Sexualität im Seniorenheim

Was Sie schon immer über Lust und Liebe im Alter wissen wollten!

Dass Frau Helga und Herr Bertl einander gut vertehen, war längst nicht mehr zu übersehen. Als die beiden dann aber immer wieder Händchen haltend im Park saßen und viel gemeinsame Zeit auf Helgas Zimmer verbrachten, war das Getuschel in der Pflegeeinrichtung dann doch unüberhörbar. Von „ach wie süß“ über „die alten Trottel“ bis „Du bist ja nur neidig“ reichten die Reaktionen bei MitbewohnerInnen, Pflegepersonal und so manchem Besucher, erzählt Pflegerin Susanne. Sex im Alter und ganz speziell in Pflegeeinrichtungen ist auch heute noch vielfach ein Tabu! Aber auch wenn das Thema wenig bis gar nicht zur Sprache kommt: Die sexuelle Lust wird nun einmal nicht mit dem Eintritt ins Heim abgegeben. „Spätestens wenn es diesbezüglich zu Auffälligkeiten oder gar Übergriffen auf das Personal kommt, herrscht Alarmstufe Rot. Das sind Momente, in denen dann häufig wir professionellen Sexualassistentinnen kontaktiert werden“, erzählt Angie von ihren Erfahrungen mit „Lust und Liebe“ in Senioreneinrichtungen.

Angie stammt eigentlich aus der Werbebranche und ist über diverse Jobs eines Tages zur Volkshilfe gekommen, wo sie auch die Ausbildung zur Sexualassistentin gemacht hat. „Mich hat das Thema lange schoninteressiert. Und ich habe gemerkt, wie groß der Bedarf nach professioneller Begleitung ist. Auch wenn sich Einrichtungen in jüngster Zeit Gott sei Dank vermehrt diesem Thema öffnen, ihr Personal schulen oder  Kuschelzimmer einrichten, gibt es in den meisten Seniorenheimen, so meine Erfahrung,  in Sachen Sex nach wie vor großen Aufholbedarf“, wünscht sich Angie mehr Aufmerksamkeit, Akzeptanz, Toleranz und Maßnahmen im Zusammenhang mit diesem Thema. Wie Sexualbegleitung bei ihr abläuft? „Das ist ganz unterschiedlich – und ganz auf die individuellen Wünsche und Gegebenheiten abgestimmt. Aber es ist auf alle Fälle nicht so, wie man sich das klischeehaft meist vorstellt“, gibt die aufgeschlossene 52-jährge Einblick in ein sehr sensibles Thema. Und erzählt: „Ich bereite mich gut auf den Klienten vor. Bespreche mit dem Personal seinen Gesundheitszustand. Lasse mich sehr auf die jeweilige Person ein. Deshalb ist das Feedback, das ich von meinen Klienten aber auch vom Pflegepersonal bekomme, auch stets überaus positiv.“ Vor allem die große Menschlichkeit begeistert an Angie: „Ich würde nie nach meinem Dienst einfach das Zimmer verlassen. Mir ist es wichtig, mich auch ,danach´mit meinen Klienten auszutuaschen und mich auf entsprechende Weise zu verabschieden. So entstehen auch immer wieder ganz besondere Begegnungen und Beziehungen – die zum Teil über viele Jahre andauern. Zufriedenstellend kann das Angebot der Sexualassistenz nur sein, wenn alle Beteiligten gut und mit entsprechendem Respekt vor der Sache zusammenarbeiten.“ Und Angie setzt nach: „Ich sehe meine Arbeit daher auch als überaus wertvollen Dienst am Menschen – und auch an der Gesellschaft.“

Ganz wie ihre Berufskollegin Astrid, die in Pflegeeinrichtungen „von  Kuscheln bis zum Geschlechtsverkehr die gesamte Spielwiese der Sexualität ermöglicht“, wie ihr wichtig ist zu betonen. Und die studierte Anglistin hat damit nur allerbeste Erfahrungen: „Mein ältester Klient ist über 90, aber wenn ich bei ihm bin ist er 35.“ Und das ist es auch, was Astrid an ihrem Beruf so sehr gefällt: „Ich mache jemanden glücklich und bekomme diese Glücksmomente direkt mit. Ich kann Menschen in höherem Alter ihr Leben versüßen – das ist etwas sehr Schönes! Und es macht auch mich glücklich, wenn ich sehe, was ich bewirken kann. Wie gut es den Leuten nach Berührungen, Intimität aber auch nach Sexualität geht; wie sehr sich ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden steigert.“ Umso mehr bedauert Astrid, dass es in manchen Bundesländern nach wie vor nicht erlaubt ist, Sex in Pflegeeinrichtungen anzubieten: „Wir Sexualassistentinnen fallen unter das Prostitutionsgesetz, das Ländersache und demnach überall in Österreich anders geregelt ist. Wien, Niederösterreich und die Steiermark sind beispielsweise Bundesländer, wo das Thema  bereits sehr fortschrittlich gehandhabt wird.“

Ihre Aufträge bekommt die 43-jährige, die seit zwei Jahren hauptberuflich als Sexualbegleiterin arbeitet, entweder direkt von den Kunden oder sie wird von Pflegeeinrichtungen kontaktiert. Wobei Astrid die Aufgeschlossenheit für Sexualilät in den Häusern sehr unterschiedlich erlebt: „Die einen sind noch sehr steinzeitlich unterwegs. Bei anderen, wo entsprechend engagierte Leute arbeiten, sind die Angebote sehr gut. Da gibt es etwa eigene Kuschelzimmer, die besonders liebevoll ausgestattet sind und eine entsprechende Atmosphäre ermöglichen. Diese stehen auch Paaren zur Verfügung, von denen einer bereits im Heim, der andere aber noch in der eigenen Wohnung lebt.“ Was sich Astrid wünschen würde: „Dass das Angebot zur Sexualassistenz in Pflegeeinrichtungen etwas Selbstverständliches wird. Unsere Adressen sollen ebenso offiziell aufliegen wie jene der Friseurin oder Fußpflegerin. Ich bin, wie meine Kolleginnen, auf der offiziellen Seite der Berufsvertretung für Sexarbeit  zu finden – unter der Adresse astrid@sexistenziell.at.“ Und: „Das Thema müsste auch viel öfter ganz aktiv angesprochen werden. Oft kontaktiert man uns leider erst, wenn sprichwörtlich der Hut brennt. Dabei merke ich immer wieder, dass bei älteren Menschen ganz viel Bedarf nach Zärtlichkeit, Berührung aber auch konkrete sexuelle Lust da ist. Das wird vollkommen unterschätzt.“

Einer, der das alles längst bewusst ist, ist Tatjana Jankovic. Die Pflegedienstleiterin im Seniorenwohnheim Compass in Ardning leistet schon seit vielen Jahren Pionierarbeit auf diesem Gebiet und sorgt dafür, dass Sexualität in Pflegeheimen mit höchster Professionalität und Sensibilität behandelt wird. Entsprechend hochwertig und zeitgemäß ist auch das diesbezügliche Angebot in der Compass-Einrichtung – und das auf allen mit diesem Thema in Verbindung stehenden Ebenen. Jankovic: „Wir reflektieren diesen Bereich intensiv mit Ärzten und Psychologen, wir haben diesbezüglich spezielle Schulungen für unser Personal und wir stellen unseren BewohnerInnen auch ein entsprechendes Angebot zur Verfügung.“ Das heißt: „Es kommen auf Wunsch Sexualbegleiterinnen in unser Haus. Hat der Bewohner kein Einzelzimmer, in dem ein ungestörtes Zusammensein stattfinden kann, stellen wir ein eigenes Zimmer zur Verfügung. Wir bereiten unsere Bewohner auch immer speziell auf diese Treffen vor, beispielsweise mit ganz besonderer Pflege. Und ich muss sagen, wir haben bisher nur die allerbesten Erfahrungen mit unserer offenen Zugangsweise und unserem professionellen Angebot gemacht.“ Denn, erzählt Jankovic aus ihrer langjährigen Erfahrung „Bewohner, die ihr sexuelles Bedürfnis entsprechend stillen können, sind im Vergleich zu anderen weitaus ausgeglichener, sie sind körperlich wie auch mental deutlich fitter und meist auch deutlich besser gelaunt. Was wir auch bemerken ist, dass Sexualität sehr gut hilft, Aggressionen, die sich bei alten Menschen immer wieder aufstauen, abzubauen.“

Etwas, dass auch Sexualtherapeut und Sexualberater Ales Svoboda voll und ganz unterschreiben kann: „Der Mensch ist nun einmal ein sexuelles Wesen und es steht jedem Menschen zu, Sexualität zu leben. Die viel zitierte Alterssexualität gibt es nicht! Sexuelles Verlangen ist völlig unabhängig von Alter, Geschlecht oder geistigem Zustand. Und es ist gerade die sexuelle Funktion des Menschen, die ganz besonders langsam altert. Entgegen einer breiten Ansicht ist Sexualität deshalb auch bis zum Ende des Lebens ein Thema. Es mögen zwar Intensität und Quantität aufgrund der sich verändernden körperlichen Gegebenheiten abnehmen, dafür steigt aber oftmals die Qualität um ein Vielfaches. Im Alter wird Sex verstärkt zu einer Kopf- und Qualitätssache.“

von Johanna Vucak
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Beitrag veröffentlicht am 25. Juli 2022

 

Haus Esther: Ein wichtiges Stück Selbstbestimmung im Alter

Möglichst lange gesund zu Hause wohnen – das ist der Wunsch fast aller Seniorinnen und Senioren. Aber wie?

In Österreich gibt es mittlerweile mehr Pensionistinnen und Pensionisten als Kinder und Jugendliche – und der Anteil der älteren und hochaltrigen Menschen wird sich bis zum Jahr 2040 verdoppeln. Was es also braucht, sind langfristige Mittel und Wege, in einer immer älter werdenden Gesellschaft Seniorinnen und Senioren niederschwellig dabei zu unterstützen, ihre Selbstständigkeit möglichst lange zu behalten.

Mit dem „Haus Esther“ als Zentrum für gesundes Altern wurde in Graz nun ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, das verschiedenste Pflege- und Hilfsangebote für Seniorinnen und Senioren und deren Angehörige an einem Ort vereint.

Das Konzept des Haus Esther orientiert sich an dem schwedischen „Esther Modell”, einem Netzwerk, das sich für optimale Entwicklungen im Gesundheitssystem einsetzt und nach zukunftsfähigen Lösungen für eine immer älter werdende Gesellschaft sucht. Die Basis für das Angebot der neuen Grazer Einrichtung bildet die fiktive ältere Person „Esther” und die Frage: „Was ist das beste für Esther?” Esther möchte selbstständig leben und in Würde altern – dabei benötigt sie jedoch Unterstützungsangebote. Und genau diese bietet das „Haus Esther”: Der Standort in Graz beheimatet Ambulanzen, die Pflegedrehscheibe des Sozialamts und ein Zentrum für altersunterstützende Technologien. Alternde Personen und ihre Angehörige finden dort notwendige Hilfen und Beratungen und können vor Ort unnötig lange und beschwerliche Amtswege abkürzen.

 

 

Besonders ist auch, dass im „Haus Esther” der Einsatz von altersassistiven Technologien (AAL) gefördert werden soll. Vor Ort besteht die Möglichkeit, sich über den Nutzen solcher Technologien im Alltag sowie in Pflege und Therapie zu informieren. Erstmalig wurden für die breite Bevölkerung öffentliche AAL-Showrooms errichtet, die in ihrer Größe einzigartig sind. In diesen Ausstellungsräumen, die sich im Erdgeschoss des Gebäudes befinden, werden alternden Personen und ihren Angehörigen verschiedenste Möglichkeiten zur technischen Unterstützung im Alter vorgestellt. Hersteller:innen von Lösungen für Senior:innen haben einen Raum, um ihre Produkte zu präsentieren, während im Rahmen des neuen Living Labs der Human technology styria Forschung und Entwicklung gefördert werden.

„Selbst wenn’s zuhause nicht mehr geht, wissen Leute sich hier in guten Händen“

Im Zuge der feierlichen Eröffnung des „Haus Esther” spricht Johann Harer, Geschäftsführer der Human technology styria, darüber, dass Altern bereits mit dem ersten Lebensjahr beginnt und wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Forschung und Gesundheitseinrichtungen ist, um den Menschen mehr und gesündere Lebenstage zu bieten.

Gert Hartinger, der Geschäftsführer der Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ), berichtet von einem kleinen Meilenstein im sozialen Bereich und betont die Besonderheit der guten Zusammenarbeit von so vielen unterschiedlichen Teilnehmer:innen an einem gemeinsamen Projekt mit einer gemeinsamen Vision.

Auch eine Bewohnerin des betreuten Wohnen der GGZ, Frau Pflüger, ist anwesend, um Einblicke in die Herausforderungen, Wünsche und den Alltag einer „Esther” zu geben. Nur beim Tragen ihres Rollators braucht sie Hilfe, sonst kann sie den Haushalt noch alleine schupfen, erzählt sie. Jeden Mittwochabend wird sie zur Chorprobe abgeholt und wartet am Tor auf ihre Fahrgelegenheit. Ihr ganz besonderer Wunsch: Ein Bankerl zum Sitzen und Warten, da das Stehen schon anstrengend wird.

Im Anschluss eröffnen Bürgermeisterin Elke Kahr und Stadtrat Robert Krotzer das „Haus Esther” feierlich. Und versprechen, ein weiteres Bankerl aufstellen zu lassen.

 

von Karolina Wiener
Beitrag veröffentlicht am 15.07.2022

 

Radkersburger Hof – Wegbereiter & Wegbegleiter

Im Radkersburger Hof, dem Zentrum für Gesundheit und neurologische und orthopädische Rehabilitation, steht unter anderem die Linderung von Beschwerden des Bewegungsapparates im Fokus. Größtmögliche Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit sind ein ganzheitliches Therapieziel des Hauses.

In Bad Radkersburg wurde dem menschlichen Bewegungsapparat schon seit jeher große Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei geht es um ein erfolgreiches Zusammenspiel von heilsamem Thermalwasser, mildem Klima und einer hohen Dichte an medizinischer Expertise. In diesem Mikrouniversum nimmt der Radkersburger Hof eine essenzielle Rolle ein. In diesem Jahr feiert das Haus bereits sein 30-Jahr-Jubiläum. 550 Patientinnen und Patienten werden hier von 450 Mitarbeitern versorgt. Damit zählt der Radkersburger Hof auch zu einem der größten Arbeitgeber in der Südsteiermark und ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Gemeinde und die Region.
Zum Radkersburger Hof gehören die Klinik Maria Theresia, das Kur- und Gesundheitshotel mit der Kids Chance sowie das Haus Joseph. Seinen Anfang genommen hat 1992 alles mit dem Thermenhotel – das mittlerweile Gesundheitshotel heißt – drei Jahre später folgte die Möglichkeit zur Reha – das Haus war damit eine der ersten privaten Reha-Institutionen in Österreich. Einzigartig ist auch das Konzept, das alle Generationen gleichermaßen miteinschließt: Die Kids Chance – eine stationäre Fördertherapie für Kinder mit Entwicklungsstörungen – gibt es seit 2007. Seit 2016 wurde der Komplex durch einen Neubau erweitert, der weitere 66 Einzelzimmer, Ordinationen und Therapieräume beherbergt.

Körperliches und mentales Potenzial

Das Credo: „Wir sind überzeugt, dass jeder unserer Patienten ein bestmöglich selbständiges und selbstbestimmtes Leben verdient. Darum nehmen wir die Rolle des Wegbereiters und Wegbegleiters ein. Wir unterstützen unsere Patientinnen und Patienten dabei, ihr körperliches und mentales Potenzial zu verstehen, anzunehmen und aktiv weiter zu entwickeln. Das ist unser Verständnis von Lebensqualität“, beschreibt es Michaela Krenn, die 2021 die Leitung des Hauses übernommen hat. Die ausgebildete Kinderkrankenschwester war nach einem Jus-Studium viele Jahre im Gesundheitsmanagement tätig. „Es ist eine große Freude, jetzt diese Funktion im Radkersburger Hof auszuüben, auch wenn die Zeiten nicht ganz einfach sind“, sagt die Geschäftsführerin.

Als Zentrum für Gesundheit und Rehabilitation mit den Schwerpunkten Orthopädie und Neurologie wird der breite Bogen der gesundheitsfördernden Möglichkeiten von Physiotherapie und Logopädie über Diätologie und Ergotherapie bis hin zur medizinischen Trainingstherapie gespannt. Letztere integriert beispielsweise das modern ausgestattete Gangcenter zur Verbesserung der Gehfähigkeit genauso wie gemeinsame Bewegungsaktivitäten in der Natur. Das Gehen in der reizvollen südoststeirischen Landschaft soll zum Erlebnis werden – etwa entlang der historischen Stadtmauer oder zu den Murauen, auf unterschiedlichen Wegen und Untergründen vom Schotter bis zum Waldboden. Diese Abwechslung ist nicht nur aus therapeutischer Sicht nützlich, sie wirkt auch als Motivationsschub. „Bei uns im Haus gibt es zudem drei Schwimmbäder. Das mineralstoffreiche Thermalwasser unterstützt bei Problemen mit dem Bewegungsapparat besonders gut“, so Krenn.

Inspiration im Smart Home

In der „Smart Home Wohnung“ kann das Leben zuhause in einer angepassten Wohnungsumgebung elektronisch unterstützt trainiert werden. Die Hilfen zur Kommunikation, Steuerungen von Licht, Temperatur, Radio, TV und Telefon und technische Möglichkeiten für die Gestaltung von Küche und Badezimmer führen vor Augen, wie der Alltag zuhause erleichtert werden kann.
Das Gesundheitshotel steht ganz im Dienste der Kur und der Gesundheitsvorsorge aktiv. „Ganz neu bieten wir spezielle Gesundheitspakete für ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie Programme für Betroffene von Demenz und Parkinson an“, sagt Krenn.

Barrierefrei und ausgezeichnet

Der Genuss kommt für alle Patientinnen und Patienten nie zu kurz. Unter dem Leitgedanken „Gesunde Ernährung ist die erste Medizin“ stehen Ernährungsgewohnheiten konsequent im Fokus. Die Bemühungen der Gastgeber um eine abwechslungsreiche, regionale Küche wurde gerade erst mit einer Auszeichnung belohnt: Der Radkersburger Hof bekam von Styria Vitalis die Grüne Küche verliehen.
Die liebliche Landschaft tut ihr Übriges: Ein kurzer Spaziergang führt Gäste durch den Kurpark in die charmante Altstadt oder in die benachbarte Parktherme. Daran anschließend erstreckt sich mit dem UNESCO-Biosphärenpark ein weitläufiges Naturparadies.

Mehr unter: www.radkersburgerhof.at

Beitrag veröffentlicht am 15.6.2022

 

Für Yoga ist es nie zu spät!

Jeder kennt es, viel zu wenige praktizieren es: Warum Yoga die Wunderwaffe im Alter ist und den Körper fit, den Geist agil und die Psyche stabil hält.

Seine Geburtsstunde hat Yoga wohl bereits vor tausenden Jahren in Indien. Die philosophische Körperlehre kommt aus dem Hinduismus, um den genauen Zeitpunkt der Entstehung streitet sich die Wissenschaft. Viele Expert:innen führen an, dass die ersten Yogis und Yoginis bereit vor etwa 3500 Jahren in den Veden (=indische Quelltexte) erwähnt werden – das wäre etwa 1500 Jahre, bevor unsere heutige Zeitrechnung überhaupt beginnt. Genau datieren lässt sich der Ursprung des Yoga nicht, fest steht jedoch, dass es sich stetig weiterentwickelt hat und mittlerweile längst in der westlichen Welt angekommen ist. Und das zu Recht: Yoga trägt auf einzigartige Weise zu einem gesunden Lifestyle bei und sorgt sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene für mehr Gesundheit, Lebenslust und Energiefluss.

Der Begriff „Yoga“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet grob übersetzt „Vereinigung“ oder „Integration“, denn traditionell geht es bei Yoga in erster Linie nicht um den körperlichen, sondern den geistigen Aspekt. Das Ziel eines Yogis oder einer Yogini ist es, in den eigenen Geist einzutauchen, ihn zu verstehen und zu erweitern. Die Anspannung des Körpers und die Yoga-Bewegungen sollen den Körper geschmeidig halten, den Geist beruhigen und helfen, sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Insgesamt wirkt sich Yoga ganzheitlich positiv auf Körper und Geist aus. Die kräftigende und ausgleichende Wirkung der Bewegungslehre schätzen Yogis und Yoginis aller Altersgruppen weltweit. Denn das Alter spielt bei Yoga keine Rolle, ganz im Gegenteil: Yoga eignet sich für Seniorinnen und Senioren genauso gut wie für jüngere Personen. Und um anzufangen ist es zu spät! Selbst wenn in früheren Jahren wenig Zeit für Fitness oder Bewegung blieb, kann Yoga auch im hohen Alter noch Abhilfe schaffen. Alle Übungen können wunderbar variiert und individuell an das Alter oder die körperliche Verfassung der ausübenden Person angepasst werden. Die so genannten Asanas – die Yoga-Haltungen – können variantenreich und kreativ praktiziert werden. Je älter man ist, desto stärker kann die individuelle Tagesverfassung variieren. An schwächeren Tagen lässt sich beispielsweise auf eine Yoga-Einheit im Sitzen ausweichen. Besonders für ältere Personen bzw. Seniorinnen und Senioren ist es außerdem ratsam, Übungen deutlich kürzer, dafür jedoch öfter auszuführen. So vermeidet man körperliche Überforderung und arbeitet stetig, aber langsam mit den positiven Effekten des Yoga.

 

Zu den positiven Effekten von Yoga auf Seniorinnen und Senioren zählen:


1) Yoga wirkt präventiv gegen Alterserscheinungen und -erkrankungen

Yoga stärkt den Körper, hält ihn geschmeidig und fit und ist damit ideal zur Prävention von Alterserscheinungen. Die Übungen regen die Durchblutung in allen Körpergeweben und Knochen an, festigen so die Knochenstruktur und kräftigen die Muskeln. Außerdem ist Yoga gut für die Gelenkgesundheit und und hilft, Verspannungen zu lösen. Praktiziert man Yoga achtsam, berücksichtigt seine persönlichn Grenzen und erweitert diese stetig, wird man davon noch im hohen Alter profitieren.

2) Yoga stärkt die Lebensfreude und hält auch innerlich jung

Wird man älter, trägt man zunehmend mehr physische, aber auch psychische und mentale Altlasten mit sich herum. Diese können belasten und sich auf das innere Gleichgewicht auswirken. Praktiziert man Yoga, praktiziert man auch eine gewisse Achtsamkeit seinem Geist und seinem Unterbewusstsein gegenüber und baut Blockaden ab. Regelmäßiges Yoga bringt mehr Agilität und stärkt die Fähigkeit, sich am Leben und auch am Altern zu erfreuen.

3) Yoga dient als Werkzeug, den eigenen Körper zu lieben

Mit dem Alterungsprozess verändert sich auch der Körper. Nicht immer ist das leicht zu akzeptieren. Dinge, die früher ganz selbstverständlich waren, fallen im Alter zunehmend schwerer und auch die körperliche Leistungsfähigkeit verändert sich. Entscheidend ist jedoch, in Bewegung zu bleiben. Yoga lehrt, die eigenen körperlichen und mentalen Grenzen auszuloten und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten langsam zu erweitern. Diese immer wiederkehrenden Erfolge fördern die Liebe zum eigenen Körper.

4) Die Meditation, die mit Yoga einhergeht, ist gut für die mentale Gesundheit

Mentale und körperliche Gesundheit sind eng miteinander verknüpft. Gewöhnt man sich über die Jahre negative Gedankenmuster an, die sich vor allem durch viele erlebte Erfahrungen verfestigen können, kann Meditation dabei helfen, den Geist zu reinigen und den Kopf freizumachen. Unsere eigene Perspektive bestimmt, wie wir unsere Umwelt und Lebenssituation wahrnehmen. Arbeiten wir an unserer inneren Einstellung, können wir unsere erlebten Lebensrealität, unseren Gedanken und Gefühlen zum Positiven verändern.

 

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von Karolina Wiener
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Beitrag veröffentlicht am 24.05.2022

Mehr Sicherheit, mehr Service, mehr Lebensqualität

Je höher die Anzahl der Lebensjahre, desto mehr Arzneimittel werden häufig eingenommen. Alexandra Mandl, Vizepräsidentin der Steirischen Apothekerkammer, klärt über die Bedeutung von Medikationsmanagement auf – und warum eigenmächtige Änderungen bei der Tabletteneinnahme nicht ratsam sind und bei Grapefruitsaft und Milch besondere Vorsicht geboten ist.


Alexandra Mandl

Warum müssen ältere Menschen häufig so viele verschiedene Medikamente einnehmen?

Mandl: Allein die Anzahl der 100-Jährigen hat sich in der Steiermark in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Immer mehr Menschen werden immer älter, aber sie werden nicht gesund älter. Sie können unter Abnützungserscheinungen leiden, unter hohem Blutdruck, erhöhten Blutzucker-, Blutfett- oder Harnsäurewerten, die Niere arbeitet nicht mehr so gut, das Herz wird schwächer. Für jede dieser Erkrankungen gibt es auf Basis der evidenzbasierten Medizin Behandlungsschemata, die bestimmte Arzneimittel beinhalten. Doch ein Arzneimittel allein reicht dabei oft nicht aus. Um den Blutdruck ausreichend und gut zu senken, setzt man statt eines hoch dosierten mehrere niedrig dosierte Medikamente ein. Sie greifen an unterschiedlichen Stellen im Organismus ein, sind so verträglicher und man erzielt ein besseres Ergebnis. Im Laufe der Jahre nimmt so die Anzahl der eingenommenen Medikamente ständig zu.

Was ist daher bei einer derartigen Häufung zu empfehlen?

Mandl: Es wäre wünschenswert, einmal im Jahr eine Aufstellung der aktuell eingenommen Arzneimittel zu machen. Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel sollten in diese Betrachtung miteinbezogen werden. Es gilt zu überprüfen, ob alle Medikamente noch angezeigt sind, ob die Dosierung nach wie vor passt oder Änderungen notwendig sind, weil beispielsweise die Niere nicht mehr so gut arbeitet. Gerade bei Blutdruckpräparaten werden oft ergänzend weitere Wirkstoffe verschrieben. Man kann jedoch statt mit drei Blutdrucksenkern zu drei unterschiedlichen Tageszeiten den gleichen Effekt mit nur einer Tablette erzielen, die alle drei Wirkstoffe enthält und damit auch die Lebensqualität des Patienten verbessern.

Werden die empfohlenen Handlungsanweisungen gut befolgt?

Mandl: Ältere Menschen sind bei der Einnahme ihrer Arzneien eigentlich sehr konsequent, sie halten aufgrund eines flexibleren, geregelten Tagesablaufes auch die empfohlenen Zeiten besser ein als berufstätige Menschen. Allerdings sollte nicht der ganze Tagesablauf nur nach der Einnahme der Medikamente ausgerichtet sein und zur Belastung werden.

Was verträgt sich bei unterschiedlichen Medikamenten nicht gut miteinander?

Mandl: Die gefährlichste Wechselwirkung ist eine Blutung. Sie kann eintreten, wenn gleichzeitig mehrere blutverdünnende Medikamente eingenommen werden. Dann besteht die Gefahr einer Blutung im Magen, im Darm, in der Niere oder im Gehirn. Wenn solche Medikamente bei Herzrhythmusstörungen gemeinsam mit bestimmten Antidepressiva und Schmerzmitteln wie Aspirin oder Ibuprofen eingenommen werden, sind das drei blutverdünnende Faktoren.

Bei welchen Kombinationen mit Nahrungsmitteln sollte man vorsichtig sein?

Mandl: Viele Arzneimittel werden in der Leber abgebaut. Dieser Abbau kann durch Grapefruitsaft blockiert werden. Er enthält Stoffe, welche die für den Abbau verantwortlichen Enzyme in der Leber blockieren. Dadurch werden etwa blutdrucksenkende Wirkstoffe langsamer abgebaut und sind am nächsten Tag noch immer im Körper in relevanten Mengen vorhanden. Setzt sich das so fort, kann es nach mehreren Tagen zu massiven Kreislaufproblemen kommen. Achtsam sein muss man zudem bei Milch und Milchprodukten. Das enthaltene Kalzium geht etwa mit Antibiotika im Magen-Darm-Trakt Bindungen ein. Diese bilden große Komplexe, die der Körper nicht mehr aufnehmen kann und beides wird daher ausgeschieden. Erhöhte Aufmerksamkeit ist zudem bei „Novel Food“ geboten. Neuartige Lebensmittel wie exotische Goji-Beeren sind in Kombination mit lebenswichtigen Medikamenten mit Vorsicht zu genießen.

Werden von Patienten eigenmächtig Änderungen bei der Einnahme vorgenommen?

Mandl: Unbeliebt sind Entwässerungsmittel, weil man häufig auf die Toilette muss. Sie werden gerne an Tagen, an denen die Patienten mehr unterwegs sind, weggelassen. Manche Patienten nehmen auch Arzneien zum Wochenende nicht ein, der Fachbegriff dafür heißt „Drug Holidays“. Betroffen sind zudem bestimmte Medikamente zur Behandlung von Diabetes, die als Nebenwirkung Blähungen verursachen können. Man kann Patienten beruhigen, dass die Nebenwirkungen abnehmen, wenn die Medikamente kontinuierlich eingenommen werden. Der Körper gewöhnt sich daran. Hier hilft es oft, eine Arznei einschleichend zu dosieren – entweder beginnt man mit einer niedrigeren Dosis oder startet abends, damit man Nebenwirkungen verschläft. Bei Personen ab 65 Jahren ist es ratsam, mit einer geringeren Dosierung zu starten und langsam zu steigern, wenn alles ausreichend gut vertragen wird. „Start low, go slow“ lautet hier der Leitsatz.

Was sind die größten Anliegen der Patienten?

Mandl: Ältere Menschen möchten ihre Selbstständigkeit so lange wie möglich erhalten, das ist essenziell. Dazu gehört es auch, geistig fit zu bleiben. Und sie möchten möglichst wenige Arzneimittel schlucken. Eine Tablette kann allerdings einen ungesunden Lebenswandel nicht ungeschehen machen. Sport, Bewegung und Ernährung bleiben absolut wesentlich. Immer sollte auch die Frage gestellt werden, ob es für neue Beschwerden nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten gibt oder sie eine Nebenwirkung einer Arznei sein könnten. Mundtrockenheit ist so ein Thema. Da kann auf alle Fälle geholfen werden – mit befeuchtenden Lutschtabletten und Sprays oder sogar mit Ersatzspeichel. Man muss vielen Dingen einfach auf die Spur kommen und sie auch zum Thema machen. Und das können wir Apotheker!

 

Beitrag veröffentlicht am 09.06.2022

Vorhofflimmern ernst nehmen

Vorhofflimmern schränkt nicht nur die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität ein, die Rhythmusstörung erhöht das Risiko für einen Schlaganfall um das Fünffache. Prognosen zufolge wird sich die Anzahl der Betroffenen in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, betont Kardiologe Martin Manninger-Wünscher von der Med Uni Graz.


Martin Manninger-Wünscher

Was ist Vorhofflimmern überhaupt?

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Rhythmusstörung beim Erwachsenen. Normalerweise wird der Herzrhythmus durch einen Taktgeber im Herzvorhof, dem Sinusknoten, vorgegeben. Beim Vorhofflimmern kommt es zu einer chaotischen elektrischen Aktivierung und damit zu Vorhoffrequenzen von bis zu 600/min, welche auf die Herzkammern übergeleitet werden und dort oft zu einem schnellen Puls von 100 bis 180/min führen. Die Rhythmusstörung kann in kurzen, selbstlimitierten Episoden vorkommen oder stabil laufen, bis man sie zum Beispiel durch Medikamente unterbricht. Je länger und öfter sie läuft, desto länger und öfter wird sie in Zukunft wieder kommen. Am Anfang der Erkrankung wird die Rhythmusstörung durch einzelne Zellen ausgelöst, die in den Lungenvenen im linken Herzvorhof liegen. Je häufiger die Rhythmusstörung auftritt, desto mehr bauen sich die Herzvorhöfe um und immer mehr Bereiche können sie auslösen und aufrechterhalten.

Wie verbreitet ist diese Rhythmusstörung?

Vorhofflimmern betrifft weltweit zwei bis vier Prozent der Erwachsenen. Berechnungen zufolge soll sich die Rate in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. In Österreich sind rund 230.000 Patienten betroffen. Das Lebenszeitrisiko für 55-Jährige, Vorhofflimmern zu bekommen, liegt bei 1:3. Männer haben ein gering höheres Risiko. Die Häufigkeit ist bei Frauen und Männern aber ähnlich verteilt, da Frauen eine höhere Lebenserwartung haben.

Wer ist in besonderer Weise davon betroffen?

Zu den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren zählen genetische Prädisposition, Alter, männliches Geschlecht und Ethnizität – Nicht-Kaukasier sind häufiger betroffen. Der Großteil der Risikofaktoren ist beeinflussbar, dazu zählen Herzklappenerkrankungen, Herzschwächen, koronare Herzerkrankungen, Gefäßerkrankungen, akute Erkrankungen oder Operationen, Inaktivität oder übermäßige Aktivität, hohe Blutfette, Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, obstruktive Schlafapnoe, Autoimmunerkrankungen, COPD, Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und Bluthochdruck.

Welche Symptome machen sich bei Vorhofflimmern im Alltag bemerkbar?

Die Wahrnehmung ist sehr unterschiedlich. Manche Betroffene spüren jede kurze Episode und sind dadurch stark beeinträchtigt. Andere spüren die Rhythmusstörung gar nicht und werden erst durch eine Komplikation, etwa einen Schlaganfall oder eine Herzschwäche, symptomatisch. Der Handlungsbedarf hängt stark vom Stadium der Erkrankung ab. Ist Vorhofflimmern noch nicht bekannt, ist es wichtig, während der laufenden Rhythmusstörung ein EKG zu schreiben, um die Diagnose zu bestätigen. Wenn es bereits bekannt ist und die Basistherapie schon besteht, hängt der Handlungsbedarf davon ab, ob die Episoden wieder spontan aufhören oder ob man dadurch in seiner Lebensqualität beeinträchtigt ist.

Wie wird Vorhofflimmern diagnostiziert, welche medizinischen Checks finden statt?

Vorhofflimmern wird mittels EKG diagnostiziert. Dafür muss man aber neuerdings nicht mehr unbedingt die traditionelle 12-Kanal-EKG-Aufzeichnung in einer Ordination oder Spitalsambulanz machen lassen. Auch neue Technologien, die eine 1-Kanal-EKG Aufzeichnung ermöglichen – wie zum Beispiel in einer Smartwatch – sind für die Diagnose ausreichend. Aufgrund der Häufigkeit der Erkrankung und der damit verbundenen Komplikationen empfiehlt es sich, bei Menschen über 65 Jahren regelmäßig mittels Pulstasten und EKG-Aufzeichnungen nach Vorhofflimmern zu suchen. Dafür stehen auch automatische Pulsmessungen von Smartphones, Pulsuhren oder Smartwatches zur Verfügung. Man geht davon aus, dass Vorhofflimmern bei einem Drittel der Betroffenen noch unentdeckt ist.

Welche Therapieoptionen gibt es?

Die Grundpfeiler der Therapie sind die Vermeidung von Schlaganfällen, Symptomkontrolle und die Behandlung von Risikofaktoren. Anhand eines Risikoscores beurteilt man das Schlaganfallrisiko und empfiehlt eine orale Antikoagulation, also eine Blutverdünnung. Um Symptome zu behandeln, kann man medikamentös die Herzfrequenz im Vorhofflimmern reduzieren oder alternativ versuchen, den normalen Sinusrhythmus wieder herzustellen und zu halten. Dafür stehen Medikamente oder die Elektrokardioversion – eine externe Schockabgabe in Kurznarkose – zur Verfügung. Zur Langzeit-Rhythmuskontrolle zählen die medikamentöse Therapie und die Katheterablation. Letztere wird in spezialisierten Einrichtungen durchgeführt. Mit einem Gefäßzugang über die Leiste mittels Kathetern wird der linke Herzvorhof erreicht, um dort die auslösenden Zentren elektrisch vom restlichen Vorhof zu isolieren. Zur Behandlung der Risikofaktoren gehört die adäquate Blutdruck- und Zuckereinstellung, Reduktion von Übergewicht, Raucherentwöhnung, Einnahme von Blutfettsenkern, Alkoholkarenz und regelmäßige körperliche Aktivität oder Reduktion der Trainingsintensität bei exzessiver sportlicher Belastung.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Vorhofflimmern und Schlaganfällen?

Vorhofflimmern erhöht das Schlaganfallrisiko um ein Fünffaches und jeder fünfte Schlaganfall ist durch Vorhofflimmern verursacht. Leider sind Schlaganfälle, die so zustande kommen, oft schwerwiegender als bei anderen Ursachen. Der Grund für das Auftreten von Schlaganfällen im Zusammenhang mit Vorhofflimmern ist, dass während der Rhythmusstörung die Herzvorhöfe nicht kontrahieren und sich erweitern. Durch die gestörte Zirkulation im Vorhof kommt es zum Stau von Blut in Hohlräumen wie dem linken Herzohr. Dort können sich Blutgerinnsel (Thromben) bilden, die aus dem Herzen ausgespült werden und Hirngefäße verstopfen können.

Beitrag veröffentlicht am 18.05.2022

Heilwissen mit langer Tradition

Welchen Rat kennt die Traditionelle Europäische Medizin bei Gelenksbeschwerden? Regina Webersberger, Allgemeinmedizinerin und Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kneipp-Medizin, führt vor Augen, welche essenzielle Fäden im Dienste der Gesundheit zusammenlaufen.


Regina Webersberger

Über Jahrtausende hat sich in Europa eine traditionelle Heilkunde entwickelt, die von Hippokrates von Kos über Paracelsus und Hildegard von Bingen bis hin zu Sebastian Kneipp geprägt wurde. „Das Traditionelle Heilwissen Europas ist im fünften vorchristlichen Jahrhundert im antiken Griechenland entstanden, wurde über Mittelalter, Spätantike, Renaissance und Barock weiterentwickelt und ist gegen 1830, der Geburtsstunde der modernen Heilkunde und Medizin, etwas in Vergessenheit geraten“, heißt es im Buch „Traditionelle Europäische Medizin – das große Praxisbuch der traditionellen Heilmethoden“. Heute feiert dieses heimische Heilwissen zu Heilpflanzen und einer gesunden Ernährung, zu Wickeln und Massagen eine Renaissance. Welche Hilfestellungen kennt die Traditionelle Europäische Medizin (TEM) in Bezug auf Gelenksbeschwerden?

Die Ärztin für Allgemeinmedizin Regina Webersberger – gemeinsam mit dem Leiter des Instituts für Traditionelle Europäische Medizin in Wien Karl-Heinz Steinmetz Autorin des Buches – war auch lange Zeit im Kneipp-Kurhaus der Marienschwestern in Aspach tätig. Eines schickt sie gleich voraus: Regelmäßige Bewegung ist für ein Gelenk ein Leben lang absolut essenziell – nicht zuletzt deshalb, weil nur so die Ernährung des Gelenksknorpels mit Gelenksflüssigkeit gesichert wird und erst dann die jeweiligen Knochen beim Gehen reibungslos aneinandergleiten. Durch Bewegungsmangel wird der Alterungsprozess des Gewebes beschleunigt, durch Übergewicht die Abnützung forciert.

Ein Blick in die Geschichte der Europäischen Medizin zeigt: Arthrosen waren in den vergangenen Jahrhunderten nicht so stark verbreitet, „das liegt schon allein daran, dass die Menschen zumeist nicht so übergewichtig waren und auch nicht so alt geworden sind“, sagt Webersberger. Entzündliche Gelenkserkrankungen dagegen hat es schon immer gegeben. Der weitreichenden Problematik der Entzündungen im Körper widmet sich die Traditionelle Europäische Medizin in umfassendem Maße.

Um Beschwerden zu lindern, führt Webersberger als ausgebildete Kneipp-Medizinerin unter anderem die Hydrotherapie an. „Das Ziel von Wasseranwendungen ist es, beispielsweise über Wechselgüsse die Durchblutung im Bein, im Knie und in der Muskulatur zu steigern und damit das Milieu an dieser Stelle im Körper grundsätzlich zu verbessern. Diese Methode ist einfach durchführbar und auch vorbeugend wirksam.“ Bei Kniegelenksproblemen werden häufig die Beine nicht mehr gleichmäßig belastet, in weiterer Folge sind eben auch die Muskeln und Faszien der Umgebung betroffen, selbst der Rücken kann in Mitleidenschaft gezogen sein, „es ist eine Auswirkung auf den gesamten Körper spürbar.“

Wickel mit Topfen

Eine Möglichkeit zur Linderung bieten zudem Wickel und Packungen, etwa in Form von Lehm, Topfen oder Moor. Gerade Topfenwickel sind relativ einfach selbst zu bewerkstelligen – damit kann auch nach einer Kniegelenksoperation das Abschwellen gefördert werden. „Grundsätzlich gilt es stets zu differenzieren, ob es sich um ein Hitzeproblem oder ein Kälteproblem im Körper handelt“, betont die Ärztin. Bei einer akuten Entzündung, also einem Hitzeproblem, kann beispielsweise ein kalter Lehmwickel wirken. Liegt dagegen keine akute Entzündung vor, sondern hat man es quasi mit einer Arthrose im Ruhezustand zu tun, dann sind warme Wickel ratsam, wie sie auch in Kurhäusern zur Anwendung kommen. Darüber hinaus sind Heublumenbäder eine Variante, „sie fördern die Durchblutung, wirken schmerzstillend und lockern das Gewebe.“

Bei alledem darf der so wichtige Aspekt der Bewegung nie außer Acht gelassen werden: „Die Knorpelversorgung ist immer nur in der Bewegung optimal“, betont die Expertin. Machen einem bereits Schmerzen zu schaffen, empfehlen sich Fitnesseinheiten, die möglichst wenig belasten, etwa auf dem Heimtrainer, Unterwassergymnastik oder Aquajogging.

Heilkräuter zur Unterstützung

Mit zunehmendem Alter nimmt das zu Entzündungen neigende Milieu im Körper überhaupt zu. Als unterstützendes Mittel gegen derartige Milieus wurden bereits seit Jahrhunderten Frühjahrskuren zelebriert. Die Brennnessel etwa wird als unterstützendes Kraut gesehen, um dem entgegenzuwirken. Das kann beispielsweise in Form einer Kur mit Brennnesseltee erfolgen – etwa drei Wochen lang wird drei Mal täglich eine Tasse getrunken. „Länger sollte man die Kur jedoch nicht ausdehnen, weil man es bei Brennnesseltee mit einem harntreibenden Mittel zu tun hat.“ Eine Möglichkeit ist auch Frischpflanzenpresssaft. „Man darf sich von einer solchen Kur allerdings keine Wunder erwarten. Die Neigung zu Gelenksschmerzen könnte sich aber verbessern.“

Alles in allem hält die Traditionelle Europäische Medizin eine Fülle an Heilwissen bereit, bei dem viele Aspekte ineinandergreifen. Viele Anwendungen im Sinne von Sebastian Kneipp sind auch in „Das große Kneipp Buch“ von Karl Gasperl, an dem Webersberger mitgearbeitet hat, beschrieben. „Für mich ist die Traditionelle Europäische Medizin kein Widerspruch zur Schulmedizin“, fasst die Allgemeinärztin unter anderem in Bezug auf Gelenksproblematiken zusammen, „zum Glück kann man Gelenke ersetzen, oft braucht es aber noch Unterstützung und Methoden wie diese sind da eine optimale Hilfe“, sagt Webersberger. Sie selbst hat einst im Medizinstudium eine Akupunkturvorlesung besonders fasziniert, nach Studienende folgte der Besuch einer Yogaschule in Indien. Was ihr dort in gewisser Weise fremd geblieben ist, schien ihr dann in Auseinandersetzung mit TEM und vor allem mit Kneipp ganz vertraut.

 

Beitrag veröffentlicht am 06.05.2022

Andreas Herz: 24h-Betreuung – Säule und Bedürfnis

Zurzeit sind in Österreich über 60.000 selbstständige Personenbetreuerinnen und Personenbetreuer in der 24 Stunden-Betreuung tätig. An ihren Leistungen für die Betreuung zu Hause in den eigenen vier Wänden wird auch in Zukunft kein Weg vorbeiführen.

Pflegekrise, „Pflegenotstand“ – mittlerweile häufig gehörte Worte in der österreichischen Betreuungslandschaft. Die Zahlen und Fakten sprechen in der Tat eine recht deutliche und bei Lichte besehen durchaus beunruhigende Sprache. Es ist insbesondere der demografische Alterungsprozess, der dafür sorgt, dass die Schere zwischen vorhandenen und benötigten Betreuungsressourcen, seien sie ökonomischer oder personeller Natur, tendenziell immer weiter auseinandergeht.

Von derzeit gerade noch unter 20 Prozent wird sich der Anteil jener, die 65 und älter sind, in Österreich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten kontinuierlich erhöhen. 2030 wird der Anteil der 65-plus-Bevölkerung bereits bei gut 23 liegen und sich dann unwiderruflich auf die 30-Prozent-Marke zubewegen. Bis 2050 wird sich der Anteil der über 80-Jährigen von rund 5 auf 10 Prozent erhöhen. In absoluten Zahlen: über eine Million Österreicherinnen und Österreicher über 80. Das betrifft folglich die heute 50-Jährigen schon sehr konkret.

Denn die gesellschaftliche Alterung bringt einen weiteren Verstärkungseffekt mit sich: Je mehr alte Menschen, desto mehr Betreuungs- und Pflegebedarf. Logisch. Der Bedarf steigt jedoch nicht nur linear, sondern unterliegt einem exponentiellen Wachstum. Die Ursache: Mit zunehmendem Alter steigt selbstverständlich das Risiko für chronische Erkrankungen, speziell auch das Risiko für Multimorbidität, also die Wahrscheinlichkeit, an mehreren chronischen Erkrankungen wie etwa Diabetes, Hypertonie, Arteriosklerose, Arthrose, Herzinsuffizienz, Osteoporose oder Demenz gleichzeitig zu leiden. Immer mehr Menschen werden in ihrer Mobilität und Alltagsbewältigungskompetenz eingeschränkt und somit auf Unterstützung angewiesen sein.

Weniger Pflegende, mehr zu Pflegende

Und noch eine demografische Tendenz verschärft die Situation: Immer weniger pflegende (jüngere) Angehörige, die zugleich auch beruflich und familiär beansprucht sind, kommen auf immer mehr zu Betreuende bzw. zu Pflegende. Eine höchst dramatische Entwicklung, wenn wir in Rechnung stellen, dass derzeit nach wie vor die überwiegende Mehrheit der Betreuungsbedürftigen – es sind beinahe drei Viertel – von den eigenen Angehörigen betreut und gepflegt wird. Schon eine leichte Verschiebung im Verhältnis zwischen Pflegenden und Gepflegten kann hier massive Auswirkungen nach sich ziehen und einen dramatischen Mehrbedarf auf Seiten stationärer Pflegeeinrichtungen oder eben der 24-Stunden-Betreuung bewirken.

Wie fragil das Pflege- und Betreuungsgleichgewicht ist, hat sich zuletzt in der Corona-Pandemie erwiesen, als gerade in den stationären Einrichtungen die belastende Situation zahlreiche Pflegekräfte dazu bewog, ihre berufliche Zukunft in diesem Bereich zu überdenken. „Die Corona-Pandemie“, betont Andreas Herz, Obmann von Fachverband und Fachgruppe „Personenberatung und Personenbetreuung“ sowie Vizepräsident der Wirtschaftskammer Steiermark, „hat auf der anderen Seite aber auch ganz deutlich gezeigt, wie verlässlich und sicher die Betreuung durch selbstständige Personenbetreuerinnen und -betreuer selbst unter schwierigsten Bedingungen funktioniert hat. Wieder einmal hat sich die Betreuung zu Hause in den eigenen vier Wänden als tragende Säule von Pflege und Betreuung in Österreich erwiesen.“ Einen wichtigen Beitrag dazu leisten auch die Vermittlungsagenturen, die kundennah dafür sorgen, dass die zumeist aus südöstlichen EU-Staaten stammenden Betreuungspersonen und die Betreuungsuchenden zueinanderfinden.

Betreuung in vertrauter Umgebung

„Dass bereits knapp zehn Prozent der Pflege- und Betreuungsbedürftigen zu Hause von selbstständigen Personenbetreuerinnen und Personenbetreuern betreut werden“, so Herz, „resultiert jedoch nicht nur aus einem rein quantitativ zu bemessenden Bedarf. Die Betreuung zu Hause korrespondiert mit dem tiefsitzenden und nicht zu hintergehenden Bedürfnis so vieler Menschen, ihr Leben so lange wie möglich in vertrauter Umgebung verbringen zu können. Dieses Bedürfnis auf leistbarem Level in verlässlicher Qualität zu erfüllen, ist der unbestreitbare Verdienst all derer, die dieses Modell der 24-Stunden-Betreuung tagtäglich mit Leben erfüllen.“

Betreuung muss leistbar bleiben

Andreas Herz, MSc, ist Obmann der Fachgruppe „Personenberatung und Personenbetreuung“ in der WKO Steiermark, Obmann des Fachverbands in der WKO und Vizepräsident der WKO Steiermark.

Die 24-Stunden-Betreuung steht auch immer wieder einmal in der Kritik – wie reagieren?

ANDREAS HERZ: Alle Beteiligten sind gefordert, respektvoll aufeinander zuzugehen sowie wertschätzend und fair miteinander umzugehen. Als Interessenvertreter von Betreuungspersonen und Agenturen tragen wir in der Wirtschaftskammer seit vielen Jahren federführend dazu bei, die Rahmenbedingungen für dieses systemrelevante Betreuungsmodell kontinuierlich zu verbessern und die Qualitätsentwicklung zu fördern. Es gibt heute Standesregeln, Gütesiegel, Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie mehrsprachige Informations- und Kommunikationstools nach allen Seiten hin. Selbstverständlich werden wir diesen Weg der Qualität und der Entwicklung weitergehen. Es gilt dabei aber immer auch im Auge zu behalten, dass die 24-Stunden-Betreuung ihre wichtige Funktion nur erfüllen kann, wenn sie für Betreute und deren Angehörige auch leistbar bleibt. Wir dürfen aber auch nicht übersehen, dass bei vielen Menschen auf beiden Seiten – Betreuten wie Betreuenden – die Bilanz sehr positiv ausfällt. Es gibt etwa auch zahlreiche Beispiele, wo familiäre Bindungen zwischen Betreuungspersonen und Angehörigen von Betreuten über viele Jahre weiterbestehen.

Beitrag veröffentlicht am 07.04.2022
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Spermidin – Die Studie

Alles über die weltweit erste große und erfolgreiche Humanstudie zum Thema Spermidin

 

Die Studie wurde vom Studiengang Biomedizinische Analytik an der FH Wr. Neustadt unter der Leitung von Dr. Thomas Pekar, MA und auf Initiative von Univ. Prof. Dr. med. Reinhart Jarisch vom Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ) in Wien durchgeführt.

Gegenstand der Studie ist der Einfluss von Spermidin auf die Gedächtnisleistung und die kognitiven Fähigkeiten der Probandinnen und Probanden.

Ort: Steiermark, in 5 Seniorenheimen der steirischen GEPFLEGT WOHNEN Gruppe.
Testpersonen: 85 Seniorinnen und Senioren (Durchschnittsalter 83,1 Jahre) mit leichter oder mittelschwerer Demenz.
Dauer: 3 Monate.

Ein Teil der ProbandInnen bekam Gebäck mit verschieden hohem Spermidingehalt zum Frühstück.

Gruppe A: Kornbrötchen mit Weizenkeimzusatz (Weizenkeime sind das Nahrungsmittel mit dem höchsten Spermidingehalt: 24,3 mg/100g).

  • Spermidingehalt der Kornbrötchen: 3,3 mg.
  • Steigerung der täglichen Spermidinzufuhr um 35%

Gruppe B: Kornbrötchen mit Weizenkleiezusatz.

  • Spermidingehalt der Kornbrötchen: 1,9 mg.
  • Steigerung der täglichen Spermidinzufuhr um 20%

Zur Placebokontrolle bekam eine Kontrollgruppe klassisches Brot und Semmeln ohne zugeführtem Spermidin zu essen.

Anhand des „CERAD-Plus-Test“ wurden im Laufe der Studie verschiedenste kognitive Fähigkeiten der ProbandInnen getestet. Insgesamt wurden den Testpersonen außerdem viermal Blut abgenommmen, um die Spermidinkonzentration im Blut zu bestimmen.

Anhand der Studie ist zu erkennen, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Spermidinkonzentration im Blut und der Gedächtnisleistung der ProbandInnen gibt. Bereits nach einem Monat war eine Plateaubildung bei Gruppe A mit höherer Spermidinzufuhr zu erkennen, während die Werte bei Gruppe B gleichblieben.

Ergebnis

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass es nach 3 Monaten bei den ProbandInnen mit erhöhter Spermidin-Konzentration im Blut zu verbesserten kognitiven Gedächtnisleistungen im vergleich zur Placebo-Gruppe kam.

  • Bei 42% der spermidinreich Frühstückenden kam es zu signifikanten Verbesserungen der Gedächtnisleistungen.
  • Bei 28% der spermidinreich Frühstückenden blieb die Gedächtnisleistung gleich.
  • Bei 30% der spermidinreich Frühstückenden kam es durch natürliche Umstände und fortschreitende Demenz zu Verschlechterungen der Gedächtnisleistung.

Generell gilt, dass eine stetige Verschlechterung der Gedächtnisleistung zum normalen Krankheitsverlauf von Demenz gehört, weshalb ein Gleichbleiben der kognitiven Fähigkeiten bzw. sogar eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten als großer Erfolg gewertet werden darf.

 

© Shutterstock
von Karolina Wiener
Beitrag veröffentlicht am 24.03.2022

Podcast: Morbus Parkinson Teil 2

Können Sie sich noch erinnern, als Mitte der 1990-er Jahre die ganze Nation über den Gesundheitszustand des Politikers Alois Mock spekulierte? Viele Jahre hielt er geheim, dass er an Morbus Parkinson erkrankt war. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, über die man sehr wohl reden sollte. Wir von Abenteuer Alter tun das, wir sprachen mit dem Neurologen Ronald Saurugg aus Hartberg. Hier finden Sie unsere Podcasts, die in Zusammenarbeit mit AbbVie entstanden sind.

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Hier geht´s zum ersten Teil des Podcasts!

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© Getty
09.12.2021