Mobile Dienstleister – mit Herz

Wo Pflegeheime anhand bestehender Strukturen umfassend für die Bewohner:innen sorgen, hat man im privaten Bereich die Qual der Wahl. Viele Einsatzgebiete und Differenzierungen ergeben ein breites Spektrum an Leistungsanbietern. Unterstützung im Haushalt, Begleitung zum Arzttermin oder ein Gespräch gegen die Einsamkeit, hier ist für jeden etwas dabei.

Am Foto ist zu sehen wie die Pflegerin der Gepflegten beim Aufstehen hilft.
Die Heimhilfe leistet umfassende Unterstützung im Alltag, geben Sicherheit und entlasten die Angehörigen.

Heimhilfe

Die Leistungen der Heimhilfe zur Unterstützung in der Haushaltsführung werden von den Organisationen der Mobilen Pflege- und Betreuungsdienste/Hauskrankenpflege angeboten.

Tipp

Bei einem zusätzlichen Bedarf an Haushaltstätigkeiten (z. B. Woh­nungsputz, einfache Gartenarbeit) informieren Sie sich ggf. über die Mög­­lichkeit des Dienstleistungsschecks unter: www.dienstleistungsscheck-online.at

Einige Gemeinden bieten zusätzlich ehrenamtliche Einkaufs- und Bringdienste an, z. B. für Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs oder aus der Apotheke – erkundigen Sie sich bei Ihrem Gemeindeamt.
Services, die von Heimhilfen erbracht werden, sind z. B. Wäschepflege, Beheizen der Wohnung, Erledigung von Einkäufen, Zubereitung von kleinen Mahlzeiten (z. B. Frühstück), Reinigung des unmittelbaren persönlichen Lebensumfeldes.

Nicht im Leistungsumfang enthalten sind Wohnungsgroßputz, Leistungen für Angehörige, haustechnische Leistungen u. Ä.

Die betreuende Organisation ermittelt für Sie den zu leistenden Kostenanteil und informiert über mögliche Förderungen und Unterstützungen. Erkundigen Sie sich über Serviceanbieter bei Ihrem Gemeindeamt, der Pflegedrehscheibe Steiermark oder bei der Hauskrankenpflege.

Am Foto ist die junge Pflegerin mit der Gepflegten zu sehen.
Die mehrstündigen Alltagsbegleiter führen keine Pflegetätigkeiten durch. Sie begleiten außer Haus und wirken mit Gesprächen der Einsamkeit entgegen.

Mehrstündige Alltagsbegleitung

Als zusätzliches Leistungsangebot im Rahmen der Hauskrankenpflege in der Steiermark ist die mehrstündige Alltagsbegleitung vielfach bei Klient:innen unterwegs.

Die/der Alltagsbegleiter:in beaufsichtigt, unterstützt und begleitet ältere und pflegebedürftige Menschen für mehrere Stunden am Tag (z. B. Gespräche führen, gemeinsame Besuche, außerhäusliche Erledigungen). 

Alltagsbegleiter:innen führen keine medizinisch-pflegerischen Tätigkeiten oder Haushaltstätigkeiten aus. Bei Bedarf ist eine Fachkraft für die pflegerischen Tätigkeiten, die im Verlauf des Einsatzes anfallen, hinzuzuziehen. Die betreuende Organisation ermittelt für Sie den zu leistenden Kostenanteil und informiert über mögliche Förderungen und Unterstützungen. Fragen Sie hierzu bei Ihrem Gemeindeamt, der Pflegedrehscheibe Steiermark oder bei der Hauskrankenpflege.

Tipp

Der/die Alltagsbegleiter:in kann einen wertvollen Beitrag zur Entlastung der pflegenden Angehörigen darstellen. Die Alltagsbegleiter:innen verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung zur Heimhilfe und Begleiten auch bei Behördenwegen.

Am Foto ist die Pflegerin zu sehen, die von der Gepflegten umarmt wird.
Die Besuchs- und Begleitdienste der Pfarren sin ehrenamtliche Mitarbeiter:innen.

Besuchs- und Begleitdienst

Der Isolation und der Einsamkeit sagen die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen diverser privater sozialer Einrichtungen und Pfarren mit dem Besuchs- und Begleitdienst den Kampf an. 

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter:
innen begleiten bei Terminen außer Haus oder auch bei Spaziergängen. Ziel ist es, der Einsamkeit
entgegenzuwirken und die Eigenständigkeit von älteren Menschen zu fördern. Die Besuchsdienste beinhalten keine Pflege- und Haushaltstätigkeiten. 

Die Inanspruchnahme ist kostenlos. Die Finanzierung erfolgt meist durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsorenmittel. Informationen zur Verfügbarkeit erhalten Sie bei Ihrem Gemeindeamt, Hauskran­kenpflegeorganisation oder Ihrer Pfarre.

Tipp

Häufigkeit, Dauer und Betreuungszeitpunkt werden direkt mit dem Anbieter vereinbart. Was ansteht, machen sich die Betreuungsperson und der/die Klient:in meist direkt aus.

Wichtiges

Weitere Informationen und kostenlose Beratung erhalten Sie HIER bei den Pflegedrehscheiben des Landes Steiermark.

 

Foto: © PeopleImages.com – Yuri A / Shutterstock.com

 

Bühnen Graz – Smarter Kulturgenuss

Die Bühnen Graz sorgen zuverlässig für kulturelle Unterhaltung der Sonderklasse. Mit den verschiedenen Locations und Stilrichtungen bleiben kaum Wünsche offen. Ein besonderes Geschenk für Kulturbegeisterte haben die Bühnen Graz mit der Bühnen Graz Card ins Leben gerufen. Bernhard Rinner, Geschäftsführer der Bühnen Graz, dazu im Interview.

Am Foto ist Herr Bernhard Rinner, Geschäftsführer der Bühnen Graz zu sehen.
Mehr Kultur und mehr Flexibilität, dafür steht Bernhard Rinner und sein Team.

Vielfalt belebt

Herr Rinner, die Bühnen Graz vereinen mit Oper Graz, Schauspielhaus Graz, Next Liberty sowie Orpheum Graz, Dom im Berg und Schlossbergbühne Kasematten ein breites Spektrum an Kunstformen. Welche Rolle spielt diese Vielfalt für Graz?

Bernhard Rinner: Eine enorme! Die Bühnen Graz sind nicht nur die größte Kulturinstitution der Stadt, sondern auch ein wesentlicher Identitätsstifter für Graz und die Steiermark. Wir bieten für jedes Alter, für unterschiedlichste Geschmäcker und Interessen ein facettenreiches Angebot – von großen Opernklassikern über mutiges Schauspiel bis hin zu Kabarett, Rock- und Popkonzerten. Unsere Häuser sind Orte der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration – das macht sie so wertvoll für eine lebendige Stadtgesellschaft.

Sie sprechen von Inspiration. Welche Bedeutung hat Kultur über das rein Künstlerische hinaus?

Rinner: Kultur ist weit mehr als Unterhaltung. Sie ist ein Spiegel der Gesellschaft, ein Diskussionsraum, ein Bildungsauftrag. Theater, Musik und Kunst regen zum Nachdenken an, fordern auf, sich mit unterschiedlichen Perspektiven auseinanderzusetzen, und fördern das kritische Denken. Gerade in einer Zeit, in der einfache Antworten oft verlockend erscheinen, braucht es Orte, an denen Vielfalt und Meinungsfreiheit bewusst gelebt werden. Kultur ist die Grundlage jeder demokratischen Gesellschaft – sie hält uns zusammen.

Kultur entlastet

In Zeiten, in denen viele gesellschaftliche Bereiche auf Effizienz getrimmt sind, wird Kultur oft als „Luxus“ betrachtet. Wie begegnen Sie diesem Argument?

Rinner: Ich halte das für einen Trugschluss. Kultur ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Sie stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, schafft emotionale Erlebnisse und inspiriert zu Neuem. Zahlreiche Studien belegen, dass kulturelle Teilhabe auch positive Auswirkungen auf die individuelle Lebensqualität hat – sie fördert das Wohlbefinden, hält geistig fit und sorgt für soziale Integration. Zudem darf man die wirtschaftliche Bedeutung nicht unterschätzen: Der Kultursektor schafft Arbeitsplätze und generiert enorme Wertschöpfung für Städte und Regionen.

Stichwort Verantwortung: Die Bühnen Graz setzen zunehmend auf Nachhaltigkeit. Was bedeutet das konkret?

Rinner: Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema für uns – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. 

Seit dem Frühjahr 2024 sind wir der erste und bislang einzige Theaterkonzern im deutschsprachigen Raum, der in seiner Gesamtheit mit nachhaltigen Gütesiegeln zertifiziert wurde. Unsere Bühnen setzen auf umweltfreundliche Produktionstechniken, unser Ticketing wird laufend nachhaltiger gestaltet, zudem achten wir darauf, faire Arbeitsbedingungen und langfristige Entwicklungsperspektiven für unsere Mitarbeiter:innen zu schaffen. Kultur bedeutet für uns nicht nur, über die Zukunft nachzudenken, sondern sie aktiv mitzugestalten.

Am Foto ist Herr Rinner mit einem Scheinwerfer zu sehen.
Die Bühnen Graz Card ist online und im Ticketzentrum erhältlich. Sie zeigt wie Kultur in Graz und in der Steiermark gelebt wird.

Jugendarbeit

Apropos Zukunft: Wie gelingt es den Bühnen Graz, neue Zielgruppen anzusprechen, ohne das Stammpublikum aus den Augen zu verlieren?

Rinner: Das ist eine unserer spannendsten Herausforderungen. Wir wollen Menschen für Kultur begeistern – ob Jung oder Alt, erfahrene Theatergänger:innen oder Neulinge. Das gelingt einerseits durch ein vielseitiges Programm, andererseits durch gezielte Angebote wie Einführungsgespräche, Publikumsgespräche oder moderierte Konzerte. Zudem setzen wir verstärkt auf digitale Formate, um unser Publikum auch außerhalb des Theaters zu erreichen.

Dankeschön

Im vergangenen November hat das jüngste Produkt der Bühnen Graz das Licht der steirischen Kulturszenerie erblickt: die „Bühnen Graz Card“. Sie soll sich bereits jetzt als voller Erfolg erwiesen haben. Worin begründet sich dieser?

Rinner: Die Bühnen Graz Card ist unser Dankeschön an alle, die regelmäßig Kultur genießen. Sie bietet exklusive Vorteile – wie 30 % Ermäßigung, Vorkaufsrechte oder spezielle Events – ohne dabei an fixe Vorstellungszeiten, wie beim klassischen Abonnement, gebunden zu sein. Das Konzept ist einfach: Wer sich für Kunst und Kultur interessiert, soll möglichst unkompliziert und flexibel daran teilhaben können. Unsere Bühnen Graz Card ist online und im Ticketzentrum erhältlich – und sie zeigt, wie sehr Kultur in Graz und in der Steiermark gelebt wird.

 

Alle Informationen über die Bühnen Graz und die Bühnen Graz Card unter www.buehnen-graz.com

Tickets für alle Vorstellungen und Spielplanübersicht unter www.ticketzentrum.at sowie im Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz, Tel. 0316 / 8000

 

Foto: © Marija Kanizaj

Dr. Riedl klärt auf – Übergewicht

Mehr als bloß ein paar Kilos zu viel auf der Waage: Adipositas ist eine chronische Erkrankung, bei der sich das Fettgewebe im Körper überdurchschnittlich vermehrt. Welche Macht die Gene haben und welche Strategien Wirkung zeigen.

Am Bild ist Dr. Matthias Riedl, Ernährungs-Doc zu sehen.
Eine pflanzenbasierte Ernährung als auch regelmäßige Bewegung sind für einen gesunden Körper so notwendig wie das tägliche Zähneputzen. © Andreas Sibler

Das Problem mit Übergewicht ist weit verbreitet: Bei 35 Prozent der Erwachsenen hierzulande zeigt die Waage mehr als bloß ein paar Kilos zu viel an. Sie haben einen Body-Mass-Index (BMI) von 25 und höher – einem Wert, der das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Rund 17 Prozent leiden an Adipositas, einer chronischen Ernährungs- und Stoffwechselstörung. Nach der aktuell gültigen Definition der Weltgesundheitsorganisation liegt eine Adipositas bei Menschen ab einem BMI von 30 vor. 

Allerdings ist es auch mit einem vermeintlich niedrigen BMI möglich, dass die Verteilung von Körperfett gesundheitsschädlich ist. Denn es macht einen wesentlichen Unterschied, wo Fettgewebe abgespeichert wird. Daher wird derzeit auch diskutiert, ob für eine Diagnose nicht eine grundsätzliche Erhebung weiterer Daten zum Körperfett wichtig wäre – etwa Messungen zum Taillenumfang, dem Verhältnis Taille zu Hüfte oder Taille zu Körpergröße. Der Body-Mass-Index steht schon länger in der Kritik, allein zu wenig aussagekräftig in Bezug auf Adipositas zu sein. Das bestätigt auch Ernährungsmediziner Matthias Riedl. „Derzeit läuft die Definition noch streng über den BMI. Man kann jedoch einen relativ normalen BMI und dennoch einen großen Bauch haben. Daher wird man wohl künftig weitere Parameter wie den Bauchumfang mit einbeziehen.“ 

Am Bild ist eine ältere Dame, ein älterer Mann und ein Hund beim Spaziergang zu sehen.
Bei älteren Menschen ist der Energiebedarf um ein Drittel reduziert. © PeopleImages.com – Yuri A / Shutterstock.com

Epigenetischer Code

Welche Risikofaktoren liegen einer Adipositas überhaupt zugrunde? Genetik und Epigenetik spielen einmal mehr eine essenzielle Rolle. „Es gibt eine starke genetische Disposition für die Erkrankung“, führt der Mediziner aus. Werdende Eltern stellen bereits durch ihren eigenen Lebensstil die Weichen für die Entwicklung ihrer Kinder. Der sogenannte epigenetische Code bestimmt mit, welche Gene im Erbgut aktiviert werden und welche nicht. „Kinder können eine höhere Neigung dazu haben, übergewichtig zu werden, wenn der Vater bei der Zeugung und die Mutter in der Schwangerschaft übergewichtig waren. Das wirkt ein Leben lang nach. Es gilt übrigens in gleicher Weise für Unterernährung.“ 

Im Rahmen der familiären Sozialisierung werden Ernährungsgewohnheiten von den Eltern weitergegeben, der selbst gewählte Lebensstil jedes und jeder Einzelnen von uns trägt dann noch das Seine dazu bei. Mit der zunehmenden Zahl an Lebensjahren steigt das Risiko einer Fettleibigkeit deutlich. „Je älter wir werden, desto geringer ist die sportliche Intensität, es werden auch keine Nächte mehr durchgetanzt. Dazu kommen Einschränkungen in den Gelenken, auch hier wird der Bewegungsradius vermindert.“ Darüber hinaus ist der tägliche Energiebedarf anders zu bewerten: „Bei älteren Menschen ist er um ein Drittel reduziert, beträgt also nur noch rund 70 Prozent des Energiebedarfs eines 20-Jährigen“, klärt Riedl auf.

Am Foto sind verschiedene Gemüsesorten zu sehen.
Mit einem Konsum von 500 Gramm Gemüse pro Tag hat man gute Chancen, sein Gewicht halten zu können. © Framarzo / Shutterstock.com

Klassische Fallen

Was sind denn nun klassische Fallen, die im Laufe der Jahre zu unkontrollierter Gewichtszunahme führen? Tatsächlich braucht es erhöhte Sensibilität dafür, was man für gewöhnlich Tag für Tag zu sich nimmt. Häufig spielen Fertiggerichte auf dem Menüplan eine viel zu große Rolle. „Ich würde komplett auf hochverarbeitete Lebensmittel verzichten. Denn hierbei kommen unterschiedliche Zuckerarten zum Einsatz – nicht zuletzt vor allem Fruchtzucker, der zu einer deutlichen Zunahme des Bauchfetts führt. Mit einem Konsum von 500 Gramm Gemüse pro Tag hat man gute Chancen, sein Gewicht halten zu können.“ Wer öfter einmal im Restaurant isst, sollte auch dort darum bitten, den zumeist viel zu hohen Gehalt an Kohlenhydraten in den Gerichten zu reduzieren. Weniger Fleisch und Kartoffel, dafür mehr Gemüse lautet die Devise, „das ist eine wichtige Maßnahme“.

Begleitend braucht es körperliche Aktivität: „Man muss sich klar vor Augen halten, dass sowohl eine pflanzenbasierte Ernährung als auch regelmäßige Bewegung für einen gesunden Körper so notwendig wie das tägliche Zähneputzen sind“, betont Riedl, „es muss nicht notwendigerweise immer eine Sporteinheit sein. Spaziergänge sind eine gute Basis. Wanderungen, Touren durch den Wald oder Nordic Walking leisten gerade im höheren Alter viel Gutes.“

Am Foto ist eine Yoga-Gruppe zu sehen.
Neben möglichem Gewichtsverlust kann Sport auch die Stimmung heben und die Gangsicherheit verbessern. © Ground Picture / Shutterstock.com

Neue Gewohnheiten

Sind die ersten Schritte zur Umsetzung in Richtung einer gesünderen Ernährungsweise und mehr Bewegung getan, ist bereits viel gewonnen. Allerdings wird das Durchhaltevermögen auf diesem Weg immer wieder auf eine harte Probe gestellt und das Risiko, in alte Verhaltens- und Ernährungsmuster zu verfallen, besteht. Wie wird man dem eigenen Schweinehund am besten Herr? „Wer früher schon Sport gemacht hat, der sollte wieder an seine alten Sportgewohnheiten anknüpfen“, rät Riedl, „denn sie haben ja bereits einmal Spaß gemacht. Verabredet man sich zudem mit anderen zu Aktivitäten, pflegt man gleichzeitig die soziale
Gemeinschaft. Das hilft wiederum dabei, neue Gewohnheiten beizubehalten.“ 

So kann es nicht nur gelingen, das Gewicht Schritt für Schritt zu reduzieren und besser zu halten, sondern damit auch die Stimmungslage zu heben, das Immunsystem zu stärken und die Gangsicherheit zu verbessern – letztere ist gerade im Alter ein gewichtiges Problem, da die Wahrscheinlichkeit für Stürze zunimmt. Die Erkenntnis, dass man sich aufgrund all dieser Maßnahmen wohler fühlt als vorher, ist besonders hilfreich – und ebnet den Weg für weitere Erfolge.

 

Text: Elke Jauk-Offner

Foto: © Andreas Sibler; nadianb / Shutterstock.com; PeopleImages.com – Yuri A / Shutterstock.com; Ground Picture / Shutterstock.com, Framarzo / Shutterstock.com

Schlager – Gottesdienst in Graz

Am Sonntag, dem 18. Mai 2025 feierte die evangelische Gemeinde Graz Eggenberg in der kleinen Christuskirche mit Pfarrer Friedrich Eckhardt den ersten Schlager-Gottesdienst in Graz.

Am Foto ist ein Teil der Kirchengemeinde zu sehen.
Gespannt warteten die Messebesucher mit Vorfreude auf den Messebeginn von Pfarrer Friedrich Eckhardt. Das ausgerufene Motto „Flower-Power“ wurde von dieser Gruppe gekonnt umgesetzt.

Und dann leg´ich Schlager auf

Mit einer gehörigen Portion Humor und buntem Schuhwerk führte Friedrich Eckhardt mit einer gut durchdachten Playlist der bekannten Gassenhauer durch den Vormittag. Die Eröffnung der Messe wurde von Mickie Krause mit dem Lied „Und dann leg´ich Schlager auf“ eingeläutet. Gefolgt von „Immer wieder Sonntags“ von Cindy & Bert ließ die Playliste keine Größen der beliebten Szene aus. Roland Kaiser, Udo Jürgens, Siw Malmkvist oder auch Drafi Deutscher fanden großen Anklang bei der in großer Anzahl erschienenen Kirchengemeinschaft.

Livemusik

Das es sich hierbei um Livemusik und um keine Jukebox gehandelt hat, freute die Messebesucher um so mehr. Gottfried Würcher, Helmut Husser und Meli Stein stellten sich unentgeltlich in den Dienst der guten Sache und übernahmen die musikalische Umsetzung der Messe.

Meli Stein und Gottfried Würcher begleiteten die Messe zusammen mit Helmut Hessler.
Meli Stein und Gottfried Würcher begleiteten die Messe zusammen mit Helmut Hessler.

Damit die Besucher sich auch an den Musiktiteln beteiligen konnten wurden die Songtexte mittels Projektion gut sichtbar an die Wand projiziert. Es wurde darauf geachtet, dass auch in den hintersten Reihen die Textteile noch lesbar waren und man mitsingen konnte.

Auch auf das Glaubensbekenntnis der modernen Zeit findet Friedrich Eckhardt eine Schlager-Antwort. „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg wurde als musikalische Antwort auserkoren. Die evangelische Gemeinde in Graz Eggenberg hat es auf alle Fälle gefreut. Den Gesichtern der Messebesucher war die Freude über die musikalische Abwechslung und den modernen Gottesdienst anzusehen.

Am Foto ist Helmut Hessler, Meli Stein und der evangelische Pfarrer zu sehen.
Durch Projektion der Liedertexte konnte die Gemeinde die Lieder mitsingen.

Eine zweite Runde eines solchen Gottesdienstes ist bereits geplant, den Schlager verbindet wie der Glaube, so der Pfarrer. Im Mai 2026 soll der Sonntag vor dem 70. Eurovision Song Contest zum erneuten Spezial-Gottesdienst werden. Friedrich Eckert plant Schlagermeldodien aus den letzten 70 Jahren des Song Contest auszuwählen. Ob und inwieweit es sich hier auch um fremdsprachige Titel handeln wird, bleibt offen. Alle Spendeneinnahmen dieses Tages wurden exklusiv der Musikprojekte der evangelischen Kirche gewidmet.

Am Foto sind die Messebesucher zu sehen.
Der mitreisenden Stimmung konnte sich kaum Jemand entziehen.

Weitere Informationen:

www.christuskirche-graz.at

Text: Vera Kowatschitsch

Foto: josefundmaria communications

Lustiges Familienstück – Schwein gehabt

Am Freitag, dem 16. Mai 2025 öffnete sich der Vorhang des Next Liberty Graz für das Familienstück „Schwein gehabt!“ von Martin Brachvogel und Werner Holzwarth.

Schweinchen wird auf dem Weg aus ihrer Pechsträhne von ihren drei Schweine-Freunden unterstützt.

Die Zuseher werden von der ersten Spielminute in die rosa Welt von „Pechschwein“ Veronika Forkel (Christina Kiesler), genannt Schweinchen, und ihren drei Schweinefreunden, den Schweinekönig und seine zwei Minister (Martin Niederbrunner, Helmut Pucher und Christoph Steiner) entführt. Mit viel Liebe, Humor und Verständnis begegnet dieses Stück von Martin Brachvogel dem Publikum. Das Musical ist interaktionsstark gestaltet, die direkte Kommunikation zwischen den Schauspielern und den Zusehern bindet die Zuseher gekonnt in die Handlung ein. Man spürt die emotionale Verbundenheit zwischen den jungen Besuchern und den Protagonisten.

Familien können sich hier auf eine lustige Schweine-Vorstellung eines Familienmusicals freuen.

Am Foto sind der Schweinekönig, seine zwei Minister und Schweinchen zu sehen.
Der Schweinekönig und seine zwei Minister geben Schweinchen wieder Selbstvertrauen.

Informationen und Tickets

Weiter Schweine-Vorstellungen, empfohlen ab 6 Jahren

Vormittags 10:30 – 11:40

20.05., 23.05., 27.05., 06.06., 13.06. und 18.06.2025

Nachmittags 16:00 – 17:10

23.05., 24.05., 06.06., 13.06., 14.06. und 18.06.2025

Informationen zum Stück erhalten Sie Hier, Tickets im Ticketzentrum online oder am Kaiser-Josef-Platz 10.

 

Text und Kritik: Vera Kowatschitsch

Foto: © stella

Gut zu Fuß – Graz entdecken

Wo Peter Rosegger im Gärtnerhaus schrieb, vier Millionen Werke archiviert sind und das Franzosenkreuz an Kämpfe um Graz erinnert: All das versammelt die Tour „Die Belesene“ aus dem Buch „10.000 Schritte in und um Graz“, die auf reizvollen Wegen über den Rosenhain nach Andritz führt. Jeder Schritt zählt!

Am Foto sieht man die Kurzbeschreibung der Tour.
Die Tour „Die Belesene“ ist eine der beschriebenen 15 Touren aus dem Buch von Elke Jauk-Offner.

Am Geidorfplatz, im Herzen des Viertels, war einst das „Dorf am flachen Land“, wie die mittelhochdeutsche Bezeichnung Gaidorf auch heute noch verrät. Aus allen Richtungen kann man zum Ausgangspunkt einer Tour anreisen, die auf rund 10.000 Schritten über den Rosenhain nach Andritz führt. Die Heinrichstraße ist zwar wegen des Verkehrsaufkommens keine von der idyllischen Sorte, sie führt aber schnurstracks zum Fuße des Rosenhains.

Ein kleiner Schlenker leitet auf das Universitätsgelände, direkt vor dem ReSoWi-Zentrum biegt man rechts in die Universitätsstraße ein, um einen Blick auf die Universitätsbibliothek der Karl-Franzens-Universität zu werfen. Hier könnte man sich übrigens Wissen aus vier Millionen Werken aneignen. 

Am Foto sieht man einen der möglichen Rastplätze auf der Tour die Belesene.
Unterwegs laden Sitzmöglichkeiten, in der warmen Jahreszeit unter lauschigen Blätterdächern, zum Verweilen ein.

Pionierin der Medizin

Zurück Richtung Heinrichstraße wird selbige gequert, um an Haus Nummer 45, der Klöcher-Perle, in den Rosenberggürtel einzubiegen. An der nächsten Kreuzung geht es rechts in die Aigner-Rollett-Allee. Der Straßenname erinnert an Oktavia Aigner-Rollett, eine Pionierin der Frauen-Medizin. Sie schloss ihr Studium 1905 ab und wurde die erste Ärztin in Graz und der Steiermark. Linker Hand schweift der Blick bald über die Rosenhainteiche. 

Rechter Hand liegt das Universitätssportzentrum – aus Studierendensicht legendär vor allem für seine USI-Feste. Gleich daneben toben sich Vierbeiner auf der Hundewiese aus. Jetzt geht es bergwärts auf der Max-Mell-Allee. Zwischen den Bäumen steht eine Ruine. Dabei handelt es sich um das ehemalige Sommerrefektorium der Jesuiten, das 1654 als Erholungsheim für den Orden errichtet wurde. Später ging es in Staatsbesitz über, nach einem Brand in den 1980er-Jahren bröckelt es langsam vor sich hin. 

Götter und Giganten

Bald weitet sich das Wäldchen, links liegt ein Kinderspielplatz, der dem Thema Holz gewidmet ist, das Café Rosenhain ist ins Blickfeld gerückt. Man kann den Hügel entlang der Straße, vorbei an einem eichenen Naturdenkmal, oder querfeldein über die Wiese erklimmen. Der gelbe Pavillon samt großer Terrasse hat eine malerische Lage, die Stadt liegt einem zu Füßen. Peter Rosegger hat im schmalen Gärtnerhaus nebenan übrigens die eine oder andere Zeile verfasst. 

„Wenn die Götter von den Giganten aus dem Himmel wären vertrieben worden, so hätten sie sich gewiß keine andere Wohnstätte als diesen Winkel der Welt erwählt“, schrieb Georg Stobäus von Palmburg, von 1584 bis 1618 Fürstbischof von Lavant, schon dereinst entzückt über den Rosenberg. Er war 1603 im Minoritenschlössl zu Gast, das wir, wenn wir der Panoramagasse folgen, weiter oben erreichen. Das Anwesen in der Quellengasse, in die man an der Gabelung links einbiegt, erhielt 1618 den Namen Rosegg. 

Am Foto ist das Minorien-Schlössl,Ecke Panorama- und Quellengassse in Graz, zu sehen.
Das Minoriten-Schlössl liegt an der Ecke von Panorama- und Quellengasse. Es beherbergte im 19. Jahrhundert ein Kaffeehaus.

Gefecht am Rosenberg

Am Haus Quellengasse 68 ist es an der Zeit, den Oberen Plattenweg zu nehmen. In der Hecke rechts neben der Haltestelle versteckt sich das Franzosenkreuz – es erinnert an die am 26. Juni 1809 bei den Kämpfen um Graz gefallenen Soldaten. Gegenwart präsentiert die fast höchste Erhebung unserer Tour: Auf der Ferdinandshöhe wurde 2022 ein neuer Hochbehälter fertiggestellt. Bevor das Trinkwasser in die Grazer Haushalte gelangt, fließt es nämlich durch einen von insgesamt 23 Hochbehältern. 

Die Jakobsleiter hinab

Vom Aussichtspunkt führt der Weg weiter zur Saumgasse, die direkt hinunter zum Kreuzwirt führt. Das Traditionsgasthaus wurde von Hans von der Sann – ein Pseudonym für den Oberlehrer Johann Krainz – bereits 1892 erwähnt. Seit 2020 kommen wieder Klassiker der Wirtshausküche im idyllischen Gastgarten auf die Teller. Die Saumgasse mündet schließlich in den Viktor-Zack-Weg. Wer die fahrrad- und kinderwagentaugliche Route vorzieht, der erreicht die gleichnamige Bushaltestelle weiter unten in der Ziegelstraße. 

Alle anderen erobern noch den knapp 500 Meter hohen Reinerkogel. Achtung: Abzweigung links in den Wald nicht verpassen! Am Reinerkogel befindet sich auch die Jakobsleiter. Es sind 150 oder 300 oder fast 400 Stufen, die Quellen behaupten da ganz Unterschiedliches, man muss einfach­­ selbst nachzählen. Der „Weg zum Reinerkogel“ führt schließlich zur Gra­benstraße, die man quert, um durch die Robert-Stolz-Gasse zur Straßenbahnhaltestelle zu gelangen. 

Am Foto ist das Buchcover, die ISBN, die Kurzbeschreibung und der Preis von Euro 24 zu sehen.
Das Buch von Elke Jauk-Offner ist eine tolle Geschenkidee für alle die mit einfachen Mitteln mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen möchten.

Text: Elke Jauk-Offner

Foto: © Lukas Elsneg

Alltag bereichern – PVÖ

Als Mitglied der PVÖ-Familie genießen Sie Geselligkeit und Unterhaltung durch ein vielfältiges Sport-, Kultur-, Bildungs-, Tanz-, Freizeit-, Musik- und Vortragsangebot in über 220 Teilorganisationen (Landesorganisation, Bezirksorganisationen, Ortsgruppen) alleine in der Steiermark – und Ihre Mitgliedschaft ist nicht auf unser Bundesland beschränkt.

Sie haben ein besonderes Hobby und möchten es mit anderen Menschen gemeinsam ausüben? Erkundigen Sie sich in Ihren benachbarten Ortsgruppen – oder tun Sie es tausenden PVÖ-Ehrenamtlichen gleich und gründen Sie mit der 75jährigen Erfahrung und dem Netzwerk des PVÖ im Hintergrund ihre eigene Interessensgruppe.

Up to date

Unsere Mitglieder werden von der Bundes- und Landesorganisation digital und analog mit wichtigen Informationen versorgt – einerseits mit dem im Jahresbeitrag inkludierten Mitgliedermagazin UG – Unsere Generation (6x jährlich mit jeweils 24 Seiten aus der Steiermark), andererseits (nach Wunsch) per Newsletter, über unsere Homepage www.pvstmk.at sowie über Social Media, viele Ortsgruppen nutzen auch eigene Onlinegruppen, zB via WhatsApp.

Darüber hinaus ist der PVÖ auch ein Vorteilsklub mit unterschiedlichsten exklusiven Angeboten – von Rabattaktionen bis zu kulturellen Veranstaltungen unterschiedlichster Art sowie interessanten Reiseangeboten – sind ein weiteres Plus für unsere Mitglieder. Zusätzlich berechtigt Sie Ihre PVÖ-Mitgliedkarte auch dazu, in allen METRO-Märkten Österreichs einzukaufen.

Am Foto sieht man die Pensionisten bei einer Einkehr.
Das leibliche Wohl kommt bei den Aktivitäten und Ausflügen nie zu kurz. © pvstmk

Bereicherung des PVÖ durch

  • Gemeinschaftsgefühl und Gesellschaft
  • Vielfältige Aktivitäten
  • Sport & Wohlbefinden
  • Ständig erweiterte Programme
  • Relevante Informationen auf digitalem Weg sowie durch ein eigenes Prinzmedium
  • Vorteilsklub

 

Kontakt

Pensionistenverband Österreichs, Landesorganisation Steiermark

Ludersdorf 202 / Gewerbepark 3, 8200 Ludersdorf-Wilfersdorf

Tel.: 03112 380 38-0

E-Mail: steiermark@pvoe.at

Web: www.pvstmk.at

 

Entgeltliche Einschaltung

Foto: pvstmk

Rezept Dr. Riedl – Diabetiker

Gedämpftes Gemüse mit weiße-Bohnen-Hummus

pro Portion: ca. 485 kcal | 16 g EW | 33 g F | 28 g KH

vegan • laktosefrei • glutenfrei 

 

Für 2 Personen, 30 Min. Zubereitung

Am Foto ist ein Teil des Originalbildes aus dem Buch von Dr. Matthias Riedl zu sehen.
Das Rezept stammt aus dem Buch „Heilen Sie Ihren Diabetes“ vom Spiegel Bestseller-Autor Dr. Matthias Riedl. © Gräfe und Unzer / Grossmann & Schürle

 

Zutaten

2 kleine Möhren, 200 g grüne Bohnen (frisch oder TK), 300 g weiße Bohnen (aus der Dose), 1 kleiner Fenchel, 1 Knoblauchzehe und 1 EL heller Sesam

2 EL helles Tahin (Sesampaste), ½ Zitrone, 3–4 EL Olivenöl, 3 Stängel Petersilie, 1 TL gemahlener Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer

 

Zubereitung

  1. Die Möhren mit der Gemüsebürste gründlich waschen und längs halbieren. Grüne Bohnen putzen und waschen (TK-Ware rechtzeitig auftauen lassen). Den Fenchel putzen, waschen, halbieren und den harten Strunk entfernen, Fenchel in dünne Scheiben schneiden.
  2. Möhren, grüne Bohnen und Fenchel mit etwas Salz in einen Dämpfeinsatz geben. In einem Topf ausreichend Wasser aufkochen und den Dämpfeinsatz hineinstellen. Das Gemüse zugedeckt ca. 15 Min. garen. (Wer keinen Dämpfeinsatz hat, kann auch ein hitzefestes Sieb in den Topf stellen.)
  3. Inzwischen für den Hummus die weißen Bohnen in einem Sieb abbrausen und abtropfen lassen. Mit dem Tahin in einen hohen Rührbecher geben. Den Knoblauch schälen, vierteln und hinzufügen. Die Zitrone auspressen, den Saft mit 2 EL Öl, Kreuzkümmel, etwas Salz und Pfeffer zu den Bohnen geben und alles mit dem Pürierstab fein pürieren.
  4. Den Sesam in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei kleiner Hitze ca. 5 Min. leicht rösten, herausnehmen und abkühlen lassen. Die Petersilie waschen, trocken tupfen, die Blätter abzupfen und grob hacken.
  5. Zum Servieren das Gemüse auf Teller verteilen und den Hummus danebensetzen. Alles mit Sesam und Petersilie garnieren und mit dem restlichen Öl beträufeln.

Cover des Buches von Dr. Matthias Riedl, Heilen Sie ihren Diabetes.
Das Buch bietet auch für Typ-1-Diabetiker Hilfestellung an. © Gräfe und Unzer / Grossmann & Schürle

Buchbeschreibung „Heilen Sie Ihren Diabetes“

Dass Diabetes nicht heilbar ist, gehört der Vergangenheit an. Die aktuellen Forschungen zei­gen, dass in vielen Fällen eine Lebensstiländerung eine Heilung von Typ-2-Diabetes ermöglicht. Im Medicum Hamburg wird die in diesem Buch beschriebene Ernährungstherapie von Dr. Matthias Riedl erfolgreich bei Diabetiker:innen angewendet. Selbst die Insulindosis konnte bei Typ-1-Diabetes teilweise verringert werden. Ein leicht zu lesend­­er Begleiter für Diabetiker:innen, welche sich der Krankheit nicht ergeben wollen inklusive Genuss-Rezepten für ein entspanntes Leben.

ISBN 978-3-8338-7568-7 • 240 Seiten , € 27,95

Diabetes Typ 2

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper Schwierigkeiten hat, den Nahrungsbaustein Glukose (Zucker) aus dem Blut als Energieträger in die Zellen zu befördern. Ein Alter von mehr als 45 Jahren, ein großer Bauchumfang, zu hoher Blutdruck, eine Fettstoffwechselstörung, zu hoher Nüchternblutzucker, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bewegungsmangel in Kombination mit unausgewogener Ernährung, Rauchen, Stress, Vererbung – die Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes sind vielfältig. Die Zellen reagieren dann nicht mehr adäquat auf das im Körper produzierte Hormon Insulin. Das führt zu einer Überbelastung der Bauchspeicheldrüse und einem zu hohen Insulingehalt im Blutkreislauf. 

 

Text Rezept: Gräfe und Unzer

Text: Vera Kowatschitsch, Elke Jauk-Offner

Foto: © Gräfe und Unzer / Grossmann & Schürle

Pflege daheim – das Wichtigste

Die Betreuung im Alter stellt nicht nur die Betroffenen selbst vor eine unbekannte Situation. Auch die Verwandten sehen sich hier immer wieder mit neuen Aspekten konfrontiert. Ist erst einmal die Entscheidung gefallen, dass die Betreuung innerhalb der eigenen vier Wände verbleiben soll gilt es, die notwendigen Maßnahmen in die Wege zu leiten. Von der Planung der altersgerechten Wohnung, über notwendige und hilfreiche Hilfsmittel bis hin zur Beantragung des Pflegegeldes. Um den Wunsch der Pflege daheim zu ermöglichen, müssen einige Schritte gesetzt werden.

Am Foto ist die Betreuerin mit der Betreuten in der 24-Stunden-Pflege zu sehen.
Die häusliche Pflege stellt die Betroffenen vor neue Herausforderungen. Eine gute Planung hilft und gibt Sicherheit. © New Afrika / Shutterstock.com

Altersgerechte Wohnung 

Eine barrierefreie Umgestaltung der Wohnung bzw. Adaptierungen im Wohnbereich sind meist wesentliche Schritte in Richtung Verbesserung und Erleichterung des täglichen Lebens. Beratung bieten Ihn­en Behinderteneinrichtungen sowie Bau- und Wohnberatungsstellen. Für Erleichterung und Unterstützung können hier bereits einfache Hilfsmittel schaffen.

  1. Halte- und Stützgriffe in Bad und WC, Handläufe in Fluren und bei Treppen
  2. Einsenkung der Dusche in den Boden und Anbringen eines Duschsitzes
  3. Niveausenkung des Waschbeckens, einfach zu bedienende Armaturen, Anbringen von im Sitzen einsehbaren Spiegeln
  4. Installation einer Gegensprechanlage
  5. Verringerung der Stolpergefahr: Entfernen von Kleinmobiliar, freiliegenden Kabeln und Teppichen
  6. Sitzmöbel mit guter Standfestigkeit
  7. Kantenschutz bei spitzen Ecken und scharfen Kanten
  8. Lichtschalter in erreichbarer Höhe, gute Ausleuchtung
  9. Bei Verwendung eines Rollstuhles/Rollators: Türstockerweiterungen und Rampensysteme
  10. Installation eines Treppenliftes
Am Foto ist die betreute Person und ihre Betreuerin zu sehen. Die Betreute trinkt aus einer Tasse.
Besonders im Badezimmer und WC sollte man auf Hilfsmittel nicht verzichten. © New Afrika / Shutterstock.com

Technische Hilfsmittel

Gut angepasste Heilbehelfe und Hilfsmittel erleichtern nicht nur die Be­­wältigung Ihres Alltags und unterstützen eine selbstständige Lebensführung. Sie erleichtern auch die Betreuung für pflegende Angehörige.

Was ist zu beachten?

  1. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über das Marktangebot.
  2. Gezielte Hilfsmittelberatung erhalten Sie bei Ihrer Krankenversicherung, Ihrer Hauskrankenpflegeorganisation, im Sanitätsfachhandel etc.
  3. Nicht immer ist ein Ankauf zweckmäßig oder gewünscht. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Hauskrankenpflegeorganisation, Ihrem Gemeindeamt oder Ihrer Krankenversicherung, wer Hilfsmittel verleiht.
  4. Wenden Sie sich vor Realisierung Ihres Vorhabens immer an Ihre Krankenversicherung, um Missverständnissen hinsichtlich Kostenübernahme/-zuschuss vorzubeugen.
  5. Für eine Kostenbeteiligung Ihrer Krankenversicherung ist immer eine ärztliche Verordnung erforderlich.
  6. Fragen Sie in ausgewählten Geschäften und recherchieren Sie im Internet.
Am Bild ist eine ältere Dame und ihre Pflegerin zu sehen.
Das Pflegegeld wird von einem Sachverständigen festgelegt. Basis hierfür ist der Pflegebedarf in Stunden pro Monat. © New Afrika / Shutterstock.com

Finanzielle Unterstützung

Pflegegeld gebührt dann, wenn Sie aufgrund einer körperlichen, psychischen oder geistigen Krankheit oder Behinderung bzw. einer Sinnesbehinderung bei der Durchführung von Tätigkeiten des täglichen Lebens auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Voraussetzungen für den Bezug von Pflegegeld sind:

  1. Ständiger Pflegebedarf von mehr als 65 Stunden monatlich und dies für mind. 6 Monate durchgehend.
  2. Gewöhnlicher Aufenthalt in Österreich. Unter bestimmten Voraussetzungen wird das Pflegegeld auch im EWR-Raum und in der Schweiz ausbezahlt.
Am Foto sind die 7 Pflegegeldstufen inklusive dem gesetzlichem Pflegegeldbedarf zu sehen.
12 Mal im Jahr wird das Pflegegeld steuerfrei ausbezahlt. Während eines Kuraufenthaltens – oder stationären Aufenthaltes im Krankenhaus entfällt es.

 

Was ist zu tun?

  1. Sie müssen einen Antrag auf Pflegegeld stellen. Das Antragsformular erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger oder im Internet unter www.oesterreich.gv.at.
  2. Wenn Sie Pensionsbezieher:in sind, bringen Sie Ihren Antrag bei der pensionsauszahlenden Stelle ein. Beziehen Sie keine eigene Pension, bringen Sie den Antrag bei der Pensionsversicherungsanstalt – Landesstelle Steiermark ein.
  3. Nach Prüfung der Voraussetzungen erfolgt ein (angekündigter) Hausbesuch durch eine Ärztin/einen Arzt oder eine diplomierte Pflegefachkraft, um den Pflegebedarf festzustellen. Die pflegebedürftige Person hat das Recht, eine Vertrauensperson (z. B. Angehörige/r oder Pflegefachkraft der Hauskrankenpflege) beizuziehen, die Angaben zur konkreten Pflegesituation machen kann.
  4. Ob und in welcher Höhe Sie Pflegegeld erhalten, erfahren Sie in einem Bescheid. 
  5. Sind Sie mit der Entscheidung nicht einverstanden, können Sie beim zuständigen Arbeits- und Sozialgericht (siehe Bescheid) binnen 3 Monaten ab Zustellung des Bescheides klagen. Das Gerichtsverfahren ist kostenlos. 
  6. Gehen Sie bei der Antragstellung auf Erhöhung des Pflegegeldes gleich vor wie bei der Erstantragstellung. Wenn seit der letzten Entscheidung noch kein Jahr verstrichen ist, sollten Sie ein ärztliches Attest oder Befunde des Krankenhauses mitsenden.

Wichtig

Beantragen Sie bei einer unheilbaren oder schweren Krankheit und plötzlichem Anstieg des Pflegeaufwandes ein „Beschleunigtes Pflegegeldverfahren“. In diesem Fall (Erstantragstellung oder Erhöhung) sind die Entscheidungsträger angehalten, das Verfahren rasch abzuschließen. Hierzu ist das Antragsformular mit dem „Beiblatt zum Pflegegeldantrag“ von einer Ärztin/einem Arzt der Hospizeinrichtung bzw. palliativ-medizinischen Einrichtung auszufüllen. 

Für alle Pflegegeldbezieher:innen führt die Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen im Auftrag des Sozialministeriums als unterstützende und qualitätssichernde Maßnahme die „Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege“ durch.

Weitere Informationen:

Pflegedrehscheiben Land Steiermark

F

oto: © New Afrika / Shutterstock.com

Top – A Midsummer Night´s Dream

Bei der Inszenierung von Bernd Mottl der Oper „A Mid Summer Night´s Dream“ von 1960 trifft das 21. Jahrhundert auf die Zauberwelt der Feen, die Liebe und eine aufstrebende Theatergruppe. Der Zuseher kann sich auf ein außergewöhnliches, modernes Bühnenbild von Friedrich Eggert, mit technischen Raffinessen freuen. In Anbetracht dessen, dass das Stück in seinen Ursprüngen in einem Wald spielt, kann hier durchaus davon ausgegangen werden, dass das gestaltete Bühnenbild auch auf die Situation der heutigen Zeit hinweisen soll. Gut durchdacht wurden die einzelnen Automobile mit oder ohne Windschutzscheibe, mit ergänzten und verstellten Sitzbänken und geöffneten Türen zu einem modernen Wald der heutigen Zeit inszeniert.

Buttom mit Eselskopf erspäht die in ihn verliebte Königin Tytania mit Elfen.

Das Wiederaufleben der Oper in drei Akten, Libretto von Benjamin Britten und Peter Pears aus dem Schauspiel von Shakespeare, und die Umwandlung aus 1960 in das Jahr 2025 wurde in allen Bereichen gekonnt von den Experte:innen umgesetzt. In Kombination mit dem Bühnenbild ergibt sich eine moderne Welt des Mystischen und des Verborgenen auch im Detail.

Alfred Mayerhofer legte bei den Kostümen wie Christoph Jonas bei der Choreographie besonderen Wert auf die Authentizität.

Mit einer Top-Besetzung in den Rollen durch Rafal Tomkiewicz, Ekaterina Solunja, Fausto Israel, Sofia Vinnik, Ted Black u.v.m. wird ein Besuch dieser Oper zu einem Erlebnis. Der Gesang, die schauspielerischen Leistungen und die musikalische Begleitung durch das Orchester der Grazer Philharmoniker lassen keine Wünsche offen. Bei diesem Stück darf sich der Zuseher entspannt in eine andere, eine einzigartige und besondere Welt entführen lassen.

Am Foto ist eine Szene der Oper A Midsummer Night´s Dream zu sehen.
Puck, der Diener Oberons, gespielt von Fausto.

Weiter Abendvorstellungen von 19:30 bis 22:30

14.05., 23.05., 28.05. und 05.06.25

Nachmittagsvorstellungen von 15:00 bis 18:00

25.05.2025

 

Tickets:

www.ticketzentrum.at  Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz, +43 316/ 8000

 

Text und Kritik: Vera Kowatschitsch

Foto: © Werner Kmetitsch