Ein bisschen zu viele Süßigkeiten über Ostern? Bei unserem Streifzug durch das Internet haben wir ein empfehlenswertes Fitnessprogramm gefunden, das Sie jederzeit daheim und ohne Hilfsmittel durchführen können!
Kategorie: Freizeit & Erholung
Körper und Geist stärken mit Ayurveda
Ayurveda bedeutet „Lehre vom Leben“. Der alternativmedizinische Ansatz wird noch heute in Indien und Sri Lanka gelebt und gelehrt, auch viele heimische Ärzte schwören darauf. Wir haben mit dem Arzt Daniel Scheidbach über das Coronavirus, ein starkes Immunsystem und Rezepte für ein langes Leben gesprochen.
Gibt es im Ayurveda ein Mittel gegen das Coronavirus?
Nein, aber sehr viele besorgte Patientinnen und Patienten melden sich deswegen bei mir. Ein Wundermittel zu garantieren wäre ethisch unhaltbar. Keiner kann im Moment eine Wirkung garantieren. Es gilt in jedem Fall, die Anweisungen der Regierung zu befolgen, oft Hände zu waschen und das Immunsystem zu stärken.
Haben Sie hier Tipps?
Stress vermeiden und ausreichend schlafen. Es gibt eine US-amerikanische Studie, wonach jemand, der weniger als sechs Stunden schläft, vier Mal häufiger Infekte bekommt als jemand, der mindestens sieben Stunden schläft. Zudem hilft Meditation aktiv bei der Entspannung, was nachweislich lebensqualitätsteigernde und lebensverlängernde Wirkung hat. Eine Studie mit 149 Personen zeigte, dass acht Wochen Meditieren nachhaltig das Auftreten von Erkältungen reduzierte und bei Erkrankung Symptome abschwächte wie verkürzte. Atemübungen (yogische Basisatmung, Wechselatmung) führen durch die verbesserte Belüftung zu einer besseren Durchblutung und Versorgung des Lungengewebes, das bei dieser neuen Infektion ja häufig zum Ziel werden kann.
Im Ayurvedischen hat das Essen eine große Bedeutung. Haben Sie hier Tipps?
Lange hat man uns dafür ausgelacht, dass wir daran glauben, der Körper würde etwas ablagern, wenn zu oft zwischengegessen, zuviel oder die falschen Nahrungsmittelkombinationen gegessen würden. Dann bekamen Forscher für die Autophagie (Selbstreinigung des Körpers, Anm.) einen Nobelpreis und nun ist die ayurvedische Lehre auf einmal In. Im Ayurvedischen wird das AMA genannt, das es gilt, zu verhindern, AMA blockiert das Immunsystem oder lässt es wie bei Allergien und Autoimmunerkrankungen gegen den eigenen Körper arbeiten.
Worauf muss man also bei der Ernährung achten?
Fleisch oder Fisch oder Ei sollten nie mit Milch, Honig oder Sesam kombiniert werden, Milchprodukte nicht mit unreifen oder sauren Früchten, Tomaten oder Knoblauch. Sparsam sollte mit tierischen Produkten umgegangen werden, die schwerer verdaulich sind. Dazu gibt es eine Studie, wonach die erhöhte Zufuhr von pflanzlichem Eiweiß um drei Prozent zu einer Senkung der Gesamtsterblichkeit um zehn Prozent führte. Vorsicht bei Rohkost und Vollkorn, das erzeugt bei vielen Menschen Blähungen und kann der Darmflora schaden. Stets frisch und naturbelassen essen, nicht allzu sparen sollte man mit folgenden Gewürzen: Nelken, Kardamomsamen, Ceylonzimt, langer Pfeffer, Kurkuma und Ingwer. Sternanis (aus dem übrigens Tamiflu entwickelt wurde) wirkt antiviral.
Gibt es im Ayurvedischen ein Rezept für langes Leben?
Für ein langes Leben gibt es einen eigene Disziplin im Ayurveda, nennt sich Rasayana. Hier wird der Stoffwechsel gesteigert und es werden Nährende und verjüngende Kräuter gegeben. Auch tägliche Reinigungsmethoden, Meditationen und Atemübungen werden empfohlen.
Weitere Infos auf www.vedizin.at
Beitrag veröffentlicht am 02. April 2020
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Fit mit ILSE
Es gibt viele Fitness-Apps und Übungsvideo, doch für die ältere Generation sind nur wenige geeignet. Forscherinnen und Forscher aus Salzburg und Wien haben ein sportwissenschaftlich fundiertes und speziell für die Generation 55+ entwickeltes Bewegungsprogramm zusammengestellt, das aktuell in 200 Haushalten auf Effektivität und Wirksamkeit hin getestet wird. Teile dieses Trainingsprogrammes sind nun online abrufbar. Jede der rund 20-minütigen Trainingseinheit beinhaltet ca. 30 wiederkehrende Übungen. Es gibt verschiedene Fitnesslevels, nach einem Aufwärmteil beginnt der Hauptteil, am Schluss die Cool down-Phase. Die Fit-mit-Ilse-Coaches empfehlen zwei- bis dreimal die Woche jeweils 30 Minuten für gesunde Bewegung einzuplanen.
Beitrag veröffentlicht am 03. April 2020
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Horoskop | Widder
Von Natur aus sind junge Widdergeborene dynamisch und energiegeladen. Wenn möglich, sollte alles sehr schnell gehen und Geduld könnte unter „Mangelware“ eingestuft werden. Mit dem Kopf durch die Wand, sich unbedingt durchsetzen wollend, geht man oft keinem Streit aus dem Weg.
Wenn dann die Jahre ins Land ziehen und man schon auf ein längeres Leben zurückblicken kann, sind es genau diese Themen, bei denen man umdenkt: Man sprintet nicht mehr, jedoch mit Walking-Stöcken geht es immer noch flott und vergnügt dahin. Und auch ein gemütlicher Waldspaziergang kann ebenso Glücksgefühle frei werden lassen.
Mit anderen und sich selbst geduldiger umzugehen schafft Ruhe und Entspannung. Entscheidungen, weniger spontan, sondern in Ruhe gut durchdacht getroffen, bringen bestmögliche Ergebnisse.
Der erwachsene Widdergeborene verschwendet keine Energie mehr, sondern verwendet dieses Potenzial für sinnvolle Angelegenheiten in seinem Leben. Ihm ist bewusst, dass man nicht immer alles selber in die Hand nehmen muss, sondern den Dingen einfach ihren Lauf lassen kann, weil man ja weiß, dass sich manche Sachen von alleine erledigen – und auch das dient der zur Verfügungen stehenden Energie. Man erkennt, dass Durchsetzung, ein Thema, welches dem Widder gehört, bei Weitem überschätzt wurde. Sich nicht mehr behaupten zu müssen und einfach mal die anderen machen zu lassen, und nur mehr die Initiative zu ergreifen, wenn es wirklich notwendig ist, bringt innere Ausgeglichenheit. Und das Beste: Man muss nicht mehr immer als „Erster im Ziel“ sein, denn man weiß, dass „die Letzten oft die Ersten“ sind.
Sich spontan begeistern zu können und mit Feuereifer bei Herzensangelegenheiten dabei zu sein, diese Eigenschaft sollte sich der Widdergeborene jedoch unbedingt beibehalten, denn das schafft Lebensfreude und Zufriedenheit bis ins hohe Alter.
In diesem Sinne : Carpe diem
Astrologische Schule und Beratung
8051 Graz, Plabutscherstr. 63
Tel.: 0664/3429625
www.astrologisch.at
astrologisch@aon.at
Beitrag veröffentlicht am 5. April 2020
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Manfred Rupprecht – Vom Hofrat zum Bahnvorsteher
Abteilungsleiter für Umwelt und Raumordnung, Altstadtanwalt, Doktor jur., Hofrat, Landesumweltschutzkoordinator, Professor, dazu noch Buchautor, das alles und noch mehr könnte er vor seinen Namen setzen. Tut er aber nicht. Manfred Rupprecht reicht ihm. Oder: Herr Bahnhofvorsteher.
Der bescheiden-sympathische Beamte war und ist einer der anerkanntesten Juristen im Land Steiermark, seit 17 Jahren im Ruhestand, aber nie in Ruhe. Im Vorjahr stieß man auf seinen Achtziger an und erstmals gestand der Rechtsexperte seine heimliche Liebe ein – für „Abenteuer Alter“ öffnete er sogar das zu dieser heimlichen Liebe gehörende Gemach. Jetzt wissen wir es genau: Manfred Rupprecht ist Modelleisenbahner mit Herz und Seele.
In den schon lichteren Höhen von Graz-Waltendorf mit schönem Blick über die Landeshauptstadt steht sein gediegenes Domizil, Gattin Pia und die schneeweiße Hündin Gini sind ebenfalls zur Stelle und gemeinsam geht man die Stiege hinunter ins Souterrain. Vorbei an tönernen Sekt- und Weinlagerregalen und dann noch einmal um die Ecke ins Allerheiligste – in den ehemaligen Schutzraum, der, wie es sich für einen Baurechtsjuristen geziemt, auf den Millimeter genau den damaligen strengen Vorschriften entsprach. Dort tut sich eine durch die Zauberformel 1:87 geschrumpfte Märchenwelt auf. Diese Verhältniszahl drückt den Maßstab der Verkleinerung aus, in dem sich das „rollende Material“ im Miniformat darstellt, auf Schienen in der Nenngröße H0, sprich Ha null, 16,5 Millimeter Spurweite. Dampflok-Ungetüme, die in natura einschließlich Tender bis an die 140 Tonnen auf die Waage bzw. auf die Schienen bringen, finden hier auf einem Handteller Platz und die Zielschilder auf den Waggons lassen sich nur mit sehr guter Lesebrille entziffern.
Es ist die ganz eigene Welt der Modelleisenbahner, die den nostalgischen Charme der ersten Eisenbahnen ebenso einfängt wie sie die rasante Entwicklung auf dem Schienensektor von der Elektrifizierung bis zu den Hochgeschwindigkeitszügen darstellt, die Geschichte vom funkenspeienden, furchteinflößenden Dampfross, wie es Peter Rosegger („Als ich das erste Mal auf dem Dampfwagen saß“) überliefert, bis zum nahezu lautlos dahingleitenden ICE erzählt. Modelleisenbahner, nicht jene, die dann einige Schachteln vom Dachboden holen, ein Gleisoval zusammenstecken und darauf einen Zug auf dem Wohnzimmerteppich seine Kreise ziehen lassen, wenn Enkerln zu Besuch kommen, sondern jene, die eine permanente Anlage ihr Eigen nennen, entführen uns in die Historie der Eisenbahnen und laden gleichzeitig zu einer Fahrt durch Märchenlandschaften ein.

Bei Manfred Rupprecht wird diese Geschichte auf zehn Quadratmetern Grundfläche, auf denen 55 Meter Gleise verlegt sind, von 40 Loks und mehr als 60 Waggons erzählt. Plus Straßenbahnen, einer Unzahl von Gebäuden, Personen, Autos, Bergen, einige von Tunnels durchbohrt. Da thront stolz über einer Anhöhe die Ruine Gösting, unter ihr verschwindet der Zug in einem Tunnel, passiert, kaum wieder am Tageslicht, das kleine Dorfkirchlein umgeben von blumengeschmückten Gräbern mit den winzigen Holzkreuzen innerhalb der Friedhofsmauer und trifft dann auf einer Art Hauptbahnhof ein, mit Bremsgeräuschen vor dem Halt und Lausprecherdurchsage am Bahnsteig. Vorausgesetzt, der oberste Eisenbahner, also Bahnhofvorsteher, Lokführer, Fahrdienstleiter, Stellwerker in einer Person, drückt auf den richtigen Knopf. Vorbei geht die Reise an einem liebevoll nachgebauten Altstadt-Ensemble, wo gerade von einem Feuerwehrwehrauto die Drehleiter ausgefahren wurde und eine Löschmannschaft sich bemüht, den barocken Kirchturm vor den Flammen zu retten. Ungerührt davon zieht die Straßenbahn ihre Kreise. Kurz zusammengefasst: das Hamburger Miniatur Wunderland als „Light Version“ – en miniature.
„Begonnen hat das mit der Modelleisenbahn erst vor 40 Jahren.“
Der Umweltjurist und Grazer Altstadtexperte zu „Abenteuer Alter“: „Von meinen insgesamt 40 Loks sind 25 auf Schiene, und worauf ich ein klein wenig stolz bin – vier davon habe ich selbst gebaut. War etwas mühsam, die Arbeitsstunden, die ich dafür aufgewendet habe, will ich gar nicht wissen, aber wenn sie dann das erste Mal fahren, ist jede Mühe vergessen.“ Seine Züge – zehn Personen- und acht Güterzüge fahren auf vier Schaltkreisen, die anderen stehen einsatzbereit in der Remise. „Aber bei mir“, so Manfred Rupprecht, „funktioniert noch alles auf analoger Basis, da gibt es keine Computersteuerung, die dir die Arbeit abnimmt. Das ist eine Aufgabe, die höchste Konzentration erfordert, damit es zu keinen Kollisionen kommt.“
Der spätere Modelleisenbahner war – könnte man salopp sagen – eine „Alterserscheinung“ im Leben des Landesjuristen. Die frühen Jugendjahre, noch vom Zweiten Weltkrieg geprägt, boten sich nicht unbedingt zum Eisenbahnspielen an, auch nicht die folgenden im Benediktiner-Stiftsgymnasium in St. Paul im Lavanttal. Für seinen Lieblingssport Fußball blieb gerade noch etwas Zeit, Gedanken an eine Modelleisenbahn beschäftigten ihn damals nicht ernsthaft. „Vielleicht habe ich aber“, mutmaßt Manfred Rupprecht, „eine erbliche Vorbelastung insofern, als mein Großvater mütterlicherseits Lokführer war. Wer weiß? Aber begonnen hat das mit der Modelleisenbahn erst vor rund 40 Jahren.“ Die Original-Eisenbahnerkappe, die in seiner Miniaturenwelt an der Wand hängt, stammt jedenfalls nicht aus Großvaters Erbschaft, sondern war das Geburtstagsgeschenk eines lieben Freundes zum Siebziger.
Damals vor 40 Jahren, als bei ihm das Modellbau-Fieber ausbrach, war Manfred Rupprecht nach den Ausbildungsstationen bei den Bezirkshauptmannschaften Radkersburg und Mürzzuschlag und einem kometenhaften Aufstieg in das Büro Landeshauptmann, wo er mehr als neun Jahre Sekretär bei den Landeshauptleuten Friedrich Niederl und Josef Krainer war, bereits Leiter der Rechtsabteilung 3, mit den Zuständigkeiten für Bauen, Energie, Wasser und Verkehr. Als „Abteilungsübergreifender Umweltkoordinator“ hatte er eine der wichtigsten Abteilungen der steirischen Landesverwaltung inne. Dort hatte er sich in kürzester Zeit das Image des erfolgreichen Problemlösers in juristisch noch so heiklen Situationen erkämpft. Gesetze den Betroffenen zuerst glaubhaft erklären und dann vollziehen, manchmal auch der Politik die Grenzen des Machbaren vor Augen zu führen, das war seine Sache, Grenzwertfanatismus nie.
Es war in jener Übergangsphase, in der sich seine Zeit als pfeilschneller Mittelfeldspieler in der Fußballmannschaft des Büros Landeshauptmann allmählich ihrem Karriereende näherte, als die erste Modelleisenbahn ins Haus kam. „Wie bei den meisten, so auch bei mir,“ erinnert sich Manfred Rupprecht, „begann es mit dem bekannten Gleisoval und zwei Weichen. Dass es dabei nicht geblieben ist, sieht man ja.“ Und zeigt lachend auf seine Anlage.

Die seinerzeitige Kaufentscheidung fiel damals zugunsten der österreichischen Firma Kleinbahn aus. „Man musste bei dieser Firma zwar kleine Abstriche in der Detailgenauigkeit hinnehmen, dafür waren die Motoren langlebig und die Gleisanlagen ausgesprochen robust. Und vor allem war sie um einiges billiger als ausländische Produkte“, begründet der Hofrat seinen Einstieg bei Kleinbahn. „Außerdem boten die deutschen Hersteller wie Märklin nur wenige Modelle aus dem österreichischen Eisenbahnwesen an.“ So gehört zum Rupprecht’schen Fuhrpark unter anderem auch der legendäre blaue Triebwagen der Reihe 5046, der, als Nahverkehrsvariante von den Luxus-Fernzügen „Vindobona“ und „Venezia“ abgeleitet, allmählich die Dampfloks im innerösterreichischen Bahnverkehr abzulösen begann. Aber die fortschreitende Elektrifizierung erwies sich auch für den Dieselbetrieb als unüberwindbarer Konkurrent – im Jahre 1997 erfolgte die letzte Fahrt auf das Abstellgleis. Eines der wenigen erhaltenen Exemplare lässt sich noch auf dem Bahnhof Semmering bewundern.
Aber auch nur knapp elf Jahre überlebt hat der Transalpin, der unter klingenden Namen wie „Johann Strauß“, „Bodensee“ und „Rosenkavalier“ 30 Jahre lang Österreich mit einigen Nachbarstaaten verbunden hatte, seine Diesel-Vorfahren. Bei Manfred Rupprecht steht er noch im Vollbetrieb. Apropos Elektrifizierung – die gibt es natürlich auch in Rupprechts Modelleisenbahnwelt. Kleinbahn ermöglicht mit einer Oberleitung ein sogenanntes Zweileitersystem, also einen voneinander unabhängigen Zweizugbetrieb. Bei der Erwähnung von Oberleitung bittet Manfred Rupprecht seine Gattin Pia vor den Vorhang: „Sie ist es, die in unermüdlicher und geduldiger Kleinarbeit die Oberleitung Mast für Mast gesetzt hat.“ Nur zum Teil weitervererbt wurde das Engagement der Frau Mama auf die beiden Töchter. Während sich die Eisenbahnbegeisterung von Brigitta in für Mädchen nachvollziehbaren Grenzen hielt, brachte sich ihre Schwester immerhin durch den Bau von akribisch detailliert gestalteten Telefonzellen ein.
Aber mit dieser einen Anlage ist Manfred Rupprechts Eisenbahnwelt noch lange nicht zu Ende, ganz im Gegenteil: zurück und wieder vorbei an den Sekt- und Weinflaschen und ein paar Schritte in sein Arbeitszimmer und schon tut sich ein zweites Eisenbahn-Diorama auf. Zwar sind dort mit ihren 41 Laufmetern 14 Meter Schienen weniger verlegt als in der Eisenbahnwelt Nummer 1, dafür handelt es sich um eine Anlage mit der Nenngröße N und ihrer Spurweite von sagenhaft geringen neun Millimetern, auf der Winzlinge im Maßstab von 1:160 ihre Runden durch die bunten Pappmache-Landschaften ziehen. Für diese Anlage hat sich der „Eisenbahner-Hofrat“ die Firma Fleischmann aus dem mittelfränkischen Heilsbronn bei Nürnberg auserkoren, „dies deswegen“, so Manfred Rupprecht, „weil es dort ein ebenso günstiges wie technisch anspruchsvolles Sortiment gab.“ Nach dem aktuellen Fuhrparkbestand von 2020 verkehren auf dieser Mini-Mini-Anlage zwölf Zugsgarnituren. Ob sich die Frequenz in absehbarer Zeit noch erhöhen könnte? „Aller Voraussicht nach nicht. Jetzt geht es um die Fuhrparkerhaltung und schließlich auch um Reparaturen.“
Dieter Rupnik
Beitrag veröffentlicht am 4. März 2020
Bildquelle: Erwin Scheriau, Dieter Rupnik
Nah Versorgt mit dem Wohlfühlladen
Ein Ort oder Stadtteil ohne Nahversorger ist in vielen Gemeinden bereits düstere Realität geworden.
Mit der Nahversorgung verlieren die Orte aber nicht nur ihr wirtschaftliches, sondern auch ein wichtiges soziales Zentrum. Und wer heute von der hohen Lebensqualität in unserem Land spricht, muss wissen: Unsere Nahversorger haben ihren ganz persönlichen und unverzichtbaren Beitrag daran.
Nahversorgung bedeutet Lebensqualität
Unter diesem Motto will die Team Styria Werkstätten GmbH mit den Wohlfühlläden dieser fatalen Entwicklung im ländlichen Raum entgegenwirken, damit die Einkaufs- und Lebensqualität in der Region gesichert bleibt.
„Der Qualitäts- und Erfolgsfaktor der Team Styria Werkstätten GmbH sind unsere MitarbeiterInnen, sie formen und beeinflussen wesentlich das Bild der Wohlfühlläden in der Öffentlichkeit. Daher ist es das Ziel, sich durch die Art und Weise, wie die MitarbeiterInnen miteinander und mit den KundInnen umgehen, sich deutlich und positiv am Markt zu positionieren“, so Geschäftsführer Ing. Siegfried Ebner.
„Da wir inzwischen die Namen unserer Kundschaften fast alle kennen, freuen wir uns immer wieder, diese persönlich begrüßen zu können. Bei uns sind die Kunden keine Nummern, sondern individuelle Persönlichkeiten, auf deren Wünsche meine MitarbeiterInnen und ich gerne eingehen“, so Filialleiterin im Wohlfühlladen Knittelfeld, Andrea Leitner.
In den Wohlfühlläden ist neben dem klassischen Nahrungsmittelsortiment des täglichen Bedarfs auch ein an die örtlichen Bedürfnisse ausgerichtetes Angebot zu finden. Zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft führen die Wohlfühlläden unter der Marke „Gutes aus der Steiermark“ eine Reihe an Produkten von Bauern aus der Region und selbstgemachte steirische Schmankerl. Vom Steirerreis bis hin zum Kernöl reicht die umfangreiche und auf die Ansprüche unserer Kunden abgestimmte Palette, bei der vor allem Wert auf hohe Qualität und Regionalität gelegt wird.
„Wir sind nicht nur ein Lebensmittelgeschäft, sondern durch das Tagescafé auch ein sozialer Treffpunkt, ein Ort des Austausches und des Miteinanders. Die KundInnen können in gemütlicher Atmosphäre ihren alltäglichen Einkauf erledigen und im Anschluss in aller Ruhe einen Kaffee genießen. Das Tagescafé ist dem modernen Zeitgeist angepasst und somit ein sozialer Treffpunkt für Jung und Alt“, so der Geschäftsfeldleiter der Wohlfühlläden, Mag. Lukas Reitzer.
Zeitgemäße und Umweltfreundliche Gestaltung
Die Einrichtung der Läden wird hausintern von der Team Styria Holzmanufaktur produziert. Die Wohlfühlläden zeichnen sich durch ihre gemütliche Atmosphäre und Kundenfreundlichkeit aus. Der übersichtliche Aufbau sorgt für das schnelle Finden von Produkten und für einen entspannten Einkauf. Auch in Sachen Umweltschutz sind die Wohlfühlläden vorbildlich. So verzichtet man bereits seit Eröffnung des ersten Ladens auf Plastiksackerl. Als Pilotprojekt bietet der Kapfenberger Wohlfühlladen auch eine vielfältige Auswahl an unverpackten Lebensmitteln. So kann man Nudeln, Reis und Hülsenfrüchte ohne unnötige Verpackung kaufen. Dabei hat vor allem Qualität, Frische und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis oberste Priorität. Eingepackt wird in mitgebrachte Behälter oder auf Wunsch in vorhandene Papiersackerl. Step by Step werden in den nächsten Monaten auch die übrigen Wohlfühlläden um ein verpackungsfreies Sortiment erweitert. Als bodenständiger, individueller und gleichzeitig moderner Nahversorger bedeutet der Wohlfühlladen für alle einen Gewinn an Lebensqualität.
Weitere Infos: www.teamstyria.at sowie www.wohlfuehlladen.at
Beitrag veröffentlicht am 3. März 2020
Entgeltliche Einschaltung
Bildquelle: Team Styria & Shutterstock
Yoga kennt kein Alter
Yoga, das eine lebendige Geschichte hat, ist zurecht in aller Munde. Es unterstützt unser Sein auf verschiedenen Ebenen und bringt Glanz in unsere Wahrnehmung, von uns selbst und der Welt.
BEWEGLICHKEIT
Hast du immer Bewegung gemacht, wirst du vermutlich Schwerpunkte nach deinen Vorlieben gesetzt haben. Die Kräftigung einzelner Muskeln durch bestimmte, regelmäßig ausgeübte, Bewegungen kann auch zu Einschränkungen deiner Beweglichkeit geführt haben. In der Yogapraxis widmest du dich deinem ganzen Körper; du wirst Körperregionen (neu) entdecken.
Wenn du dich bisher wenig bewegt hast, beginne damit. Dein Körper lernt schnell. Du kannst auch noch im fortgeschrittenen Alter mit Yoga starten und deine Beweglichkeit erhöhen.
HALTUNG
Lernen, Sitzen im Beruf, Autofahren und Computer – das sind Faktoren, die unsere Rücken im Lauf der Zeit rund werden lassen und schließlich ist dein Rücken gebeugt. Deine Yogapraxis wirkt dem entgegen. Es geht nicht von heute auf morgen, aber du wirst dich bald besser fühlen, wenn du dich wieder mehr aufrichten kannst. Wenn du Rückenschmerzen hast, werden sie besser werden, denn auch die Muskulatur des Rückens wird gestärkt werden. Du wirst bewusster stehen und sitzen, denn du wirst deine Yoga-Erfahrungen in den Alltag übernehmen.
STRUKTUR
Deine Woche/dein Tag bekommen mit Yoga neue Strukturen. Du kannst deine Yogapraxis regelmäßig in deine Freizeitplanung einbauen. Vielleicht brauchst du auch diese Regelmäßigkeit um für andere Dinge, die dir wichtig sind, in Schwung zu kommen. Finde deine ganz persönliche Yoga-Zeit am Tag und in der Woche.
ERKRANKUNG
Schon die Überlieferungen zu Yoga, die rund 2000 Jahre zurückreichen, beschreiben Yoga als Weg Leiden zu mildern. Wenn du mit einer Erkrankung lebst, wirst du spüren, dass die Yogapraxis hilft von Gedanken an Krankheit oder Einschränkung wegzukommen. Yoga ist im Kern eine Methode dein Denken zur Ruhe kommen zu lassen. Deine regelmäßige Yogapraxis hilft dir Beschwerliches leichter zu nehmen und Schönes bewusster wahrzunehmen. Bist du aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkt mobil, wird dein Yogalehrer/deine Yogalehrerin dir Bewegungen und Haltungen zeigen, die für dich möglich sind.
SOZIALES
Du knüpfst neue Kontakte; Yogis sind freundliche Menschen. Die gemeinsame Praxis in einer Yogagruppe verbindet. Vielleicht findest du auch neue Freunde. Wenn du aufmerksam bist, wirst du merken wie viele eigentlich Yoga betreiben. Du wirst auch auf Yoga-Angebote achten, wenn du auf Reisen bist und kommst rasch ins Gespräch.
KRAFT
Yoga kräftigt. Gerade wenn du älter wirst, lässt die Körperkraft nach. Du wirst anfälliger für Verletzungen, beispielweise, wenn du stürzen solltest. Wenn du im Yoga aber bewusst immer wieder verschiedene Haltungen – gegen die Schwerkraft – einnimmst, beugst du Verletzungen vor, denn du wirst kräftiger werden. Schon verloren geglaubte Kraft kommt wieder; das macht dich insgesamt widerstandsfähiger.
GEIST UND PSYCHE
Wenn der Körper runder läuft, profitiert auch dein Geist. Mehr Kraft und mehr Beweglichkeit führen zu höherer geistiger Wendigkeit. Eine intensive Yoga-Einheit tut auch deiner Seele gut. Mehr Energie und bewahrte oder wieder erlangte Leistungsfähigkeit machen dich zufrieden. Deine Seele atmet.
Axel Reckenzaun, CityYoga Graz
Bildquelle: Shutterstock
Beitrag veröffentlicht am 10. Dezember 2019.
„Die Jagd war für mich immer ein großes Abenteuer“
Franz Klein (85) aus Sulzegg in der Südsteiermark ist pensionierter Maurer und Jäger seit 70 Jahren. Seit seinem 16. Lebensjahr ist er mit der Natur verbunden wie kaum ein anderer in seinem Alter.
Sulzegg, ein kleiner Ort in der Gemeinde Sankt Veit in der Südsteiermark. Hier wohnt Franz Klein mit seiner Frau Stefanie seit vielen Jahren. Gemeinsam betrieben sie lange Zeit eine Landwirtschaft, die mittlerweile der Sohn übernommen hat. Eines hat Franz Klein aber noch nicht aufgegeben: die Jagd. Auch wenn er heute nicht mehr so oft eines der Gewehre aus seiner umfangreichen Sammlung bedient wie früher – für die Natur lebt der 85-Jährige immer noch wie kaum ein anderer in seinem Alter. Die Jagd habe sich über die Jahrzehnte allerdings verändert, meint er, während er das Fotoalbum durchblättert. „Früher haben wir viel mehr geschossen. Heute freue ich mich, wenn ich einen Hasen oder einen Fasan sehe“, so der Südsteirer, der seit seinem 16. Lebensjahr auf der Jagd ist.
DIE JAGD ALS „ABENTEUER ALTER“
Das Jagen war für ihn immer ein großes Abenteuer, wie er sagt. Eines, das er aufgrund seines Alters heute naturgemäß nicht mehr in dem Umfang ausüben kann wie früher, jedoch eines, das ihn bis an sein Lebensende begleiten wird. Dafür sorgt auch sein mit Jagdutensilien reichlich bestücktes Haus. Schon bei der Eingangstür wird man mit dem großen Hobby des 85-Jährigen vertraut. Der Vorraum, das Wohnzimmer, die Küche – überall sieht man Hirschgeweihe, Jagdhüte und Urkunden. Von Letzteren hat Franz Klein in seiner 70-jährigen Jagdlaufbahn ähnlich viele bekommen wie Danksagungen von diversen Jagdgemeinschaften, in denen er bis heute Mitglied ist. Bei jener in Hütt-Sulzegg ist er sogar Aufsichtsjäger, und das bereits seit 1956.
„UND PLÖTZLICH STAND DA EIN BÄR“
Selbst schießen kommt für ihn heute nicht mehr infrage, doch das muss man als Jäger auch gar nicht. Das Aufgabengebiet eines Jägers umfasst weit mehr als das Betätigen des Gewehrs. Franz Klein geht mit seiner Hündin Amelie nach wie vor jeden Tag durch den Wald und sieht nach, ob es irgendwo einen Wildschaden gibt. „Für mich ist der tägliche Spaziergang wie ein Jungbrunnen“, so der pensionierte Maurer. Und eines kann man in jedem Fall sagen: Das Jagdleben des Franz Klein war auch bis zum heutigen Tag schon spektakulär. In den Karpaten in Rumänien ist er sogar einmal einem Bären gegenüber gestanden. „Dort durfte man als Jäger kein Gewehr mitnehmen. Nur ein Messer, sonst nichts. Ich war mit einem anderen Jäger unterwegs und wir waren ansitzen. Plötzlich sahen wir einen zwei Meter hohen Bären vor uns“, schildert Franz Klein die Situation, die glücklicherweise glimpflich ausging, weil sich der Bär nach einiger Zeit von den Jägern entfernte. Ein einschneidendes Erlebnis war es für ihn dennoch. Und auch eines, das er noch lange in Erinnerung behalten wird. Genauso wie seinen Vater, der ihm damals in jungen Jahren das Jagen lernte und damit die Nahrungsversorgung der Familie in Kriegszeiten sicherstellte. Außerdem war Franz Klein mit verschiedenen ÖVP-Landeshauptleuten der Steiermark jagen, z. B. mit Friedrich Niederl, Josef Krainer sen., Josef Krainer jun. und zuletzt auch mit Hermann Schützenhöfer.
Wer der beste Jäger von ihnen war? Franz Klein schmunzelt. „Das war der Krainer sen“, sagt er schließlich und stößt wieder auf ein Bild aus seinem Fotoalbum. Es zeigt seine Jagdhunde, von denen er in seinen sieben Jahrzehnten auf der Jagd einige sehr erfolgreiche hatte. Bei den Jagdhundeprüfungen zählten sie stets zu den besten und „Wotan“ konnte als bisher einziger in der Steiermark sogar das Maximum von 420 Punkten erreichen. „Darauf bin ich noch heute stolz“, verrät Franz Klein, und ergänzt: „Ich kann jedem nur empfehlen, die Ausbildung zum Jäger zu machen. Es gibt kaum eine Tätigkeit, bei der man mehr in der Natur sein kann als auf der Jagd“, erzählt er, während er das Fotoalbum wieder zuklappt. Die Erinnerungen bleiben auf jeden Fall drinnen. Im Album, im Gedächtnis und im Herzen von Franz Klein.
Bildquelle: Niklas Sieger
Beitrag veröffentlicht am 12. Dezember 2019.
Was es für’s Jagen braucht
Immer mehr Senioren entdecken das Jagen für sich und entwickeln eine Leidenschaft dafür. Bis zu einem Drittel der Neuanfänger sind 60 Jahre oder älter. Voraussetzung zur Ausübung ist eine gültige Jagdkarte, die man mit einer erfolgreich abgelegten Jägerprüfung erwerben kann.
Die Kinder sind aus dem Haus, die berufliche Laufbahn auf der Zielgeraden oder bereits absolviert: Da bleibt dann für viele Senioren wieder mehr Zeit für neue Beschäftigungen in der Freizeit. „Das Gute liegt so nah“ heißt es in einem bekannten Sprichwort und im Falle vieler Menschen liegt das Gute sogar vor der Haustür: die Natur, heute mit so vielen Rollen gesegnet wie selten zuvor. Lebensraum, Arbeitsraum, Sehnsuchtsraum, Hobbyraum, Geschäftsmodell, Fotomodell und vor allem: Kulturraum.
Ein Raum, den viele Senioren in ihrer Freizeit gerne entdecken. Sie begeben sich auf die Jagd. 24.600 gelöste Jagdkarten gibt es laut der steirischen Landesjägerschaft im heimischen Bundesland und der Trend zeigt eindeutig nach oben. Rund 800 bis 1000 neue Jungjägerinnen und Jungjäger kommen jedes Jahr in der Steiermark dazu, etwa ein Drittel von ihnen gehört der Generation 60+ an. Insgesamt ergibt das den zweitstärksten Landesjagdverband und die zweitgrößte Mitgliederzahl Österreichs. Ebenfalls spannend: Der Frauenanteil in den Vorbereitungskursen zur Jagdprüfung beträgt mittlerweile ein Drittel und mehr – und auch der Gesamtanteil der Frauen liegt mit fast 15 Prozent vergleichsweise hoch. Doch wie wird man überhaupt Jäger und was gilt es beim Jagen zu beachten? Hier eine Übersicht der wichtigsten Fragen und Antworten.
Ich interessiere mich für die Jagd und möchte Jäger werden. Was muss ich tun?
Besteht das ernsthafte Interesse, Jäger zu werden, ist es zunächst wichtig, sich umfassend zu informieren. Der klassische Weg führt über eine fundierte Jungjägerausbildung. Diese dauert rund vier Monate und kostet etwa 750 Euro. Die Steirische Landesjägerschaft bietet selbst keine Kurse an, es herrscht ein freier Markt. Informationen und Anmeldung unter https://www.jagdschutzverein.at/ausbildung/kurskalender/. Es gibt in den Bezirken auch unterschiedliche Strukturen. In den Bezirken Weiz und Mürzzuschlag muss man sich als Neuling bereits vorher einen erfahrenen Jäger suchen, der einen auf die Jagd mitnimmt. Dieses System hat sich bewährt, weil man hier schon eine intensive Ausbildung in der Natur genießt und nebenbei die theoretischen Teile der Ausbildung vermittelt bekommt. Man muss sich außerdem bewusst sein, dass eine Jungjägerausbildung nur eine Grundlage für die Aufgaben als Jäger schafft. Der Wille zur ständigen Weiterbildung und Weiterentwicklung draußen in der Natur ist eine unabdingbare Voraussetzung, um die Tätigkeit erfolgreich auszuführen.
Ab welchem Alter kann die Jägerausbildung absolviert werden?
Das Mindestalter beträgt 16 Jahre. In manchen landwirtschaftlichen Fachschulen ist die Jungjägerausbildung bereits in die Schulausbildung integriert, etwa in der Höheren Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft in Bruck an der Mur oder auch in der Landwirtschaftsschule Raumberg.
Welche Inhalte werden in der Jägerausbildung vermittelt?
Grob gesagt: Man eignet sich jenes Wissen über die Natur an, das es für die Ausübung der Jagd braucht. Hierzu zählen weitreichende Kenntnisse in den Bereichen Rechtskunde, Wildökologie, Jagd- und Naturschutz, Wald-, Gehölz-, Feld- und Wiesenkunde, Wild- und Lebensraum, Wildbrethygiene, Wildstandsbewirtschaftung, Lebensraumverbesserungen, Reviereinrichtungen, Jagdbetrieb, Wildschutz, Jagdhundewesen, Waffen- und Schießkunde, jagdliches Brauchtum und sichere Handhabung der Waffe und vieles mehr. Der Nachweis eines sicheren Umgangs mit der Waffe ist bei einer praktischen Schießprüfung zu erbringen.
Wo kann man die Jägerprüfung machen?
Die Prüfungsabnahme erfolgt durch eine Kommission unter der Leitung der Bezirksverwaltungsbehörde, meist jene des ordentlichen Wohnsitzes. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung wird das Jägerprüfungszeugnis ausgestellt und die erste Jagdkarte kann gelöst werden. Diese kostet jährlich 135 Euro und ist Voraussetzung für die Jagd.
Wer stellt die Jagdkarte aus?
Die Erstausstellung der Jagdkarte wird von der für den Hauptwohnsitz zuständigen Bezirkshauptmannschaft durchgeführt. Die jährliche Verlängerung erfolgt durch die Zusendung eines Zahlscheines in den letzten Märztagen des alten Jagdjahres.
Ich habe bereits eine Jagdkarte gelöst. Wie komme ich zum Jagen?
Wenn man Eigenjagdbesitzer ist, kann man auf seinem eigenen Grund und Boden jagen, sofern man die Befähigungsprüfung dazu abgelegt hat. Alternativ dazu kann man eine Jagd pachten, muss dafür allerdings die Pächterfähigkeit aufweisen. Hierfür muss man fünf Jahre aktiver Jäger gewesen sein, also auch fünf Jahre eine Jagdkarte gelöst haben. Eine dritte Möglichkeit besteht in der Mitgliedschaft in einer Gemeindejagd. Laut dem Steiermärkischen Jagdgesetz bilden 115 Hektar zusammenhängende Fläche eines Eigentümers eine Eigenjagd. In einer Gemeinde erreichen viele Grundstücke nicht diese Größe. Diese werden zu einem Gemeindejagdgebiet zusammengefasst, bei dem der Gemeinderat als Vertreter der Grundeigentümer agiert und über diesen das Gebiet dann auch verpachtet wird. Das kann eine Einzelperson oder auch eine Jagdgesellschaft mit mehreren Mitgliedern sein, in die man dann als Einzelperson auch aufgenommen werden kann. Oder man versucht, einen Ausgehschein zu bekommen. Als sogenannter „Ausgeher“ hilft man bei den Arbeiten, die Jäger tagtäglich in ihrem Revier verrichten und bekommt dafür eine Jagdmöglichkeit eingeräumt. Dieses Ausgehen kann zunächst beschränkt sein, ermöglicht jedoch ein erfolgreiches Hineinwachsen in eine bestehende Struktur und stärkt die sozialen Kontakte innerhalb einer Jagdgemeinschaft.
Was kostet ein Jagdeinstieg?
Pauschal lässt sich das nicht sagen, es gibt jedoch Richtwerte, an denen man sich orientieren kann. Die klassische Jungjägerausbildung mit rund 750 Euro und die anschließende Jagdkarte mit 135 Euro wurden bereits erwähnt. Danach kommt es darauf an, ob man in eine Jagdgesellschaft einsteigen kann, wenn ja, wie groß das Gebiet ist und welche Wildarten vorhanden sind. Die Kosten für einen Ausgehschein legt die Jagdgesellschaft für sich fest. Diese beginnen bei etwa 50 Euro im Jahr. Je nachdem, worauf man Wert legt, muss man auch für die Ausrüstung noch ein gewisses Budget einplanen.
Wussten Sie, dass…
2.536 Jagdreviere im Gesamtausmaß von über 1,6 Millionen Hektar das Jagdland Steiermark bilden? 1.498 dieser Reviere sind Eigenjagden, 370 dieser Eigenjagden sind verpachtet, 16 davon an nicht österreichische Jäger.
4.085 Jagdhunde die Jägerinnen und Jäger in den steirischen Jagdrevieren auf die Jagd begleiten? 814 Nachsuchengespanne stehen steiermarkweit rund um die Uhr für Nachsuchen zur Verfügung, häufig auch für im Straßenverkehr verletzte Wildtiere.
Auf der Suche nach der richtigen Jagdausrüstung? WAFFEN Ing. Wolfgang Brunnsteiner ist Ihr Ansprechpartner. 8430 Leibnitz, Augasse 5 bzw. 0 34 52/82 9 78
Bildquelle: Shutterstock
Beitrag veröffentlicht am 11. Dezember 2019.
Training unter der Gürtellinie
Von der Organstütze bis zur Sexualität: Der Beckenboden erfüllt viele Funktionen. Warum wir ihn gezielt stärken müssen.
Man könnte ihn schon fast als körperlichen Allrounder bezeichnen – den Beckenboden. Er verschließt das Becken nach unten, stützt die inneren Organe und ermöglicht so eine aufrechte Haltung. Außerdem sorgt er dafür, dass die Schließmuskeln von Blase und Darm funktionieren und sowohl Frauen als auch Männer Sexualität lustvoll erleben können. Wird der Beckenboden allerdings zu sehr beansprucht, wird er geschwächt – und das kann im Laufe des Lebens mehrfach passieren, etwa durch Geburten, das häufige Tragen hoher Schuhe oder eine Haltungsschwäche. Mit dem Alter lässt ganz natürlich auch die Straffheit des Beckenbodens nach. Dafür verantwortlich sind langes Stehen, schweres Heben, aber auch erschütterungsintensive Sportarten wie Joggen, Aerobic oder Tennis. Eine Veranlagung für schlechtes Bindegewebe, Übergewicht, Diabetes mellitus, Verstopfung, chronischer Husten und Asthma sowie die hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre der Frau gelten ebenfalls als Risikofaktoren. Auf die Funktionsweise des Beckenbodens wirken sich auch Bauchoperationen wie Gebärmutter- oder Prostataentfernungen aus. Letztere sind vor allem bei Männern ein Grund für Probleme im Bereich des Beckenbodens. Wenn diese Muskulatur geschwächt ist, können Rückenschmerzen die Folge sein, aber auch Einschränkungen der Sexualität, Senkungen innerer Organe oder Inkontinenz.
INKONTINENZ – IMMER NOCH EIN TABUTHEMA
Unter Inkontinenz versteht man einen unfreiwilligen Harnverlust, im Volksmund auch als „Blasenschwäche“ bezeichnet. Die Harninkontinenz kann unterschiedlich ausgeprägt sein, ist aber ein weit verbreitetes und oft tabuisiertes Problem. Österreichweit sind etwa 850.000 Menschen betroffen, jüngere Frauen viermal häufiger als Männer. Bei älteren Menschen ab 80 Jahren ist die Verteilung ausgeglichen. Die Ursachen sind vielfältig, liegen aber oft in einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur. Diese gilt es daher gezielt zu trainieren.
ÜBUNGEN FÜR GEZIELTES BECKENBODEN-TRAINING
Gezieltes Training der Beckenboden- und Beckenmuskulatur sorgt für eine massive Verbesserung der Rumpfstabilität. Dadurch wird die Ökonomie jeder Bewegung gesteigert, die Kraft- und Impulsübertragung sowie Balance und Gleichgewicht werden deutlich verbessert und so auch die Leistung gesteigert. Dadurch ist man im Alltag deutlich fitter.
Im Alltag ist es jedoch nicht einfach, den handtellergroßen Muskelverbund anzusteuern. Herkömmliche Trainings lehren fast alle noch immer, die Gesäßmuskulatur anzuspannen und die Schwell-/Schließmuskeln „in den Körper zu ziehen“. Die innerste und gleichzeitig flächengrößte Schicht, der Levator Ani, ist nach dem aktuellen Forschungsstand die wichtigste Beckenbodenschicht. Um diese sinnvoll trainieren zu können, ist es wichtig, sie als solche wahrnehmen und ansteuern zu können. Sie erstreckt sich fächerartig vom Kreuzbein zu den seitlichen Beckenknochenrändern nach vorne zum Schambein. Diese Schicht ist symmetrisch angelegt und kann links und rechts unabhängig voneinander aktiviert und beansprucht werden.
Ein erstes Herantasten könnte folgendermaßen aussehen: Man setzt sich an den vorderen Rand des Stuhls. Die Beine sind hüftschmal, die Fersen stehen sich ein wenig näher als die Zehen. Die Knie sind genau über den Fersen und ebenfalls hüftschmal. Nun stellt man sich vor, die Füße würden über der Fersenmitte und dem Großzehengrundgelenk schweben. Wichtig ist, dass man hierbei mit völlig aufgerichtetem Oberkörper sitzt. Dann stupst man die beiden Stellen in den Boden. Danach spürt man, wie sich am unteren Ende des Rückens etwas bewegt. Das sind die Sitzbeinhöcker. Über diese erreicht man den Levator Ani (Quelle: CANTIENICA®-Beckenbodentraining).
Ein anatomisch sinnvolles Beckenbodentraining vernetzt die gesamte Tiefenmuskulatur. Beckenboden und Zwerchfell werden dabei für den Alltag so trainiert, dass sie situationsangepasst immer und automatisch richtig reagieren. Beim Bücken, Lachen, Niesen, Husten spannen sich die Muskeln blitzschnell an und halten dicht. Nebenbei kommt es zu mehr Rumpfstabilität und zu einer sichtbar schöneren Haltung.
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Beitrag veröffentlicht am 9. Dezember 2019.


