Horoskop | Waage

Die Waage schätzt Harmonie und geht einem Streit gern aus dem Weg. Mit dem Älterwerden kommen Waage-Geborene besser mit sich selbst zurecht. Was sie brauchen: einen geschmackvollen Ort des Rückzugs und Wohlbefindens.

Von Natur aus sind junge Waagegeborene oft sehr harmoniebedürftig. Heftige Diskussionen und Streitereien wollen Sie auf jeden Fall vermeiden. Daher gehen sie die Dinge oft von der Kehrseite aus an, denn das direkte Voranstürmen liegt ihnen nicht. Geschickt setzen sie ihren Charme ein und bitten ganz lieb um Erfüllung ihrer Bedürfnisse. Zwischenmenschliche Beziehungen sind ein wichtiges Thema für sie. Daher verfügen Waagegeborene auch über viele Freundschaften, denn alleine sein liegt ihnen nicht. Wenn das Horoskop nichts Gegenteiliges aussagt, dann finden wir hier das Prinzip der Harmonie, des Charmes, der Komplimente  und der Ästhetik. Hier werden Dinge diplomatisch angegangen und Worte schön formuliert.

Wenn dann die Jahre ins Land ziehen und man schon auf ein etwas längeres Leben zurückblicken kann, ändert sich so Einiges. Das Talent der Diplomatie wird perfektioniert und man zeigt ein Lächeln, obwohl dieses Lächeln eigentlich ein „Zähnezeigen“ symbolisiert. Da Waagegeborene sich nicht gerne unbeliebt machen, ist das ihr Weg, um ans Ziel zu gelangen. Die Taktik des Schachspielens wenden sie im täglichen Leben an und sind daher den meisten Menschen immer einen Zug voraus. Geschickt kennen sie immer jemanden, der ihnen bei ihren Problemen hilft und sich für sie einsetzt. Wenn ein Konflikt nicht geschickt umgangen werden kann, dann zeigt sich die Lernaufgabe der Waage. Dann muss sie sich behaupten, durchsetzen und entscheiden und das ist nicht leicht für sie. Ein ganz wichtiges Thema ist Partnerschaft, denn alleine fühlen sie sich unvollständig.

Die erwachsenen Waagegeborenen haben gelernt, ihre Angelegenheiten selbständig zu regeln. Sie sind weder auf ihre Umwelt, noch auf Partnerschaft angewiesen und können daher auch gut alleine leben. Sie haben gelernt, einem Streit nicht aus dem Wege zu gehen und sind auch klug genug, um unterscheiden zu können, ob Diplomatie oder Beharrlichkeit einsetzt wird. Da sie sich auch in der Welt der Kunst und Schönheit am wohlsten fühlen, wird das Zuhause ein geschmackvoller Ort des Wohlbefindens. Sich mit lieben Freunden zu treffen wird ihnen immer am Herzen liegen und sie sind in jeder Gesellschaft ein gern gesehener Gast.

In diesem Sinne: Carpe diem

 

Beitrag veröffentlicht am 28. September 2020
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Liebevolle Betreuung für fellige Freunde

Hund, Katz’ und Co. sind nicht umsonst die besten Freunde des Menschen. Doch oft ist guter Rat teuer, wenn Herrchen oder Frauchen sich einmal nicht um den vierbeinigen Liebling kümmern können. Wenn Urlaub oder Krankheit in die Quere kommen, springen professionelle Helfer ein: die gewerblichen Tierbetreuer. Und auch für das tierische Wohlbefinden und die fellige Schönheit oder wenn Probleme auftreten gibt es echte Profis.

Leo ist ein aufgeweckter Golden Retriever, der viel Schwung ins Leben seines Besitzers bringt. Doch als das Herrchen plötzlich wegen einer Operation ins Krankenhaus muss, findet er in seinem Umfeld niemanden, der sich auf die Schnelle zutraut, sich um sein Tier zu kümmern. Auch ein Urlaub stellt Tierhalter vor ein ähnliches Problem: Wer kümmert sich richtig um unsere Katze, meinen Hund? „Hier kommen die professionellen Tierbetreuer und Tierpensionen ins Spiel. Bei ihnen sind unsere besten Freunde auch in besten Händen“, berichtet Sabine Macherhammer von der Fachgruppe der persönlichen Dienstleiter in der WKO Steiermark. Sie ist ihres Zeichens Tierpsychologin und weiß, wie wichtig der professionelle Umgang mit den zu betreuenden Tieren ist. Tierbetreuer kommen entweder mobil ins Haus und Tierpensionen bieten einen rundum Service an. „In den Hotels speziell für Vierbeiner wird der Hund artgerecht ernährt und hat, wenn möglich, Kontakt zu Artgenossen. Dabei lernt er auch das soziale Verhalten in einem Rudel“, weiß die Expertin.

Glückliche Vierbeiner: gut gepflegt und richtig trainiert

Profi-Angebote rund ums Tier umfassen auch Schönheit und Wellness. Schließlich soll es unseren Lieblingen ja auch seelisch gut gehen. Und wenn das Fell nach einer professionellen Wäsche glänzt, freuen sich auch Herrchen und Frauchen. „Tierschönheitspfleger bieten Fellpflege und artgerechte Frisuren für Hunde und Katzen“, berichtet Sabine Macherhammer. Dass es den Tieren gut geht, steht dabei immer im Mittelpunkt. „Ein ganz wichtiger Berufszweig in unserer Fachgruppe sind die Tiertrainer“, so Macherhammer weiter. „Sie trainieren Tiere etwa für besondere Aufgaben, zum Beispiel um sie zu Blindenhunden, Rettungshunden oder Therapiehunden auszubilden. Sie arbeiten aber auch mit sogenannten ‚Problemhunden‘, damit sich Mensch und Hund richtig verstehen.“ Auch tierische Stars für Film und Fernsehen werden von den Tiertrainern ausgebildet. „Artgerechter Umgang und das Wohlbefinden der Tiere stehen bei dieser anspruchsvollen Arbeit immer im Vordergrund“, betont die Tierpsychologin.

 

 

Beitrag veröffentlicht am 6. Juni 2020
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Entgeltliche Einschaltung

Das Glück in der Steiermark | Seniorenstudie

Abenteuer Alter legt die erste steirische Seniorenstudie vor. Sie zeigt: Rund 70 % der junggebliebenen Steirer und Steirerinnen sind mit ihrem Leben zufrieden, es gibt aber auch Schattenseiten. Ein Schaufenster ins Leben und ein ernster Appell an die Politik.

Erstmals haben wir für unsere Leser in einer Umfrage erhoben, wie es den 250.000 SeniorInnen über 60 Jahren in der Steiermark geht. Das Ergebnis der Seniorenstudie ist erfreulich, manche Details machen aber nachdenklich. So sind erstaunliche 70 Prozent der Befragten mit ihrer persönlichen Lebensqualität zufrieden, in hohem Grad gesund, aktiv und reiselustig. Man könnte sagen, sie empfinden Glück im Leben. Zu viele beklagen aber auch finanzielle Nöte, gesundheitliche Sorgen oder Einsamkeit, andere wiederum planen teure Reisen. Der hohe Grad an Zufriedenheit der älteren Generation mit ihren Lebensumständen ist nicht gleichmäßig über die ganze Generation verteilt. Auf dem Land bezeichnen mehr als 80 % der Befragten ihre persönliche Lebensqualität als sehr hoch oder hoch. Im städtischen Raum sind es rund 57 %, also deutlich weniger.

Der wichtigste Faktor für die überwiegend gute Stimmung in dieser Generation ist nach der Studie, dass die SteirerInnen mit der Pensionierung viel Souveränität zurück gewinnen. Sie können frei über ihre Zeit entscheiden, sind frei von Arbeitsdruck und beruflichen Verpflichtungen und können sich eigenen Bedürfnissen, der Familie, Freunden und Hobbys widmen. Der Übergang in die Pension bringt auf jeden Fall große Veränderungen mit sich. Fast 35 % der Befragten empfinden dadurch keine nachteiligen Wirkungen, doch fast 25 % hadern damit, dass sie seit dem Pensionsantritt weniger Geld zur Verfügung haben. Keine andere negative Veränderung wurde von den Befragten auch nur annähernd so oft genannt. Die Seniorenstudie zeigt der Politik hier, dass es Handlungsbedarf gibt.

16,9 % der Befragten gaben an, dass sie sich seit der Pensionierung sehr einschränken müssen, weitere 33,1 % berichteten von Einschränkungen, die aber nicht so heftig sind. Die finanzielle Anspannung hat Folgen. Diese Gruppe erfährt Formen der Altersdiskriminierung etwa bei der Bank oder der Versicherung. Und fast 19 % der steirischen Pensionisten gehen einer berufsähnlichen und bezahlten Tätigkeit nach, und zwar durchschnittlich mehr als sechs Stunden pro Woche. Neben der Geldsorgen von zu vielen älteren SteirerInnen wiegt auch die Einsamkeit schwer, dazu die nachlassende Gesundheit und das Empfinden, im Leben nur noch wenig Sinn zu sehen. Ein Drittel in dieser Altersgruppe sagte, dass sie gesundheitliche Probleme haben. Die anderen zwei Drittel fühlen sich sehr gesund oder gesund. Sogar mehr als 90 % fühlen sich geistig voll fit. Dazu gehören wohl Angehörige einer speziellen Gruppierung. 12,3 % der befragten älteren Steirerinnen erklärten, schon eine Schönheits-OP gehabt zu haben. Weitere 6,5 % haben eine geplant.

Der hohe Grad an körperlichem und geistigem Wohlbefinden hängt entscheidend damit zusammen, was die älteren SteirerInnen in ihrer Freizeit machen. 65 % der Befragten treiben nach eigenen Angaben zumindest halbwegs regelmäßig Sport. Am häufigsten bei den möglichen Mehrfachnennungen wurden Spaziergänge mit oder ohne Nordic Walking-Ausrüstung genannt (46 %), gefolgt von Wandern/Bergsteigen (35 %) und Radfahren (33 %). Die Seniorenstudie hat die konkreten Lebenssituationen der Generation durchforstet, etwa die wichtige Frage der Mobilität. Erwartungsgemäß ist der eigene Pkw ab einem Haushaltseinkommen von 1.500 Euro eine Selbstverständlichkeit. Im Schnitt haben 74,1 % ein Auto, auf dem Land sogar 86 %. Deshalb ist das eigene Auto für 81,8 % der Befragten das mit Abstand am häufigsten benutzte Verkehrsmittel. 24,8 % setzen sich in öffentliche Verkehrsmittel, 8,9 % sind mit dem Rad unterwegs.

Zum aktiven Lebensabend gehört auch bei der älteren Generation das Reisen. Für 81,3 % ist es normal, auf Urlaub und auf Reisen zu gehen. 80 % von ihnen bevorzugen die Steiermark und andere Bundesländer Österreichs, deutlich weniger (16,7 %) zieht es nach Übersee. Fast zwei Drittel der Reisen haben die Senioren laut Studie mit dem Auto unternommen, 42 % per Flugzeug und fast ein Viertel vertraute sich einem Reisebus an. Bemerkenswert: Immerhin 13,7 % der Befragten verbringt die kalte Jahreszeit regelmäßig in wärmeren Weltgegenden.

Absolut auf der Höhe der Zeit ist der Umgang der älteren Generation mit den Medien, ergab die Seniorenstudie. Bei den traditionellen Medien Tageszeitung, Radio und Fernsehen ergibt sich das erwartbare Bild einer großen Treue zu den Portalen mit starkem Regionalbezug. Daneben sind die älteren SteirerInnen aber längst in der digitalen Medienwelt angekommen. Sie surfen und chatten im Schnitt 1,9 Stunden pro Tag. Sogar Befragte über 70 Jahren sind im Schnitt 1,7 Stunden täglich online. Bei den sozialen Medien liegt Whatsapp klar voran. Erstaunliche 72,8 % der Befragten gaben an, diesen Dienst zu nutzen.

Bemerkenswert ist das Ergebnis der Seniorenstudie hinsichtlich der jetzigen und der gewünschten Wohnsituation der älteren SteirerInnen. Derzeit leben 97 % in einem Haus oder in einer Wohnung, entweder zur Miete oder im Eigentum. 55 % von ihnen schließen einen Wohnungswechsel aus, aber mit 28,7 % scheinen auffallend viele in dieser Hinsicht flexibel zu sein. Sie können sich eine andere – wohl bessere – Wohnsituation vorstellen. Laut Seniorenstudie sind sie sogar zu einer durchaus radikalen Verhaltensänderung bereit. Auf die Frage, wie die künftige Wohnsituation beschaffen sein soll, gab knapp die Hälfte an, mit einer betreuten Wohneinrichtung oder einem Platz in einem Heim zu liebäugeln. Zehntausende ältere Mitbürger sind also bereit, ihre jetzige Wohnung oder das Eigenheim gegen eine Form des betreuten Wohnens zu tauschen. Der Steiermark steht also ein gewaltiger Wandel auf dem Wohnungsmarkt für Senioren und bei der Betreuung bevor. Gesellschaft und Politik müssen dafür Antworten finden.

Der drohenden Vereinsamung zu entfliehen, ist in dieser Generation ein großes Thema. Die Kontaktsuche, um den eigenen Freundeskreis zu erweitern, geschieht offenbar auch heute überwiegend auf traditionelle, zwischenmenschliche Art. Laut Seniorenstudie suchen Männer nach der Pension Anschluss eher bei Vereinen, Frauen bevorzugen ehrenamtliche Tätigkeiten. 8,8 % setzen nach eigenen Angaben auf Kontakte über Dating-Plattformen im Internet. Ähnliche gering entwickelt ist noch das Wissen über Seniorenportale im Internet. 5 % nutzen solche Plattformen, 6,6 % kennen unser Magazin „Abenteuer Alter“ zumindest dem Namen nach.

Beim Essen sind die steirischen SeniorInnen überwiegend konservativ, laut Studie bevorzugen sie traditionelle Hausmannskost. Die Frauen sind da neugieriger und  gesundheitsbewusster. Jede fünfte der Befragten ernährt sich hauptsächlich vegetarisch, vegan oder nach Art der Flexitarier. Bei den Männern ist der Anteil halb so hoch.
Eingehend widmet sich die Steirische Seniorenstudie dem Wertegerüst der älteren Generation. Es dominieren Lebenswerte, die mit Beziehungen zu tun haben, wie Hilfsbereitschaft, Loyalität oder Verantwortungsbewusstsein. Wichtig ist den Älteren Sicherheit und sie hoffen auf Zufriedenheit. Umweltschutz oder Gleichberechtigung sind hingegen keine ganz wichtigen Werte. Glaube und Religion drohen genauso unter die Räder zu geraten wie die Verbundenheit mit der Heimat. Allerdings geht knapp die Hälfte der steirischen SeniorInnen hin und wieder in Tracht aus dem Haus – Städter erstaunlicherweise öfter als Landbewohner.
Auf die Frage, ob sie in ihrem Leben noch etwas erleben oder tun wollen, fiel zwei Drittel spontan offenbar nicht viel ein. Viele liebäugeln immerhin mit einer großen Reise. Es gibt aber auch ganz Lebenslustige, die wollen gar auswandern, noch einmal ein Rennauto fahren oder mit dem Fallschirm springen.

Information zur großen „Steirischen Seniorenstudie“:
Die Generationen-Plattform „Abenteuer Alter“ hat die „Steirische Seniorenstudie“ in Auftrag gegeben. Erstellt hat sie Ende 2019 das Institut bmm (Brandstätter Matuschkowitz Marketing) aufgrund von rund 250 persönlichen Gesprächen mit Personen über 60 Jahren. Die Schwankungsbreite der Prozentangaben beträgt +/- 6,3%. 

 

Beitrag veröffentlicht am 5. Juni 2020
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Mondhoroskop | 1. Juni-Woche

Am Wochenbeginn steht der Mond in der Waage und gemeinsam mit der rückläufigen Venus richten die beiden ihr Augenmerk auf zwischenmenschliche Beziehungen. Gegenseitiges aufeinander zugehen und Rücksichtnahme stehen im Mittelpunkt und Diskussionen sollten auf jeden Fall vermieden werden. Der streitlustige Mars wirft zusätzlich einen Spannungsaspekt auf die gesellige Venus und erhöht die Gefahr von Auseinandersetzungen. Am Mittwoch wandert der Mond in den Skorpion und die genannten Themen erhalten noch mehr Brisanz. Unterstützung gibt es vom Merkur im Krebs, welcher mit Empathie und einfühlsamen Worten dann doch noch Harmonie in das Geschehen bringen kann. Der Schützemond bringt ab Donnerstagabend Erleichterung, da er mit seiner von Grund auf optimistischen Haltung und Vergnügtheit die Dinge aus einer völlig neuen Perspektive erscheinen lässt und großzügig über banale Angelegenheiten hinwegsehen kann. Spaß und Ausgelassenheit sollten jetzt im Vordergrund stehen. Kursänderung gibt es ab Samstagabend, denn dann sollten Sie nicht zu viel feiern, die Konsequenzen würden Sie, dank eines Mondes im Steinbock, länger spüren als normal. Wenn Sie Saturn Respekt zollen wollen, dann erledigen Sie am Sonntag liegengebliebenes, sie werden sehen, wie wohl Sie sich nach getaner Arbeit fühlen werden.

Tipp für die Geburtstagskinder der Woche:
Achten Sie in diesem Lebensjahr auf Ihre Energiereserven und gönnen Sie sich genügend Auszeiten.

Astrozuckerl:
Am 5. Juni findet eine, mit dem Auge wenig wahrnehmbare Halbschatten-Mondfinsternis statt. Dieser Vollmond, auch Erdbeermond genannt, wird genau um 21:12 Uhr sein.

 

Beitrag veröffentlicht am 2. Juni 2020
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Horoskop | Zwilling

Von Natur aus sind junge Zwillingsgeborene meist sehr unbeschwert und freiheitsliebend. „Alles dreht sich, alles bewegt sich“, wäre das Motto dieses Sternzeichens und man trifft sie bei eigentlich jeder x-beliebigen Aktivität. Wenn das Horoskop nichts Gegenteiliges aussagt, dann ist die Welt der Sprache, der Redegewandtheit die Ihre. Deshalb sind Wortgefechte mit ihnen auch kein Zuckerschlecken, denn sie können einem geschickt das Wort im Mund umdrehen. Die Wahrheit von heute muss allerdings nichts mit der Wahrheit von morgen zu tun haben. Flugs wie der Wind können sie ihre Meinung ändern und finden gar nichts dabei. Eine große Lernaufgabe für junge Zwillingsgeborene ist, dass Schweigen oft Gold sein kann. Wenn man sie zu sehr reizt, dann verfügen sie über eine scharfe Zunge, jedoch können sie nie lange auf jemanden böse sein. Was sie überhaupt nicht leiden können sind Langeweile und Einengungen.

Wenn dann die Jahre ins Land ziehen und man schon auf ein längeres Leben zurückblicken kann, sind es genau diese Themen, bei denen man umdenkt. Der reife Zwillingsgeborene kommt vermehrt zur Ruhe, besitzt ein gutes Gespür für Worte und weiß, wann es besser ist, nichts zu sagen. Und er hat gelernt, dass es gut tut, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Kontakt mit lieben Mitmenschen zu haben und sich intellektuell auszutauschen, ist sein Lebenselixier. Wichtig ist ihm auch, dass er bei seinen bevorzugten Wissensgebieten immer up to date ist.

Der erwachsene Zwillingsgeborene verschwendet keine Energie mehr, indem er sich an unwichtigen Diskussionen beteiligt. Sein Energiepotenzial verwendet er für sinnvolle Angelegenheiten in seinem Leben. Das Erlernen von Sprachen oder von Wissen, welches ihn fasziniert, hält ihn jung. Apropos jung: Zwillinge gehören zu den Menschen, die immer jünger geschätzt werden, da sie geistig so rege sind und meist auch jünger aussehen, als sie sind. Erfahrungsgemäß reisen sie auch gerne und auch das dient der Entspannung und dem Geist.

Das Leben in all seinen Facetten zu leben und den Schabernack immer mit im Gepäck zu haben, verhilft ihm zu Lebensfreude und Zufriedenheit bis ins hohe Alter.

In diesem Sinne : Carpe diem

 

Beitrag veröffentlicht am 21. Mai 2020
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Peter Simonischek – Von Hartmannsdorf nach Hollywood

Schauspieler Peter Simonischek ist auch nach mehr als 50 Jahren auf der Bühne und vor der Kamera ein Mann im vollen Saft, ein Steirer mit Herz und Hirn und ein unterhaltsamer Erzähler.

Auf wen ist ein so großer Schauspieler wie Peter Simonischek neidisch? Auf andere Stars der deutschsprachigen Bühne, des Fernsehen, oder des Films? Nein, dieses Gefühl beschleicht ihn, wenn er irgendwo in einem steirischen Dorf das Spiel einer Laienbühne verfolgt. Wenn er sieht, wie sich die Zuschauer so eines lustigen Laientheaters amüsieren, da kann er „richtig neidisch werden.“ Mit weit mehr als fünfzig Jahren Bühnenerfahrung spürt Peter Simonischek dann, wie die Schauspieler auf der Woge der Zustimmung zu einer grandiosen Form auflaufen. Es ist bemerkenswert, dass der große Mime das Theater ganz aus dem Blickwinkel des Publikums sieht. Er ist dann ein ganz normaler Oststeirer aus Markt Hartmannsdorf, wo der in Graz 1946 Geborene aufgewachsen ist, und dessen einstigen Zustand er so treffend beschreiben kann. „Das war ein Bauerndorf, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht gesagt haben und wo die Landstraße bis zur Ortstafel aus Schotter und Makadam bestand und nach dem Ortsende wieder aus Makadam.“

Dieser führende österreichische Schauspieler, der den Jedermann bei den Salzburger Festspielen so oft und so umjubelt gespielt hat, wie keiner vor ihm, der für seine Rolle im Film „Toni Erdmann“ in Hollywood denkbar knapp an einem Oscar vorbeigeschrammt ist, holt sich die Kraft auf der Holzbank vor seinem Bauernhaus nahe Markt Hartmannsdorf. So verbunden ist er mit seinem Geburts- und Kraftort, dass die örtliche Musikkapelle ihm am Flughafen Wien-Schwechat ein Ständchen hielt, als er – zwar mit leeren Händen, aber als ungebrochener Held der Region – von der Oscar-Zeremonie aus Hollywood zurückkehrte.

Als Sechzehnjähriger hat der Sohn eines Dentisten im Grazer Schauspielhaus Helmut Lohner als Hamlet brillieren gesehen und er war, wie er sagt, „hin und weg“. Es war klar, dass er ein Theatermann würde. Simonischek absolvierte die Schauspielschule in Graz und hat ein verschmitztes Lob bereit. Sie habe ihre wichtigste Aufgabe erfüllt, nämlich dass „die Begabten ihr Talent nicht verlieren.“ Er sagt das mit der Erfahrung von Jahrzehnten auf der Bühne und mit dem Wissen, das er selbst am Wiener Reinhardtseminar an den Schauspielernachwuchs weitergegeben hat. Die Bühne spielt auch in seiner Familie eine große Rolle. Seine erste und seine zweite Ehefrau sind Schauspielerinnen. Sohn Max aus erster Ehe ist längst selber einem großen TV-Publikum bekannt und seine beiden jüngeren Söhne haben bei den Wiener Sängerknaben eine musikalische Ausbildung genossen.

„Einer der Vorteile des Berufs als Schauspieler ist, dass man ihn so lange ausüben kann.“

Einer der Vorteile des Berufs als Schauspieler ist, dass man ihn solange ausüben kann, sagt der 74-Jährige. Jedenfalls so lange, als man in der Lage ist, sich den Text zu merken. Andere Berufe in der Kunstszene haben diesen Vorteil nicht. Simonischek erzählt von einem Freund, der Klarinettist bei den Berliner Philharmonikern war und der nicht nur mit 65 Jahren in Pension geschickt wurde, sondern auch sein Instrument abgeben musste, das ihn sein Leben lang begleitet hatte. Die Klarinette habe, so wurde es ihm erklärt, einen so speziellen Klang, der einfach zum Orchester gehört. Und sein Freund habe das todtraurig akzeptieren müssen.

Künstler wie Peter Simonischek müssen mit der Popularität leben. Für ihn ähnelt sein Beruf einer „hochfrequentierten Bahnhofshalle“. So turbulent geht es manchmal zu. Immerhin gelingt es ihm jetzt, dass er sein Leben weniger nach dem Terminkalender ausrichtet als früher. Zum Beruf gehört auch, anderen wichtigen Theaterleuten zu begegnen oder sogar mit ihnen zu spielen. Schmunzelnd schildert er eine kleine Episode mit dem Hollywood-Star Robert De Niro, unvergesslich seine Charakterrolle etwa in „Der Pate“. In einer Bar im damaligen West-Berlin stolperte der leicht angesäuselte US-Mime eine Treppe hinab und landete direkt in den Armen des kraftstrotzenden Peter Simonischek, der die Stiege gerade hinauf ging. Es wurde ein herzlicher Wortwechsel daraus. Die vielen Jahre auf deutschen und österreichischen Bühnen, im Film und im Fernsehen waren von einem gewaltigen Wandel des Theaters geprägt. Die Welt des Theaters sei keine Blase, aber sie müsse sich immer neu erfinden. Eher mit Schaudern erinnert er sich an Versuche, das Schauspiel für ein Massenpublikum zu adaptieren. Manche Theatermacher, Intendanten und Mimen spielten vor den Arbeitern in ihren Betrieben, andere spielten in Kantinen oder einfach auf der Straße. Aber alle hätten es bald wieder aufgegeben. Die Kunst und das Theater sei immer nur für Wenige gewesen, scheut er sich nicht eine Wahrheit auszusprechen, die nicht allen gefallen wird.

Eine Rolle, die Peter Simonischek gern einmal gespielt hätte, war die des Hamlet. Aber es hat sich nie ergeben. Heutzutage genüge es nicht mehr, wenn ein großer Schauspieler diese Rolle spielen will. Man müsse das im Zusammenhang zwischen dem Haus, der Direktion, dem Intendanten, dem Regisseur und den Bühnenpartnern sehen. Das sogenannte Einspringen – kurzfristig eine Rolle zu übernehmen, weil die Stammbesetzung aus irgendeinem Grund ausgefallen ist – sei praktisch nicht mehr möglich, bedauert er. Simonischek erklärt es an einem konstruierten Beispiel. Wenn man den Hamlet in Berlin spielt, heißt das noch lange nicht, das man ihn auch in Hamburg spielen kann, denn in Berlin fährt Hamlet auf einer Harley Davidson und in Hamburg tragen alle am dänischen Hof Nazimäntel.

An dieser Stelle schränkt Peter Simonischek ein, daß er nichts gegen moderne Interpretationen klassischer Stücke habe. „Aber ein Regisseur muss dem Autor intellektuell und phantasiemäßig das Wasser reichen können.“ Deshalb falle es ihm schwer, wie er sagt, „einem jungen neurotischen Regisseur seine Psychiaterstunden zu ersetzen.“ Er bedauert, dass es heutzutage nur wenige Theatermacher gibt, für die der Kern der Arbeit das Stück ist und der Autor: „Bei Ibsen geht es heutzutage um den Klimawandel“, bedauert er. Nach einem so erfolgreichen Bühnenleben, in dem er die Werke vieler großer Erzähler interpretiert hat, ist Peter Simonischek selbst ein unterhaltsamer Erzähler mit einer deutlichen oststeirischen Note geworden. Dabei ist das Älterwerden gelegentlich ein Thema. Beeindruckt hat ihn zum Beispiel eine Begebenheit im Stiftsgymnasium St. Paul im Lavanttal, wo er selber zur Schule gegangen ist. Ein ehemaliger Schüler aus Graz hat seine einstigen Klassenkameraden regelmäßig bei Maturatreffen gesehen. Sie sind naturgemäß immer weniger geworden und in einem Jahr wurde ihm bewusst, dass er der letzte Lebende seiner Klasse war. Auch der letzte seiner Schulkameraden war gesorben. Wie der Mann selbst in einem Artikel für die Schulchronik schrieb, rang er mit sich, ob er noch einmal – als Letzter – so ein Maturatreffen begehen sollte. Und er hat es getan, mit Gottesdienst, mit dem Besuch des Klassenzimmers und mit dem Essen im Stiftsgasthof. „Das Schicksal eines alten Mannes“, schließt Peter Simonischek diese Erinnerung.

 

 

Beitrag veröffentlicht am 28. November 2019.
Bildquelle: Xenia Hausner