Eine Villa mit ganz vielen Möglichkeiten

Eingerahmt von den Ennstaler, den Eisenerzer und den Seckauer Alpen sowie den Rottenmanner Tauern befindet sich die kleine Ortschaft Gaishorn. Dort steht eine generalsanierte Villa mit außergewöhnlichen Nutzungsmöglichkeiten zum Verkauf. Der parkähnliche Garten mit Schwimmteich lädt zum Innehalten ein, der großzügige Innenbereich mit sechs Apartmentzimmern mit Bad und Küchennischen bietet viel Privatsphäre, der Gemeinschaftsraum mit Kamin und Billardtisch verspricht gemütliche Stunden in Gesellschaft. Durchaus geeignet für eine Senioren-WG oder als Reha-Einrichtung!

Die Liegenschaft

  • 3.275 m2 Grundfläche
  • 1.580 m2 Nutzfläche
  • 164m2 Terrassenfläche
  • Zentralheizung

Weitere Besonderheiten

  • Eigene Quelle
  • Parkähnlicher Garten
  • Schwimmteich
  • Innenpool
  • Wellnessbereich mit Sauna
  • Fitnessraum mit Gegenwindanlage (zum Testen der gesundheitlichen Belastung)
  • Bibliothek
  • Keller ist ausbaufähig

Kaufpreis: € 3.850.000

Fotos von KR Real
Beitrag veröffentlicht am 16.03.2023

Immobilientalk | Interview mit Dr. Dieter Kinzer, Präsident der Notariatskammer für Steiermark

Wir sprechen mit Herrn Dr. Dieter Kinzer, Präsident der Notariatskammer für Steiermark, über den Immobilienkauf und die Themen Vererben und Schenkung.

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Gerald Gollenz: Exklusiv wohnen in der Steiermark

Gerald Gollenz, Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder an der Wirtschaftskammer, berichtet über den Luxuswohnsektor.

 

 

Wie viele Luxusimmobilien sind derzeit auf dem Markt und wer sind die Käufer?
Gollenz: Es gab zuletzt einige Projekte, die großteils schon verkauft sind, neue sind in Vorbereitung. Solche Immobilien kommen oft gar nicht auf den Markt und werden eher „unter der Hand verkauft“. Das sind oft Wohnungen in kleineren Wohneinheiten in Ballungsgebieten, die von Menschen gekauft werden, die nicht unbedingt ein Haus wollen, aber das Geld für eine 150-Quadratmeter-Wohnung für 1,5 Millionen Euro haben. Oft sind es auch Personen, die auswärts gelebt und gearbeitet haben und nach Graz zurückkommen wollen. 

Das sind Beträge, die man sich in einem Erwerbsleben nie leisten kann.
Das Klientel ist überschaubar, keine Frage, das geht sich nur mit einem Job aus, in dem man sehr gut verdient oder mit einem Erbe im Hintergrund. 

Ab wann ist eine Immobilie überhaupt Luxus und was ist es für Sie?
Das ist einmal die Lage und die Art der Wohnung – ist es ein Penthouse, eine Gartenwohnung mit Pool? Ein Faktor sind die Quadratmeterpreise, die über 10.000 Euro liegen. Luxus wird auch definiert über eine außergewöhnliche Planung und die technischen Spielarten sowie die verwendeten Materialien, die im Inneren abgebildet sind. Für mich ist Luxus, auf dem Land leben zu können, mit einer gewissen Nähe zu guten Lokalen, dem Golfplatz, Skigebieten. Mein Haus habe ich vor 22 Jahren gebaut, mit Pool, das war damals Luxus. Noch heute genieße ich es, abends heimzukommen und privat schwimmen zu können. Das Haus ist groß, das kann für zwei Personen mitunter auch zur Belastung werden.  

Gibt es so etwas wie Modeerscheinungen im hochpreisigen Segment?
Da ändert sich nicht so viel: Das Grundstück muss passen, die Planung, die Ausstattung, Luxus sieht jeder anders. Vor allem definieren es die Käufer und nicht der Bauträger. 

Luxus und eine nachhaltige Bauweise: Passt das überhaupt zusammen?
Das schließt einander nicht aus, im Gegenteil! Nachhaltigkeit ist heute Voraussetzung, um überhaupt bauen zu können. Gerade beim Thema Beheizung, Energiebedarf gibt es intelligente Hightech-Lösungen, die gerade im Luxusbereich Einsatz finden. 

Mancherorts wird eine Immobilie rein deshalb zum Luxus, weil dort die Bodenpreise gestiegen sind.
Das stimmt. Früher wollten alle in Geidorf oder St. Leonhard wohnen, die Preise stiegen dementsprechend. Heute stellen sich Menschen vielmehr die Frage, wie die Umgebung erschlossen ist: Wo sind Einkaufsmöglichkeiten gegeben, wo ist die nächste Schule, wie weit habe ich es zum Arbeitsplatz, zur Autobahn? Klar: Wenn ich es mir leisten kann, wähle ich eine begehrtere Lage, das ist auch für den Weiterverkauf wesentlich, weil die Immobilie kaum an Wert verliert.  

Was wären in puncto Lage hier Ihre Tipps in Graz?
Das ist schwierig zu sagen und ergibt sich eher aus der Nachfrage. In den begehrten Lagen in der Grazer Innenstadt gibt es kaum Angebote, Nachfrage wäre vorhanden. St. Peter, Andritz und zuletzt Eggenberg können als die neuen „guten Lagen“ bezeichnet werden. Allerdings zogen mit der Pandemie einige Menschen weg aus Graz. Wir Entwickler beobachten hier den Markt genau. Der Neubaubericht der Wirtschaftskammer zeigt, dass die Bezirkshauptstädte und die nähere Umgebung von Graz aktuell stärker nachgefragt werden. 

Kann man in Graz von einer Stadtflucht reden?
Wohnen auf dem Land ist günstiger, keine Frage, doch die Nachfrage nach Wohnraum in Graz ist ungebrochen, da wird sich nicht viel ändern. 

Glauben Sie, kann man des Luxus‘ auch überdrüssig werden?
Wenn ich Luxus gewöhnt bin und ihn mir leisten kann, eher nicht. Vielleicht verkleinert man sich von einer 200-Quadratmeter-Villa in eine Wohnung in guter Lage. 

Bilder von Michael Pontasch-Hörzer, Philip Liparski
Beitrag veröffentlicht am 09.03.2023

Totentanz: Auseinandersetzung mit dem Tod in der Kunst

Die Auseinandersetzung mit dem Tod und der Tatsache, dass alle einmal sterben müssen, ist nicht einfach und muss doch auf die verschiedensten Arten irgendwann passieren. Der Tod als Endpunkt des Lebens, die Frage um seine Bedeutung und die Absicht, dem in seiner Länge absehbaren Leben Sinn und Inhalt zu verleihen, beschäftigt die Menschheit in allen Kulturen und Gesellschaftsformen seit Anbeginn der Zeit.

Nicht überraschend findet die Konfrontation mit dem Thema Tod Tod auch in der Kulturgeschichte unter dem Leitmotiv des Totentanzes seinen Ausdruck. Dieses setzt sich mit dem Sterben, der Vergänglichkeit und der Endlichkeit alles Irdischen auseinander und fungiert als memento mori: Eine mahnende Erinnerung daran, dass der Tod jeden, ungeachtet der gesellschaftlichen Position, des Vermögens oder des Geschlechtes plötzlich aus dem Leben reißen kann.

Das Motiv des Totentanzes: Der personifizierte Tod im Tanz mit den Menschen

Der Totentanz kam im 14. Jahrhundert im christlichen Spätmittelalter in Europa als eigene Kunst- und Literaturgattung auf. Zuerst wurde diese in Frankreich unter dem Namen „danse macabre“ bekannt. Motiv waren Menschen jeden Standes und Alters, die einen Reigen mit dem Tod tanzten. Dieser wurde als allegorische Figur dargestellt: Ein Leichengerippe, der personifizierte Tod. Das Bemerkenswerte und Makabere dieser Kunstwerke war die Verbindung zweier so unterschiedlicher Motive, das tragische Sterben und das fröhliche Tanzen. Auslöser für diese Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit und vor allem mit der Gleichheit aller Menschen im Tod waren die verheerenden Seuchen des Mittelalters und das Massensterben der Bevölkerung. Als die Pest in Europa wütete, starben Dutzende Millionen Menschen – ungeachtet ihres Geschlechts oder ihres Standes mussten sie dem Tod ins Auge blicken. Der Totentanz soll an die Endlichkeit alles Irdischen erinnern und vor Augen halten, dass Statuswerte wie Reichtum oder Macht im Augenblick des Sterbens obsolet werden.

Der Totentanz als Skulptur: Auch in der Moderne ein beliebtes Motiv

Der Basler Totentanz

Als eines der berühmtesten Werke des Totentanz-Motivs gilt der Basler Totentanz. Dieser wurde im Jahr 1440 von einem unbekannten Künstler auf die Innenseite des Laienfriedhofsmauer beim Dominikanerkloster gemalt. Das Kunstwerk war 2 Meter hoch und ganze 60 Meter lang. Auch beim Basler Totentanz wird der spätmittelalterliche Gesellschaftsaufbau widergespiegelt: Die einzelnen Sterbenden sind durch ihre Kleider und andere Attribute ganz klar als Angehörige einer bestimmten Gesellschaftsgruppe gekennzeichnet. Den Tanzzug der insgesamt 37 Tanzpaare führen die weltlichen und geistlichen Obrigkeiten an, ihnen folgen die Ständevertreter der Stadt. Am Ende des Reigens tanzen die damals am niedrigsten gestellten Vertreter der Gesellschaft: Bauer, Koch, Heide, Jude und Blinder. Sterben müssen sie jedoch alle.

 

Die 1362 erbaute Kirche San Vigilio in Trient mit dem bekannten Totentanz von Simone Bascheni

Totentanz in der Steiermark

Auch in der Steiermark gibt es einen bekannten zeitgenössischen Künstler, der sich mit dem Totentanz-Motiv auseinandersetzt: der aus Graz stammende Bildhauer und Künstler Manfred Erjautz. 1966 geboren, besuchte er in seiner Jugend in Graz an der HTBLA Ortwein den Zweig Bildhauerei und studierte anschließend von 1985 bis 1990 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Bruno Gironcoli. Erjautz lebt in Wien, gilt als einer der führenden Vertreter der heutigen Bildhauergeneration und hat bereits mit unterschiedlichsten Ausstellungen und Arbeiten im öffentlichen Raum künstlerische Meilensteine gesetzt. Als Mitglied der Wiener Secession und von Forum Stadtpark setzt er sich in seiner Kunst mit existenziellen Themen auseinander. Im Frühjahr und Sommer 2022 stellte er im Kulturzentrum “Kultum” bei den Minoriten eine mehr als 50-teilige Totentanzserie aus und orientierte sich dafür am bekannten Basler Totentanz. Erjautz transportierte dabei den im Spätmittelalter so ikonischen Umgang mit dem Tod in die Gegenwart und verband ihn mit dem technischen Fortschritt und den neuen Medien des 21. Jahrhunderts. In seiner Ausstellung findet sich unter anderem ein auf Augenhöhe schwebendes Skelett, das bei Berührung einen Wirbelsäulentanz beginnt und Totentanz-Originalmotive auf Holzschnitten und Kupferstiche, die mit dem Massenmedium des 21. Jahrhundert – dem Handy – digital bearbeitet, mit gegenwärtigen Attributen verschmolzen und durch den Drucker geschickt wurden.

Das Motiv des tanzenden Todes mit den noch-Lebendigen, gilt für Erjautz als zeitlos: Unsere Gegenwart besteht aus Krieg in Europa, den Schrecken einer tödlichen Pandemie und den existenziellen Sorgen und Ängsten, die mit der sich verändernden Realität einhergehen. In Bildern und Skulpturen kann diese Angst vor der Vergänglichkeit und dem Tod fassbar gemacht werden.

Beitrag veröffentlicht am 19. Oktober 2022
von Karolina Wiener
©️godongphoto / Shutterstock.com, Joaquin Ossorio Castillo / Shutterstock.com, Erik Laan / Shutterstock.com

Die (einstigen) steirischen Gesundbrunnen

Wenn der IC mit rund 100 Sachen durch die Station schießt, wird der Reisende kaum das Bahnhofsschild entziffern können. Dies bleibt dem Fahrgast eines Regionalzuges vorbehalten, wenn dieser in „Wörschach Schwefelbad“, so steht es weiß auf blau, einen kurzen Aufenthalt einlegt. Zwar zeugen heute nicht einmal Grundmauernfragmente von der Existenz des einst berühmten Kurbades, der Geruch von Schwefel ist das Einzige, das an die große Vergangenheit erinnert. Und die Stationsschilder am Bahnhof.

Aber immerhin ein Anlass, einen Blick auf eben diese Vergangenheit zu werfen, als sich noch kein Radkersburg, Loipersdorf, Waltersdorf, Blumau etc. mit dem Prädikat „Bad“ schmücken durfte, als man zwar zur Kur in die Steiermark fuhr, dort sich jedoch maximal mit Wannenbädern begnügen musste. So auch in Wörschach, wo man bereits im Jahre 1835 eine „Schwefelbadeanstalt“ errichtet hatte, die bald einen Bekanntheitsgrad als hervorragender Nothelfer bei Gicht, Rheuma und Ischias über die Grenzen des Kaiserreiches hinaus erlangte und in einem „Führer von der Salzach durch das Ennstal zur Traun“ auf vier Seiten großes Lob erfährt, wobei besonders hervorgehoben wird, „was den Gehalt an Schwefel und Radioaktivität anlangt, ist Wörschach Baden und Pystian (heute das slowakische Piestany) vollkommen gleichzustellen.“

 

Ein Werbe-Flyer für das Schwefelbad in Wörschach und das Kurhaus Wolkenstein

Das Prädikat „Bad“ blieb Wörschach zwar versagt, doch dafür wussten die Österreichischen Bundesbahnen die Attraktivität des Ortes zu würdigen und ergänzten im Jahre 1929 das Stationsschild „Wörschach“ mit einem Bindestrich und dem Zusatz „Schwefel­bad“. Das hat auch 93 Jahre später noch seine Gültigkeit, obwohl es das Schwefelbad seit 45 Jahren nicht mehr gibt, das Kurhotel bzw. das, was als Ruine übriggeblieben ist, im Jahre 1993 endgültig dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Dabei hatte es zu Beginn der Neunzigerjahre vielversprechende Bemühungen um eine zeitangepasste Nutzung der neun an einem Steilhang des Gameringsteines entspringenden Schwefelquellen seitens des Landes Steiermark gegeben.

Bernd Chibici schrieb damals im April 1990 in der „Kleinen Zeitung“: „Der vielfach kurprojekterprobte Bau-Hofrat Franz Josel ist auf der einen Seite bemüht, das Vorhaben optimal zu realisieren und Holdingchef Leopold Gartler versucht bereits jetzt, das Endprodukt auf den derzeit sehr munteren Markt zu werfen.“

Andere Region, gleiches Schicksal, nämlich zu geringe Schüttung und ein Mineralwasser, das für den Badebetrieb mit Fremdenergie auf eine annehmbare Temperatur gebracht werden musste, bedeutete auch in der Weststeiermark das Aus für ein Traditions-Heilbad – die ­Stainzer Johannes­quelle, auch als Bad ­Sauerbrunn in der „Höller Hansl“-Heimat in Erinnerung. Wo bis zu seinem Abriss im Jahre 1984 ein verwunschen wirkendes, vom Verfall gezeichnetes Gasthaus stand, in dem man bis 1970 noch ziemlich natur­belassene Wannenbäder in einem Säuerling, der Linderung bei Gicht und einem Dutzend anderer Wehwehchen versprach, nehmen konnte, ist heute ein idyllischer Rastplatz mit Bankerln eingerichtet, neben dem Stainzbach plätschert aus einem Bründerl ein gut daumendicker Wasserstrahl mit dem noch immer begehrten Säuerling, der heute gratis von jedermann abgefüllt werden darf.

Stainz und Johannesbrunnen, wie könnte es anders sein, als dass nicht Erzherzog Johann dahintergestanden wäre. So war es auch im Jahre 1840, als der Kaiser-Bruder die ­Quelle kaufte. 1875, schon unter einem neuen Besitzer, wurde sie neu gefasst, ein kleines Wannen-Kurbad eingerichtet und 1933 sogar als Heilquelle anerkannt.

Wie in Wörschach versuchte man auch in Stainz mit Landeshilfe einen Neustart, Landesbauhofrat Dipl.-Ing: Franz Josel erinnert sich mit ein wenig Wehmut an dieses Projekt. „Es sollte ein kleines, aber feines Schaffel­bad werden, für 70 Tagesgäste, nicht mehr, gut 20 Millionen Schilling hätte das Land dafür in die Hand genommen, ein Architektenwettbewerb war schon in Vorbereitung.“ Mit einer doppelseitigen Reportage von Peter Riedler und dem schlagkräftigen Titel „Millionenspritze gegen die Gicht“ verbreitete auch die Kronen Zeitung eine optimistische Grundstimmung für das Projekt, doch: „Es scheiterte letztendlich nicht nur an der geringen Schüttmenge, sondern auch am regionalen politischen Nachdruck, der eine Grundvoraussetzung für ein derartiges Projekt ist“, so Franz Josel.

Dipl.-Ing Franz Josef (m.) bei der Projektebsprechung.
Auch die „Steirerkrone“ räumte dem Projekt Zukunftschancen ein.

Ein ehemaliger Nobelkurort, der heute eine vollkommen andere Funktion hat: Tobelbad. Dieses Heilbad wurde zum Inbegriff für medizinische Großleistungen auf dem Gebiet der Rehabilitation auf Grund von Berufskrankheiten und Unfällen. 1949 wurde es von der AUVA erworben, 1951 behandelte man dort erstmals Querschnittgelähmte und ein Jahr später wurde die Rehabilitationsabteilung eröffnet und eine ständige Weiterentwicklung ließ diesen Standort zu einem international anerkannten medizinischen Forschungs- und Betreuungszentrum werden.

International bekannt jedoch war ­Tobelbad schon viele Jahrzehnte zuvor – als mondänes Kurbad. Die Heilkraft des 23 bis 26 Grad warmen Wassers war schon im Frühmittel­alter bekannt, erstmals erwähnt wurde sie dann 1241 unter Herzog Friedrich dem Streitbaren. Bereits 1578 erfolgte die Errichtung eines Badehauses über der Ludwigsquelle und im Jahre 1613 eines über der Ferdinandsquelle. Kaiserin Maria Theresia gönnte ihren invaliden Offizieren einen Genesungsaufenthalt in Tobelbad und im 19. Jahrhundert verbrachten dort auch ein Robert Hamerling, ein Richard Heuberger, Komponist der Operette „Der Opernball“, Johann Strauß und der Literat Leopold von Sacher-Masoch einige Wochen ihrer Gesundheit zuliebe.

Prominente Namen schützen den Kurort bei Graz jedoch nicht davor, bedenklich zu verludern und so erwies es sich als besonderer Glücksfall für Tobelbad, dass ein gewisser Gustav Robert Paalen, Erfinder, Schöngeist und Kunstmäzen, Geschäftsmann mit internationalen Beziehungen, aus jüdischem Hause stammend, aber zum Protestantismus konvertiert, im Jahre 1909 die Kuranstalt kaufte und sofort in einem Ausmaß sanierte, dass bereits ein Jahr später selbst Kaiser Franz Joseph zur Wiedereröffnung gekommen war, was ihm mit einem Denkmal ehrerbietigst gedankt wurde. Doch abseits von Glanz und Glorie gediehen auch Kur-Skandälchen.

In ebendiesem Sommer war auch Alma Mahler mit ihrer Tochter Anna Justine nach Tobelbad gekommen und hatte dort den deutschen Bauhausarchitekten Walter Gropius kennengelernt, was wieder von ­Gustav Mahler gar nicht goutiert wurde. Denn wie es das Schicksal wollte, landete ein glühender Liebesbrief von Gropius statt in den Händen ­Almas auf dem Schreibtisch des Komponisten. Der Rest ist rasch erzählt: Gustav Mahler starb bekanntlich im Jahre 1911, Alma Mahler schrieb sich von 1915 bis 1920 mit Familiennamen Gropius, bis dann Franz Werfel auf den Plan trat.

Das Heilwasser der Stainzer Johannesquelle kann heute gratis abgefüllt werden.

Doch soll hier nicht nur von vergangenen heilenden und sonstigen „Wannen-Wonnen“ die Rede sein, „Arzneiwasser“ oder auch „Sauerwasser“ – wie es der Volksmund häufig nannte – wurde in Flaschen abgefüllt und in gar manchem Haushalt wird man sich an das eine oder andere Etikett noch erinnern.

Der frühere Landes-Hydrogeologe Dr. Hilmar Zetinigg, Hofrat in Graz und Universitätsprofessor an der Montanuni in Leoben, hat in seiner akribischen Arbeit „Die Mineral- und Thermalquellen der Steiermark“ selbiges aufgelistet und dabei insgesamt 74 derartiger Vorkommen erfasst. Viele von diesen wurden durch Hochwässer verschüttet, andere mussten aus hygienischen Gründen geschlossen werden, weil sie Keime weit über alle Grenzwerte hinaus aufwiesen, aber alle haben sie eine interessante, häufig viele hundert Jahre alte Geschichte.

Wer erinnert sich an den Kalsdorfer Sauerbrunn und sein Ende im Jahre 1970, an die Gleichenberger und an die Rachauer Emmaquelle, an den Hengsberger Sauerbrunn? Nicht zu vergessen das Fentscher-Wasser, das sich einen besonderen Ruf als „Kropfbründl“ erworben hatte. Bevor in den Jahren von 1926 bis 1928 das Murkraftwerk Pernegg einschließlich Oberwasserkanal errichtet worden war, fuhr man auf der Strecke Bruck – Graz durch Zlatten, wo sich die „Hildesquelle“ beim Lindenbrunnen großer Beliebtheit erfreute. Seit damals fließt sie ungenutzt in den Zlattenbach. Von Bad Aussee bis Bad Radkersburg reichen die Quellen mit den besonderen Wässern.

Die Ulrichsquelle in Stanz im Mürztal ist in der Region bekannt, ebenfalls eine Reihe weiterer Säuerlinge im Raum des benachbarten Aller­heiligen, die den ehemaligen Landeshauptmannstellvertreter Dipl.-Ing Leopold Schöggl als Fürsprecher zwecks Nutzung für ein bescheidenes Bad namens „Rosegger Therme“ gefunden haben. Der Erfolg versuchter Überzeugungsarbeit bei den zuständigen Förderstellen des Landes lässt bis jetzt noch auf sich warten.

 

Umso erfolgreicher ist es dafür bei der Revitalisierung des Thalheimer Schlossbrunnens gelaufen. Nach wirtschaftlichen Schleuderkursen bis hin zu Verfall und Stilllegung hat nun Didi Mateschitz Geld und Zügel in die Hand genommen und jetzt gibt es das einst berühmte Heilwasser wieder als prickelnd oder still, auch als Limonade in sechs Geschmacksrichtungen und – man liest richtig – als Bier, gebraut mit Heilwasser.

 

Beitrag veröffentlicht am 19. September 2022
von Dieter Rupnik
© beigestellt

Aktiv altern: Interview zum langen Tag der Demenz

 

Was ist SALZ und wofür steht die Initiative?

Salz – Steirische Alzheimerhilfe ist ein Angehörigen-Verein. Wir vertreten deren Interessen und Anliegen aber wir geben auch Raum, damit Angehörige sich treffen und austauschen können. Es ist wichtig, in einem geschützten und anonymen Umfeld über die Trauer, die Frustration und über die Wut der Krankheit gegenüber sprechen zu können. Die eigene Ratlosigkeit zu thematisieren und gleichzeitig Tipps und Rat im Umgang mit Demenz zu bekommen hilft, Ressourcen zu erkennen und Hoffnung zu schöpfen.

Wir engagieren uns überdies in Projekten oder initiieren selbst welche, die dazu führen, dass das Leben mit Demenz leichter wird. Außerdem glauben wir, dass nur eine gute Vernetzung von Professionisten in der Region eine gute Versorgung gewährleisten kann und wir investieren in dieses Ziel viel Zeit.

 

Warum ist Ihnen das Thema Demenz so ein wichtiges Anliegen?

Wir von Salz sind oder waren Angehörige und wissen, wie belastend die Diagnose für die gesamte Familie ist. Wir wollen unsere Erfahrung weitergeben und helfen. Die Krankheit ist noch immer stark stigmatisiert und tabuisiert und zu lange werden Angehörige sowie Betroffene alleine gelassen. Das wollen wir ändern und dafür setzen wir uns ein.

 

Worum geht es beim Tag der Demenz, den Sie heuer veranstalten?

Heuer dreht sich der Lange Tag der Demenz um das Thema Zeit. In unserer sehr effizienten und geschwindigkeitsorientierten Welt bleiben viele zurück, die mehr Zeit brauchen würden. Die zunehmende Automatisierung, wie Selbstbedienungskassen, Fahrscheinautomaten, elektronisches Bankensystem, machen die Teilhabe von Menschen mit Demenz immer schwieriger. Daher stellen wir uns dieses Mal die Frage: „Wieviel Zeit braucht ein Mensch mit kognitiven Einschränkungen und was bedeutet das in unser aller Alltag?

In den drei Tagen vom 21.9. – 23.9. werden wir zu diesem Thema einen Gottesdienst feiern, einen Film sehen, öffentlich diskutieren, am Markt informieren und künstlerische Akzente setzen. Dazu sind alle Menschen geladen, die sich für das Thema, ob aus aktuellem Anlass oder präventiv, interessieren und sich mit Menschen mit Demenz und deren Familien solidarisieren möchten.

Was erwarten Sie sich von öffentlichen Stellen zum Thema Demenz?

Zurzeit gibt es viele engagierte Initiativen in diesem Bereich. Eine Zusammenführung dieses Wissens zumal in einer Form, die für Betroffene und Angehörige praktikabel ist, sowie eine Vernetzung der damit verbundenen Akteur/innen wäre wünschenswert. Außerdem ist nach wie vor unsere dringlichste Forderung nach individueller, flexibler Alltagsassistenz als Unterstützung für Betroffene im leichten Stadium und in weiterer Folge zur Entlastung der betreuenden Angehörigen.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft in Bezug auf die Aufmerksamkeit und öffentliche Wahrnehmung des Themas Demenz?

Eine Sensibilisierung in Wort und Bild. Das Bild des alten Menschen muss generell ein differenzierteres werden. Dem Menschen muss seine Individualität und Würde bewahrt werden und er darf nicht hinter Statistiken oder Klischees verschwinden. Menschen mit kognitiven Einschränkungen sollen nicht zu einer anonymen Masse werden, über die man hauptsächlich defizitorientiert spricht. So unterschiedlich wie wir Menschen nun einmal sind, ist auch die Ausprägung des Verhaltens bei Demenz. Es gibt erstaunlich kreative und erfolgreiche Ansätze, mit diesem Schicksalsschlag fertig zu werden. Genauso verhält es ich bei uns Angehörigen. Natürlich ist die Betreuung oft sehr herausfordernd, aber auch hier sind Familien sehr einfallsreich, wenn es um einen guten Umgang mit dem betroffenen Menschen und mit der eigenen Selbstfürsorge geht. Darüber würde ich gerne mehr lesen, sehen oder hören.

 

Veranstaltungstipp:

Beitrag veröffentlicht am 12.09.2022
© Luef Light

Interview: „Wir lassen in der Steiermark niemanden zurück.“

Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang und Soziallandesrätin Doris Kampus im Abenteuer Alter-Interview über die Teuerung, den Steiermark Bonus und warum Zusammenhalt gerade jetzt wichtig ist.

Frau Landesrätin, Herr Landeshauptmann-Stellvertreter, die Teuerung ist seit einiger Zeit das große Thema, das die Menschen in der Steiermark bewegt. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation?

DORIS KAMPUS: Wir erleben es jeden Tag, dass das Leben in fast allen Bereichen teurer geworden ist. Von den Lebensmitteln über das Tanken bis zu den Energiepreisen. Den Steirerinnen und Steirern bleibt weniger in der Geldbörse. Das trifft alle Menschen, aber Menschen mit geringerem Einkommen besonders. Dazu kommt, dass sich die allermeisten von uns gar nicht mehr an eine solche Situation erinnern. Zum letzten Mal war die Inflation vor 50 Jahren so hoch. Das macht vielen Menschen verständlicherweise Sorgen, und sie fragen sich: Kann ich mir das oder das noch leisten? Wie kann ich Strom oder Heizöl sparen? Diese Sorgen höre ich auch immer wieder bei meinen Sozialsprechstunden in den steirischen Regionen.

ANTON LANG: Als Sozialdemokratie können und werden wir es nicht hinnehmen, dass sich immer mehr Menschen das Leben nicht mehr leisten können. Mittlerweile spüren rund 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher die Teuerungswelle. Wir sehen, dass gerade zahlreiche Pensionistinnen und Pensionisten besonders betroffen sind. Noch dazu haben sie keine Möglichkeit ihre Situation von alleine zu verbessern. Daher haben wir bereits am 1. Mai eine vorgezogene Pensionserhöhung gefordert, denn für mich ist klar, dass wir unsere älteren Mitmenschen, die ihr Leben lang viel für unser Land geleistet haben, jetzt nicht im Stich lassen dürfen.

Welche politischen Konsequenzen haben Sie aus dieser Entwicklung gezogen? Es ist ja auch noch nicht abzusehen, wie es weitergeht und wie lange die Teuerung anhält.

KAMPUS: Der Herr Landeshauptmann-Stellvertreter und ich sind seit Monaten in enger Abstimmung, auch mit unserem Koalitionspartner. Wir waren österreichweit unter den ersten Bundesländern, die den Heizkostenzuschuss im Herbst 2021 um 42 Prozent auf 170 Euro angehoben haben. Mit dem Steiermark Bonus, der jetzt ab 1. Juli ausbezahlt wird, erreichen wir jetzt 50.000 Steirerinnen und Steirer in 30.000 Haushalten. Das sind die Bezieherinnen und Bezieher des Heizkostenzuschusses im letzten Winter und diejenigen, die im Mai Wohnunterstützung bezogen haben. Wir erreichen mit dem Bonus zu 80 Prozent ältere Menschen, und zwei Drittel davon sind Frauen.

LANG: Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Land Steiermark mit enormen Einnahmenverlusten zurechtkommen. Da wir aber in den letzten Jahren stets gut gewirtschaftet haben sind wir nun auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig. Als Landesregierung haben wir daher ein Paket mit einem Volumen von rund zwölf Millionen Euro geschnürt. Neben sozialen Maßnahmen beinhaltet dieses Paket auch Unterstützung für den geförderten Wohnbau. Als Verkehrsreferent war es mir besonders wichtig, auch unsere Verkehrsunternehmen zu unterstützen, die sehr stark unter den Dieselpreissteigerungen leiden. Nur so konnten wir sicherstellen, dass die Steirerinnen und Steirer auch in Zukunft die Möglichkeit haben die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Auch wenn die Budget durch die Corona-Pandemie und Teuerung belastet sind, wird es möglicherweise weitere Maßnahmen brauchen. Oder erwarten Sie, dass sich die Situation entspannt?

LANG: Aufgrund der unsicheren Corona-Lage und dem schrecklichen Krieg in der Ukraine sind Prognosen für das kommende Jahr sehr schwierig. Grundsätzlich sind die Maßnahmen der Bundesregierung, insbesondere die Abschaffung der kalten Progression, zu begrüßen. Durch die vorgestellten Maßnahmen der Bundesregierung kommt es für die Steiermark und unsere Kommunen aber neuerlich zu massiven Einnahmenverlusten, welche das Nulldefizit erneut in weite Ferne rücken lassen. Insgesamt rechnen wir in der Steiermark derzeit, dass die gesamten Maßnahmen dem Land und den Gemeinden rund eine Milliarde Euro bis 2026 kosten werden. Daher braucht es eine klare finanzielle Unterstützung des Bundes für Länder und Gemeinden.

KAMPUS: Wir können als SPÖ versprechen, dass wir immer für die soziale Handschrift in der Steiermark sorgen und niemanden zurücklassen werden. Da können uns die Steirerinnen und Steirer vertrauen, weil wir es auch bisher bewiesen haben. Natürlich ist es wichtig, dass wir solide Finanzen haben, und  da sorgt Landeshauptmann-Stellvertreter und Finanzreferent Anton Lang dafür. Wichtig ist aber, dass wir auch in den kommenden Monaten, in denen vieles geschehen kann, genau auf die Entwicklung hinschauen und zielgerichtet reagieren, wie wir es mit dem Steiermark Bonus bereits getan haben.

350.000 Steirerinnen und Steirer sind mehr als 60 Jahre alt – etwa jede und jeder vierte im Land. Was tut die Steiermark sonst noch für die ältere Generation?

LANG: Ein wesentlicher Bestandteil zur Teilhabe am öffentlichen Leben ist für mich die Möglichkeit mobil zu bleiben. Daher investieren wir als Land Steiermark viel Geld in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Einerseits bauen wir unser S-Bahn Angebot aus, andererseits verstärken wir das RegioBus Angebot in den steirischen Regionen. Auch der Ausbau des Mikro-ÖV ist insbesondere für die ältere Generation von großer Bedeutung. Mein Dank gilt auch allen Steirerinnen und Steirer, die sich in verschiedenen Verbänden für unsere älteren Mitmenschen einsetzen.

KAMPUS: Wir im Sozialressort sind im engen Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Seniorenverbände in unserem Seniorenbeirat. Ich freue mich auch, dass die Seniorenurlaubsaktion heuer wieder stattfinden kann. Und aktuell arbeiten wir gerade an einem Schwerpunkt, um Seniorinnen und Senioren besser vor Cyber Crime zu schützen.

Die ältere Generation hat sich in der Pandemie sehr solidarisch verhalten und in großen Teilen impfen lassen, andere hingegen nicht. Ist der Zusammenhalt in der Gesellschaft nun wieder da?

KAMPUS: Mit dieser Art von Verantwortungsbewusstsein haben die Seniorinnen und Senioren wieder einmal gezeigt, dass sie gute Vorbilder sind. Dafür ein großes Danke!

LANG: Zusammenhalt ist für mich einer der wesentlichen Grundwerte unserer Gesellschaft. Daher müssen wir gerade jetzt wieder enger zusammenrücken, denn nur gemeinsam werden wir die kommenden Herausforderungen meistern.

Beitrag veröffentlicht am 27. Juli 2022
©Peter Drechsler

 

Erwin Wendl: Mit 100 Jahren ist noch lange nicht Schluss

Seit 1979 ist DI Erwin Wendl Mitglied im Golfclub Murhof. Der ehemalige Ziviltechniker hält sich auch mit 100 Jahren noch mit Golf fit. Jetzt wurde er vom österreichischen Golfpräsidenten Peter Enzinger und dem Präsidenten des Steirischen Golfverbandes Kurt Klein ausgezeichnet.

Golf ist bekanntlich ein Sport für Jung und Alt. Und bekannt ist auch, dass Bewegung den Körper fit hält. Wer regelmäßig Sport treibt und einen gesunden Lebensstil pflegt, hat zumindest bessere Aussichten auf ein langes Leben. Es gibt sogar Statistiken über einen Zusammenhang zwischen Sport, guter Ernährung und einem höheren Glücksgefühl. Auch Erwin Wendl antwortet auf die Frage, wie er sich so fit hält: „Bewegung ist alles“. Er war aber auch schon in der Jugend sportlich sehr aktiv. Als Mitglied des Nationalteams und des Handballclubs des GAK zählte er zu den besten Spielern, wurde österreichischer Meister und gewann sogar die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft 1946.

Anlässlich der Auszeichnung am Golfclub Murhof war auch der ehemalige Polizeidirektor von Graz, Charly Müller im Golf-Flight mit dabei, der mit seinen 90 Jahren auch noch fit wie ein „Golf-Schuh“ ist.

 

Klicken Sie sich hier durch die Fotogalerie:

 

veröffentlicht am 6. Juli 2022
Fotos: Abenteuer Alter

ÖGK lädt Bevölkerung zu Gesundheits-Checks ein

Die Österreichische Gesundheitskasse verschickt in den Monaten April bis Juni insgesamt 450.000 Einladungen zur Vorsorgeuntersuchung (Gesundheits-Check) an die Versicherten aus.
Empfohlen wird der Gesundheits-Check Personen unter 40 Jahren alle drei Jahre. Ab dem 40 Lebensjahr wird jedes zweite Jahr empfohlen. Diese Vorsorgeuntersuchung kann auch ohne persönliche Einladung von allen Personen ab 18 Jahren in Anspruch genommen werden, sofern die letzte Vorsorgeuntersuchung länger als ein Jahr zurückliegt.

Der Gesundheits-Check kann bei allen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten mit entsprechendem Vertrag sowie in den Gesundheitszentren der ÖGK vorgenommen werden. Eine kostenlose Serviceline (0800 501 522) steht von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr für allgemeine Informationen zur Vorsorgeuntersuchung zur Verfügung. Wird eine Untersuchung in einem Gesundheitszentrum gewünscht, können die Versicherten den Termin direkt über die Serviceline buchen. Zum Gesundheits-Check bitte die e-card mitbringen.

Auch in Corona-Zeiten bietet Ihnen der Gesundheits-Check die Möglichkeit, gemeinsam mit Ihren Ärztinnen und Ärzten Wege zu finden, um länger und gesünder zu leben!

Mehr Informationen zur Österreichischen Gesundheitskasse finden Sie hier: ÖKG.

31.3.2021
Bildquelle: Shutterstock

Allerheiligen-Wochenende im Zeichen von Corona

Neue Maßnahmen werden von der Regierung am Samstag bekanntgegeben. Gottesdienste auf Friedhöfen entfallen, stattdessen ist eine Do-it-yourself-Segnung möglich.

Die CoV-Ampelkommission hat entschieden: Ganz Österreich wird auf Rot gestellt. Es ist eine Premiere. Bei keiner Schaltung bislang wurde eine Gesamteinschätzung vorgenommen. Zusätzlich gibt es Risikoeinstufungen auf Bundesländer- und Bezirksebene. In der Steiermark herrscht mit Ausnahme des gelben Bezirks Murau Rot vor.

Die Regierung will am Samstag neue Schritte gegen die Ausbreitung des Coronavirus bekanntgeben, ein neuerlicher Lockdown wird erwartet. Sollten die derzeit hohen Neuinfektionszahlen weiter steigen, drohe bereits „Mitte, Ende November“ die Überlastung der Intensivstationen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Wie genau ein zweiter Lockdown aussehen wird,

An den Tagen rund um Allerheiligen, die sonst von vielen Gräbersegnungen und zahlreichen Familientreffen bestimmt werden, wird in diesem Jahr allerorts Zurückhaltung nahegelegt. Die Bischofskonferenz rät von größeren Familienzusammenkünften ab, Gottesdienste auf den Friedhöfen entfallen überhaupt. Es gibt jedoch Übertragungen online, im Fernsehen und im Radio wie beispielsweise die Homepage der Diözese Graz-Seckau informiert. Viele Pfarren verteilen Weihwasserfläschchen für die eigene „Do-it-yourself“-Segnung der Grabstätten, da alle Getauften um Gottes Segen bitten dürfen.

Beitrag veröffentlicht am 30. Oktober 2020
Bildquelle: Shutterstock