Warum Bewegung im Alter so wichtig ist | Teil 04

Die Bedeutung von Kraft, Koordination, Beweglichkeit & Ausdauer

Jeder Mensch hat etwa 650 verschiedene Muskeln, die sich fast überall im Körper befinden. Erst die Muskeln ermöglichen es uns, Leistung zu erbringen und all das zu tun, was wir wollen. Das gilt aber nicht nur für Sportler sondern für jeden von uns. Ohne Muskeln wären wir nicht überlebensf.hig, die meisten helfen uns den Körper aufrecht zu halten, ohne das als wirkliche Anstrengung zu empfinden. Durch Zusammenziehen und Erschlaffung, also durch An- und Entspannen bestimmter Muskeln setzen wir den Körper in Gang und bewegen ihn. Andere Muskeln sorgen für unsere Körperwärme und halten lebenswichtige Vorgänge wie das Atmen oder die Pumpbewegungen des Herzens aufrecht. Mithilfe von Sehnen sind die Skelettmuskeln fest mit den Knochen verbunden, sie arbeiten mit ihnen zusammen, um einzelne Körperteile bewegen zu können. Ab dem 30. Lebensjahr verlieren wir pro Jahr ungefähr ein Prozent unserer Muskelmasse, sofern wir nicht regelmäßig mit Bewegung und Sport aktiv gegensteuern. Tun wir nichts haben wir im Alter von 65 Jahren bereits 35 % an Muskelmasse verloren. Damit werden einfache Situationen im Alltag wie „Aufstehen aus dem Bett“ oder „Stiegensteigen“ zur Qual. Wir sollten daher aktiv und bewusst den Großteil unserer Muskeln regelmäßig trainieren und kräftigen, damit wir Alltagshandlungen auch in der zweiten Lebenshälfte selbständig und leicht durchführen können. Wie oft sollten Ältere „trainieren“? In den österreichischen Bewegungsempfehlungen steht: An zwei oder mehr Tagen der Woche muskelkräftigende Bewegungen mit mittlerer oder höherer Intensität mit 8–12 Wiederholungen durchführen, bei denen alle großen Muskelgruppen beansprucht werden. Nach jeweils einer kurzen Pause von 2–3 Minuten kann diese Serie 2–3-mal wiederholt werden.

 

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Beitrag veröffentlicht am 18. Juni 2020
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Pflegedrehscheibe ab sofort im ganzen Land

Kostenlos und unabhängig: Beratung und Hilfe durch ExpertInnen.

Die zentralen Anlauf- und Servicestellen in Sachen Pflege, die Pflegedrehscheiben, gibt es ab sofort in allen steirischen Bezirken. Das Angebot kann von Betroffenen und Angehörigen freiwillig und kostenlos in Anspruch genommen werden, es ist unabhängig von Trägern. Die Ansprechpartner, auch Case- und Care-ManagerInnen genannt, sind diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegekräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung in der Pflege. Die Beratungen erfolgen meist anonym per Telefon, persönlich oder auch im Rahmen eines vereinbarten Hausbesuches.

Ziel ist es, Fragen zur Pflege und Betreuung fachgerecht und kompetent zu beantworten, rasch zu informieren sowie im Sinne des Case- und Caremanagements betroffene Personen sowie deren Angehörigen Hilfestellung und Unterstützung anzubietenLandesrätin Dr. Juliane Bogner-Strauß spricht von einem Erfolgsprojekt für die Steiermark, das ein fester, einheitlicher Bestandteil der Pflegeversorgung ist. „Die große Nachfrage von bisher rund 4200 Beratungen hat zeigt, dass die Steirerinnen und Steirer dieses Beratungs- und Serviceangebot überaus gut annehmen.“

Das Projekt Pflegedrehscheibe startete nach einer Pilotphase im Jahr 2018 in den Bezirken Deutschlandsberg, Weiz und Hartberg-Fürstenfeld sowie im März 2019 in Voitsberg. Ab 3. Juni 2020 sind in allen steirischen Bezirken Pflegedrehscheiben eingerichtet und die steiermarkweite Umsetzung ist damit abgeschlossen. „Mein Ziel ist es, dass die Steirerinnen und Steirer die bestmögliche und eine auf ihren Bedarf abgestimmte Pflege erhalten. Das beginnt bereits mit der richtigen Beratung und Information. Unsere Pflegedrehscheiben leisten hier einen ganz entscheidenden Beitrag“, so Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß. Die Pflegedrehscheiben befinden sich in allen steirischen Bezirken vor Ort, um ein bürgernahes Angebot sicherzustellen und sind zu bestimmten Zeiten geöffnet.

Mehr Informationen gibt es auf der Homepage vom Land Steiermark.

 

Beitrag veröffentlicht am 3. Juni 2020
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Hörakustiker Neuroth schafft neue Standards für sichere Hörversorgung

Österreichs führender Hörakustikspezialist Neuroth will in seinen Fachinstituten schrittweise wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. Gemeinsam mit erfahrenen Experten aus Medizin und Gesundheit hat der Hörakustiker daher ein eigenes umfassendes Schutz- und Hygiene-Konzept entwickelt. Die neu definierten Standards sollen insbesondere ältere Kunden schützen. 

Gut zu hören ist die Voraussetzung dafür, um miteinander kommunizieren und alles verstehen zu können. „Vor allem die jetzige Situation hat gezeigt, wie wichtig das Hören im Alltag ist – zum Beispiel beim Telefonieren oder Fernsehen“, sagt Hörakustik-Experte Lukas Schinko, der das österreichische Traditionsunternehmen Neuroth in vierter Generation leitet. Auch Österreichs führender Hörakustiker plant eine schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb. „Neben wichtigen Services bieten wir ab sofort auch wieder Termine für Hörtests und Hörgeräte-Anpassungen an“, sagt Schinko. Da die Kernkundschaft zu der besonders schützenswerten Risikogruppe zählt, hat der Hörakustiker dafür gemeinsam mit erfahrenen Medizinern und Gesundheitsexperten, wie etwa dem Infektionsspezialisten Dr. Bernhard Haas, ein umfassendes Schutz- und Hygiene-Konzept entwickelt.

Mit externen Experten eigenes Hygiene-Konzept entwickelt
„Wir wollen für eine sichere Hörversorgung bei bestmöglichem Schutz sorgen. Umso wichtiger war es uns, auch ein externes Expertenteam an Bord zu holen. Weil die Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter für uns an erster Stelle steht“, sagt Schinko. Unter Einbindung eines Virologen, Hygienikers und HNO-Arztes wurden daher bestehende Abläufe angepasst und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für die Neuroth-Fachinstitute definiert. Dazu zählen etwa die regelmäßige Desinfektion aller Flächen und Geräte, das Tragen von Schutzmasken, eine zusätzliche Schutzausrüstung und besondere Präventionsmaßnahmen für Termine in der Hörkabine. „Wenn direkter Kundenkontakt notwendig ist, tragen unsere Hörakustiker zum Beispiel neben einer Maske auch ein Schutzvisier“, sagt Schinko. „Wir wollen damit neue Standards schaffen, die für noch mehr Sicherheit sorgen.“

Das spezielle Hygiene-Konzept, das insgesamt 15 Seiten umfasst, kommt in allen Neuroth-Fachinstituten zum Einsatz und kann auch anderen Geschäften bzw. Gesundheitsdienstleistern als Vorlage dienen. Neuroth stellt die Unterlagen deshalb auch auf seiner Website (www.neuroth.com) zur Verfügung.

Beitrag veröffentlicht am 13. Mai 2020
Bildquelle: Neuroth/Alex M.

Warum Bewegung im Alter so wichtig ist | Teil 02

Am meisten Sinn macht eine Mischung aus Ausdauer-, Kraft-, Koordinations- und Beweglichkeitstraining. Ausdauertraining ist gut für das Herz-Kreislauf-System, Krafttraining im Alter hingegen trainiert die Muskeln und sorgt für Leistungsfähigkeit. Koordinationstraining ist die Basis für eine gute Reaktionsfähigkeit und ein gutes Gleichgewichtsgefühl – was letzten Endes auch das Risiko für Stürze senkt. Bewegungsbeginner sollten sich nicht gleich zu viel vornehmen. Vor allem lange vernachlässigte Muskelgruppen sind anfälliger für Verletzungen. Welche Sportart Sie ausüben, bleibt Ihren Vorlieben überlassen. Hauptsache, Sie haben Spaß dabei, was vor allem in der Gruppe oder im Sportverein gegeben ist. Wandern, (Nordic)-Walking, Schwimmen, Radfahren und Tanzen sind gut für die Ausdauer. Aquajogging und (Wasser)-Gymnastik kräftigen die Muskulatur. Krafttraining ist auch in gehobenem Alter sinnvoll, um den Stoffwechsel zu fördern und die Muskulatur zu stärken. Beginnen Sie langsam und steigern Sie in den folgenden Wochen schrittweise die Belastung. So kann sich Ihr Körper auf das Training einstellen. Achten Sie auf die „Dosis“ wie Anzahl der Übungen, Anzahl der Wiederholungen und Tempo beim Walken und Laufen. Ein bisschen Schwitzen und Schnaufen ist aber okay. Mixen Sie Übungen, damit der ganze Körper trainiert wird. Machen sie die Übungen regelmäßig, zweimal die Woche ist schon super! Und Bewegung im Alltag bitte nicht vergessen: Treppen steigen, zu Fuß zum Einkaufen uvm. sind Möglichkeiten, im Alltag aktiv zu sein.

Achtung: Ein Gesundheitscheck durch einen Arzt, am besten vor dem Start mit dem Sport, ist wichtig. Bei einer Erkältung etc. ist unbedingt eine Sportpause notwendig! Beginnen Sie erst dann allmählich wieder mit dem Sport, wenn Sie sich vollständig gesund fühlen. Schmerzen sind Warnzeichen des Körpers und Sport muss an Medikamente angepasst werden. In beiden Fällen bitte den Rat des Arztes einholen.

Vergessen Sie nicht: Bewegung und Sport im Alter tragen dazu bei das Immunsystem zu stärken. Damit können sie das Risiko für typische Krankheiten im Alter reduzieren und den Abbau- und Alterungsprozessen aktiv entgegenwirken!

 

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Beitrag veröffentlicht am 14. Mai 2020
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Warum Bewegung im Alter so wichtig ist | Teil 01

Wer rastet, der rostet – es ist so simpel und so wahr. Vom Gedächtnis bis zu den Muskeln verkümmert alles, wenn es nicht regelmäßig trainiert wird. Ein langes Leben bei guter Gesundheit – wer wünscht sich das nicht? Zahlreiche Studien belegen: Wer sich regelmäßig bewegt, altert gesünder. Schon rund um das 30. Lebensjahr setzt der altersbedingte Muskelabbau ein, im Laufe der Jahre nehmen leider auch das Gleichgewichtsgefühl und Reaktionsfähigkeit ab. Verminderte Leistungsfähigkeit, Verschleißerscheinungen, nachlassende Kondition und mancherlei Beschwerden, all diese Begriffe verbinden wir mit dem Altern. Alt ist auch die Ansicht, dass es sich dabei um Schicksal handelt. Wir wissen heute, dass es nie zu spät ist, unseren Körper in Bewegung zu bringen.

Bewegung hat in jedem Alter positive Wirkungen auf Gelenke und Muskeln, der Blutdruck wird positiv beeinflusst und Herz und Kreislauf arbeiten effizienter. Wer sich bewegt, stärkt sein Immunsystem, was gerade in der Coronazeit von großer Bedeutung ist. Durch gezielte Bewegung lassen sich Alltagskompetenzen aufrechterhalten, die ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Ein paar wichtige Prinzipien:

• Das Nachlassen des Körpers in der 2. Lebenshälfte ist keineswegs Schicksal, wie viele meinen.
• Krafttraining ist nur was für junge Leute? Nein, gerade mit fortschreitendem Alter wird eine starke Muskulatur immer wichtiger
• Selbst wer erst spät mit dem Training beginnt, kann das Wohlbefinden und die Fitness noch steigern.
• Untrainierte Muskeln langsam an die Belastungen gewöhnen und nicht überfordern.
• Fitness lässt sich nicht speichern, man muss regelmäßig etwas dafür tun… am besten täglich!

 

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Beitrag veröffentlicht am 11. Mai 2020
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Warum Bewegung im Alter so wichtig ist | Teil 03

Die Bedeutung von Kraft, Koordination, Beweglichkeit & Ausdauer
Sie sind die vier wichtigen Fähigkeiten, die unsere Fitness und unsere Leistungsfähigkeit bestimmen. Die Kraft unserer Muskeln, das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln, die Ausdauerleistung unseres Herz- Kreislaufsystems und wie gut unsere Muskeln die Gelenke führen können. Ein biologisches Grundgesetz besagt, dass die Form von der Funktion bestimmt wird. Wir müssen also unseren gesamten Körper regelmäßig und gezielt „benutzen“, damit seine Form erhalten bleibt. Das nennt man in der Sportwissenschaft gezieltes Training, um die Belastbarkeit zu steigern und die körperlichen Stärken auszubauen, um dem Alter besser Paroli bieten zu können. Damit ist aber kein Hochleistungstraining alla Dominik Thiem oder Marcel Hirscher gemeint, sondern regelmäßige Bewegung und zur Stärkung unseres Körpers.

„Use it or loose it“ – das wusste bereits Hippokrates 400 v. Chr.. Dieses Grundgesetz gilt für alle Organe und Organsysteme unseres Körpers. Wenn wir ihn nicht gezielt benutzen bzw. trainieren, wird er träge, altert schnell und ist krankheitsanfälliger. Ein erster Schritt ist ein bewegter Alltag – als Beispiel:
1. Legen sie kürzere Strecken zu Fuß zurück.
2. Suchen sie sich in einem nächsten Schritt eine Sportart, die Spaß, gute Laune und viel Schwung in ihr Leben bringt.
3. Machen sie zu guter Letzt als große Klammer Bewegungsübungen zur Kräftigung ihrer Muskeln, zum Erhalt ihrer Beweglichkeit und zur Schulung ihres Gleichgewichts und anderer koordinativer Fähigkeiten regelmäßig und richtig dosiert. So steigern sie ihre Belastbarkeit, stärken ihr Herz und steigern damit ihr Wohlbefinden.

 

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Beitrag veröffentlicht am 25. Mai 2020
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Lösung für rumänische 24-Stunden-Hilfen

Der Eisenbahn-Korridor für Betreuerinnen aus Rumänien steht. Fahrten für den 13. Mai können ab sofort gebucht werden.

Nach zähen Verhandlungen ist die Beförderung von rumänischen 24-Stunden-Betreuerinnen fixiert, meldet die Wirtschaftskammer. Es wird drei Nachtzüge zwischen Wien und Timisoara mit je 300 Plätzen in Liegewagen geben. Anschließend ist eine Übernachtung in einem Hotel in Schwechat obligat, wo anderntags der Corona-Test vorgenommen wird.

Der Zug am 13. Mai ist jener für Betreuerinnen in der Steiermark. Die Kosten von 279 Euro enthalten das Ticket sowie die Hotelübernachtung samt Corona-Test. Die Fahrt von/bis zu den Flughäfen müssen die Reisenden selber organisieren und bezahlen.

Weil die Züge für alle Betreuerinnen in Österreich gelten, stehen nur begrenzte Plätze zur Verfügung. Gebucht werden kann sofort unter www.btu.at

Die Kosten für den Corona-Test von 105 Euro übernimmt das Land Steiermark, die zuständige Fachgruppe der Wirtschaftskammer stellt für die Aktion 500.000 Euro zur Verfügung.

 

Johannes Kübeck
Beitrag veröffentlicht am 05. Mai 2020
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24-Stunden-Betreuung: Land und Kammer helfen

Viele Steirerinnen und Steirer in 24-Stunden-Betreuung können aufatmen. Das Land Steiermark und die Fachgruppe in der Wirtschaftskammer haben als ersten Schritt Hindernisse für Betreuerinnen aus Rumänien beseitigt. Diese sind mit 6435 Personen die größte Gruppe der 11.000 ausländischen Betreuungspersonen.

Schon ab Mai könnte es einen eigenen Reisekorridor von Rumänien nach Österreich geben, so Fachgruppen-Obmann Andreas Herz, entweder per Zug oder per Flugzeug, so Herz. Die Fachgruppe der Wirtschaftskammer, deren Mitglieder die Betreuerinnen sind, stellt dazu 500.000 Euro zur Verfügung. Experten arbeiten an den Modalitäten und notwendigen Beschlüssen für die Abwicklung des Reisekostenhilfsfonds.

Die zweite Hürde sind die CoV-Tests für die 24-Stunden-Betreuerinnen. Das Land Steiermark wird die Kosten für CoV-Tests der Betreuerinnen übernehmen, damit diese unverzüglich nach Österreich zu ihren Schützlingen kommen können. Laut Landesrätin Juliane Bogner-Strauss (ÖVP) ersparen sich die ausländischen Betreuungspersonen, die negativ getestet sind, durch die zwei Maßnahmen die zeitintensive und psychisch belastende Quarantäne.

Johannes Kübeck
Beitrag veröffentlicht am 20. April 2020
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Helfende Hände in der Pflege gesucht

Neue Jobchance des Landes im Bereich Pflege für alle, die Erfahrung in der Pflege oder der Sozialbetreuung haben.

Im Namen der Steirerinnen und Steirer, die Pflege brauchen, startet Landesrätin Dr. Juliane Bogner-Strauß einen Aufruf nach „helfenden Händen in der Pflege“. Sie will Personen mit Berufserfahrung im Bereich Pflege und Betreuung gewinnen, zumindest zeitweise in die Gesundheits-, Pflege- und Sozialbetreuung einzusteigen oder zurückzukehren.

Das kann für die Dauer der aktuellen Pandemie sein oder auch für einen längeren Zeitraum. Interessierte Personen können sich an die Pflege-Hotline des Landes wenden, die stellt die erforderlichen Verbindungen her. E-Mail pflegehotline@stmk.gv.at.

Die Art der Tätigkeit im Rahmen der Aktion „helfende Hände in der Pflege“ kann vielfältig sein und hängt von den vorhandenen Fähigkeiten ab. Alle geeigneten Kenntnisse seien erwünscht, heißt es im Umfeld von Landesrätin Bogner-Strauß. Wünsche von Interessierten bezüglich Art der Beschäftigung, gewünschtes Stundenausmaß oder bevorzugte Gemeinde/Region sollen berücksichtigt werden.

Beitrag veröffentlicht am 15. April 2020
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Angelika Prentner – Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

Wir kennen TCM, Ayurveda, die indianische Heilkunst. Aber dass wir hier zu Lande eine ähnliche fundierte und überlieferte Wissenschaft über Kräuter und Heilpflanzen haben, ist noch nicht so bekannt. Sie heißt Traditionelle Europäische Medizin und die Apothekerin Angelika Prentner aus Mariazell weiß wie kaum eine andere, welches Kraut gegen welches Wehwehchen gewachsen ist.

 

Frau Prentner, was sind jetzt im Frühling frische, starke Kräuter, Teemischungen oder Kräuteransätze, mit denen man den Winter austreiben kann?

Da empfehle ich Birkenblatt, Löwenzahn, Bärlauch, Schafgarbe, Giersch, Gänseblümchen, Gundelrebe, Schachtelhalm, Ehrenpreis, Gundelrebe, Brennnessel als Teemischung oder Kräutersuppe. Gut wirksam sind auch Kräuteransätze und hier vor allem Bitterelixiere.

Mit welchen Beschwerden kommen ältere Menschen zu ihnen und was empfehlen Sie diesen?

Das sind zum einen Gelenksbeschwerden, Rheuma und Arthritis, hier helfen Weidenrinde, Weihrauch, Beinwell und Arnika gut. Viele ältere Menschen klagen zudem über Bluthochdruck, hier empfehle ich Weißdorn, Mistel, Olivenblätter, Melisse, Passionsblume. Für Energie und Kraft sind immer gut die Taigawurzel, Ginseng, Gingko, Rosmarin und so genannte Lebenselixiere. Bei Verdauungsbeschwerden und Verstopfung empfehle ich Magentropfen, Bitterkräuter, bei Diabetes Bohnenschale, Maisbart, Heidelbeerblätter, Bittergurke und für einen guten Schlaf Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblume, Goldmohn.

Gibt es so etwas wie ein Wunderkraut für ältere Semester?

Die gibt es! Das sind Weißdorn, Ginseng und Mariendistel.

Wie findet man „sein persönliches“ Kraut, falls es so etwas überhaupt gibt?

Die Kräuter werden sehr individuell und situationsbezogen ausgesucht nach Beschwerden, Erkrankungen, für das Wohlbefinden oder zur Erhaltung der Gesundheit und Lebensfreude. Vom Typ her gibt es in der TEM die Archetypenlehre, wo nach dem Typus her empfohlen wird. Daneben noch die Säulen der Gesundheit (Ernährung, Flüssigkeit, Bewegung, Lebenskraft und Schlaf).

 

Beitrag veröffentlicht am 14. April 2020
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