Enkeltrick – Die Gefahr lauert im Wohnzimmer

Die neue, gefährliche Masche der Kriminellen: Sie verlegen den Tatort in die Wohnzimmer der Seniorinnen und Senioren. Die Tatwaffen sind Handy und Internet.

Die Corona-Pandemie hat die persönliche Sicherheit gerade der Seniorinnen und Senioren ganz massiv beeinflusst. Die Kriminellen haben sich nämlich rascher auf die neuen Gegebenheiten eingestellt als ihre Opfer, sagt Jeremy Stöhs, Geschäftsführer des Vereins „Sicher Leben“ in Graz, einer Sicherheitsplattform. In der Zeit der Lockdowns und der eingeschränkten Bewegungsfreiheit gab es spürbar weniger Einbrüche und die Zahl der Taten im Bereich des Taschen- und Trickdiebstahls hat sich fast halbiert. Gleichzeitig aber haben die Kriminellen am Handy und im Internet zugeschlagen. Die Zahl der angezeigten Straftaten stieg in diesem Bereich im Jahr 2020 um fast zwölf Prozent. Die ältere Generation ist leider auch im dunklen Hinterzimmer der großen weiten Welt der elektronischen Medien angekommen. Sie wird besonders häufig Opfer der Cyber-Kriminalität.

Der Enkeltrick

Die Täter haben neue Werkzeuge, wenden aber die alten Tricks an. So fallen gerade wieder besonders viele ältere Mitbürger auf den sogenannte Neffen- oder Enkeltrick herein und werden oft um hohe Geldbeträge erleichtert, muss Sicherheitsexperte Stöhs berichten. Da sagt eine Stimme am Telefon: „Hallo, Oma, kennst du mich nicht mehr? Ich habe schon lange nichts mehr von dir gehört“. Wenn ein Anruf so oder ähnlich beginnt, sollten bei der Oma die inneren Alarmglocken schrillen! Sie sind keine willkommene Abwechslung, sondern der Versuch, die Oma um ihr Geld zu erleichtern. Denn nach der freundlichen Begrüßung kommt die Enkelin oder Neffe schnell zur Sache und erzählt von einer dringenden Notlage. „Wenn ich nicht bis dann und dann Geld übergebe, werde ich verhaftet“. Oder: „Wenn ich nicht sofort die Universitätsgebühr bezahle, ist mein Studium in Gefahr, meine ganze Zukunft“.

Die Kriminellen appellieren geschickt an die Hilfsbereitschaft der älteren Generation. Man will doch nicht, dass der Enkel Zores mit der Polizei kriegt und nicht schuld daran sein, dass die studierende Nichte auf ganzer Linie scheitert. Auf diese Weise üben solche Anrufer großen Druck aus, mit dem gerade ältere Leute nicht mehr gut umgehen können. Es geht ihnen darum zu verhindern, dass der vermeintliche Onkel nachdenkt, sondern er soll instinktiv handeln und auf jede Vorsicht verzichten, warnt Stöhs, der Sicherheitsfragen auch aus einer internationalen Perspektive behandelt.

Die seriöse Masche

Eine andere üble Masche am Telefon, die auf Mitglieder der älteren Generation zielt, verbreitet sich ebenfalls stark, beobachtet die Polizei. Das sind harmlose oder seriös klingende angebliche Anrufe einer Bank oder Versicherung. „Gnädige Frau, wir haben auf Ihrem Konto eine Sicherheitslücke entdeckt und brauchen jetzt ganz schnell ihr Passwort oder den Bankomat-Code, um das zu reparieren“. Was so vertrauenerweckend klingt, ist ein besonders gefährlicher Betrugsversuch. Der Experte macht klar: Keine Bank, keine Versicherung und sonst keine seriöse Firma wird am Telefon nach einem Passwort fragen. Das tun nur Betrüger.

Die Polizei hat inzwischen herausgefunden, wie diese Kriminellen ihre Opfer unter den älteren Steirerinnen und Steirern aussuchen. Sie nehmen das gute alte Telefonbuch zur Hand und suchen nach Personen mit Vornahmen, die altmodisch klingen, wie Doris und Franziska oder Franz und Herbert. Ruft man eine Person mit so einem Vornamen an, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich tatsächlich um eine Großmutter oder einen Onkel handelt. Die fallen in der Regel leichter auf diese Betrugsmasche herein als ein Kevin oder Julian oder eine Sabrina und eine Nadine. Ist der Kontakt einmal hergestellt, bemerken viele Opfer erst zu spät, dass sie gerissenen Kriminellen auf den Leim gehen.

Das Handy ist gewissermaßen auch der Tatort für eine weitere Art von Betrug. Da kommt eine SMS, dass ein Paket eingetroffen ist. Bei vielen Menschen wirkt der Überraschungseffekt, weil sie zunächst gar nicht daran denken, dass sie eigentlich gar nichts bestellt haben, Sie reagieren eher neugierig und verwirrt als misstrauisch. Die Textnachricht am Handy klingt doch ganz unverdächtig. Das Gefährliche ist aber, dass sie die betreffende Person auffordert, auf einen Link zu klicken, um Näheres über das angebliche Paket zu erfahren. Wenn man das tut, ist es oft schon zu spät. Durch den Klick wird den Betrügern der Zugang zum Handy und seinen Daten ermöglicht und sie können damit viel Unheil anrichten.

Die Masche der Cyber-Kriminalität, die sich gezielt an Seniorinnen und Senioren richtet, ist so gefährlich, weil sie gewissermaßen auf leisen Pfoten daherkommt, weiß Jeremy Stöhs. Er rät dringend zu mehr Aufmerksamkeit und Misstrauen auch im Umgang mit dem Handy. Dieses Segnung der modernen Technik, die gerade der älteren Generation auch in den schwierigen Corona-Zeiten auch so viel Gutes bringt, entwickelt sich leider auch zum bevorzugten Tatort der Kriminalität.

Infos für Ihre Sicherheit:

„Sicher leben“ ist eine Einrichtung, die sich seit 2013 der kommunalen Sicherheitsarbeit vor allem in Graz verschrieben hat.

In Gesprächen, Schulungen, Workshops und Online-Events sensibilisiert das Team um Geschäftsführer Dr. Jeremy Stöhs Interessierte für Sicherheitsthemen. Im Zentrum steht das Miteinander von Betroffenen und Fachleuten, um ein Klima zu schaffen, das Vorurteile ausräumt, Vertrauen schafft und Sicherheit für alle gewährleistet.

„Sicher Leben“ operiert an zwei Standorten in Graz:

Das Sicherheits-Informationszentrum Sinfo am Grazer Lendplatz (Keplerstraße 25, Tel. 0316 872 5777) neben der Berufsfeuerwehr ist werktags für alle Interessierten geöffnet und bietet Grundinformationen rund um das Thema Sicherheit wie Schutz vor Einbrüchen, Hilfe in Nachbarschaftskonflikten, Cyber-Kriminalität oder Katastrophenschutz an. Hier finden auch einschlägige Schulungen statt.

Im Weichenstellwerk der Holding Graz (Steyrergasse 114, Tel 0677 6241 9976) ist eine Sprach- und Lebensschule vorzugsweise für Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund eingerichtet. Hier bauen Ehrenamtliche auch Vertrauen zur Polizei auf. „Sicher Leben“ fördert das sichere Miteinander auch durch eine eigene, sehr kreative und diverse Kunstschiene.

„Sicher Leben“ und das Sinfo bietet für alle Interessierten Schulungen in konkreten Sicherheitsbelangen an. Auskünfte und Anmeldungen:

0677 64 133 444 oder office@sicherlebengraz.at sowie
0316 872 5777 oder office@sinfo.at

 

Beitrag veröffentlicht am 09.05.2022

Sichtbarer im Dunkeln

Das Unfallrisiko für Fußgänger auf der Straße ist in der dunklen Jahreszeit um ein Vielfaches höher. Tipps für mehr Sicherheit.

Pro Jahr ereignen sich in Österreich laut Statistik Austria rund 45.000 Verkehrsunfälle mit verletzten oder getöteten Personen. In der Dämmerung oder Dunkelheit passieren in den Herbst- und Wintermonaten 40 Prozent der Verkehrsunfälle – im Sommerhalbjahr sind es 15 Prozent.

Der Verein „Große schützen Kleine“ appelliert an Autolenker, jetzt besonders vorsichtig und aufmerksam zu fahren. Aber auch Erwachsene und Kinder können viel tun, um sich zu schützen: Dunkel gekleidet wird man aus etwa 25 Metern Entfernung wahrgenommen – also erst dann, wenn es oftmals zu spät ist, um einen Unfall zu verhindern. Mit Reflektoren ist man hingegen bereits aus rund 150 Metern sichtbar.

Die Aufmerksamkeit der Autolenker ist besonders gefragt. Das bedeutet vor allem, auf Ablenkungen wie Smartphone und Navi zu verzichten und an die längeren Anhaltewege durch Nässe und Glätte zu denken. Nebel, Nieselregen, Sprühfontänen, Dämmerung, Dunkelheit und Lichtstreuung erschweren Autolenkern das Erkennen von Fußgängern. Sicherheit im Verkehr ist also nur möglich, wenn alle Verkehrsteilnehmer „zusammenarbeiten“.

 

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08.11.2021

 

Rekord bei Heizungstausch

Immer mehr Steirerinnen und Steirer steigen auf schadstoffarme und energieeffizientere Heizsysteme um.

Im Vorjahr wurden in der Steiermark immer noch rund 106.000 Ölheizungen und rund 62.000 Gasheizungen betrieben. Allerdings hat auch der Ausstieg aus Öl einen deutlichen Zuwachs erfahren: Bis September wurden 3.900 Förderungsanträge für einen Umstieg auf andere Heizsysteme eingereicht. Das entspricht einem Anstieg von 54 Prozent. 2.859 Förderansuchen mit einem Volumen von 6,73 Millionen Euro wurden seit Jahresbeginn abgewickelt oder zur Auszahlung freigegeben. Weitere 560 Ansuchen seien in Bearbeitung, so Umweltlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ).

Allein die im Jahr 2021 getauschten Anlagen bringen eine jährliche Ersparnis von rund 30.000 Tonnen CO2 bzw. 11,3 Millionen Liter Heizöl. Im September wurden die Mittel für die Energieberatung um 500.000 Euro erhöht. Die steirische Förderung ist mit der Bundesförderung kombinierbar, vom Land Steiermark gibt es bis zu 3.700 Euro für einen Pellets- und Hackschnitzelkessel, der Bund erhöht auf 7.500 Euro. Förderungsanträge können heuer noch bis zum 31. Dezember gestellt werden. Auch im nächsten Jahr läuft die Aktion weiter. Haben Sie bereits umgestellt?

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14.10.2021

Der Sicherheit zuliebe: Senioren auf glattem Asphalt

Hochglanzfahrbahnen, dann wieder Nebelbänke, die in Sekundenschnelle das, was gerade noch in Sicht war, zur undurchdringlich weißen Wand werden lassen, die tiefstehende Sonne hinter der nächsten Biegung, die das Auge mit grellem Licht blendet, Hindernisse aller Art, angefangen vom Heuballen, der vom Traktoranhänger gefallen ist – Situationen, mit denen niemand rechnen möchte, aber rechnen sollte.

Und damit verbunden die bange Frage: „Wie reagiere ich dann, wenn …? Und vor allem: Wie reagiert mein Auto?“ Ein Thema, das ältere Autofahrer besonders interessiert und auf das der ÖAMTC eine ausführliche Antwort bietet, sie lautet: „Fahrsicherheitstraining für mobile Menschen ab 60.“ „Abenteuer Alter“ hat an einem derartigen Kurs für Senioren im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum Lebring teilgenommen. Hier unsere Erfahrungen.

16 Damen und Herren nehmen aufgeteilt in zwei Gruppen und im coronagerechten Abstand pünktlich um 9.00 Uhr ihre Plätze in zwei Seminarräumen des Fahrtechnikzentrums ein, die beiden Instruktoren Helmut Scharf und Wolfgang Hering begrüßen die Teilnehmer, rasch einigt man sich auf das vertraute Du als Anrede während des Kurses, was von Anbeginn an eine familiäre Atmosphäre entstehen lässt. Immerhin verbinden einen gemeinsame Ziele. Man möchte nicht nur seinen eigenen Praxisstand überprüfen, seine Kenntnisse erweitern, sondern auch die neuesten Fahrassistenzsysteme und ihre Leistungen in Gefahrensituationen eingehend kennenlernen. Von denen gibt es in modernen Fahrzeugen bekanntlich eine Unzahl, was sie tatsächlich leisten, wird im späteren Praxisteil viele Teilnehmer verblüffen. Jetzt erklären die beiden Instruktoren vorerst in der Theorie, wie sie heißen, was sich hinter den Abkürzungen verbirgt, wann und wie sie zum Einsatz kommen.

 

Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums in Lebring: Franz Kleewein

 

Die drei Buchstaben ABS für vollwirksames Bremsen sind die bestens bekannten, dieses Antiblockiersystem gibt es am längsten und hat über den Eisenbahn- und Flugzeugbau Einzug in den Automobilsektor gehalten. Im österreichischen Kraftfahrgesetz kommt die Bezeichnung bereits im Jahre 1967 vor und seit 1994 wird kaum noch ein Fahrzeug ohne diese Einrichtung ausgeliefert. Weiters gut bekannt sind ASR, die Antriebsschlupfregelung zur Verbesserung des Anfahrverhaltens, die das Durchdrehen der Räder auf glattem Untergrund verhindert und das ESC, die elektronische Stabilitätskontrolle. Was dann folgt, sind Spezifikationen, die meist in der Aufpreisliste aufscheinen wie BAS, das bei Vollbremsungen den Bremsdruck verstärkt, Spurhalteassistent (LKA – Lane Keeping Assistent) oder Spurverlassenswarner (LDW – Lane Departure Warning) und vieles mehr. Nach dem Ausflug in die Theorie und ein klein wenig in die Zukunft des Autofahrens geht es zum praktischen Teil. Die dichten Nebelfelder haben sich bereits gelichtet und geben den Blick auf die sechs Hektar große Anlage mit ihren fünf Trainingspisten frei. Dort fädeln sich die Autos, ebenfalls wieder in zwei Gruppen aufgeteilt, in Zweierreihen auf, jedes Fahrzeug erhält ein Funkgerät, über das der Instruktor dann seine Anweisungen und Kommentare geben wird, vorerst wirft er aber noch einen prüfenden Blick in jedes Wageninnere, um die korrekte Sitzposition zu überprüfen. Diese ist ebenso wichtig wie die richtige Lenkradhaltung – beides in Gefahrensituationen von entscheidender Bedeutung.

Dann die ersten Durchgänge, gemütliches Slalomfahren zwischen den Hütchen, dann etwas verschärft durch Wasserfontänen, die plötzlich aus dem Boden schießen und die es zu umfahren gilt, Vollbremsungen, dann ab in den „Kreisverkehr“, nicht irgendeinen, sondern einen, der es in sich hat. Spiegelglatter Asphalt, von Wasser überspült. Jetzt können die Seniorinnen und Senioren – sie sind in leichter Unterzahl – zeigen, was sie bis jetzt im Kurs gelernt haben und sind zum Teil auch erstaunt, was die Sicherheitstechnik in ihren Fahrzeugen zusätzlich in solchen Gefahrensituationen zu leisten imstande ist.

„Ich bin so froh“, meint eine Teilnehmerin, „dass ich hier mein Auto kennenlernen kann, wie es sonst nie und nimmer möglich gewesen wäre. Weil im normalen Straßenverkehr wäre das Hindernis, das hier ein harmloser Wasserstrahl ist, ein Laternenpfahl, eine Leitplanke oder, nicht auszudenken, vielleicht ein entgegenkommendes Fahrzeug gewesen. Mir liegt meine eigene Sicherheit und die anderer am Herzen, deswegen habe ich auch schon einen Selbstverteidigungskurs für Senioren absolviert und jetzt sind eben Auto und Straßenverkehr dran. Und so toll, wie das hier aufgebaut ist, bin ich sicherlich nicht zum letzten Mal hier.“ Noch steht die „Reifeprüfung“, eine Art Matura für das Fahrtechnik-Training aus – die Schleuderplatte. Die hat’s in sich, schlägt nach links aus, dann wieder einmal nach rechts, wohin genau, weiß niemand, das entscheidet der Zufallsgenerator. Du fährst gemütlich mit einem Tempo zwischen 30 und 50 km/h dahin, urplötzlich droht dich das Heck zu überholen und Wasserfontänen lassen dir nur einen schmalen Durchlass frei. Den solltest du möglichst treffen und dein Auto trocken über den Parcours bringen. 

 

ÖAMTC-Landesdirektor-STV: Mag. Hans- Peter Auer

 

Jetzt heißt es, in Sekundenbruchteilen all das abzurufen, was dir der Instruktor in den Stunden zuvor ans Herz gelegt hat: „Nicht gebannt auf ein Hindernis schauen, sondern dorthin, wohin du fahren willst. Die Hände folgen dir automatisch und lenken in die richtige Richtung. Die Sicherheitstechnik trägt dann das ihre dazu bei.“ Der eine oder andere Dreher passiert, aber bei den nächsten Versuchen klappt es dann. Mit des Instruktors Ratschlägen im Ohr. Der zeigt sich dann zum Abschluss auch mehr als zufrieden mit dem Team. „Es freut mich jedes Mal mitzuerleben, mit welcher Begeisterung gerade Senioren bei der Sache sind, diese Lernbereitschaft, der Wunsch, neue Techniken kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln zeichnet diese Gruppen besonders aus.“

Franz Kleewein, seit 20 Jahren Instruktor, zuerst in Spielberg, seit 2004 in Lebring und seit 2014 Leiter eines ÖAMTC-Fahr­technik-Zentrums, kommt auf einen Aspekt zu sprechen, der in den Anfängen Senioren vor der Teilnahme ein wenig abschreckte: „Heute laufen die Kurse mehr als gut, wir sind immer ausgebucht, aber es gab anfänglich eine ge­wisse Sorge um den Führerschein. Was ist, wenn ich bei einem solchen Training mit meinen Leistungen negativ auffalle? Gelte ich vielleicht nicht mehr als verlässlicher Verkehrsteilnehmer? Wir konnten aber diese Bedenken erfolgreich zerstreuen.“

Und ÖAMTC-Landesdirektor-Stellvertreter Mag. Hans- Peter Auer ergänzt: „Kein Mensch braucht sich hier Sorgen machen, von uns werden keinerlei Daten irgendwohin weitergegeben und unsere Instruktoren sehen den Sinn ihrer Arbeit darin, aus guten Verkehrsteilnehmern noch bessere zu machen.“

Nach unseren überaus positiven Erfahrungen und dem begeisterten Echo seitens der Senioren auf unser Fahrsicherheitstraining freuen wir uns als ÖAMTC, dass wir nun die Leserschaft von „Abenteuer Alter“ zu einer dieser Veranstaltungen einladen dürfen und haben uns dafür einen besonderen Willkommensgruß ausgedacht: 

Eine Kursbeitragsermäßigung von 20 Euro, statt 150 Euro nur 130 Euro. Und außerdem laden wir noch zu einem Mittagessen ein.

 

 


 

EXKLUSIV: Abenteuer Alter + ÖAMTC Fahrsicherheitstraining

Wann: Mittwoch, 28. April 2021 von 9:00 bis 15:00 Uhr

Wo: ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum Lebring

Kurs-Preis: statt 150€ nur 130€ p.P. inklusive einem Mittagessen

Wir ersuchen Sie, Ihr verbindliches Interesse an der Teilnahme (Name, Adresse, Telefon oder E-mail-Adresse) per Mail an
office@abenteueralter.at oder telefonisch unter +43 316 / 81 43 01 bekanntzugeben.

ÖAMTC


 

1.4.2021
Dieter Rupnik
Bildquelle: Jürgen Radspieler

Innovationen für die Pflege zu Hause gesucht

Damit ältere Menschen so lange wie möglich Pflege zu Hause haben können, sind innovative Ansätze und Konzepte gefragt. Die Grazer Geriatrischen Gesundheitszentren (GGZ) laden zum Ideenwettbewerb.

Was hilft pflegebedürftigen Personen, die zu Hause leben, ihren Alltag zu organisieren und zu strukturieren? Wie lassen sie sich motivieren, körperlich und geistig aktiv zu bleiben? Welche Möglichkeiten gibt es für SeniorInnen, dass sie persönlichen Kontakt über das familiäre Umfeld hinaus finden und wie bekommen sie Anschluss an lokale Gemeinschaften? Wie erhalten ältere Menschen Beratung und Informationen über Konzepte des barrierefreien Wohnens? 

Praktische Antworten auf solche und viele anderen Fragen gibt das GGZ als Kompetenzzentrum für Altersmedizin und Pflege seit mehr als 15 Jahren in den Bereichen Krankenhaus, Pflegewohnheime und Tageszentren. Die Herausforderungen der Gegenwart wie Demenz, Wachkoma-Behandlung oder Hospiz- und Palliativ-Betreuung erfordern neue Konzepte und Lösungen. Sie hängen auch mit neuen Bedürfnissen älterer Menschen und geänderten Anforderungen der Gesellschaft zusammen. 

Das GGZ lädt gemeinsam mit dem Verein Nowa, der um bessere berufliche Perspektiven für Frauen im Großraum Graz bemüht ist, in diesem Zusammenhang zu einem öffentlichen Ideenwettbewerb ein. Die Aktion ist eingebunden in den steirischen Cluster für Humantechnologie (HTH). 

Der Ideenwettbewerb ist ein professioneller kreativer Prozess, für den sich Interessenten qualifizieren müssen. GGZ und Nowa bieten den Teilnehmern eine umfassende Begleitung über mehrere Monate an. Der kreative Prozess beinhaltet Living-Lab-Tests, Real-life Testungen, Work-shops mit SeniorInnen und GesundheitsexpertInnen, Diskussionen in Fokusgruppen sowie Umfragen inkl. Fragebögen und Interviews.

Bewerbungen auf der Webseite des Health Tech Hub Styria: hth-styria.com

 

1. Dezember 2020
Bildquelle: Shutterstock

Gefragter Job: Contact Tracer

Die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, das Contact Tracing, soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Tausende Telefonate werden dafür jeden Tag geführt.

Angesichts von häufiger auftretenden Clustern und Infektionszahlen auf zuletzt hohem Niveau kommt dem Contact-Tracing eine immer größere Bedeutung zu. Im Auftrag der Gesundheitsbehörden forschen sogenannte Contact Tracer die sozialen Kontakte von Corona-Infizierten auf möglichst schnellem Weg aus, um Infektionsketten durchbrechen zu können.

Sie müssen herausfinden, wer mit wem Kontakt hatte, wer wen bei Familienfeiern, Sport-Events oder Kulturveranstaltungen womöglich angesteckt hat und wer noch gefährdet sein könnte. In vielen Bezirkshauptmannschaften landauf landab ist die telefonische Tätigkeit zum Alltag geworden, in Wien erfolgt das Contact Tracing durch Mitarbeiter des Magistrats, beispielsweise in Tirol unterstützt auch das Bundesheer.

Ausschlaggebend dabei ist, wen der oder die Infizierte 48 Stunden vor dem Auftreten von Symptomen oder einem positiven Test getroffen hat. Für die Risikoeinstufung sind zwei Parameter entscheidend: War der Abstand bei einem Treffen kleiner oder größer als zwei Meter und war die Dauer des Kontaktes kürzer oder länger als 15 Minuten? Kontaktpersonen der Kategorie 1 müssen zehn Tage lang in Quarantäne gehen, auch wenn der Coronavirustest negativ ausfällt. Personen der Kategorie 2 beobachten ihren Gesundheitszustand selbst und werden in der Regel nicht abgesondert.

Um für das Contact Tracing aufzustocken, wird derzeit vielfach nach Personal gesucht. Der Ansturm auf die Arbeitsplätze ist zumeist groß. Streitpunkt am Rande: Während in Wien beispielsweise 1.831 Euro brutto für die Tätigkeit bezahlt werden, sind es in Oberösterreich nur 1.100 Euro.

Elke Jauk-Offner
Beitrag veröffentlicht am 24. September 2020
Bildquelle: Shutterstock

Erst langsam in Fahrt

Der Automarkt befindet sich in einer Krise. Unter den stärksten Käufergruppen derzeit: Pensionisten.

Die Neuzulassungen im heurigen Jahr sind in den ersten acht Monaten in Europa um 30 Prozent zurückgegangen. Damit wurden fast drei Millionen Autos weniger als im Vergleichszeitraum 2019 auf die Straße gebracht.

In Spanien und Italien gingen die Zahlen um 40 Prozent zurück, in Frankreich um 32 Prozent. In Österreich wurden um 33,2 Prozent weniger Pkws neu zugelassen. Darüber hinaus haben sich die Lieferzeiten deutlich verlängert, besonders bei E-Autos.

Die europäische Autoindustrie erholt sich derzeit zwar, aber nur auf niedrigem Niveau. An die zehn Jahre werde man brauchen, bis man das alte Niveau 2019 wieder erreicht hat, prognostizierte Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research in Duisburg, im Interview mit dem Kurier.

Zur stärksten Käuferschicht gehören derzeit Pensionisten. Denn sie haben vorgesorgt und können daher auf das entsprechende Budget zurückgreifen.

 

Elke Jauk-Offner
Beitrag veröffentlicht am 21. September 2020
Bildquelle: Shutterstock

Barrierefrei Kochen nun auch im GGZ

Wie gerne möchten viele Senioren bis ins hohe Alter kochen, wenn dazu nur die Küche geeignet wäre! Sind die Oberschränke zu hoch sind und die Arbeitsfläche mit der Abwasch ebenso, macht das Reinigen zu viel Mühe und ist der Kühlschrank falsch positioniert, dann wird das Kochen zur Plage statt zum Vergnügen.

Dass das nicht so sein muss, exerziert Team Styria mit dem Konzept der Easy Lift-Küche vor. Lautlose Motoren senken die Küchenfläche auf die Höhe herab, dass auch Rollstuhlfahrer problemlos mit Töpfen, Messern und Kochlöffel hantieren können. Andere lassen die Oberschränke gleichsam so weit herunterschweben, dass Teller, Gläser, Zucker oder Mehl wieder erreichbar sind. Und wenn die Schwiegertochter kommt, wird sie sich wundern, wie sie auf Knopfdruck die Höhe der Küchenteile für sich verstellen kann. Habe ich vergessen, den Herd abzuschalten? Kein Problem – auf die denkende Elektronik kann ich mich verlassen! Andere technische Helferlein tragen zur Vermeidung von Stürzen und Verletzungen nicht nur in der Küche bei.

Diese und andere Features sind kein Hirngespinst, sondern von Team Styria und seinen industriellen Partnern längst verwirklicht. Im Albert Schweitzer-Trainingszentrum für pflegende Angehörige und SeniorInnen in Graz wurde die barrierefreie Musterwohnung um eine entsprechende Schauküche ergänzt. Zur Eröffnung zeigte sich Landesrätin Juliane Bogner-Strauß wörtlich „begeistert“, als Siegfried Ebner, Geschäftsführer von Team Styria, die barrierefreie Küche vorführte. Für das Albert Schweitzer-Trainingszentrum berichtete Judith Goldgruber, dass diese Einrichtung der Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz in zwei Jahren schon 350 Personen Anleitungen für die Pflege zuhause gegeben hat.

Mehr Informationen finden sie unter www.teamstyria.at und ggz.graz.at

Beitrag veröffentlicht am 9. März 2020
Fotos beigestellt / Shutterstock

Aufpassen beim Abheben

Immer wieder fallen ältere Menschen auf den sogenannten Neffentrick herein und werden so um ihr Vermögen gebracht. Am häufigsten betroffen sind Frauen zwischen 60 und 95 Jahren.

Das Telefon klingelt, der Anrufer meldet sich, nennt keinen Namen und erkundigt sich nett, wie es denn so geht. Oft gehen die Betroffenen davon aus, dass es sich beim Anrufer um einen Verwandten oder guten Bekannten handelt. Fragt man dann nach, wer denn da am anderen Ende der Leitung sei, wird vorwurfsvoll die Gegenfrage gestellt, kennst mich nicht?

Die Opfer zählen dann Namen nahestehender Personen auf, aus denen der Betrüger einen wählt und behauptet, dass er derjenige sei.

VORSICHT VOR FALSCHEN VERWANDTEN

Dann schildert der Täter eine finanzielle Notlage und bittet darum, kurzfristig Geld ausleihen zu können. Er werde es so schnell wie möglich zurückerstatten. Häufig geht es dabei um vermeintliche Wohnungskäufe, wofür ein bestimmter Betrag fehle. Sagt das Opfer zu, gibt der Anrufer vor, den vereinbarten Betrag nicht selbst abholen zu können. Und schickt einen Freund vorbei. Die Geldübergabe findet dann meistens in der Wohnung des Opfers statt. Der angekündigte Freund nimmt das Geld in Empfang und stellt gelegentlich sogar eine Quittung aus. Es kommt nicht selten vor, dass die Opfer auf diese Weise ihre gesamten Ersparnisse verlieren.

Eine Variante des Neffentricks, die in letzter Zeit häufiger vorgekommen ist, ist der Kautionstrick. Dabei gibt sich der Anrufer als Polizist aus und verlangt Geld, damit ein Familienmitglied nicht in Haft kommt. Mit unterdrückter Nummer und in gutem Deutsch erklärt dabei ein vermeintlicher Kriminalbeamter, dass ein Angehöriger einen Verkehrsunfall verursacht habe und es Verletzte gäbe. Darum die Kaution – sonst müsse das Familienmitglied ins Gefängnis. 2018 wurden auf diese Wiese allein in Wien 350.000 Euro erbeutet.

SO SCHÜTZEN SIE SICH VOR BETRUG

  • Brechen Sie Telefonate, bei denen Sie um Geld gebeten werden sofort ab und lassen Sie sich erst gar nicht auf Diskussionen ein.
  • Lassen Sie sich immer die Dienstausweise von Polizisten zeigen.
  • Kontaktieren Sie Ihre Verwandten, falls diese ins Spiel gebracht werden unter der Telefonnummer, die Sie sonst auch verwenden.
  • Lassen Sie niemanden herein, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie die Gegensprechanlage oder die Türsicherungskette.
  • Versuchen Sie, sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen.
  • Notieren Sie sich – sofern möglich – Autokennzeichen und Marke, Type sowie Farbe eines vermutlichen Täterfahrzeuges.
  • Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle: Notruf 133 oder über die österreichweite Servicenummer der Polizei: 059 133
  • Weitere Information erhalten Sie in der nächsten Polizeiinspektion, bei Gemeinsam Sicher sowie auf bmi.gv.at/praevention
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Beitrag veröffentlicht am 26. November 2019.

Smart Home – Selbständigkeit im Alltag

Was hinter dem oft verwendeten Begriff steckt und warum man mit seinem Haushalt auch reden kann.

Smart – wofür steht dieses viel strapazierte Wort? Die wohl augenscheinlichste Bedeutung ist „intelligent“. Im Zusammenhang mit unserer Lebensführung verwenden wir das Wort in all jenen Bereichen, in denen Technik zum Einsatz kommt, die uns den Alltag erleichtert. Zu diesem Zweck wurden in letzter Zeit kreative Lösungen entwickelt, die eine gesunde Lebensführung unterstützen und helfen körperliche Überlastungen zu vermeiden.

Das bekannteste Smart-Gerät ist das Handy (Smartphone), mit dem wir telefonieren, fotografieren, im Internet surfen, unsere Bankgeschäfte erledigen, Musik hören, Filme schauen, Emails schreiben und noch viel mehr machen. Aufbauend auf diese Technik hat sich in den letzten Jahren auch eine Technik für den Haushalt entwickelt, welche viele Haushaltsgeräte intelligenter (smarter) gemacht hat. Meist wird hierzu auch eine Vernetzung mit anderen mobilen Geräten, wie dem Handy oder einem Tablet, hergestellt.

Smart ist hierbei die intelligente Steuerung des gesamten Haushaltes. So kann man mittlerweile mit Sprachkommandos oder Handy-Apps (Programme, die einfach zu bedienen sind) die Raumtemperatur steuern, den Fernseher einschalten und das Programm wählen oder die Beleuchtung regulieren. Es sieht zwar noch wie in Science-Fiction-Filmen aus, wenn man sich mit einem einfachen Sprachbefehl, wie zum Beispiel „zeig mir das Wohnzimmer“, direkt von der Arbeit oder unterwegs ins eigene Wohnzimmer verbinden lässt und dann per Videotelefonie mit seinen Angehörigen spricht. Das ist aber real möglich und kann mit günstigen Smart-Geräten (einem Smartphone und einem Smart-TV) bewerkstelligt werden.

Smart zeigt auch in der Rehabilitation ein großes Potential an Unterstützung im Alltag. Verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten, einfachere Haushaltsführung und leichtere Mobilität in und außer Haus erhöhen die Selbständigkeit von gehandikapten Menschen. So ist Smart-Home auch eine nicht zu unterschätzende Hilfe für ein selbstbestimmtes Leben.

Die Reha Radkersburg veranstaltet im Herbst 2019 ein Symposium in Bad Radkersburg, das genau dieses Thema zum Ziel hat: Selbständigkeit in Therapie und Alltag unterstützt durch smarte Technik. Von 18.-20. Oktober laden wir Interessierte, Betroffene, Angehörige und Therapeuten zu dieser Veranstaltung sehr herzlich ein! Alle Details dazu finden Sie auf www.radkersburgerhof.at.

Prim. Dr. Wolfgang Kubik

Ärztlicher Leiter, Radkersburger Hof

Bildquelle: Shutterstock

 

Beitrag veröffentlicht am 18. September 2019.