Dr. Juliane Bogner-Strauß: Hotline für Pflege daheim

Landesrätin Dr. Juliane Bogner-Strauß hat für alle, die zuhause gepflegt werden oder ihre Angehörige pflegen, angesichts der aktuellen Ausnahmesituation eine eigene Pflege-Hotline eingerichtet. An diese können sich alle wenden, die Hilfe benötigen, etwa bei Ausfall der 24-Stunden-Betreuung, oder wenn in der häuslichen Pflege andere „Stricke reißen“. Die kostenlose Pflege-Hotline hat die Nummer 0800 500 176. Sie ist täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Die Gesundheits-Landesrätin betonte: „Wir lassen die Menschen in dieser Zeit mit ihren Ängsten und Sorgen um eine gesicherte Pflege nicht alleine. Mit der Pflege-Hotline schaffen wir eine kompetente Anlaufstelle, die rasch und unbürokratisch mit Rat und Lösungen zur Seite steht“.

Die neue Pflege-Hotline funktioniert so, dass qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Notsituationen beraten und informieren, die sich vor allem durch die Engpässe in der aktuellen Situation ergeben. Sollten Pflegende (Angehörige oder professionelle Pflege- und Betreuungsdienste) ausfallen, wird bei der Organisation von Ersatzkräften und Ersatzleistungen bestmögliche Unterstützung angeboten.

 

Johannes Kübeck
Beitrag veröffentlicht am 26. März 2020
Bildquelle: Jakob Glaser

Interview mit Herrn Dr. Gerhard Kobinger

Wie gehen unsere Apotheken mit der Corona-Krise um? Wie verhalten sich die Kunden? Der Präsident der steirischen Apothekerkammer, Dr. Gerhard Kobinger im Gespräch.

Was sagen Sie als Präsident der steirischen Apothekerkammer von immer strengeren Vorschriften zum Tragen einer Maske als Mund- und Nasenschutz?

GERHARD KOBINGER: Generell ist es sehr sinnvoll, weil dadurch die Übertragung des Virus vermindert wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den meisten unserer Apotheken durch die Plexiglasscheiben einigermaßen geschützt, das ist uns ganz wichtig. Aber es ist ein Problem, dass es zur Unterschreitung der Mindestabstände unter unseren Kunden kommen kann. Wir alle suchen händeringend nach Schutzmasken, die sind aber nur sehr schwer zu bekommen. Ich persönlich halte die Tragepflicht von Masken jedes Mal, wenn man außer Haus ist, für richtig. In anderen Ländern gibt es das schon.

Gibt es Corona-Erkrankungen unter Apothekern oder ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

KOBINGER: Es hat einige Verdachtsfälle gegeben, die haben sich in Quarantäne begeben. Das ist alles gelöst. Einige Apotheken beugen vor, indem sie zwei Teams gebildet haben. Eines arbeitet vormittags, das andere nachmittags, in der Mittagszeit wird alles zusätzlich desinfiziert.

Wie ist das Verhalten Ihrer Kundinnen und Kunden in der Corona-Krise?

KOBINGER: Die sind sehr diszipliniert und verständnisvoll, dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Sie akzeptieren etwa die Einschränkung, dass nur so viele Kunden in die Apotheke kommen können, als dort Bedienplätze besetzt sind. Viele Kollegen sehen aber ein Problem bei einigen unserer 65-Plus-Kunden. Die kommen am Vormittag und kaufen eine Gesichtscreme und sind am Nachmittag schon wieder da, und fragen nach ein paar Proben. So nach dem Motto: Alle Geschäfte haben geschlossen, da gehen wir eben ein bisschen in die Apotheke shoppen. Da ist das nötige Bewusstsein leider nicht vorhanden.

Wie klappt es mit dem Rezept per Telefon?

KOBINGER: Diese Initiative hat uns alle überrascht, aber dank unserer Softwarepartner haben wir die Anfangsprobleme rasch behoben. Apotheken hatten ja nicht wie Ärzte die Lesemöglichkeit der Patientendaten auf der E-Card. Die Krankenkasse hat geglaubt, die Freischaltung würde von heute auf morgen funktionieren. Es hat dann aber doch ein paar Tage gedauert. Jetzt kann der Patient kontaktlos zu einem Medikament kommen. Er ruft den Arzt an und bestellt das Rezept, das wird dann von der Apotheke abgerufen und die kann sogar eine Zustellung bewerkstelligen.

Was wollen Sie als erstes tun, wenn die Corona-Krise mit ihren Einschränkungen halbwegs überstanden ist?

KOBINGER: Dann gehe ich endlich wieder auf den Schöckl oder ich wandere zu Fuß nach Mariazell. Das wäre dann meine 17. Fußwallfahrt.

Herr Präsident, Abenteuer Alter dankt sehr herzlich für das Gespräch!

 

 

Beitrag veröffentlicht am 6. April 2020
Bildquelle: Sissi Furgler

5 Corona-Irrtümer

  1. Es gibt Theorien, wonach das neuartige Coronavirus im Labor hergestellt wurde. Das konnte widerlegt werden, Forscher stellten fest, dass das Virus durch natürliche Prozesse entstanden ist: Die Genstruktur ähnelt der von Viren, die in Fledermäusen und Schuppentieren gefunden wurde.
  2. Über die Verbreitung und Entwicklung gibt es auch viele verunsichernde Meldungen. Für Forscher gibt es zwei Möglichkeiten: Es könnte sich in Tieren so verändert haben, dass es krankheitserregend wurde und direkt oder über einen Zwischenwirt auf den Menschen überspringen konnte. Eine andere Möglichkeit ist, dass das Virus als harmlose Variante auf den Menschen übergegangen ist und erst danach Mutationen eingetreten sind, durch die es zum Erreger einer schweren Krankheit wurde.
  3. Es gab zuletzt Gerüchte, wonach die Coronavirus-Krankheit durch die vorherige Einnahme von Ibuprofen ausgelöst worden sein könnte. Das stimmt nicht. Dennoch raten Gesundheitsbehörden in Frankreich und der Schweiz, bei grippalen Symptomen besser zu Paracetamol als zu Ibuprofen zu greifen.
  4. Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren! Es gibt kein zugelassenes Arzneimittel zur Vorbeugung des neuen Virus. Erste Impfstoffe werden aktuell an Menschen getestet. 45 Freiwillige im Alter von 18 bis 55 Jahren bekommen im Abstand von einem Monat je zweimal den Impfstoff verabreicht. Mit dieser Impfreihe muss nachgewiesen werden, ob der Impfstoff sicher ist und wirkt. Läuft die Forschung gut, könnte der Impfstoff in 12 bis 18 Monaten verfügbar sein.
  5. Ist das Coronavirus bereits in den Körper eingedrungen, hilft es nichts, wenn man sich mit Alkohol oder Chlor einsprüht. Das schädigt nur die Schleimhäute. Haben Sie schon gehört, dass ein heißes Bad die Coronavirus-Krankheit verhindert? Das ist leider nicht der Fall. Ein regelmäßiges Spülen der Nase mit Kochsalzlösung schützt ebenfalls nicht vor einer Infektion mit dem Virus, auch der Verzehr von Knoblauch mit seinen antimikrobiellen Eigenschaften nicht.

 

(Quelle: aponet.de)

Schauen Sie auf sich: Tipps gegen Einsamkeit

Ab heute wird es regelmäßig die neuesten Gesundheitsnews geben, speziell für ältere Menschen. Wir wollen damit aufklären und kursierende Unsicherheiten mit Fakten belegen. Und nicht vergessen: Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen!

Sie können sich Besseres vorstellen, als daheim zu sitzen? Mit der Einsamkeit besser umgehen, dazu haben die Psychologinnen Barbara Juen und Karin Unterluggauer Tipps für orf.at zusammengefasst:

  • Informieren Sie sich regelmäßig über Fakten, damit Ängste und Sorgen nicht überhandnehmen. Es gibt viele falsche Meldungen und solche, die beunruhigen. Lesen Sie nach auf den Seiten des Ministeriums, des ORF und seriösen Quellen, denen Sie vertrauen.
  • Akzeptieren Sie Ihre Gefühle, auch wenn sie nicht angenehm sind! Treffen Sie, wenn Sie beunruhigt sind, keine wichtigen Entscheidungen. Suchen Sie sich lieber Ablenkung, schauen Sie fern oder lesen Sie ein Buch.
  • Geben Sie Ihrem Tag einen Rahmen, setzen Sie sich Ziele, machen Sie, was Sie schon immer tun wollten, lernen Sie Neues, erledigen Sie Arbeiten, die sonst immer liegen geblieben sind.
  • Telefonieren, Skypen, SMSen Sie mit Freunden und Angehörigen, vor allem dann, wenn es Ihnen nicht gut geht. Haben Sie dabei nicht das Gefühl, jemandem zur Last zu fallen! Geteiltes Leid ist halbes Leid und vor allem: Sie schenken sicher auch Anderen Gehör, wenn die Sorgen haben. Beanspruchen Sie das auch für sich!
  • Wenn Sie mit Freunden und Angehörigen im Gespräch sind, reden Sie über Dinge, die Sie aufbauen. Lassen Sie das Virus mal außen vor (außer Sie wollen sich Informationen einholen).
  • Und zu guter Letzt: Verlieren Sie Ihren Humor nicht!

Wir werden Ihnen in der nächsten Zeit Tipps zum Zeitvertreib, zur Unterhaltung und Ablenkung bereitstellen!

Bitte ernst nehmen: Beim Einkaufen Abstand einhalten, frische Luft statt im Park lieber vom Balkon oder Fenster aus tanken! Bitten Sie Nachbarn und Angehörigen, für Sie Besorgungen zu erledigen.

In China hat sich gezeigt: Das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf steigt ab 50 Jahren an. Der Grund: Das Immunsystem reagiert nicht mehr so gut auf Krankheitserreger, und weil es keine Medikamente gibt, muss das Immunsystem das Virus bekämpfen. In China zeigte sich, dass bis zu einem Alter von 60 Jahren die Sterblichkeitsrate bei unter zwei Prozent lag, zwischen 60 und 69 Jahren schon bei 4,6 Prozent, zwischen 70 und 79 Jahren bei 9,8 Prozent und bei den über 80-Jährigen sogar bei 18 Prozent. Schützen Sie sich!

 

Beitrag veröffentlicht am 18. März 2020
Bildquelle: Shutterstock

Coronavirus: Darf man Oma und Opa noch besuchen?

Das Sozialministerium empfiehlt in Rücksprache und auf der Website, den Kontakt zu den Großeltern – wie alle sozialen Kontakte – zu meiden, um die Infektionsrate zu reduzieren und zu verlangsamen. 

 

Warum besteht bei einem höheren Lebensalter ein größeres Risiko, an Corona zu erkranken?

Ab 50 und insbesondere ab 80 steigt das Risiko eines schwereren Verlaufs von Corona stetig, da das Immunsystem generell schwächer ist als bei Jüngeren. Daher ist vor allem die Kinderbetreuung durch Großeltern aktuell zu unterlassen: Bei Kindern und Jugendlichen verläuft Corona zumeist milde oder sogar unbemerkt. So könnten die Großeltern ungewollt angesteckt werden. Weiters leiden ältere Menschen oftmals an chronischen Erkrankungen, wie Asthma, Bluthochdruck, Diabetes, Krebs etc., welche einen schwereren Krankheitsverlauf begünstigen können.

Wie kann man den Großeltern helfen?

Um das Ansteckungsrisiko zu senken, muss die Gesellschaft zusammenhalten und die Hygienemaßnahmen einhalten. Weiters können Angehörige Einkäufe für die Großeltern erledigen. Anstelle von Besuchen sollte man lieber telefonieren. Denn eins ist klar – keiner will alleine sein.
Oma und Opa können sich aber auch selbst schützen, indem sie Menschenansammlungen meiden, Ärzte nur im begründeten Fall bzw. Notfall aufsuchen, die Hygienemaßnahmen einhalten, Reisen vermeiden und sich gut über Corona informieren, um Symptome frühzeitig zu erkennen. (Die 7 wichtigsten Tipps finden Sie hier.)

 

Bei weiteren Fragen zu Corona empfiehlt es sich sich über die Website des Sozialministeriums am Laufenden zu bleiben. Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450.

 

Beitrag aktualisiert am 12. März 2020
Bildquelle: Shutterstock

Schutzmasken gegen Corona

Ab Mittwoch, dem 1. April 2020 gilt in österreichischen Supermärkten Maskenpflicht. Wir erklären, welche Schutzmasken-Arten es gibt und wofür sie geeignet sind.

Quelle: APA – eigene Darstellung
Beitrag veröffentlicht am 31. März 2020
Bildquelle: Shutterstock

Corona: Häufige Anzeichen im Überblick

Wie kann sich das Coronavirus auf den Körper auswirken?

Coronavirus Hotline: 0800 555 621

Bei Symptomen wählen Sie bitte: 1450

 

Beitrag veröffentlicht am 16. März 2020
Bildquelle: Shutterstock

OMR Prim. Prof. Dr. Günter Nebel spricht über die aktuelle Lage

Die Corona-Epidemie ist eine Bedrohung aber auch eine Herausforderung für große Teile unserer Bevölkerung. Die richtige Versorgung der Erkrankten steht dabei im Vordergrund. Doch so wichtig einerseits auch alle Corona-Maßnahmen in Bezug auf den Schutz unserer Bevölkerung sind, so wichtig ist es auf der anderen Seite die medizinische Gesamtversorgung für unsere Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Dies könnte sonst mittelfristig zu einem gefährlichen Rückstau in unserem Gesundheitssystem führen, was wiederum viele Opfer mit sich bringen kann.

Eine ausreichende Versorgung des medizinischen Personals und der PatientInnen mit Corona-Testungen sowie mit entsprechenden Schutz- und Hygieneartikel wie Masken, Anzüge und Schutzbrillen ist von größter Wichtigkeit. Ebenso ist eine klare Trennung zwischen Corona-Erkrankten und Nicht-Corona-Erkrankten, da sie zu einer Risikopatientengruppe gehören, notwendig.

Die Privatklinik Leech hat zurzeit keinen großen Ansturm von PatientInnen, da es nicht gestattet ist, Operationen durchzuführen, die nicht akutmedizinisch vertretbar sind und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können. Dies gilt auch für öffentliche Krankenanstalten, was in weiterer Folge zu einem beachtlichen Rückstau von PatientInnen führen könnte. Wie viele PatientInnen dadurch in eine akutere Erkrankung übergleiten, sei offen.

Somit ist die Versorgung dieser PatientInnen in Österreich zugunsten der Corona-Krise aufgeschoben, was wiederum dazu führt, dass die meisten Privatkliniken und Rehabilitationseinrichtungen ihren Betrieb drastisch einschränken mussten.

In psychiatrischen und sozialpsychiatrischen Rehabilitationseinrichtungen wurde die Nachsorge-Behandlung als nicht erforderlich eingestuft, ohne dies weiter kommentieren zu wollen. Folglich wurde der Betrieb der Privatklinik Hollenburg und Privatklinik St. Radegund ruhend gestellt.

In anderen Rehabilitationskliniken wird nur die postakute Rehabilitation als Anschlussheilverfahren aus dem Akutspitalsbereich gestattet.  Die Bezahlung bzw. die wirtschaftliche Abwicklung sind aber teilweise ungeklärt. Daher wurde ein Großteil der Privatkliniken und Rehabilitationseinrichtungen ruhend gestellt.

In der Privatklinik Lassnitzhöhe führen wir derzeit nur die Versorgung postakuter orthopädischer und neurologischer Fälle aufgrund ihrer Erfordernis weiter.

Über die gesamten wirtschaftlichen Fragen hat sich bis jetzt niemand Gedanken gemacht. Es wäre zielführend, für die zu versorgenden PatientInnen eine rasche Klärung der Kostenübernahme zu finden, sodass die Gesundheitseinrichtungen für alle zugänglich sein können und die realen Kosten der Privat- und Rehabilitationskliniken bei eingeschränkten Betrieb abgedeckt werden können.

Weiter wäre es wichtig, ein wirtschaftliches Maßnahmenpaket zu schnüren, um die Privatkliniken und Rehabilitationseinrichtungen, die für die längerfristige medizinische Versorgung eine nachhaltig essentielle Rolle spielen, aufrecht zu erhalten.

 

www.sanlas.at

 

Beitrag veröffentlicht am 03. April 2020
Bildquellen: C.Kipper, Thomas Haas

Corona: Diese Lebensmittel sollten Sie zuhause haben

Aufgrund des Coronavirus und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens sollten Sie gewisse Vorräte eingelagert haben.

Wichtig ist, es besteht kein Grund zur Panik. Von übertriebenen Hamsterkäufen wird deshalb abgeraten. Kaufen Sie nur, was sie wirklich benötigen. Anlässlich des Coronavirus empfiehlt es sich, folgende Lebensmittel zuhause zu haben, um für 14 Tage gut versorgt zu sein:

Diese Menge garantiert die Grundversorgung und deckt den Tagesbedarf von 2.000 kcal. Die Vorräte sollten natürlich dem individuellen Ernährungsverhalten entsprechen. Kaufen Sie also nichts, was Sie sonst nicht auch essen würden. Empfehlenswert ist es, sich vorab einen Speiseplan zu erstellen und daraufhin die Produkte zu besorgen. Die Lebensmittel sollten hochwertig, leicht verdaulich, lange haltbar, reich an Kalorien und gesund sein sowie lebenswichtige Nährstoffe enthalten. Zusätzlich gilt es zu beachten, dass kranke und ältere Menschen – falls nötig – eine eigene Diätkost vorrätig haben. Auch auf Nahrung für Haustiere sollten Sie nicht vergessen. Pro Tag sollten etwa 1,5l an Getränken vorrätig sein. Darunter fallen auch kohlensäurehaltiges Wasser und Fruchtsäfte. Zuckerhaltige- und alkoholische Getränke sind zu vermeiden.

Tipps für die richtige Lagerung

Ohne die richtige Lagerung können die Vorräte schnell verderben. Der Lagerraum sollte trocken, kühl und belüftet sein. Das Mindesthaltbarkeitsdatum der Produkte gilt es zu kontrollieren und den Befall durch Schädlinge wie Mäuse, Käfer, Motten etc. zu verhindern.

Was brauche ich noch?

Neben einem Vorrat an Lebensmitteln ist auch eine sogenannte „Zivilschutzapotheke“ zu empfehlen. Diese sollte mit den wichtigsten Medikamenten, einem Erste-Hilfe-Set, einem Fieberthermometer; Hygieneartikeln, Kommunikations- und Informationsmitteln sowie einer alternativen Energieversorgung ausgestattet sein.

Mehr Informationen zur richtigen Vorbereitung für Krisensituationen finden Sie auf der Website des Österreichischen Zivilschutzverbandes.

 

Beitrag veröffentlicht am 13. März 2020
Bildquelle: Shutterstock

Nachbarschaftshilfe auf steirisch in Zeiten der Corona-Krise

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verändern den Alltag aller, aber besonders trifft es ältere Menschen sowie jene mit Vorerkrankungen. Nicht immer können Familienmitglieder und Bekannte helfen. Steiermarkweit gibt es daher Solidaritätsbekundungen in den sozialen Medien unter #Nachbarschaftschallenge und diverse Unterstützungsangebote von privaten Initiativen, Gemeinden und Nachbarschaftsplattformen.

Corona stärkt sichtbar den Zusammenhalt zwischen den Menschen: Jüngere melden sich freiwillig, um ihre älteren Mitmenschen vor einer möglichen Ansteckung mit Corona und den Folgen zu schützen. Vielerorts werden Zetteln in Wohnhäusern ausgehängt, um zu zeigen, dass man bereit ist, Erledigungen und Einkäufe für ältere Nachbarn zu machen. Um einander jedoch nicht zu gefährden, gilt es bei der Übergabe einen Sicherheitsabstand einzuhalten. Im Idealfall werden Lebensmittel und Medikamente vor die Tür gestellt und so ein persönlicher Kontakt vermieden.

 

Wo kann man sich als Helfer engagieren?

Als Helfer*in kann man sich auf Nachbarschaftsplattformen, wie „Frag Nebenan“ und „Team Österreich registrieren und aktiv mithelfen. Weiters bieten viele Gemeinden (Auszug siehe unten) die Möglichkeit vor Ort anzupacken. Bei „Fridays for Future“ bieten Schüler*innen und Studierende ihre Hilfe für ältere Personen an.

 

Wo kann ich mich melden, wenn ich eine Einkaufshilfe brauche?

 

Beitrag veröffentlicht am 17. März 2020
Bildquelle: Shutterstock