Altersgerechte Stadt Feldbach

Die südoststeirische Bezirkshauptstadt setzt auf würdevolles und perspektivenreiches Altern.

Vielerorts wird von einer altersgerechten Stadt gesprochen, Feldbach mausert sich zu einer. Die Stadt trimmt sich auf Altersgerechtigkeit. Geschuldet ist dieser notwendige Wandel der Demographie. Österreich überaltert. Geht es nach Feldbachs Bürgermeister Josef Ober, soll das Älterwerden der Menschen in Würde geschehen. Würdevolles Altern wird in der altersgerechten Stadt Feldbach als selbstbestimmtes Reifen, eigenverantwortliches, gesellschaftliches Wirken mit enormer Lebenserfahrung und als vitaler perspektivenreicher Lebensabschnitt definiert.

Aus diesem Grund setzt Feldbach nachhaltige Akzente. Die Stadt trimmt sich in ihrer Infrastruktur auf Barrierefreiheit, sie stärkt die Nahversorgung der Innenstadt und forciert den behutsamen Wohnungsbau in der vom bunten Branchenmix belebten Innenstadt. Feldbach stärkt die raumwirksamen Kräfte. Die Lebensqualität in und um die Stadt steigt laufend. Die Region ringsum hat viel zu bieten, an Natur, an gläsernen Manufakturen, Sehenswürdigkeiten und vielfältiger Festkultur. Die südoststeirische Bezirksstadt ist vom öffentlichen Verkehr hervorragend erschlossen, bietet ein ausgezeichnet ausgebautes Radwegenetz, verfügt über exzellente Freizeiteinrichtungen und glänzt mit einem steiermarkweit herausragenden Kultur- und Bildungsangebot. Und auch als vielfältige Gesundheitsstadt profiliert sich die Raabmetropole. Ein eigens entwickeltes Bildungsprogramm für Menschen der Kategorie „Lebensmitte PLUS“ zeugt vom Engagement der Stadtgemeinde, lebenserfahrene Menschen am Puls der Gesellschaft zu halten.

Da wird schnell klar: Das Motto der Stadt „Feldbach macht Sinn“ ist nicht einfach so daher gesagt. Vielmehr ist es Ausdruck einer offensiven Stadtentwicklung, die dafür sorgt, dass die fünftgrößte Stadt der Steiermark für ihre Bürger und Gäste sinnstiftend wirkt.

Feldbach ist eine frische jugendliche Stadt. In und um die Stadt wird fleißig gebaut und renoviert. Umso attraktiver ist sie für die Generation „Lebensmitte PLUS“. Freizeit, Einkaufs- und Mobilitätsmöglichkeiten, ein breites Gesundheits-, Bildungs- und Kulturangebot sowie ein buntes Veranstaltungsprogramm sorgen für ein abwechslungsreiches Leben.

Vorsorge wird in Feldbach groß geschrieben. Neben der materiellen Vorsorge der Stadt im Bereich der barrierefreien Infrastruktur setzt Feldbach auch Impulse in der Gesundheitsvorsorge sowie im Bereich der sozialen und mentalen Vorsorge – für ein rundum erfülltes Leben der Generation „Lebensmitte PLUS“. Neben der Vorsorge kümmert sich die Stadt aber auch um das in den vergangenen Jahren in den Mittelpunkt gerückte Problem der Demenz. Hier wurde ein eigener Ratgeber umgesetzt.

Der Gemeinderat von Feldbach hat außerdem die Dublin-Deklaration beschlossen. Die Stadt ist damit dem WHO-Netzwerk altersfreundlicher Städte und Gemeinden beigetreten. Damit verpflichtet sich Feldbach, gemeinsam mit den Einwohnern die Lebensqualität und das Wohlbefinden älterer Menschen in deren Lebenswelt zu fördern.

Bildquelle: Bernhard Bergmann, beigestellt

Beitrag veröffentlicht am 6. Dezember 2019.

Winter Wohlgefühl & Thermenadvent

Im wunderbar warmen Wasser oder in der Sauna entspannen und der Kälte trotzen – der Winter in der Region Bad Radkersburg weckt die Lebensgeister.

Ob auf dem Weg durch die Weinberge, die idyllischen Murauen oder die hübschen Straßen der Altstadt von Bad Radkersburg – auf Spaziergängen in der Region offenbart sich der besondere Reiz des südsteirischen Winters. Wenn draußen zarter Nebel über der Landschaft liegt, laden heimelige Gaststuben, Bauernläden und Spezialitäten-Geschäfte zum Verweilen ein: Serviert werden edle Weine heimischer Spitzenwinzer und regionale Gaumenfreuden mit Kürbis, Käferbohnen, Kernöl und Traube. Im Advent verwandelt sich die romantische Thermenstadt in eine leuchtende Kulisse. Das Adventdorf mit Glühwein und Weihnachtskeksen, Kunsthandwerk, Kutschenfahrten und einem Eislaufplatz verzaubert mit vorweihnachtlicher Stimmung. Eine Auszeit in der Parktherme ist Balsam für Körper, Geist und Seele. Das wohltuende Wasser des Quellenbeckens schenkt Ruhe vom Alltag und verwöhnt die Seele.

Vier Thermen Schnuppertage ab € 184,- unter www.badradkersburg.at zu buchen! Die Region ist viel zu schön, um kurz zu bleiben.

Wintertipp: Die einzigartige Bad Radkersburger Sauna Zeremonie mit frischen Kieferspänen im Aufguss-Wasser heizt mit ihren drei aufeinander abgestimmten Wedeltechniken in der Parktherme so richtig ein.

Tourismusverband Region Bad Radkersburg

Hauptplatz 14, 8490 Bad Radkersburg

T +43 / 3476 / 2545

info@badradkersburg.at

www.badradkersburg.at

Bildquelle: Tourismusverband Bad Radkersburg

Beitrag veröffentlicht am 5. Dezember 2019.

Vom jungen Bariton zum Heldentenor

Wie Wolfgang Müller-Lorenz mit seiner Stimme ein großes Publikum begeisterte.

Unglaubliche 120 Jahre sind es bereits her, dass im Grazer Opernhaus zum ersten Mal die Lichter angingen. Genau gesagt, war es an einem Samstag, dem 16. September 1899, als das Publikum begeistert zu Schillers „Wilhelm Tell“ applaudierte, nachdem noch am Vormittag feierlich der Schlussstein gesetzt worden war. Bereits am nächsten Tag aber stand schon Richard Wagners „Lohengrin“ am Spielplan. Mit dem deutschen Komponisten und seinen unsterblichen Opern wird von da an Graz immer eine besondere Bindung pflegen und einer der ganz großen Wagner-Interpreten, Publikumsliebling über fast 20 Jahre, der ein wesentliches Kapitel zur Erfolgsgeschichte des Hauses beigetragen hatte, ließ für „Abenteuer Alter“ in einem seiner ganz seltenen gewährten Interviews diese Zeit Revue passieren – der Heldentenor Wolfgang Müller-Lorenz.

Der leicht ergraute Herr, seine klassische nackenlange Siegfried-Mähne ist etwas kürzer geworden, dafür trägt er das Barthaar etwas länger als es die übliche Drei-Tages-Variante empfiehlt, bittet in sein Haus, das ohne weiteres ein Schüler von Mies van der Rohe geplant haben könnte und das er nach vielen Jahren Landleben in Hörgas vor rund zehn Jahren in Graz zwischen Mariagrün und Mariatrost errichten ließ. Natur und Innenraum werden dort eins. Unter Weglassung der geometrischen Ordnung entsteht jene Gemütlichkeit, die dem Gast sofort signalisiert: Hier wohnt man nicht nur, hier lebt man. Man, das sind der Künstler mit seiner Gattin Marlis, selbst an der Grazer Kunst-Uni in der Veranstaltungsebene tätig und Sohnemann Nicolas, der nach erfolgreichen Tätigkeiten im Regiefach sein praktisches Können nun auch mit wissenschaftlichen Erkenntnissen im Rahmen eines Studiums erweitern wird. Und zwei beneidenswert umhätschelte Mitbewohner schleichen auf leisen Pfoten im und ums Haus – Kater Chu Chu und die Katzendame Fritzi.

Eine Frage bleibt dem Wahlsteirer mit „Kölner Wurzeln“, der die heitere Munterkeit eines Frühstücks-Fernsehmoderators versprüht, gleich zu Beginn nicht erspart: War ihm der Opernsänger in die Wiege gesungen? „Beileibe nicht,“ lacht heute Müller-Lorenz darüber, „das hat sich nicht mit den Vorstellungen meines Vaters gedeckt. Für ihn gab es nie die Möglichkeit zu studieren, er war im schon vor und im Zweiten Weltkrieg Flugzeugtechniker. Aber der Sohn sollte, praktisch stellvertretend für ihn, Technik studieren dürfen. Und müssen.“ Das Technikstudium hat er zwar hoffnungsvoll begonnen, dann aber hat der junge Student doch die Abzweigung in Richtung Gesang und Schauspiel eingeschlagen. „Das bedeutete aber auch die Einstellung jedweder Unterstützung von zuhause. Einzig meine Großmutter hat mich mit hundert D-Mark pro Monat gesponsert.“ Also: Werkstudent. Regieassistent beim Westdeutschen Rundfunk, Sprecherqualifikation erfüllt, schließlich eine Studium-Freistelle wegen besonderer Begabung. Das war im Zeitraffer die Ausbildungsphase des jungen Baritons und späteren Tenors, der bald die Karriereleiter in rasantem Tempo hochklettern wird. Eine Karriere, die Höhen noch über das hohe C hinaus bis zum Dis hinauf kannte – aber auch Tiefen. Diese waren jedoch nicht gesanglicher Natur.

Der charmante Hausherr, dem niemand den Jahrgang 1946 abnehmen würde, braut selbst für den Gast und für sich einen Kaffee und beginnt schon währenddessen über sein facettenreiches Künstlerleben zu erzählen.

Begonnen hat alles, daran erinnert sich Müller-Lorenz genau, am 20. Dezember 1967 mit einem Auftritt bei einem Adventkonzert in der Markuskirche in Porz, einem heutigen Stadtteil von Köln am rechten Rheinufer. Nicht lange und ein Engagement folgte dem anderen, aus Wolfgang Müller war längst Müller-Lorenz geworden. „Ich habe den Mädchennamen meiner Mutter dem Müller hinzugefügt, das war‘s.“ Ein kleiner Unterschied zu allen Müllers schien angezeigt, von wegen „Also Müller heißen Sie? Ja den Namen habe ich schon mal gehört.“ Außerdem gibt es einen Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Müller und einen weiteren, den in den Fünfziger-Jahren bekannten Kabarettisten und Schauspieler Wolfgang Müller gab es – er war 1960 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.

Jetzt standen dem jugendlichen Bariton bald auch die großen Bühnen Deutschlands offen, Bariton gesucht, Müller-Lorenz war zur Stelle. Nicht lange und er trug den Beinamen der „Bundes-Falke“. Die Partie des Notars Dr. Falke aus der Johann Strauß-Operette „Die Fledermaus“ schien ihm auf den Leib geschrieben zu sein. Den Falke spielte er quer durch die Bundesrepublik.

Noch wusste er nicht einmal selbst davon, aber ein in ihm schlummerndes Talent wurde ihm als „Silvio“ in „Der Bajazzo“ anlässlich einer Vorstellung im Gärtnerplatztheater in der Münchner Isarvorstadt offenbart: „Burli, du weißt schon, dass du ein Tenor bist?“ wandte sich der väterliche Freund, der damals berühmte Heldentenor Hans Hopf an ihn. Den Tenor-Bazillus trug Müller-Lorenz seitdem latent in sich, es sollte aber noch Jahre dauern, bis er vollends ausbrach.

„Nach Graz bin ich 1980 noch als Bariton gekommen. Meine erste Partie?“ das war im März 1980 als Papageno in der Zauberflöte. Und Abschied vom Grazer Opernhaus nahm ich 1997 als Tristan.“

Die siebzehn Jahre zwischen Mozart und Wagner spannen einen Bogen über ein Künstlerleben in der Stadt an der Mur, wie es faszinierender kaum vorstellbar ist. Neben den vielen Bariton-Partien erinnert er sich gerne an den „Hermann“ in Tschaikowskys „Pique Dame“, aber auch an die vielen Gastauftritte an der Wiener Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen, München, Paris, Tokio… die Reihe ist lang.

Zwei Jahre dauerte der Umstieg – es war ein beinhartes Umlernen – von Bariton auf Tenor. „Ich musste dabei zweigleisig arbeiten, noch Baritonrollen singen und schon als Tenor auftreten. Schließlich konnte ich ja nicht Urlaub nehmen und sagen ‚Schön, in zwei Jahren komme ich wieder als Tenor zurück.‘ Man muss auch von etwas leben.“

Aus dem lyrischen Bariton war nun in kurzer Zeit der Wagner-Heldentenor Müller-Lorenz geworden, erst 35 Jahre alt. Auf die Frage, welche Wagner-Tenorpartien er gesungen hat, wird er nur antworten: „Da sind wir schneller, wenn ich aufzähle, welche nicht. Es waren zwei.“

Eine davon war der Walther von Stolzing in den Meistersingern. Herbert von Karajan war auf den jungen Mann aufmerksam geworden und hatte ihn zum Vorsingen nach Salzburg eingeladen. „Sehr beachtlich,“ zeigte sich der Maestro beeindruckt, „jetzt studieren Sie ein Jahr den Stolzing und dann treffen wir uns wieder“. Dann später: „Wenn Sie es jetzt gut anfangen, fahren Sie in fünf Jahren einen Mercedes 500“ oder Schubkarre.“, so der Maestro.

Man traf sich wie vereinbart nach einem Jahr, Müller-Lorenz sang vor, im Zuschauerraum saß auch Luciano Pavarotti und klatschte mit weitausholender Geste mit über den Kopf erhobenen Händen. „Bravo!“ Und Karajan zeigte sich zufrieden. Es kam trotzdem anders, vertragliche Bindungen stellten sich als ein unüberwindbares Hemmnis heraus.

Dafür erlebte Müller-Lorenz in Graz eine wunderbare Zeit mit dem Intendanten Prof. Dr. Carl Nemeth und Christian Pöppelreiter, der damals unter anderem den „Ring des Nibelungen“ inszenierte – das Grazer Publikum hatte einen neuen Heldentenor zu seinem Liebling erkoren, die Inszenierung genießt heute noch einen Kultstatus und der gesangliche Hauptdarsteller erhielt den liebevoll-scherzhaft gemeinten Beinamen „Siegfried vom Dienst.“

Ob MüLo, wie ihn seine Kollegen der Einfachheit halber nannten, in einer der vielen Wagner-Rollen eine ganz besondere Lieblingspartie sah? „Eigentlich nein, weil immer die Rolle, die ich gerade darstellte, meine Lieblingsrolle war. Egal ob Siegfried, Siegmund oder der Loge oder…“ Dass er zuhause gerne ein schwarzes T-Shirt mit den weiß aufgedruckten ersten zwei Textzeilen der Siegmund-Szene aus der „Walküre“ „Winterstürme wichen dem Wonnemond, in mildem Lichte leuchtet der Lenz…“ trägt, könnte doch auf eine bestimmte Vorliebe schließen lassen.

1997 brachte dann eine große Wende, als Tristan verabschiedete sich MüLo von seinem Grazer Publikum. Misstöne hatte es nicht auf der Bühne, aber mit der Leitung des Hauses Dr. Brunner gegeben. Der von ihm sehr geschätzte Intendant Dr. Carl Nemeth war 1990 in den Ruhestand getreten, mit dem neuen Chef Gerhard Brunner lief es nicht mehr ganz friktionsfrei. Jetzt folgten unter anderem Washington, New York, Tokyo, München, Paris, Barcelona und London, wo MüLo den Tristan sang. „Ich fühlte, dass in meinem Körper etwas Undefinierbares vor sich ging.“ Nach kurzem Aufenthalt in der Heimat und nach ein paar Tagen Ruhe ab nach Madrid. Dort als „Loge“ in „Das Rheingold“ musste er bei einem Arztbesuch erfahren, dass eine Herzklappe nach einem chirurgischen Eingriff verlangte, Operation 2002 im AKH Wien, alles bestens verlaufen, aber danach die brutale Ernüchterung: hatten sich größte Opernhäuser kurz zuvor noch um den Kölner aus Graz gerissen („Sie sind der weltbeste Loge“), so hatte man jetzt offen gezeigte Scheu, ihn zu engagieren, es könnte vielleicht etwas passieren. Müller-Lorenz: „Da stehst du auf einmal da und hast kein Einkommen mehr.“

Aber es hätte nicht zum Positivdenker und Kämpfer Müller-Lorenz gepasst, den Kopf resignierend in den Sand zu stecken. Also auf zu neuen Ufern. Aus dieser Zeit stammen seine „Chansons da Mur“. MüLo erinnerte sich auch, dass er nicht nur Sänger sondern auch gelernter Schauspieler war und trat in der „Kleinen Komödie“ gemeinsam mit Urs Harnik bei Robert Weigmüller auf.

Er initiierte als Ideengeber und Projektleiter (gemeinsam mit Brigitte Oberzaucher als Finanzexpertin) mit dem Komponisten Viktor Fortin die Kirchenoper „Franz Jägerstätter“, die zum 100-sten Geburtstag des oberösterreichischen Nazi-Opfers am 22. September 2007 in der Grazer Franziskanerkirche uraufgeführt wurde. Nach einem Gastspiel dieses Werkes im Linzer alten Dom wurde Franz Jägerstätter im neuen Dom zu Linz seliggesprochen.

Der Wiederaufstieg schien geschafft – bis zur nächsten Hiobsbotschaft: unerträgliche Schmerzen in den Knien, gehen nahezu unmöglich. „Wenn,“ so MüLo, „dann nur kurz und das mit viel mit Voltaren 100.“ Eine Operation war der einzige und letzte Ausweg. Dr. Florian Fankhauser wurde konsultiert und erklärte sich für den Eingriff bereit: „Ja dann machen wir einmal ein Knie, später einmal das andere.“ Der zwar nicht für seinen Langmut, aber dafür für sein Durchsetzungsvermögen bekannte Patient: „Machen wir doch beide auf einmal.“ So geschah es dann auch. Arzt und Patient waren mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, Rehab in Frohnleiten und jetzt ist Müller-Lorenz wieder der alte, ewig jung Gebliebene. Nur mit einem kleinen Unterschied: Heute singt er nicht mehr selbst, sondern hat sich in den Dienst der Nachwuchspflege gestellt.

Bildquelle: beigestellt

Beitrag veröffentlicht am 29. November 2019.

Überwintern im Süden

Tausche Sonne und Wärme gegen Schnee und Kälte: Viele Senioren zieht es während der kalten Wintermonate in südlichere Gefilde. Elisabeth Fischl-Werschitz, Geschäftsführerin des Reisebüros Werschitz in Fürstenfeld, verrät, welche Destinationen heuer besonders günstig sind und was man vor der Abreise beachten sollte.

Was sind die Hauptmotive der Senioren, die Wintermonate im Süden zu verbringen?

Sonne und Wärme locken natürlich viele ältere Menschen in den Süden. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist auch die hohe Ersparnis an Strom- und Heizkosten. Ich brauche keine Waschmaschine, keinen Wäschetrockner, kein Licht, keine Schneeräumung, ich muss nicht einkaufen und zahle auch keinen Sprit für mein Auto. Überwintern im Süden hört sich zwar recht teuer und luxuriös an, bedeutet in Wahrheit aber auch weniger Kosten und Aufwand zu Hause.

Was sind die beliebtesten Reiseziele für Langzeiturlaube?

Hier sind Mallorca, die Kanaren, Thailand und die Türkei ganz vorne mit dabei. Das milde Klima lädt viele Senioren dazu ein, die Wintermonate dort zu verbringen. Die große Hitze ist im Winter natürlich auch in diesen Ländern vorbei, dennoch herrschen in den südlichen Regionen angenehme Temperaturen und das Mittelmeer ist häufig sogar noch badetauglich.

Wo kann man den Winter besonders günstig verbringen?

In der Türkei und auf Mallorca sind die Preise mit Abstand am günstigsten. Hier passt das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut und man bekommt für wenig Geld wirklich viel geboten.

Was sollte man beachten, wenn man einen langen Winterurlaub bucht?

Generell ist es empfehlenswert, Reiseziele zu wählen, in denen eine gute ärztliche Versorgung gegeben ist. Man sollte außerdem genügend notwendige Medikamente mitführen, vor allem, wenn man regelmäßig welche einnehmen muss. Vor der Abreise ist es zudem empfehlenswert, sich zu informieren, ob es spezielle Einreisebestimmungen für das jeweilige Land gibt, ob ein Visum benötigt wird (hängt oft von der Aufenthaltsdauer ab) und ob Impfungen gegen bestimmte Krankheiten vorgesehen sind. Vielfach ist es auch hilfreich, sich vor Reiseantritt die wichtigsten Notfallnummern zu notieren.

Empfehlen Sie eine Auslandskrankenversicherung?

Eine Auslandskrankenversicherung sollte man in jedem Fall abschließen. Es lohnt sich auch, eventuell Befunde von chronischen Erkrankungen mitzunehmen.

Wo sehen Sie die Vor- und Nachteile von Pauschal- oder Individualreisen?

Bei Pauschalreisen muss man sich um die Planung des Urlaubs keine Gedanken machen. Der Reiseveranstalter organisiert das Komplettpaket und fungiert bei Problemen als Ansprechpartner vor Ort. Pauschal ist die Reise auch bei einer Insolvenz des Reiseveranstalters abgedeckt. Dies umfasst die Reiseleitung inklusive Transfers bis hin zu Flugänderungen. Bei Individualreisen kann man seine Reise eigenständig gestalten, muss sich bei Planänderungen aber selbst um alles kümmern und trägt daher ein hohes Risiko.

Was sind die Vorteile von Cluburlauben?

Meistens sind diese All Inclusive, das heißt, es gibt ein Rundum-Paket und keine Nebenkosten. Man sollte sich jedoch genau erkundigen, welche Leistungen inkludiert sind. Meist werden im Rahmen von All-Inclusive-Urlauben auch zahlreiche Aktivitäten wie Spielen, Malen, Tanzen, Musik und Kochkurse sowie Animationen bei vielen Veranstaltungen geboten. Ein Vorteil, der sich daraus ergibt: Es kommt keine Langeweile auf, da man viele neue Kontakte knüpft. Man kann viele neue Kontakte knüpfen und Leute kennenlernen. Das macht Cluburlaube für viele Senioren attraktiv, da sie hier die Möglichkeit bekommen, neue Leute kennenzulernen und eventuell sogar neue Freundschaften zu finden. Ein weiterer Vorteil für alle Haustierbesitzer: Bei bestimmten Angeboten kann man Hund oder Katze (bis zu 7 kg) in einer wasserdichten Kabine mitnehmen.

Wie lange vor dem Winterbeginn sollte man buchen?

Ich empfehle, die Buchung mindestens ein halbes Jahr vorher abzuschließen, um auch ein attraktives Angebot zu bekommen. Außerdem sind die Flüge um diese Zeit billiger.

Was ist kurz vor der Abreise noch zu beachten?

Wichtig ist, die Wohnung in Ordnung zu bringen, eventuell die Zeitung abzubestellen und jemanden im Verwandten- oder Bekanntenkreis davon zu verständigen, dass man eine längere Reise antritt. Häufig kann man sich auch die Post in die Urlaubsregion nachsenden lassen. In vielen Fällen lohnt es sich auch, den Strom während der Reisezeit abzuschalten sowie den Winterdienst bezüglich einer möglichen Schneeräumung zu verständigen.

Sicher und entspannt in den Langzeiturlaub – mit unserer Checkliste vergessen Sie nichts!

  • Einreise- und Visabestimmungen beim Auswärtigen Amt einholen
  • Check-up beim Arzt durchführen (bei Impfungen evtl. das Tropeninstitut aufsuchen)
  • Gültigkeit des Reisepasses prüfen
  • Visum beantragen
  • außerhalb der EU: internationalen Führerschein besorgen
  • für anfallende Kosten in der Heimat Daueraufträge und Einzugsermächtigungen einrichten
  • unnötige Verträge kündigen
  • Kopien von Führerschein, Personalausweis und Krankenkassenkarte anfertigen und an sicherem Ort deponieren
  • passenden Versicherungsschutz abschließen (versicherte Reisedauer prüfen)
  • Zahlungsmittel für das Reiseland klären
  • bei der Krankenkasse abmelden bzw. beim Arbeitsamt melden

Reisebüro Werschitz: Hauptplatz 13, 8280 Fürstenfeld

Bildquelle: beigestellt

Beitrag veröffentlicht am 27. November 2019.

White Stars – Allen hat’s gefallen

„Unsere Erfolge gehören unseren Fans“: Mehr als 40 Jahre begeisterten die White Stars aus Graz mit flotten Klängen und schmeichelweichen Melodien ein riesiges Publikum.

Romantische Schlagermusik, gespielt in bummvollen Festzelten, in Radiosendungen und TV-Shows, zu hören auf Vinyl und Video, auf CD und DVD sowie in zahlreichen Tanzlokalen in ganz Österreich. Das war es, womit die Reischl-Buam aus Graz-Liebenau als White Stars eine der größten Erfolgsstorys der steirischen Musikgeschichte schrieben. Im Gespräch mit unserem Magazin lassen Walter und Günther Reischl sowie Joschi Scheucher, der für sie der „Ehrenbruder“ ist, mehr als 60 Jahre swingender Erfolge und großer Publikumshits Revue passieren.

Die äußeren Zeichen der musikalischen Höhenflüge – 11 goldene Schallplatten, zwei aus Platin, eine aus Kristall und zahlreiche Ehrungen – sind nur ein Spiegelbild für die bis heute anhaltende Beliebtheit bei den Fans. Walter (71), der als „Walter von den White Stars“ noch immer ein musizierender Entertainer ist, nennt sie „unsere goldenen Fans.“ Denn die goldenen Schallplatten, mit denen sie ausgezeichnet wurden, würden eigentlich diesen „Wahnsinns-Fans“ gebühren. Die Popularität ist drei Jahre nach dem (vorerst) letzten Auftritt ungebrochen. Es berührt Walter Reischl, wenn im Jahr 2019 ein etwa 12-jähriges Mädchen nach einem Konzert zu ihm kommt und schüchtern um ein Autogramm bittet. Auf Walters Frage sagt sie, schon ihre Großeltern waren einst glühende Fans der White Stars.

Diese enorme Popularität, die weit über Graz und die Steiermark hinaus reicht, dokumentiert Günther (73), der die Bassgitarre spielte, auf der Facebook-Seite, wo Tausende Likes verzeichnet sind. Vorgänger der sozialen Medien von heute war einst eine riesige leibhaftige Fangemeinde. Aus mehr als 120 Fanclubs, die es sogar in Amerika gab, wurde lang nach dem offiziellen Abschiedskonzert 1993 die heutige quicklebendige White Stars-Familie. „Facebook und Youtube zeigen uns immer noch, was damals los war“, sagte der frühere KFZ-Mechaniker Günther.

„Die White Stars machten Musik, die wir alle liebten“, postete eine 60-jährige Steirerin. Nostalgisch ergänzt ein anderer: „Da kommen die Jugendzeiten wieder zurück.“ Die Fans schicken auf Facebook Ostergrüße an die einstigen Idole, einer hat zum ersten Advent einen virtuellen Kranz mit der ersten brennenden Kerze ins Netz gestellt, man gratuliert einander gegenseitig über die White Stars zum Geburtstag. Das sind 26 Jahre nach dem offiziellen Abschiedskonzert und drei Jahre nach dem letzten gemeinsamen Auftritt Beweise für eine Beliebtheit, die ihresgleichen sucht. Heute noch ist die einstige Weihnachts-LP „Weiße Weihnachten mit den White Stars“, welche die Band 1982 produziert hatte, ein Verkaufsschlager.

Der riesige Erfolg mit mehr als einer halben Million verkauften Schallplatten und mehr als 300 Auftritten im Radio und Fernsehen ist auch deshalb so bemerkenswert, weil die White Stars zwar unglaublich professionell gearbeitet haben, aber doch nie echte Profis waren. Sie blieben immer Halbprofis mit bürgerlichem Beruf, also mit beiden Beinen auf dem Boden. Wie Günther war auch Joschi Scheucher (heute 73 Jahre alt) aus dem Kfz-Fach.Er war der einzige, der kein „Reischl-Bua“ war, deshalb als „Ehrenbruder“ aufgenommen wurde und all die Jahrzehnte das Schlagzeug der White Stars bediente. Walter, der Leadsänger, war Klavierbauer, ehe er 25 Jahre als Musikchef des ORF-Steiermark fungierte. Der verstorbene Peter, der 2019 den 75. Geburtstag gefeiert hätte, spielte die Gitarre und betrieb in Liebenau das Café „White Star“. Michael (65) war Gitarrist und Komponist, im Zivilberuf Röntgenassistent und zählte zu den Gründern der Österreichischen Musikermesse.

Einen eigenen musikalischen Weg gingen Werner (68) und Bernd (67), als sie 1974 die Tanzkapelle „Regenbogen“ gründeten. Werner war und ist ein Komponist und Musikpädagoge mit Schwerpunkt religiöse Lieder („Sing mit mir ein Halleluja“), Bernd kombinierte sein musikalisches Talent und das Können als Elektrotechniker, indem er ein professionelles Tonstudio aufbaute. Techniker Wolfgang (…) ist der einzige der sieben Reischl-Buam, der mit der Musik der White Stars fast nichts zu tun hatte.

Die Brüder waren allen Liebenauern von Kindesbeinen an ein Begriff. Jeder hatte auf Geheiß der Eltern Hermann und Elisabeth mindestens ein Instrument erlernt und die Liebe zur Musik entdeckt. Die große Bubenschar war nur durch Disziplin zu bändigen. Eine Nachbarin erinnert sich, wie die Reischl-Buam regelmäßig auf den Stufen vor der Eingangstür des elterlichen Hauses saßen und die Schuhe putzten. Zum Bodenständigen der White Stars gehörte auch ihre Treue zum Fußballklub SK-Sturm Graz, für den sie sogar die Vereinshymne „Hier regiert der SK Sturm“ komponierten.

Disziplin prägte neben dem Talent den musikalischen Werdegang. Für die Eltern Hausmusik zu spielen, war für die Heranwachsenden bald nicht attraktiv genug. Begierig hörten sie die aktuellen Schlager und Popsongs im Radio und gaben sie auf ihren Instrumenten wider. Das blieb nicht unbemerkt. Die Reischl-Buam wurden als Band wahrgenommen und begannen in Tanzlokalen im Großraum Graz zu spielen. So entdeckte sie 1964 Wolfgang Reinprecht, der Chef des Hotels Fischerwirt in Gratkorn, damals das größte Tanzlokal der Steiermark. Der hatte den Ehrgeiz, diese Position zu halten und auszubauen. Der Sound der fremden und der eigenen Schlager und das stets strahlend weiße Outfit der Jugendlichen aus Liebenau trafen den Geschmack und den Nerv des Publikums. Weil noch keiner der Reischl-Buam anfangs einen Führerschein hatte – und ein Auto schon gar nicht –, spielte Reinprecht für das Quintett sogar den Chauffeur.

Zehn Jahre lang, bis 1975, spielten die White Stars beim Fischerwirt. Freitags und samstags strömte das tanz- und musikbegeisterte Publikum hin. Heute noch erinnern sich einstige Fans an die Musik der White Stars und an die Atmosphäre im Fischerwirt, die etwas Einmaliges ausstrahlte. Dabei war es selbst für die meisten Grazer nicht leicht, nach Gratkorn zu kommen, weil Autos noch keine Selbstverständlichkeit waren. Der kleine Bahnhof von Gratkorn war also gut frequentiert, Fahrgemeinschaften bildeten sich, manche Jugendliche saßen viele Kilometer zu dritt auf dem Moped oder der Vespa. Der Andrang war so groß, dass der Hotelier den Tanzsaal in zehn Jahren zweimal vergrößern musste.

Die Popularität stieg, als die Band ihre ersten Schallplatten selbst produzierte. Das ORF-Radio wurde aufmerksam und die White Stars hatten als erste Band so viele Fans, dass sie die neu aufgekommenen Fest- und Bierzelte mit Tausenden Plätzen füllen konnten. Tanzlokale wie der Fischerwirt wurden für populäre Live-Bands zu klein. „Wir waren für die Veranstalter die Garantie, dass die Zelte voll wurden“, erzählt Walter nüchtern. Durch Hits wie „Ich war nie ein Casanova“ vervielfachte sich der Erfolg und das große deutsche Schallplattenlabel Ariola wurde auf die Grazer aufmerksam. Es kam zum Plattenvertrag, womit Präsenz und Popularität noch einmal gesteigert wurden. Dazu muss man wissen, dass die White Stars wahrscheinlich die einzigen nicht professionellen Musiker waren, die dieser Produzent von europäischem Format unter die Fittiche nahm. Ariola hatte doch auch Größen wie Udo Jürgens oder Peter Alexander unter Vertrag. Und wie diese bekamen auch die White Stars Auftritte in den großen TV-Shows wie bei „Tritsch-tratsch“ oder im Musikantenstadl.

Die Brüder ließen sich vom Erfolg nicht blenden. Sie arbeiteten unter der Woche weiter in ihren bürgerlichen Berufen und spielten freitags und samstags in den Zeltfesten fast überall in Ostösterreich zwischen der damaligen jugoslawischen und tschechoslowakischen Grenze auf. Dazwischen komponierten, texteten und probten sie, nahmen Schallplatten auf und absolvierten Auftritte in Radio und Fernsehen. Ihr Leben war und ist die Musik, die sie von Kindesbeinen an im Blut hatten und sie machten daraus eine große steirische Erfolgsgeschichte.

Bildquelle: Erwin Scheriau, White Stars

Beitrag veröffentlicht am 19. November 2019.

Schönheit im Alter

Welchen Stellenwert hat Schönheit für Senioren? Helmut Hoflehner, Obmann der Fachgruppe Plastische, Rekonstruktive u. Ästhetische Chirurgie der steirischen Ärztekammer, spricht über die häufigsten Behandlungen in der Altersgruppe, Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie Trends in der ästhetischen Chirurgie.

Welche Arten von Schönheitsoperationen werden bei Senioren statistisch gesehen am häufigsten durchgeführt?
Viele Senioren fühlen sich heute durch gesunden Lebenswandel und Sport jünger als es ihrem Aussehen entspricht. Sie möchten daher einfach nur so jung aussehen, wie sie sich fühlen. Deshalb steht bei dieser Altersgruppe die Chirurgie und Behandlung von Altersveränderungen im Vordergrund. Der häufigste Eingriff ist sicherlich die Lidkorrektur, weil altersbedingte Erschlaffungen in der Augenregion am frühesten auftreten. Aber auch Straffungen des Gesichts (Face Lift) gehören natürlich zu den häufigen Eingriffen in dieser Altersgruppe. Nicht immer sind zur Verbesserung des Aussehens gleich Operationen notwendig. Auch mit Behandlungen wie Faltenunterspritzung, Botox oder Fadenliftings kann man sehr gute Ergebnisse erreichen.

Was müssen ältere Menschen beachten, wenn sie sich einer Schönheitsoperation unterziehen wollen?
Bei Patienten in fortgeschrittenem Alter bestehen manchmal Vorerkrankungen. Das Wichtigste ist, dass der Eingriff für den Patienten kein Sicherheitsrisiko darstellt. Deshalb sind eine Operationstauglichkeitsuntersuchung und eventuell andere Voruntersuchungen notwendig, damit wir sicherstellen, dass kein erhöhtes Risiko für eine eventuell notwendige Narkose besteht. Viele Senioren nehmen heute aufgrund von Gefäßerkrankungen blutverdünnende Medikamente wie zum Beispiel Aspirin ein, diese Medikamente müssen vor einer Operation abgesetzt werden.

Wie hat sich die ästhetische Chirurgie in den letzten Jahren verändert? Welche Trends können Sie hier beobachten?
Der Trend geht in Richtung minimal invasiver Chirurgie. Also möglichst kleine Eingriffe mit wenig Ausfallszeit. Deshalb ist die Zahl von ästhetischen Behandlungen wie Hyaluronsäure-Unterspritzungen, Botox, Eigenplasmainjektionen, Fadenlifting etc. in den letzten Jahren auch wesentlich stärker angestiegen als die von ästhetischen Operationen. Natürlich kann man mit kleinen Eingriffen nicht die gleichen Ergebnisse erreichen wie mit großen Operationen. Deshalb ist eine detaillierte Aufklärung wichtig, damit der Patient genau weiß, was ihn erwartet und welche Effekte mit diesen Eingriffen möglich sind.

Wie würden Sie die gesellschaftliche Akzeptanz von Schönheitsoperationen beurteilen? Hat sie sich in den letzten 20 Jahren geändert? Wenn ja, inwiefern?
Die Akzeptanz von ästhetischen Operationen hat sich sicherlich in den letzten 20 Jahren verändert. Es gibt viele Menschen, die ganz offen mit diesem Thema umgehen und auch gerne darüber reden oder sogar ihre Ergebnisse herzeigen. Es besteht hier ein relativ starkes Stadt-Land-Gefälle. Menschen in größeren Städten haben in der Regel weniger Hemmungen, über durchgeführte ästhetische Eingriffe zu reden. Am Land, wo jeder jeden kennt, bestehen eher Hemmungen, „ausgerichtet zu werden“. Amerikanische Verhältnisse, wo es zum Statussymbol gehört, eine ästhetische Operation vorweisen zu können, wird es bei uns allerdings nie geben und das ist auch gut so.

Was raten Sie Patientinnen und Patienten, die mit dem Resultat einer Operation nicht zufrieden sind?
Ich rate ihnen, einen Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie aufzusuchen und sich beraten zu lassen. Die Österreichische Gesellschaft für Plastische Chirurgie bietet hierfür auch ein Serviceprojekt an, wo sich unzufriedene Patienten kostenlos beraten lassen können. Dieses Serviceprojekt habe ich vor vielen Jahren, als ich im Vorstand und Präsident dieser Gesellschaft war, eingeführt. Sehr häufig sind Patienten mit einem Ergebnis nicht zufrieden, weil sie sich zu viel erwartet haben, viel seltener, weil ein Fehler passiert ist. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich vor der Operation an einen erfahrenen Operateur zu wenden, der eine seriöse Beratung durchführt und die Wünsche eines Patienten dann auch bestmöglich operativ umsetzen kann.

Ist Schönheitsoperation gleich Schönheitsoperation? Wo zieht man da die Grenze? Würden Sie beispielsweise die Behandlung einer Kurzsichtigkeit auch als Schönheitsoperation definieren?
In der plastisch-ästhetischen Chirurgie gibt es viele Überschneidungen von medizinisch indizierten Eingriffen und rein ästhetischen Eingriffen. Für die Krankenkassen ist entscheidend, ob funktionelle Probleme vorhanden sind. Bei einem Hautüberschuss an den Oberlidern besteht zum Beispiel sehr oft eine Gesichtsfeldeinschränkung, bei Nasenkorrekturen liegt oft eine Verschiebung der Scheidewand mit Problemen bei der Nasenatmung vor, bei übergroßen Brüsten sind häufig Wirbelsäulenschäden mit Schmerzen vorhanden. Solche Operationen gelten dann nicht als Schönheitsoperation, sondern als medizinisch indizierte Eingriffe. Sofern eine Chefarztbewilligung vorliegt, werden diese Eingriffe dann auch von der Krankenkasse bezahlt. Die Operation bzw. Laserung der Augen bei Kurzsichtigkeit (Refraktive Chirurgie) ist wiederum anders geartet. Hier liegt zwar eine Sehbeeinträchtigung vor, aber es gibt gängige Alternativen wie Brillen und Kontaktlinsen, deshalb werden diese Eingriffe von den Krankenkassen nicht bezahlt. Die Refraktive Chirurgie gehört aber nicht zu den ästhetischen Eingriffen.

Univ.-Doz. Dr. Helmut Hoflehner Fachgruppenobmann der Steirischen Ärztekammer und Facharzt für Plastische, Ästethische und Rekonstruktive Chirurgie

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Schwarzlklinik, Fotograf Schmickl Laßnitzhöhe

Beitrag veröffentlicht am 13. November 2019.

Wohlfühlladen eröffnet in Kapfenberg

Am 14.11.2019 eröffnet die Team Styria Werkstätten GmbH ihren integrativen Betrieb in der Johann Böhmstraße.

Die offizielle Eröffnungsfeier findet am 18. November 2019 ab 11:00 Uhr im Beisein von Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer und von Bürgermeister Fritz Kratzer statt. Neben dem klassischen Nahrungsmittelsortiment des täglichen Bedarfs gibt es im Wohlfühlladen auch ein an die örtlichen Bedürfnisse ausgerichtetes Angebot. Regionale Produkte stehen im Fokus, daher wird der Wohlfühlladen von Kleingewerbetreibenden und Bauern aus der Umgebung beliefert. Dadurch will man den Kundinnen und Kunden eine breite Vielfalt und möglichst nur das Beste aus der Region bieten.

Zudem steht eine große Auswahl an unverpackten Lebensmitteln, wie Nudeln, Reis und Hülsenfrüchte, welche ohne unnötige Verpackung eingekauft werden können, zur Auswahl. Dabei hat für das Team des Wohlfühlladens vor allem Qualität, Frische und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis oberste Priorität. Man kann die Lebensmittel entweder in mitgebrachte Behälter oder auf Wunsch in vorhandene Papiersackerl einpacken lassen. So vermeidet man Lebensmittelverschwendung und spart dabei auch noch Geld.

EIN BESONDERES EINKAUFSERLEBNIS

Auch ein Brötchenservice wird vom Wohlfühlladen in Kapfenberg angeboten. Egal ob eine kreativ gestaltete Käse- oder Wurstplatte, eine deftig belegte Partybreze oder mit Liebe belegte Brötchen: Das Team orientiert sich in der Gestaltung der Köstlichkeiten an den Wünschen der Kundinnen und Kunden.

Der Wohlfühlladen Kapfenberg ist nicht nur als Lebensmittelgeschäft konzipiert, sondern durch das Tagescafé auch als sozialer Treffpunkt, als Ort des Austausches und des Miteinanders. Hier kann man seinen alltäglichen Einkauf erledigen und im Anschluss in aller Ruhe einen Kaffee genießen. Mit dem Wohlfühlladen Kapfenberg möchte man den Kundinnen und Kunden ein Einkaufserlebnis der besonderen Art bieten.

Bildquelle: Wohlfühlladen Kapfenberg

Beitrag veröffentlicht am 11. November 2019.

Gut schlafen im Alter

Wie man sich über Nacht besser erholt und somit wieder mehr Energie für den Tag hat.

Die einen könnten gefühlt 24 Stunden im Bett liegen, andere kommen schon nach wenigen Stunden entspannt aus den Federn: Beim Thema Schlaf gehen die Meinungen ähnlich auseinander wie die Stunden. Auch wenn fast jeder ein gewisses Grundbedürfnis an Schlaf hat (die meisten Menschen verbringen ein Drittel ihres Lebens mit Schlaf), sind noch immer nicht alle inneren Mechanismen vollständig geklärt und fühlen sich nach einer Nacht auch nicht alle gleich ausgeschlafen. Nicht nur Berufstätige, auch viele Senioren leiden unter Schlafstörungen. Oft sind diese auch eine Begleiterscheinung zu einer Krankheit. Sicher ist jedenfalls: Guter Schlaf ist ebenso wichtig wie Essen und Trinken, also ein Grundbedürfnis des Körpers, eine unabdingbare Voraussetzung für Gesundheit und Lebensqualität. Schlechter Schlaf kann auf Dauer zu Müdigkeit, kognitiver Leistungsminderung und Konzentrationsstörungen, zu Depressionen sowie körperlichen Beschwerden führen. Doch das muss nicht sein, denn wenn man einige Tipps beherzigt, erfüllt die Nachtruhe wieder ihren angestammten Zweck, nämlich Energie für den Tag zu liefern.

DER ANDERE SCHLAF IM ALTER

Ein bekanntes Phänomen ist, dass Senioren im Vergleich zu jüngeren Zeitgenossen deutlich weniger schlafen. Das liegt an einer Änderung des Schlafverhaltens mit dem Alter. Vor allem Senioren schlafen weniger in der Nacht, was nicht heißt, dass Senioren kürzer schlafen oder weniger Schlaf im Alter brauchen. Sie schlafen einfach nicht mehr so viel in der Nacht, sondern verteilen den Schlaf über den ganzen Tag. Oft wachen ältere Menschen auch früher auf, weil die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin abnimmt. Dies kann zudem dazu führen, dass man gegenüber externen Störfaktoren (Geräusche, Licht etc.) empfindlicher wird und leichter aufwachen kann. Wenn man sich also ab 4 Uhr in der Früh nur mehr im Bett wälzt, kann das auch daran liegen, weil man am Vorabend zu früh schlafen gegangen ist oder am Vortag zu Mittag geschlafen hat und deswegen jetzt nicht mehr so viel Schlaf braucht, um ausgeschlafen zu sein. Der beste Tipp ist hier übrigens: Nicht im Bett liegen bleiben, sondern aufstehen und den Körper aktivieren, etwa durch Gymnastik. Wenn man sich nicht ausgeschlafen fühlt, wird der Körper nach der Aktivität wieder müde und man schläft auch wieder leichter ein. Das gilt auch, wenn man am Abend nicht einschlafen kann (wobei eine halbe Stunde bis Stunde wachliegen noch im Rahmen liegt, wenn man tagsüber geschlafen hat).

WEITERE TIPPS FÜR BESSEREN SCHLAF

Den Tag strukturieren: Ein regelmäßiger Tagesablauf sorgt für entspannte Nachtstunden. Dazu zählen alltägliche Aktivitäten wie das Waschen, Anziehen, Essen, Einkaufen, Fernsehen, Lesen, Putzen, Bewegung und Sport sowie das Pflegen von sozialen Kontakten. Wenn man untertags keine Langeweile aufkommen lässt, fühlt man sich am Ende des Tages in der Regel auch müde. Hilfreich ist es auch, immer in etwa zur selben Tag aufzustehen und schlafen zu gehen und Letzteres erst zu machen, wenn man auch wirklich müde ist. Gegen ein Mittagsschläfchen ist dabei nichts einzuwenden. Für manche reicht ein Powernap von 20 Minuten, andere brauchen ein paar Stunden Ruhe. Letztere dürfen sich dann hingegen am Abend dann nicht wundern, wenn sie nicht sofort müde sind bzw. einschlafen können.

Bewegung: Ja, denn Bewegung trägt dazu bei, dass man seltener aufwacht, rascher wieder einschläft und vor allem tiefer schläft. Doch dürfen diese Bewegungen nicht zu anstrengend sein, nicht zu knapp vor dem Schlafengehen stattfinden und sollten besser vorher mit einem Arzt, Masseur oder Therapeuten abgesprochen werden. Jedenfalls empfehlenswert ist ein täglicher Spaziergang von etwa 30 Minuten, dieser kann auch am Abend stattfinden, aber eben nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen.

Aktivitäten: Sind generell empfehlenswert. Museum, Theater, Bücher lesen, eine Fremdsprache lernen, sich um die Enkelkinder kümmern, mit Freunden und Bekannten Ausflüge oder Wanderungen unternehmen, im Garten arbeiten: Auch das braucht am Tag Energie und macht den Körper am Abend müde.

Schlaftechniken: Falls man sich am Abend noch zu wenig müde fühlt, können auch Atemübungen, Autogenes Training, Tai Chi, Progressive Muskelrelaxation und ähnliche Entspannungstechniken helfen und vielleicht sogar Schlafmittel ersetzen.

Ausreichend trinken: Mindestens 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit täglich, allerdings nicht zu spät, damit man in der Nacht nicht dauernd aufs Klo rennen muss. Idealerweise werden nach 18 Uhr keine größeren Getränkemengen mehr verzehrt und auf Kaffee, aufputschende Tees oder kalte Getränke verzichtet.

Angenehmes Raumklima im Schlafzimmer: Die Temperatur macht viel rund um das persönliche Befinden aus. Rund 20°C sind im fortgeschrittenen Alter optimal. Wem dennoch zu kalt ist, kann sich mit warmer Flanellbettwäsche, einem Schurwollunterbett oder einer weich-elastischen Matratze wärmen. Es sollte sich jedenfalls bequem anfühlen, sodass man gern schläft. Das gilt auch für das Bett. Lattenroste, deren Kopf- und Fußende sich verstellen lassen, sowie höhere Betten werden von vielen Senioren bevorzugt und können ebenfalls für ein besseres und erholsameres Schlaferlebnis sorgen.

Genau das sorgt dann auch wieder für mehr Energie und einen guten Start in den Tag.

Quellen:

https://www.grueneerde.com/de/produkte/schlafen/schlaf-ratgeber/schlaftipps-senioren/gut-schlafen.html?0

https://www.palverlag.de/schlaf-alter.html

https://www.faz.net/asv/best-ager-vorsorge-ruhestand/gut-schlafen-bis-ins-hohe-alter-15230298.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

https://www.senioren-ratgeber.de/Schlafen/Richtig-schlafen-im-Alter-114509.html

https://www.betten.de/magazin/schlafen-schlaftipps-alter.html

Bildquelle: Shutterstock

Beitrag veröffentlicht am 8. November 2019.

Motiviert durch den Tag

Mit diesen Tipps kann man seine Motivation im Alltag steigern.

Motivation ist einer der wichtigsten Faktoren für Erfolg und Antrieb im Leben. Doch nicht immer reichen eine Tasse Kaffee oder ein gutes Gehalt aus. Manchmal braucht es mehr für den persönlichen Kick. Der Grund, warum es mit der Motivation nicht immer so funktioniert wie gewünscht, liegt unter anderem darin, dass diese von verschiedenen Faktoren abhängt. Oft reicht sogar schon ein kalter Wintertag, um gefühlt gar nicht aus dem Bett zu kommen. Doch in Wahrheit steckt noch mehr dahinter. Konkret sind es sogar mehrere Regionen im Gehirn, die auf die Motivation einen Einfluss haben.

HAUPTEINFLUSS: WACHHEIT

Die Wachheit ist steuerbar und notwendig, um überhaupt handeln zu können. Sie ist im Liegen am niedrigsten und steigt mit der Aufrichtung an. Man kann also seine Motivation durch einfaches Aufrichten erhöhen. Gehen erhöht den Antrieb noch einmal um einige Prozentpunkte, weil das Gehirn stärker durchblutet wird. Die Durchblutung steigt jedoch nicht weiter an, wenn man läuft. Daher sind Aufrichten und Gehen nicht nur gute Motivatoren für ein Ziel, das man sich gesetzt hat, sondern auch echte Stimmungsaufheller. Nicht umsonst sagt man: „Bewegung ist das beste Antidepressivum“.

TRIEBE

Triebe sind ein wesentlicher Faktor der Motivation. Man kann sie auch für seine eigenen Ziele nutzen. Unser Belohnungssystem funktioniert nach dem gleichen Muster. Wenn man Appetit auf etwas Süßes hat, sollte man sich das erst gönnen, wenn man die Arbeit, für die man sich motivieren will, bereits getan hat. Das treibt zusätzlich an.

EMOTIONEN

Auch Emotionen wirken motivierend. Wenn man etwas Positives mit einem Vorhaben verbinden kann oder emotional mit einem Vorhaben verbunden ist, geht man es eher und leichter an. Dies ist auch ein Beispiel, das in der Werbung immer wieder gezeigt wird – etwa von Baumärkten, die vermitteln: „Starte dein Projekt.“

SINNE

Oft wird das, was man sieht, zum Ziel des Begehrens. Der Begriff Motivation trägt bereits das Bild – das „Motiv“ – in sich. Das, was man sieht, hat einen wesentlichen Einfluss auf die eigene Motivation. Aber auch das, was man sonst nicht wahrnimmt, fühlt, hört, ertastet, riecht und schmeckt, kann ein Motiv für das zukünftige Handeln geben.

SOZIALE UMWELT

Hier ist alles zusammengefasst, was mit der sozialen Umgebung zu tun hat. Man ist anders motiviert, wenn Menschen um einen herum sind. Menschengruppen, Freunde, Familie, Partnerschaften, all das wirkt motivierend. Man arbeitet lieber in der Gesellschaft mit Menschen als alleine in den eigenen vier Wänden.

Weitere Informationen finden Sie auf www.radkersburgerhof.at.

Prim. Dr. Wolfgang Kubik

Ärztlicher Leiter, Radkersburger Hof

Bildquelle: Shutterstock

Beitrag veröffentlicht am 4. November 2019.

Tipps für entspanntes Camping

Damit der Herbst im Zelt oder Wohnwagen auch wirklich angenehm wird.

Der Herbst ist für Camper oft eine gute Zeit. Die drückende Hitze und Schwüle des Sommers ist vorbei, die eisige Kälte des Winters noch nicht da. Die Übergangszeit bringt hingegen oft angenehm warme Nachmittage, die man beim Campen z. B. gemütlich in den Bergen, am See oder inmitten einer grünen Hügellandschaft verbringen kann. Fernab des stressigen Alltags, dafür eingebettet in die ruhesuchende Gemeinde am Campingplatz. Auch die Preise sind im Herbst deutlich niedriger als im Sommer. Deshalb wird Camping im Herbst vor allem bei Senioren auch deutlich beliebter. Dennoch bietet die aktuelle Jahreszeit auch einige Herausforderungen. Die frischen Nächten mitsamt ihrer steigenden Luftfeuchtigkeit, die sich in der Früh oft durch Dunst oder Nebel bemerkbar macht, ist hierbei nur als ein Beispiel zu nennen. Wie Zelt, Wohnwagen & Co. dennoch herbstfit gemacht werden und die Übergangszeit gut überstehen, haben wir im Folgenden zusammengefasst.

TIPPS DES ÖSTERREICHISCHEN CAMPING CLUBS (ÖCC)

Was das Zelt betrifft, gilt es vor allem auf dessen Wasserdichtheit zu achten. Eine Wassersäule von mindestens 5.000 Millilitern wird von so gut wie allen Campingexperten empfohlen. 8.000 Milliliter sind jedenfalls besser, dann übersteht das Zelt auch heftige, länger andauernde Regenfälle, wie sie bei einer Stauwetterlage oder einem Herbststurm durchaus vorkommen können.

Wichtig für kühle Herbstnächte ist auch, dass das Zelt von unten entsprechend isoliert ist, etwa mit Isomatten aus Schaumstoff und die Nähte gut verschweißt sind. Gegen Herbststürme helfen Kuppelzelte am besten. Diese sind aufgrund ihrer geringeren Größe deutlich standfester Isolierung. Für den Schlafsack sollte man auch noch ein warmes Inlett einpacken.

Für wohlige Wärme im Wohnwagen kommt man an der Heizung logischerweise nicht vorbei. Wenn man die allerdings aufdreht, sollte man es nicht übertreiben, da man sonst sehr viel Energie verbraucht, sondern eher auf niedriger Stufe heizen, und das dafür konstant. So kühlt das Gefährt nicht komplett aus, sondern hält das Temperaturniveau relativ gleich. In kalten Nächten sollte man auch unbedingt nur Propangas zum Heizen verwenden, da Butangas bei Temperaturen unter vier Grad Celsius nicht mehr verdampft. Wichtig ist auch hier eine gute Isolierung des Campingfahrzeugs – ein Punkt, den man schon vor der eventuellen Miete klären sollte.

Logisch, aber nicht selbstverständlich ist für viele die richtige Ausrüstung. Regen- und windfeste Kleidung gehören auf jeden Fall ins Gepäck eines Herbstcampers (Fleece wärmt zum Beispiel gut und trocknet schnell), auch eine Taschen- oder Stirnlampe sollte stets griffbereit sein, falls einmal ein nächtlicher Einsatz notwendig wird (z. B. beim Fischen).

Tipps, wo man in der Nähe von Thermen oder Städten am besten campen kann und welche Wanderziele sich für Camper lohnen, kann man unter www.campingclub.at nachlesen.

Quellen:

https://www.kleinezeitung.at/lebensart/reise/5709587/Kuehl-aber-cool_Was-man-wissen-sollte-bevor-man-im-Herbst-campen-geht

https://www.campingclub.at/camping_im_herbst

https://kurier.at/reise/camping-im-herbst-warum-die-nebensaison-viele-vorteile-hat/400652372

Bildquelle: Shutterstock

Beitrag veröffentlicht am 30. Oktober 2019.