beides wird daher ausgeschieden. Erhöhte Aufmerksamkeit ist zudem bei „Novel Food“ geboten. Neuartige Lebensmittel wie exotische Goji-Beeren sind in Kombination mit lebenswichtigen Medikamenten mit Vorsicht zu genießen.

Werden von Patienten eigenmächtig Änderungen bei der Einnahme vorgenommen?

Mandl: Unbeliebt sind Entwässerungsmittel, weil man häufig auf die Toilette muss. Sie werden gerne an Tagen, an denen die Patienten mehr unterwegs sind, weggelassen. Manche Patienten nehmen auch Arzneien zum Wochenende nicht ein, der Fachbegriff dafür heißt „Drug Holidays“. Betroffen sind zudem bestimmte Medikamente zur Behandlung von Diabetes, die als Nebenwirkung Blähungen verursachen können. Man kann Patienten beruhigen, dass die Nebenwirkungen abnehmen, wenn die Medikamente kontinuierlich eingenommen werden. Der Körper gewöhnt sich daran. Hier hilft es oft, eine Arznei einschleichend zu dosieren – entweder beginnt man mit einer niedrigeren Dosis oder startet abends, damit man Nebenwirkungen verschläft. Bei Personen ab 65 Jahren ist es ratsam, mit einer geringeren Dosierung zu starten und langsam zu steigern, wenn alles ausreichend gut vertragen wird. „Start low, go slow“ lautet hier der Leitsatz.

Was sind die größten Anliegen der Patienten?

Mandl: Ältere Menschen möchten ihre Selbstständigkeit so lange wie möglich erhalten, das ist essenziell. Dazu gehört es auch, geistig fit zu bleiben. Und sie möchten möglichst wenige Arzneimittel schlucken. Eine Tablette kann allerdings einen ungesunden Lebenswandel nicht ungeschehen machen. Sport, Bewegung und Ernährung bleiben absolut wesentlich. Immer sollte auch die Frage gestellt werden, ob es für neue Beschwerden nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten gibt oder sie eine Nebenwirkung einer Arznei sein könnten. Mundtrockenheit ist so ein Thema. Da kann auf alle Fälle geholfen werden – mit befeuchtenden Lutschtabletten und Sprays oder sogar mit Ersatzspeichel. Man muss vielen Dingen einfach auf die Spur kommen und sie auch zum Thema machen. Und das können wir Apotheker!

 

Beitrag veröffentlicht am 09.06.2022