Omega-3-Fettsäuren

Bei den Produkten wie den Ölen handelt es sich um reine Naturprodukte. Die Produktion eines hochwertigen Öles findet in vier Schritten statt. Zuerst werden die Rohprodukte wie Leinsamen oder Kürbiskerne zerkleinert oder auch gequetscht. Damit werden die Samen und Kerne für die Erwärmung in der Wärmepfanne vorbereitet. Durch das Erwärmen lässt sich das wertvolle Öl leichter aus der Frucht in der Stempelpresse lösen. Die Stempelpresse ist ein mechanisches Kaltpressverfahren und schützt die wertvollen Inhaltsstoffe, da es ohne Zusatzstoffe auskommt.

Am Foto ist Julia Fandler zu sehen.
Julia Fandler, Geschäftsführerin der Ölmühle Fandler in Pöllau. © beigestellt

Im Hause Fandler verzichtet man zur Gänze auf die Filterung des Öles, man lässt das Öl je nach Sorte 3 bis 4 Wochen ruhen. In dieser Zeit können die feinen Schwebstoffe auf natürlichem Wege durch die Erdanziehungskraft zu Boden sinken, das Öl erhält dadurch seine Klarheit. Die Rohstoffe für die 20 Ölsorten werden mit größter Sorgfalt und höchster Qualität ausgewählt. Eines der Top-Produkte aus den Omega-3-Fettsäuren-Ölen ist das Leinöl. Durch das schonende Verfahren der Kaltpressung hat dieses Öl einen nussigen und zartherben Geschmack.

Essenzielle Fettsäuren

Das Öl glänzt nicht nur durch seinen hervorragenden Omega-3-Wert von 51 g je 100 ml, sondern auch durch die Verfügbarkeit einer 500-ml- und einer 1-Liter-Flasche. Die im Öl enthaltenen 63 g ungesättigten Fettsäuren tragen wesentlich zur Versorgung des Körpers mit den essenziellen Fettsäuren bei. Die ungesättigten Fettsäuren können vom Körper nicht selbst produziert werden und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch auf die Gehirnfunktion aus. Da das Leinöl ein reines Naturprodukt ist, das ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe auskommt, sollte es im Kühlschrank gelagert und innerhalb von 3 Monaten verbraucht werden.

Der zurückbleibende Ölkuchen, welcher noch immer zwischen 15 und 19 Prozent Öl beinhaltet, wird zu Mehl weiterverarbeitet. Bei der Ölmühle Fandler sind somit nicht nur hochwertige Öle, sondern auch Mehle, Kerne, Saaten, Essige und Schokoladen erhältlich. Die Essige und die Schokoladen werden mit Partnerbetrieben wie Gölles und Zotter produziert.

 

Text: Vera Kowatschitsch

Foto: © beigestellt; Nayla Photograph / Shutterstock.com

Hilfe bei Gicht – Dr. Riedl

Schmerzhafte Gichtanfälle werden von Harnsäurekristallen ausgelöst, die sich in den Gelenken ablagern. Übergewicht verdoppelt das Risiko dafür. Die Kilos von Betroffenen dürfen allerdings nur sanft purzeln.

Am Foto sieht man Dr. Matthias Riedl.
Dr. Matthias Riedl klärt unter anderem im TV als Ernährungs-Doc darüber auf, welchen hohen und nach wie vor unterschätzten Stellenwert das richtige Essen für unseren Körper hat. © Andreas Sibler

Ein Schmerz im Gelenk, der sich wie tausend Nadelstiche anfühlt – so äußert sich ein Gichtanfall. Schon kleinste Berührungen werden dann zur Qual. Häufig fängt es in den Zehen an. Rötung, Schwellung und teils auch Fieber kommen hinzu. Gicht ist heute eine Volkskrankheit, sie entwickelt sich meist über mehrere Jahre und betrifft vor allem Männer. Übergewicht verdoppelt das Gichtrisiko. Ein opulenter, purinreicher Speiseplan mit fetten Fleisch- und Wurstwaren sowie ein übermäßiger Konsum von Alkohol und Fruktose, wie er in Säften oder Fertigprodukten vorkommt, fördern den Ausbruch der chronischen Stoffwechselstörung. Um Gichtanfälle möglichst zu vermeiden, sollte der Harnsäurespiegel im Körper dauerhaft gesenkt werden.

Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen. Sie sind Bestandteile menschlicher Zellen, werden aber auch über die Nahrung aufgenommen. Üblicherweise wird überschüssige Harnsäure vor allem über die Nieren ausgeschieden. Produziert der Körper aber zu viel davon oder scheidet zu wenig aus, erhöht sich die Konzentration im Blut. Die Harnsäure bildet dann spitze, scharfkantige Kristalle, die sich mit der Zeit in den Gelenken ablagern und dort Entzündungen verursachen können.

Am Foto sind Linsen, Erbsen, Bohnen und diverse weitere Saaten zu sehen.
Pflanzliche Proteine, wie sie in Bohnen und Linsen enthalten sind, gehen einher mit Ballaststoffen und mit sekundären Pflanzenstoffen. © nadianb / Shutterstock.com

Familiäre Häufung

Gicht tritt familiär gehäuft auf, eine genetische Vorbelastung ist also auch bei dieser Erkrankung vorhanden. Ob es schlussendlich aber zu einem Gichtanfall kommt, wird zu einem wesentlichen Anteil von Lebensstilfaktoren beeinflusst. Betroffene sollten ihre Ernährungsweise daher auf den Prüfstand stellen, rät Ernährungsmediziner Matthias Riedl dringend. „Bei Übergewicht wird die Verstoffwechselung von Purinen zum Problem“, warnt er, „noch immer wird aber viel zu selten eine Ernährungstherapie verordnet, weil viele Ärzte nach wie vor der Meinung sind, dass man mit einer Änderung der Ernährungsweise wenig bewirken kann. Das ist allerdings falsch.“ 

Vorhandenes Übergewicht gilt es zu reduzieren – absolut wesentlich dabei ist allerdings, dass die Kilos im Falle dieser chronischen Stoffwechselerkrankung nicht zu schnell purzeln. „Das Abnehmen sollte langsam erfolgen, weil plötzliche Gewichtsschwankungen Gichtanfälle erst recht auslösen können. Der Harnsäurespiegel steigt dann nämlich vorübergehend an.“ Der Grund: Durch einen Fett- und Muskelverlust müssen besonders viele Purine im Körper abgebaut werden. Ein größtmöglicher Verzicht auf Alkohol und Fleisch allein im täglichen Menüplan greift zu kurz.

„Wie so oft gilt: Es kommt auf die richtige Zusammensetzung auf dem Speiseplan an. Er sollte nicht zu viel Fleisch enthalten, etwa 100 bis 150 Gramm pro Portion – und das ein bis zwei Mal die Woche“, so Riedl. Alkoholkonsum spielt übrigens bei beiden Geschlechtern als Risikofaktor eine Rolle. Früher stand vor allem der Bierkonsum von Männern im kritischen Fokus, Frauen haben in Bezug auf den Alkoholkonsum aber aufgeholt. Alkohol vermindert die Ausscheidung von Harnsäure, und damit erhöht sich der Harnsäurespiegel. 

Ovo-lacto-vegetabil – so lässt sich die Ernährungsempfehlung für Gicht-Patienten auf den Punkt bringen. © Kabachki.photo / Shutterstock.com

Ovo-lacto-vegetabil

Günstig ist vielmehr eine sogenannte ovo-lacto-vegetabile Ernährung, so Riedl, die vor allem auf Eier, Milchprodukte und viel Gemüse setzt. Ergänzend sind Vollkornprodukte, Nüsse und hochwertige Pflanzenöle empfehlenswert. Milchprodukte regen die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren an. Milch, fettarme Milchprodukte und Eier sind nicht nur purinarm, sondern auch eine wertvolle Eiweißquelle für Gicht-Patienten. Milchproteine enthalten zwar unter anderem gesättigte Fettsäuren, sind aber auch Darmkrebshemmer und erhöhen das Übergewichtsrisiko nicht. Dennoch ist Vorsicht geboten: Zu viel Milchkonsum, insbesondere bei Frauen, „das beginnt mit 600 bis 800 ml pro Tag“, so Riedl, kann das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen.

Ein Glas Milch am Tag birgt keine Gefahr, in dieser Größenordnung machen sich die gesundheitlichen Vorteile bezahlt. Der Rest des Bedarfs sollte allerdings mit pflanzlichen Proteinen beglichen werden. Welchen Stellenwert haben pflanzliche Proteine überhaupt im Vergleich zu tierischen Proteinen? „Pflanzliche Proteine gehen einher mit Ballaststoffen, mit sekundären Pflanzenstoffen – sie haben grundsätzlich viele positive gesundheitliche Effekte, dazu gehört auch die krebshemmende Wirkung. Zudem lässt sich das Gewicht auf Dauer besser halten.

Am Foto sind verschiedene Gemüsesorten zu sehen.
Der Gemüseanteil darf bei Gicht-Patienten gerne höher ausfallen, auf Alkohol sollte man verzichten. © Framarzo / Shutterstock.com

Bei einem akuten Gichtanfall ist es das Ziel der Behandlung, die Schmerzen möglichst rasch zu lindern und der Entzündung entgegen­zuwirken. Die ärztliche Be­­gleit­ung mit einer medikamentösen Be­­handlung, die Kühlung und Hochlagerung schmerzender Gelenke sind dabei unerlässlich. „Gichtanfälle sind eine sehr schmerzhafte Sache, die auch den Einsatz von Medikamenten wie Allpurinol erforderlich machen können. Dennoch sollte man sich gut überlegen, wie man das Problem dauerhaft und nachhaltig lösen kann“, unterstreicht Riedl. Freilich nicht außer Acht lassen sollte man dabei das Thema Bewegung. Körperliche Aktivitäten sind aber besonders sensibel zu betrachten. „Bei der Gicht ist es immens wichtig, auf etwaige bereits vorhandene Gelenkschäden zu achten“, gibt Riedl zu bedenken. Die gewählte Bewegungsart darf die Gelenke nicht überstrapazieren, sanfter Ausdauersport unterstützt auch bei der Reduktion des Gewichts.

 

Text: Elke Jauk-Offner

Foto: © Andreas Sibler; nadianb / Shutterstock.com; Kabachki.photo / Shutterstock.com; Framarzo / Shutterstock.com; Doucefleur / Shutterstock.com 

 

Rezept Dr.Riedl – Adipositas

Möhren-Spaghetti mit Bolognese-Sauce

pro Portion: ca. 561 kcal | 33 g EW | 30 g F | 30 g KH

Für 2 Personen

10 Min. Zubereitung • 15 Min. Kochzeit

Am Foto ist das Gericht Möhren-Spaghetti mit Bolognese-Sauce von Dr. Matthias Riedl zu sehen.
Das Rezept stammt aus dem Buch „Der ultimative Schlankheitscode“ vom Spiegel Bestseller-Autor Dr. Matthias Riedl. © Gräfe und Unzer / Marina Jerkovic

Zutaten

1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 300 g Möhren, 200 g Rinder-Hackfleisch, 400 ml Tomatensauce (Konserve oder Glas), 200 g Kidneybohnen (Konserve)

3 EL kalt gepresstes Rapsöl, 1/2 TL Kurkuma, 1 TL getr. Thymian, 1 TL getr. Majoran, Basilikumblätter, 1/2 TL Paprikapulver, scharf, Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln oder hacken. Möhren putzen und mit dem Sparschäler in Streifen hobeln.

2 EL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Hackfleisch darin ca. 5 Min. anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit der Tomatensauce ablöschen. Kidneybohnen in ein Sieb geben und abspülen. Bohnen mit Kurkuma, Thymian, Majoran und Paprikapulver zum Hackfleisch geben. Alles aufkochen und anschließend
10 Min. leicht köcheln lassen.

In der Zwischenzeit in einer zweiten Pfanne mit Deckel (alternativ in einem Topf) 1 EL Öl erhitzen. Die Möhren-Spaghetti darin kurz anbraten. Leicht salzen, Deckel aufsetzen und die Möhren auf mittlerer Stufe in 4 Min.
al dente garen.

Möhren-Spaghetti auf zwei Teller geben und mit der Bolognese anrichten. Mit Basilikumblättern garnieren.

TIPP: Damit unser Körper das Beta-Carotin aus der Möhre aufnehmen kann, braucht er Fett – einige Tropfen wertvolles Pflanzenöl genügen dafür. Noch besser ist es, wenn Sie Karotten kurz erhitzen: Dabei brechen die Zellwände auf und der Nährstoff ist direkt verfügbar.

Am Foto ist das Cover des Buches der ultimative Schlankheitscode von Dr. Matthias Riedl zu sehen.
Das Buch beinhaltet nicht nur das Neueste aus der Wissenschaft sondern liefert auch 40 tolle Rezepte. © Gräfe und Unzer / Marina Jerkovic

Buchbeschreibung „Der ultimative Schlankheitscode

„Der ultimative Schlankheitscode“ reiht sich in die Erfolgsbücher von Herrn Dr. Matthias Riedl ein. Wie gewohnt erteilt Dr. Riedl einer Erkrankung epidemischen Ausmaßes mit diesem Buch wieder einmal eine Absage. Innerhalb von sieben Kapiteln klärt der „Schlankheitscode“ umfassend über das Thema gesunder Gewichtsverlust und die wissenschaftliche Ebene des Abnehmens auf. Unterstützt wird zusätzlich mit einfachen nachzukochenden Rezepten, in welchen auch Pseudogetreide seinen Platz findet.

ISBN 978-3-8338-7568-7 • 240 Seiten , € 27,95

Adipositas

Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht, Obesitas) äußert sich in einer übermäßigen Erhöhung des Körpergewichtes. Ein BMI über 25 kg/m² wird als Übergewicht, ein BMI über 30 kg/m² als Adipositas bezeichnet. Darüber hinaus spricht man ab einem Taillenumfang von mehr als 88 cm bei Frauen und mehr als 102 cm bei Männern von einer „abdominalen Adipositas“. Sie stellt einen wesentlichen Risikofaktor für Erkrankungen des Stoffwechsels (vor allem Diabetes mellitus Typ 2) sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (vor allem Herzinfarkt und Schlaganfall) dar.

 

Text Rezept: Gräfe und Unzer

Text: Vera Kowatschitsch, Elke Jauk-Offner

Foto: © Gräfe und Unzer / Marina Jerkovic

Mobile Dienstleister – mit Herz

Wo Pflegeheime anhand bestehender Strukturen umfassend für die Bewohner:innen sorgen, hat man im privaten Bereich die Qual der Wahl. Viele Einsatzgebiete und Differenzierungen ergeben ein breites Spektrum an Leistungsanbietern. Unterstützung im Haushalt, Begleitung zum Arzttermin oder ein Gespräch gegen die Einsamkeit, hier ist für jeden etwas dabei.

Am Foto ist zu sehen wie die Pflegerin der Gepflegten beim Aufstehen hilft.
Die Heimhilfe leistet umfassende Unterstützung im Alltag, geben Sicherheit und entlasten die Angehörigen.

Heimhilfe

Die Leistungen der Heimhilfe zur Unterstützung in der Haushaltsführung werden von den Organisationen der Mobilen Pflege- und Betreuungsdienste/Hauskrankenpflege angeboten.

Tipp

Bei einem zusätzlichen Bedarf an Haushaltstätigkeiten (z. B. Woh­nungsputz, einfache Gartenarbeit) informieren Sie sich ggf. über die Mög­­lichkeit des Dienstleistungsschecks unter: www.dienstleistungsscheck-online.at

Einige Gemeinden bieten zusätzlich ehrenamtliche Einkaufs- und Bringdienste an, z. B. für Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs oder aus der Apotheke – erkundigen Sie sich bei Ihrem Gemeindeamt.
Services, die von Heimhilfen erbracht werden, sind z. B. Wäschepflege, Beheizen der Wohnung, Erledigung von Einkäufen, Zubereitung von kleinen Mahlzeiten (z. B. Frühstück), Reinigung des unmittelbaren persönlichen Lebensumfeldes.

Nicht im Leistungsumfang enthalten sind Wohnungsgroßputz, Leistungen für Angehörige, haustechnische Leistungen u. Ä.

Die betreuende Organisation ermittelt für Sie den zu leistenden Kostenanteil und informiert über mögliche Förderungen und Unterstützungen. Erkundigen Sie sich über Serviceanbieter bei Ihrem Gemeindeamt, der Pflegedrehscheibe Steiermark oder bei der Hauskrankenpflege.

Am Foto ist die junge Pflegerin mit der Gepflegten zu sehen.
Die mehrstündigen Alltagsbegleiter führen keine Pflegetätigkeiten durch. Sie begleiten außer Haus und wirken mit Gesprächen der Einsamkeit entgegen.

Mehrstündige Alltagsbegleitung

Als zusätzliches Leistungsangebot im Rahmen der Hauskrankenpflege in der Steiermark ist die mehrstündige Alltagsbegleitung vielfach bei Klient:innen unterwegs.

Die/der Alltagsbegleiter:in beaufsichtigt, unterstützt und begleitet ältere und pflegebedürftige Menschen für mehrere Stunden am Tag (z. B. Gespräche führen, gemeinsame Besuche, außerhäusliche Erledigungen). 

Alltagsbegleiter:innen führen keine medizinisch-pflegerischen Tätigkeiten oder Haushaltstätigkeiten aus. Bei Bedarf ist eine Fachkraft für die pflegerischen Tätigkeiten, die im Verlauf des Einsatzes anfallen, hinzuzuziehen. Die betreuende Organisation ermittelt für Sie den zu leistenden Kostenanteil und informiert über mögliche Förderungen und Unterstützungen. Fragen Sie hierzu bei Ihrem Gemeindeamt, der Pflegedrehscheibe Steiermark oder bei der Hauskrankenpflege.

Tipp

Der/die Alltagsbegleiter:in kann einen wertvollen Beitrag zur Entlastung der pflegenden Angehörigen darstellen. Die Alltagsbegleiter:innen verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung zur Heimhilfe und Begleiten auch bei Behördenwegen.

Am Foto ist die Pflegerin zu sehen, die von der Gepflegten umarmt wird.
Die Besuchs- und Begleitdienste der Pfarren sin ehrenamtliche Mitarbeiter:innen.

Besuchs- und Begleitdienst

Der Isolation und der Einsamkeit sagen die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen diverser privater sozialer Einrichtungen und Pfarren mit dem Besuchs- und Begleitdienst den Kampf an. 

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter:
innen begleiten bei Terminen außer Haus oder auch bei Spaziergängen. Ziel ist es, der Einsamkeit
entgegenzuwirken und die Eigenständigkeit von älteren Menschen zu fördern. Die Besuchsdienste beinhalten keine Pflege- und Haushaltstätigkeiten. 

Die Inanspruchnahme ist kostenlos. Die Finanzierung erfolgt meist durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsorenmittel. Informationen zur Verfügbarkeit erhalten Sie bei Ihrem Gemeindeamt, Hauskran­kenpflegeorganisation oder Ihrer Pfarre.

Tipp

Häufigkeit, Dauer und Betreuungszeitpunkt werden direkt mit dem Anbieter vereinbart. Was ansteht, machen sich die Betreuungsperson und der/die Klient:in meist direkt aus.

Wichtiges

Weitere Informationen und kostenlose Beratung erhalten Sie HIER bei den Pflegedrehscheiben des Landes Steiermark.

 

Foto: © PeopleImages.com – Yuri A / Shutterstock.com

 

Dr. Riedl klärt auf – Übergewicht

Mehr als bloß ein paar Kilos zu viel auf der Waage: Adipositas ist eine chronische Erkrankung, bei der sich das Fettgewebe im Körper überdurchschnittlich vermehrt. Welche Macht die Gene haben und welche Strategien Wirkung zeigen.

Am Bild ist Dr. Matthias Riedl, Ernährungs-Doc zu sehen.
Eine pflanzenbasierte Ernährung als auch regelmäßige Bewegung sind für einen gesunden Körper so notwendig wie das tägliche Zähneputzen. © Andreas Sibler

Das Problem mit Übergewicht ist weit verbreitet: Bei 35 Prozent der Erwachsenen hierzulande zeigt die Waage mehr als bloß ein paar Kilos zu viel an. Sie haben einen Body-Mass-Index (BMI) von 25 und höher – einem Wert, der das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Rund 17 Prozent leiden an Adipositas, einer chronischen Ernährungs- und Stoffwechselstörung. Nach der aktuell gültigen Definition der Weltgesundheitsorganisation liegt eine Adipositas bei Menschen ab einem BMI von 30 vor. 

Allerdings ist es auch mit einem vermeintlich niedrigen BMI möglich, dass die Verteilung von Körperfett gesundheitsschädlich ist. Denn es macht einen wesentlichen Unterschied, wo Fettgewebe abgespeichert wird. Daher wird derzeit auch diskutiert, ob für eine Diagnose nicht eine grundsätzliche Erhebung weiterer Daten zum Körperfett wichtig wäre – etwa Messungen zum Taillenumfang, dem Verhältnis Taille zu Hüfte oder Taille zu Körpergröße. Der Body-Mass-Index steht schon länger in der Kritik, allein zu wenig aussagekräftig in Bezug auf Adipositas zu sein. Das bestätigt auch Ernährungsmediziner Matthias Riedl. „Derzeit läuft die Definition noch streng über den BMI. Man kann jedoch einen relativ normalen BMI und dennoch einen großen Bauch haben. Daher wird man wohl künftig weitere Parameter wie den Bauchumfang mit einbeziehen.“ 

Am Bild ist eine ältere Dame, ein älterer Mann und ein Hund beim Spaziergang zu sehen.
Bei älteren Menschen ist der Energiebedarf um ein Drittel reduziert. © PeopleImages.com – Yuri A / Shutterstock.com

Epigenetischer Code

Welche Risikofaktoren liegen einer Adipositas überhaupt zugrunde? Genetik und Epigenetik spielen einmal mehr eine essenzielle Rolle. „Es gibt eine starke genetische Disposition für die Erkrankung“, führt der Mediziner aus. Werdende Eltern stellen bereits durch ihren eigenen Lebensstil die Weichen für die Entwicklung ihrer Kinder. Der sogenannte epigenetische Code bestimmt mit, welche Gene im Erbgut aktiviert werden und welche nicht. „Kinder können eine höhere Neigung dazu haben, übergewichtig zu werden, wenn der Vater bei der Zeugung und die Mutter in der Schwangerschaft übergewichtig waren. Das wirkt ein Leben lang nach. Es gilt übrigens in gleicher Weise für Unterernährung.“ 

Im Rahmen der familiären Sozialisierung werden Ernährungsgewohnheiten von den Eltern weitergegeben, der selbst gewählte Lebensstil jedes und jeder Einzelnen von uns trägt dann noch das Seine dazu bei. Mit der zunehmenden Zahl an Lebensjahren steigt das Risiko einer Fettleibigkeit deutlich. „Je älter wir werden, desto geringer ist die sportliche Intensität, es werden auch keine Nächte mehr durchgetanzt. Dazu kommen Einschränkungen in den Gelenken, auch hier wird der Bewegungsradius vermindert.“ Darüber hinaus ist der tägliche Energiebedarf anders zu bewerten: „Bei älteren Menschen ist er um ein Drittel reduziert, beträgt also nur noch rund 70 Prozent des Energiebedarfs eines 20-Jährigen“, klärt Riedl auf.

Am Foto sind verschiedene Gemüsesorten zu sehen.
Mit einem Konsum von 500 Gramm Gemüse pro Tag hat man gute Chancen, sein Gewicht halten zu können. © Framarzo / Shutterstock.com

Klassische Fallen

Was sind denn nun klassische Fallen, die im Laufe der Jahre zu unkontrollierter Gewichtszunahme führen? Tatsächlich braucht es erhöhte Sensibilität dafür, was man für gewöhnlich Tag für Tag zu sich nimmt. Häufig spielen Fertiggerichte auf dem Menüplan eine viel zu große Rolle. „Ich würde komplett auf hochverarbeitete Lebensmittel verzichten. Denn hierbei kommen unterschiedliche Zuckerarten zum Einsatz – nicht zuletzt vor allem Fruchtzucker, der zu einer deutlichen Zunahme des Bauchfetts führt. Mit einem Konsum von 500 Gramm Gemüse pro Tag hat man gute Chancen, sein Gewicht halten zu können.“ Wer öfter einmal im Restaurant isst, sollte auch dort darum bitten, den zumeist viel zu hohen Gehalt an Kohlenhydraten in den Gerichten zu reduzieren. Weniger Fleisch und Kartoffel, dafür mehr Gemüse lautet die Devise, „das ist eine wichtige Maßnahme“.

Begleitend braucht es körperliche Aktivität: „Man muss sich klar vor Augen halten, dass sowohl eine pflanzenbasierte Ernährung als auch regelmäßige Bewegung für einen gesunden Körper so notwendig wie das tägliche Zähneputzen sind“, betont Riedl, „es muss nicht notwendigerweise immer eine Sporteinheit sein. Spaziergänge sind eine gute Basis. Wanderungen, Touren durch den Wald oder Nordic Walking leisten gerade im höheren Alter viel Gutes.“

Am Foto ist eine Yoga-Gruppe zu sehen.
Neben möglichem Gewichtsverlust kann Sport auch die Stimmung heben und die Gangsicherheit verbessern. © Ground Picture / Shutterstock.com

Neue Gewohnheiten

Sind die ersten Schritte zur Umsetzung in Richtung einer gesünderen Ernährungsweise und mehr Bewegung getan, ist bereits viel gewonnen. Allerdings wird das Durchhaltevermögen auf diesem Weg immer wieder auf eine harte Probe gestellt und das Risiko, in alte Verhaltens- und Ernährungsmuster zu verfallen, besteht. Wie wird man dem eigenen Schweinehund am besten Herr? „Wer früher schon Sport gemacht hat, der sollte wieder an seine alten Sportgewohnheiten anknüpfen“, rät Riedl, „denn sie haben ja bereits einmal Spaß gemacht. Verabredet man sich zudem mit anderen zu Aktivitäten, pflegt man gleichzeitig die soziale
Gemeinschaft. Das hilft wiederum dabei, neue Gewohnheiten beizubehalten.“ 

So kann es nicht nur gelingen, das Gewicht Schritt für Schritt zu reduzieren und besser zu halten, sondern damit auch die Stimmungslage zu heben, das Immunsystem zu stärken und die Gangsicherheit zu verbessern – letztere ist gerade im Alter ein gewichtiges Problem, da die Wahrscheinlichkeit für Stürze zunimmt. Die Erkenntnis, dass man sich aufgrund all dieser Maßnahmen wohler fühlt als vorher, ist besonders hilfreich – und ebnet den Weg für weitere Erfolge.

 

Text: Elke Jauk-Offner

Foto: © Andreas Sibler; nadianb / Shutterstock.com; PeopleImages.com – Yuri A / Shutterstock.com; Ground Picture / Shutterstock.com, Framarzo / Shutterstock.com

Gut zu Fuß – Graz entdecken

Wo Peter Rosegger im Gärtnerhaus schrieb, vier Millionen Werke archiviert sind und das Franzosenkreuz an Kämpfe um Graz erinnert: All das versammelt die Tour „Die Belesene“ aus dem Buch „10.000 Schritte in und um Graz“, die auf reizvollen Wegen über den Rosenhain nach Andritz führt. Jeder Schritt zählt!

Am Foto sieht man die Kurzbeschreibung der Tour.
Die Tour „Die Belesene“ ist eine der beschriebenen 15 Touren aus dem Buch von Elke Jauk-Offner.

Am Geidorfplatz, im Herzen des Viertels, war einst das „Dorf am flachen Land“, wie die mittelhochdeutsche Bezeichnung Gaidorf auch heute noch verrät. Aus allen Richtungen kann man zum Ausgangspunkt einer Tour anreisen, die auf rund 10.000 Schritten über den Rosenhain nach Andritz führt. Die Heinrichstraße ist zwar wegen des Verkehrsaufkommens keine von der idyllischen Sorte, sie führt aber schnurstracks zum Fuße des Rosenhains.

Ein kleiner Schlenker leitet auf das Universitätsgelände, direkt vor dem ReSoWi-Zentrum biegt man rechts in die Universitätsstraße ein, um einen Blick auf die Universitätsbibliothek der Karl-Franzens-Universität zu werfen. Hier könnte man sich übrigens Wissen aus vier Millionen Werken aneignen. 

Am Foto sieht man einen der möglichen Rastplätze auf der Tour die Belesene.
Unterwegs laden Sitzmöglichkeiten, in der warmen Jahreszeit unter lauschigen Blätterdächern, zum Verweilen ein.

Pionierin der Medizin

Zurück Richtung Heinrichstraße wird selbige gequert, um an Haus Nummer 45, der Klöcher-Perle, in den Rosenberggürtel einzubiegen. An der nächsten Kreuzung geht es rechts in die Aigner-Rollett-Allee. Der Straßenname erinnert an Oktavia Aigner-Rollett, eine Pionierin der Frauen-Medizin. Sie schloss ihr Studium 1905 ab und wurde die erste Ärztin in Graz und der Steiermark. Linker Hand schweift der Blick bald über die Rosenhainteiche. 

Rechter Hand liegt das Universitätssportzentrum – aus Studierendensicht legendär vor allem für seine USI-Feste. Gleich daneben toben sich Vierbeiner auf der Hundewiese aus. Jetzt geht es bergwärts auf der Max-Mell-Allee. Zwischen den Bäumen steht eine Ruine. Dabei handelt es sich um das ehemalige Sommerrefektorium der Jesuiten, das 1654 als Erholungsheim für den Orden errichtet wurde. Später ging es in Staatsbesitz über, nach einem Brand in den 1980er-Jahren bröckelt es langsam vor sich hin. 

Götter und Giganten

Bald weitet sich das Wäldchen, links liegt ein Kinderspielplatz, der dem Thema Holz gewidmet ist, das Café Rosenhain ist ins Blickfeld gerückt. Man kann den Hügel entlang der Straße, vorbei an einem eichenen Naturdenkmal, oder querfeldein über die Wiese erklimmen. Der gelbe Pavillon samt großer Terrasse hat eine malerische Lage, die Stadt liegt einem zu Füßen. Peter Rosegger hat im schmalen Gärtnerhaus nebenan übrigens die eine oder andere Zeile verfasst. 

„Wenn die Götter von den Giganten aus dem Himmel wären vertrieben worden, so hätten sie sich gewiß keine andere Wohnstätte als diesen Winkel der Welt erwählt“, schrieb Georg Stobäus von Palmburg, von 1584 bis 1618 Fürstbischof von Lavant, schon dereinst entzückt über den Rosenberg. Er war 1603 im Minoritenschlössl zu Gast, das wir, wenn wir der Panoramagasse folgen, weiter oben erreichen. Das Anwesen in der Quellengasse, in die man an der Gabelung links einbiegt, erhielt 1618 den Namen Rosegg. 

Am Foto ist das Minorien-Schlössl,Ecke Panorama- und Quellengassse in Graz, zu sehen.
Das Minoriten-Schlössl liegt an der Ecke von Panorama- und Quellengasse. Es beherbergte im 19. Jahrhundert ein Kaffeehaus.

Gefecht am Rosenberg

Am Haus Quellengasse 68 ist es an der Zeit, den Oberen Plattenweg zu nehmen. In der Hecke rechts neben der Haltestelle versteckt sich das Franzosenkreuz – es erinnert an die am 26. Juni 1809 bei den Kämpfen um Graz gefallenen Soldaten. Gegenwart präsentiert die fast höchste Erhebung unserer Tour: Auf der Ferdinandshöhe wurde 2022 ein neuer Hochbehälter fertiggestellt. Bevor das Trinkwasser in die Grazer Haushalte gelangt, fließt es nämlich durch einen von insgesamt 23 Hochbehältern. 

Die Jakobsleiter hinab

Vom Aussichtspunkt führt der Weg weiter zur Saumgasse, die direkt hinunter zum Kreuzwirt führt. Das Traditionsgasthaus wurde von Hans von der Sann – ein Pseudonym für den Oberlehrer Johann Krainz – bereits 1892 erwähnt. Seit 2020 kommen wieder Klassiker der Wirtshausküche im idyllischen Gastgarten auf die Teller. Die Saumgasse mündet schließlich in den Viktor-Zack-Weg. Wer die fahrrad- und kinderwagentaugliche Route vorzieht, der erreicht die gleichnamige Bushaltestelle weiter unten in der Ziegelstraße. 

Alle anderen erobern noch den knapp 500 Meter hohen Reinerkogel. Achtung: Abzweigung links in den Wald nicht verpassen! Am Reinerkogel befindet sich auch die Jakobsleiter. Es sind 150 oder 300 oder fast 400 Stufen, die Quellen behaupten da ganz Unterschiedliches, man muss einfach­­ selbst nachzählen. Der „Weg zum Reinerkogel“ führt schließlich zur Gra­benstraße, die man quert, um durch die Robert-Stolz-Gasse zur Straßenbahnhaltestelle zu gelangen. 

Am Foto ist das Buchcover, die ISBN, die Kurzbeschreibung und der Preis von Euro 24 zu sehen.
Das Buch von Elke Jauk-Offner ist eine tolle Geschenkidee für alle die mit einfachen Mitteln mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen möchten.

Text: Elke Jauk-Offner

Foto: © Lukas Elsneg

Rezept Dr. Riedl – Diabetiker

Gedämpftes Gemüse mit weiße-Bohnen-Hummus

pro Portion: ca. 485 kcal | 16 g EW | 33 g F | 28 g KH

vegan • laktosefrei • glutenfrei 

 

Für 2 Personen, 30 Min. Zubereitung

Am Foto ist ein Teil des Originalbildes aus dem Buch von Dr. Matthias Riedl zu sehen.
Das Rezept stammt aus dem Buch „Heilen Sie Ihren Diabetes“ vom Spiegel Bestseller-Autor Dr. Matthias Riedl. © Gräfe und Unzer / Grossmann & Schürle

 

Zutaten

2 kleine Möhren, 200 g grüne Bohnen (frisch oder TK), 300 g weiße Bohnen (aus der Dose), 1 kleiner Fenchel, 1 Knoblauchzehe und 1 EL heller Sesam

2 EL helles Tahin (Sesampaste), ½ Zitrone, 3–4 EL Olivenöl, 3 Stängel Petersilie, 1 TL gemahlener Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer

 

Zubereitung

  1. Die Möhren mit der Gemüsebürste gründlich waschen und längs halbieren. Grüne Bohnen putzen und waschen (TK-Ware rechtzeitig auftauen lassen). Den Fenchel putzen, waschen, halbieren und den harten Strunk entfernen, Fenchel in dünne Scheiben schneiden.
  2. Möhren, grüne Bohnen und Fenchel mit etwas Salz in einen Dämpfeinsatz geben. In einem Topf ausreichend Wasser aufkochen und den Dämpfeinsatz hineinstellen. Das Gemüse zugedeckt ca. 15 Min. garen. (Wer keinen Dämpfeinsatz hat, kann auch ein hitzefestes Sieb in den Topf stellen.)
  3. Inzwischen für den Hummus die weißen Bohnen in einem Sieb abbrausen und abtropfen lassen. Mit dem Tahin in einen hohen Rührbecher geben. Den Knoblauch schälen, vierteln und hinzufügen. Die Zitrone auspressen, den Saft mit 2 EL Öl, Kreuzkümmel, etwas Salz und Pfeffer zu den Bohnen geben und alles mit dem Pürierstab fein pürieren.
  4. Den Sesam in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei kleiner Hitze ca. 5 Min. leicht rösten, herausnehmen und abkühlen lassen. Die Petersilie waschen, trocken tupfen, die Blätter abzupfen und grob hacken.
  5. Zum Servieren das Gemüse auf Teller verteilen und den Hummus danebensetzen. Alles mit Sesam und Petersilie garnieren und mit dem restlichen Öl beträufeln.

Cover des Buches von Dr. Matthias Riedl, Heilen Sie ihren Diabetes.
Das Buch bietet auch für Typ-1-Diabetiker Hilfestellung an. © Gräfe und Unzer / Grossmann & Schürle

Buchbeschreibung „Heilen Sie Ihren Diabetes“

Dass Diabetes nicht heilbar ist, gehört der Vergangenheit an. Die aktuellen Forschungen zei­gen, dass in vielen Fällen eine Lebensstiländerung eine Heilung von Typ-2-Diabetes ermöglicht. Im Medicum Hamburg wird die in diesem Buch beschriebene Ernährungstherapie von Dr. Matthias Riedl erfolgreich bei Diabetiker:innen angewendet. Selbst die Insulindosis konnte bei Typ-1-Diabetes teilweise verringert werden. Ein leicht zu lesend­­er Begleiter für Diabetiker:innen, welche sich der Krankheit nicht ergeben wollen inklusive Genuss-Rezepten für ein entspanntes Leben.

ISBN 978-3-8338-7568-7 • 240 Seiten , € 27,95

Diabetes Typ 2

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper Schwierigkeiten hat, den Nahrungsbaustein Glukose (Zucker) aus dem Blut als Energieträger in die Zellen zu befördern. Ein Alter von mehr als 45 Jahren, ein großer Bauchumfang, zu hoher Blutdruck, eine Fettstoffwechselstörung, zu hoher Nüchternblutzucker, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bewegungsmangel in Kombination mit unausgewogener Ernährung, Rauchen, Stress, Vererbung – die Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes sind vielfältig. Die Zellen reagieren dann nicht mehr adäquat auf das im Körper produzierte Hormon Insulin. Das führt zu einer Überbelastung der Bauchspeicheldrüse und einem zu hohen Insulingehalt im Blutkreislauf. 

 

Text Rezept: Gräfe und Unzer

Text: Vera Kowatschitsch, Elke Jauk-Offner

Foto: © Gräfe und Unzer / Grossmann & Schürle

Medizin im Wandel – PatientInnenportal

Im April 2025 fand in Wien der erste Kongress des PatientInnenportals „Medizin im Wandel- von Prävention bis KI“ statt. An diesem Tag widmete man sich intensiv den Fortschritten und den aktuellen medizinischen Herausforderungen. Das Themenspektrum reichte von genetisch bedingtem Krebs, künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen bis hin zur Ernährung bei Prädiabetes.

Am Foto ist Fr. Dr. Andrea Kdolsky bei ihrem Vortrag "Chronischer Schmerz" zu sehen.
Fr. Dr. Andrea Kdolsky bei ihrem Vortrag „Chronischer Schmerz“. © Daniela Busic, Patientinnenportal

Die Kongressbesucher:innen konnten ganztägig kostenlos die Vorträge der hochkarätigen Expert:innen wie Univ. Prof. Dr. Christian Singer, Dr.in Andrea Kdolsky und Ao. Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna besuchen und sich umfassend informieren. Auch eine Online – Teilnahme war möglich.

Am Foto sind Fr. Mona Elzayat und Fr. Prim. Priv.-Doz. Dr. Robab Breyer-Kohansal zu sehen.
Die Obfrau der Plattform PatientInnenportal zusammen mit Fr. Prim. Priv.-Doz. Dr. Robab Breyer-Kohansal. © Daniela Busic, Patientinnenportal

Damit die umfassenden Informationen dieses Tages nicht verloren gehen, wurden die Expert:innen-Vorträge auch als Videos aufgenommen.

Hier gelangen Sie zu den Einzelvideos

 

Weitere Informationen:

www.patientinnenportal.at

https://www.youtube.com/@monaelzayat/videos

Podcast-Interviews: https://open.spotify.com/show/47mbpvXz6RWCIfS8C2jzIW

 

Text: Vera Kowatschitsch

Foto: © Matej Kastelic / Shutterstock.com; Daniela Busic, Patientenportal

Hilfswerk Steiermark – Mobile Pflegedienste

Das Hilfswerk Steiermark bietet mit seinen mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten eine wichtige Stütze für Menschen, die in den eigenen vier Wänden auf Hilfe angewiesen sind. Ziel ist es, den Betroffenen ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und gleichzeitig Angehörige zu entlasten. Von der Hauskrankenpflege über Alltagsbegleitung bis hin zur palliativen Betreuung deckt das Hilfswerk eine breite Palette an Dienstleistungen ab, die individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt sind.

Pflege zu Hause

Die Hauskrankenpflege ermöglicht eine professionelle pflegerische Versorgung direkt in den eigenen vier Wänden. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen und Pflegeassistent:innen übernehmen unter anderem Verbandswechsel, Injektionen, Medikamentenverabreich­ung und körperliche Pflege.

Am Foto sind ein männlicher Pfleger und eine weibliche Pflegerin mit Pflegetasche und Auto zu sehen.
Die mobilen Dienste des Hilfswerk Steiermark ermöglichen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben und entlasten Angehörige. © Hilfswerk

Unterstützung im Alltag

Wer Hilfe im Haushalt benötigt, kann auf die Heimhilfe und Alltagsbegleitung des Hilfswerks zurückgreifen. Diese umfassen Tätigkeiten wie Einkäufe, Essenszubereitung, Reinigungsarbeiten oder gemein­same Spaziergänge und die Förderung sozialer Kontakte.

Pflegeberatung für Angehörige

Viele Angehörige stehen vor der Herausforderung, die Pflege eines Familienmitglieds zu organisieren. Hier bietet das Hilfswerk kostenlose Pflegeberatungen an, die über Pflegegeld, mobile Dienste und weitere Unterstützungsmöglichkeiten informieren.

Spezialisierte Betreuung für Kinder

Mit dem Mobilen Kinderkrankenpflegedienst (MoKidi) erhalten Familien mit schwer oder chronisch erkrankten Kindern professionelle Unterstützung. Speziell geschulte Pflegekräfte kümmern sich um die pflegerische und medizinische Versorgung der jungen Patientinnen und Patienten im häuslichen Umfeld. Zusätzlich hilft der Familienentlastungsdienst, Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen zu unterstützen.

Palliativbetreuung für schwerkranke Menschen

In Kooperation mit der KAGes bietet das Hilfswerk mobile Palliativbetreuung an. Dabei stehen die Linderung von Beschwerden sowie die Begleitung in der letzten Lebensphase im Fokus – in einer vertrauten Umgebung und mit professioneller Unterstützung.

 

Kontakt und weitere Informationen:

0316 / 31 81 31

www.hilfswerk.at/steiermark

office@hilfswerk-steiermark.at

 

Entgeltliche Einschaltung

Foto: © Hilfswerk, Ground Picture / Shutterstock.com

Lebensqualität verbessern

Für neurologische Erkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zu finden, ist Teil der besonderen Expertise der Klinik Maria Theresia am Radkersburger Hof. 

Klinische Schwerpunkte

Die Klinik Maria Theresia befasst sich vorwiegend mit neurologischen und orthopädischen Erkrankungen, und zwar in jedem Lebensalter. Dabei trifft man auf viele Krankheitsbilder, die im Alltag in Akutkliniken eher selten bis gar nicht vorkommen, etwa degenerative oder neuromuskuläre Erkrankungen. Die Konzepte sind von Alter und Schweregrad der Defizite abhängig.

Wir konzentrieren uns auf die Motivation der Patient:innen. Wir erarbeiten mit ihnen eine Ausgangslage, in der sie eine größere Motivation haben. Ihr bewusstes Handeln muss in eine unbewusste Form übergehen, die nicht mehr wahrgenommen wird, aber besonders wichtig ist. Hier trainieren wir dann aktiv an, was gebraucht wird, etwa beim Gehen oder Essen.

Fortschrittliche Technologien 

Der Mensch ist ein Handlungswesen, alles, was er in der Realität tut, ist interessant. So setzen wir in der Therapie fortschrittliche Technologien ein, um die Genesung zu unterstützen. Während virtuelle Realität und Exo-Skelette vielversprechend sind, setzen wir aktuell bereits das Therapiegerät LEXO von Tyromotion ein, das gezielt Bewegungsabläufe fördert und dabei Patient:innen Sicherheit und Unterstützung bietet. Diese Technologien zeigen, dass wir uns  auf einem fortschrittlichen Weg befinden.

Kontakt

Thermenstraße 22

8490 Bad Radkersburg

+43 3476 / 3560

www.radkersburgerhof.at

info@radkersburgerhof.at

 

Entgeltliche Einschaltung

Text: Prim. Dr. Wolfgang Kubik

Foto: © PeopleImages.com – Yuri A / Shutterstock.com; beigestellt