Herausforderung Pflege

Bis 2030 werden etwa eine Million ÖsterreicherInnen pflegebedürftig sein – diese Entwicklung stellt das österreichische Pflegesystem vor große Herausforderungen. Wie geht es weiter?

Einer aktuellen Studie des WIFO zufolge benötigt die Langzeitpflege in Österreich, also die Pflege und Betreuung älterer und chronisch kranker Menschen mittels Hauskrankenpflege und anderer mobiler Dienste sowie in Pflegeheimen, alleine bis zum Jahr 2030 rund 20.000, bis 2050 rund 60.000 Pflegestellen mehr als heute. Die Anzahl der pflegebedürftigen Personen liegt im Jahr 2030 bei ungefähr einer Million Menschen. 880.000 ÖsterreicherInnen werden dann älter als 80 Jahre alt sein und der Bedarf an Pflege steigt stetig.

Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre werden sich aus diesen Gründen um die Themen Pflege und Betreuung im Alter, Altern in Würde sowie um den Umgang mit chronischen Alterserkrankungen wie Demenz drehen. Denn schon jetzt sind 30 Prozent aller Pflegefälle dement oder haben demenzielle Symptome. Neben den ethischen, sozialpolitischen und versorgungstechnischen Aspekten ist die Frage der Finanzierung des zunehmenden Aufwands in allen Bereichen der Pflege eine essenzielle Frage, der sich vor allem die Politik stellen muss.

Die Frage aller Fragen: Wie geht es weiter? Elisabeth Anselm, Geschäftsführerin des Hilfswerk Österreich ist davon überzeugt, dass die aktive und intelligente Auseinandersetzung mit der derzeitigen Ausbildungssituation im Pflegebereich entscheidend für den Erfolg einer Pflegereform in Österreich ist. „Wenn es uns nicht gelingt, die Ausbildungslandschaft für Gesundheits- und Sozialberufe sowohl ‚marktgerechter‘ als auch attraktiver zu gestalten, werden wir dem wachsenden Bedarf an Fachkräften in der Langzeitpflege und -betreuung weder kurz- noch langfristig gerecht werden können“, ist Anselm überzeugt.

Das Hilfswerk Österreich fordert daher eine wirksame und differenzierte Ausbildungsoffensive.

Fest steht, dass die fehlenden Pflegekräfte in Zukunft einen Plan erfordern, den die Politik bis jetzt noch nicht erstellt hat.

 

Quellen: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190327_OTS0073/szekeres-pflege-ist-eine-der-groessten-herausforderung-der-naechsten-jahre
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190325_OTS0137/hilfswerk-bestaetigt-aktuelle-wifo-studie-attraktivierung-der-ausbildung-entscheidend-fuer-die-zukunft-der-pflege
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Beitrag veröffentlicht am 29. März 2019.

Jünger fühlen durch Kontrolle

Ja, richtig gelesen. Eine neue Studie kommt zu dem Entschluss, dass sich ältere Menschen jünger fühlen, wenn sie mehr Kontrolle über ihr Leben haben. Warum das so ist? Alle Ergebnisse gibt es hier.

Wer Kontrolle über sein Leben hat, fühlt sich jünger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der North Carolina State University. Dies gilt aber nur für ältere Erwachsene. Bei Jüngeren sieht das anders aus.

Für die Studie haben Wissenschaftlicher 116 Menschen im Alter von 60 bis 90 Jahren sowie 107 Personen im Alter von 18 bis 36 Jahren teilgenommen. Sie wurden über den Zeitraum von neun Tagen täglich zu Themen wie ihrem Gefühl des Alters und der Kontrolle befragt, sowie über Stress und ihre psychische Verfassung. Dadurch sollte das tägliche subjektive Alter der Probanden festgestellt werden. Bei jüngeren Teilnehmern hatte ein Gefühl der Kontrolle keinen Effekt auf ihr Altersempfinden. Stattdessen haben Stress und die psychische Verfassung einen deutlicheren Effekt auf das Altersgefühl der Jüngeren.

SCHLAF IST EIN WESENTLICHER FAKTOR
Interessant ist auch, dass Schlaf und Stimmung zwei wichtige Faktoren sind, wenn es um das Kontrollgefühl bei älteren Menschen geht. Wenn sie ausreichend Schlaf bekommen oder zumindest glauben, sie hätten genug geschlafen, empfinden Ältere mehr Kontrolle über ihr Leben und fühlen sich somit jünger.

 

Quelle: https://www.pressetext.com/news/-ltere-mit-kontrollgefuehl-glauben-sich-juenger.html
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Beitrag veröffentlicht am 26. März 2019.

Bei Heuschnupfen – ab in die Sauna!

Bäume, Sträucher, Gräser, Getreide und Kräuter können heftige allergische Reaktionen auslösen. Sobald diese Pollen auf die Schleimhäute in Nase, Mund und Rachen treffen, haben Betroffene mit Niesreiz und vielen anderen Beschwerden zu kämpfen. Die gute Nachricht: Es gibt eine natürliche Methode, um die  Allergie zu lindern.

Rund eine Million Österreicher leiden laut dem Österreichischen Roten Kreuz unter einer Pollenallergie – auch Heuschnupfen genannt. Pollen können Niesreiz, juckende und tränende Augen, aber auch allergisches Asthma verursachen. Pollenallergiker können, im Gegensatz zu Nicht-Allergikern, den Frühling nicht genießen und plagen sich stattdessen durch die schöne blühende Jahreszeit. Das muss aber nicht sein.

WAS HILFT BEI HEUSCHNUPFEN?
Mittlerweile werden viele Therapien angeboten, um die lästige Pollenallergie loszuwerden. Was jedoch viele nicht wissen: Es gibt auch eine ganz natürliche Methode, um die Beschwerden zu lindern. Der regelmäßige Gang in die Sauna kann die Allergie verringern.

Denn das Saunabaden sorgt dafür, dass die Schleimhäute deutlich besser durchblutet sind. Regelmäßiges Saunabaden ist darüber hinaus ein sehr gutes Training für das Immunsystem. Das gezielte, wiederholte Setzen eines starken Wärme- und Kältereizes trainiert die Fähigkeit aller Blutgefäße in der Haut und in den Schleimhäuten, sich schnell zusammenzuziehen und wieder zu öffnen. Die wohltuende Saunawärme lindere außerdem die Beschwerden bei allergischem Asthma, weil sie die verkrampften Muskeln in den tiefen Verästelungen der Bronchien löse.

Pollenallergiker sollten daher nicht nur in der kalten Jahreszeit in die Sauna gehen – es sollte immer wieder am Programm stehen, auch im Sommer.

 

Quelle: https://www.pressetext.com/news/es-gibt-eine-natuerliche-hilfe-gegen-heuschnupfen.html
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Beitrag veröffentlicht am 14. März 2019.

 

Sind Gesundheitschips unsere Zukunft?

Ein Drittel der Deutschen kann sich vorstellen, einen Chip im Körper zu tragen, der Gesundheitsdaten misst. Vor allem ältere Menschen hätten Interesse an solchen Implantaten. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

Es ist wie ein innerer USB-Stick, der Daten wie Blutzucker und Eisenwerte misst und noch viel mehr kann. Ein solcher Gesundheitschip wird einfach mit einer Spritze unter die Haut injiziert und birgt auch keine Risiken. Zumindest nicht mehr als bei jedem anderen medizinischen Eingriff. Auf keinen Fall sei ein solcher Chip mit einem Piercing zu vergleichen.

SO FUNKTIONIERT DER CHIP
Der Chip hat keine eigene Batterie, er funktioniert nur im Einklang mit einem Transponder, beispielsweise einem Smartphone. Der Transporter füttert den Chip mit Energie und bekommt dafür die Daten. Mit dem Smartphone ist es möglich, Implantate zu programmieren. Man kann sich so einen Chip wie einen inneren USB-Stick mit Schlüsselfunktion vorstellen.

Menschen benutzen Implantate als Authentifizierungstool, als Visitenkarte, als kleiner Datenspeicher oder auch einfach nur als Haustürschlüssel. Zum Beispiel werden sie in Schweden bereits als Fahrkarten in öffentlichen Verkehrsmitteln verwendet.

ÄLTERE MENSCHEN NICHT ABGNEIGT
Der Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge haben vor allem ältere Menschen Interesse an Gesundheitsimplantaten. Etwa 40 Prozent der Befragten über 65 können sich einen solchen Chip vorstellen. Laut Bitkom-Hauptgeschäftsführer können Gesundheits-Chips die Lebenssituation von älteren Menschen verbessern, beispielsweise wenn im Notfall automatisch die Rettung gerufen wird.

Ein Zwischenschritt zu solchen Implantaten sind Gesundheits-Apps, Fitnesstracker oder Blutdruckmessgeräte. Dadurch werden Daten digital gespeichert und zugänglicher und leichter zu überblicken. Der Vorteil von Implantaten ist, dass die Messung und Analyse von Körperdaten wie Blutzucker nicht punktuell, sondern durchgängig und unmittelbar erfolgt. Dadurch kann beispielsweise die Insulinabgabe direkt und bedarfsgerecht gesteuert werden.

In Zukunft könnten Chips also wirklich Werte wie Blutzucker und Co. messen, wir sind aber noch ziemlich weit davon entfernt.

 

Quelle: https://www.pressetext.com/news/deutsche-finden-gesundheits-chips-trendy.html
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Beitrag veröffentlicht am 28. Februar 2019.

Die ersten Wildkräuter im Frühling

Auch wenn der Winter noch nicht ganz der Vergangenheit angehört, kann man schon den Frühling spüren. Die Tage werden wieder länger, die Vögel zwitschern und die Temperaturen steigen. Und die ersten Wildkräuter fangen an zu sprießen. Die kostbaren Heilpflanzen helfen uns zu entgiften und den Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen.

Der Winter geht dem Ende entgegen und der Frühling wird sehnlichst erwartet. Auch wenn es noch ganz schön kalt ist, strecken sich die ersten Wildkräuter der Sonnen entgegen. Im Vorfrühling gibt es einige Heilpflanzen, die sich als Entgiftungskur hervorragend eignen. Sie bringen aber auch Abwechslung in unsere Küche und liefern neue Geschmackserlebnisse und darüber hinaus stecken sie voller Vitamine und Nährstoffe. Wer sie also sammelt, kann davon nur profitieren. Natürlich muss man vorerst wissen, worauf beim Sammeln zu achten ist. Das erfährt man alles hier.

 

DIE TOP-3 FRÜHLINGSKRÄUTER IM VORFRÜHLING

 

  1. Der Huflattich

Der Huflattich ist eine sehr genügsame Pflanze und er gedeiht nahezu überall. Jedoch bevorzugt er einen feuchten, lehmigen Standort in der prallen Sonne. Er gehört zu den ersten Pflanzen, die ihre strahlend gelben Blüten entfalten. Huflattich als essbare Pflanze ist relativ unbekannt, jedoch können die Blüten als auch die frischen Blatttriebe als Rohkost oder kurz blanchiert, verzehrt werden. Er passt auch hervorragend zu Kartoffel- und Reisgerichten oder für die Zubereitungen von gefüllten Gerichten.

Huflattich ist eine Arzneipflanze, die leider etwas in Vergessenheit geraten ist – dabei hat er so viel zu bieten. Mit seinen schleimlösenden Inhaltsstoffen hilft er gegen diverse Leiden im Bereich der Bronchien. Als Tee oder Gurgellösung verabreicht, löst Huflattich festsitzenden Schleim. Sein Einsatzgebiet ist einfacher Husten bis hin zu Asthma. Heute wird aber davor gewarnt das Heilkraut länger als ein Monat zu konsumieren, da die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide als toxisch eingestuft werden. Um tatsächlich Leberschäden davonzutragen, müssten wirklich große Mengen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Frauen in der Schwangerschaft und Leberkranke sollten den Konsum jedoch meiden.

 

  1. Das Scharbockskraut

Auch das Scharbockskraut blüht gelb, aber Vorsicht: die Blätter sollten vor der Blütezeit verzehrt werden und auch nur in kleinen Mengen. Die Blätter liefern viel Vitamin C und helfen gegen Frühjahrsmüdigkeit und Vitamin-C Mangelerscheinungen. Ab Mitte Februar liefert das Scharbockskraut frisches Grün und bereits wenige Wochen später blüht es auch schon. Die Erntezeit ist deswegen wirklich kurz.

Sein Geschmack ist säuerlich-scharf und es eignet sich zum Beispiel als Salatbeigabe oder einfach auf dem Butterbrot. Scharbockskraut ist schwach giftig und darf nur in kleineren Mengen verzehrt werden, als Beigabe ist es völlig unproblematisch und sollte auf jeden Fall probiert werden, wer es noch nicht kennt.

 

  1. Die Brennnessel

Sie ist eine absolute Power-Pflanze und hat wirklich einiges zu bieten. Die ersten jungen Triebe sollten deswegen nicht stehen gelassen werden. Die Brennnessel zeichnet sich durch ihren Reichtum an Mineralstoffen, wie Kalium, Phosphor, Magensium, Silicum und Calcium aus. Weitere Inhaltsstoffe sind Eisen, Vitamin C, Vitamin A und sogar Eiweiß. Sie wirkt blutbildend, entsäuernd, harntreibend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. In der Traditionellen Europäischen Heilkunden wird ihre Wirkung gegen Rheuma, Arthritis und Arthrosen geschätzt. Aber auch in der Schulmedizin kommt die Brennnessel in schmerz- und entzündungshemmenden Präparaten zum Einsatz.

Die Liste ist wirklich lang, wenn es um die Einsatzgebiete der Brennnessel geht. Deswegen sollte dieses besondere Heilkraut auf jeden Fall gesammelt werden. Auch für Küche gibt es viele herrliche Brennnessel-Rezepte. Wichtig ist nur beim Pflücken Handschuhe zu tragen. Danach sollten die Blätter mit einem Nudelholz gerollt werden damit die Härchen abbrechen und nicht mehr stechen können. Danach kann man sie genauso verarbeiten wie Spinat. Die Brennnessel ist sowieso ein viel besserer Eisenlieferant als Spinat.

Richtig Wildkräuter sammeln:

  • Das Wichtigste: Nur Pflanzen ernten, die man wirklich kennt. Zum sicheren Bestimmen eignet sich ein Bestimmungsbuch oder die Hilfe eines Menschen, der sich auskennt.
  • Nicht in der Nähe von stark befahrenen Straßen ernten. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln von Pflanzen verboten
  • Nur gesunde und saubere Pflanzen sammeln.

 

 

Quellen: https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Huflattich.html
https://www.heilkraeuter.de/lexikon/scharbockskraut.htm
https://www.bluehendesoesterreich.at/brennnessel-weshalb-wir-sie-lieben/
https://www.smarticular.net/wildkraeuter-erfolgreich-sammeln-auf-diese-dinge-solltest-du-achten/
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Beitrag veröffentlicht am 20. Februar 2019.

Impfen im Alter

Weltweit werden jährlich 3 Millionen Menschenleben durch Impfungen gerettet – laut Schätzungen der WHO zufolge. Besonders Kleinkinder und Senioren sind durch Infektionskrankheiten am meisten gefährdet. Impfen schützt.

Ab dem 50. Bis 60. Lebensjahr sind Auffrischungsimpfungen absolut empfohlen. Warum? Im Alter stellt sich langsam aber sicher das Immunsystem um. Die eigene Körperabwehr lässt zunehmend nach und dies kann die Schutzwirkung beeinträchtigen. Da der Impfschutz nicht mehr so lange anhält, machen Auffrischungen in regelmäßigen Abständen Sinn.

Aber auch nichtgeimpfte junge Erwachsene können zum Beispiel an Influenza oder sogenannten Kinderkrankheiten schwer erkranken und diese weiterverbreiten. Impflücken in Österreich haben heuer wieder zum vermeidbaren Ausbruch von Masern geführt. Ein infizierter 15-jähriger saß mehrere Stunden im Wartebereich einer Kinderklinik in Graz, was zu Ansteckungen unter Kindern führte. Die Krankheit kann zu bleibenden Schäden oder zum Tod führen. Deshalb ist die rechtzeitige Durchführung aller empfohlenen Impfungen die wirksamste Maßnahme, beispielsweise an Kinderkrankheiten nicht zu erkranken.

Wer sich über Impfungen im Alter informieren möchte, hat am 1. März 2019 in Wien die Möglichkeit dazu:

Warum wir ein Leben lang impfen sollten
von Priv.-Doz. Dr. Hans Jürgen Dornbusch, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde

Datum: 01.03.2019, 17:30 – 19:00 Uhr

Ort: Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze, Eingang Marco-d’Aviano-Gasse 1
Kärntner Str. 26/3, 1010 Wien, Österreich

Url: http://www.oeggk.at/angebot

Dr. Dornbusch führt eine Ordination in Graz und lehrt an der Medizinischen Universität Graz. Zudem bekleidet er Funktionen im österreichischen und europäischen Impfwesen (Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde, Ärztekammer, European Academy of Paediatrics).

Der Eintritt ist frei – um Anmeldung wird jedoch gebeten: Telefonisch unter (01) 996 80 92, per E-Mail an gesellschaft@oeggk.at oder direkt über die Website: www.oeggk.at/angebot

 
Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190211_OTS0049/richtig-impfen-in-jedem-alter
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Beitrag veröffentlicht am 18. Februar 2019.

 

Neues Infoportal bei Prostatakrebs

Prostatakrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Österreich. Umfassende und seriöse Information für Betroffene und ihre Angehörige ist wichtig. Die neue Plattform meineprostata.at bietet dieses Service.

„Was bedeutet die Diagnose Prostatakrebs für mein weiteres Leben?“ und „welche Therapie-Optionen gibt es?“, diese und viele weitere Fragen stellen sich Betroffene bei der Diagnose Prostatakrebs. Deswegen wurde die größte österreichische urologische Informationsplattform namens www.meineprostata.at ins Leben gerufen. Dort können Patienten wertvolle und fachlich belegte Informationen schnell und einfach online finden.

WIE IST DIE PLATTFORM AUFGEBAUT?
Die Plattform bietet Wissenswertes über das Organ Prostata, seine verschiedenen Erkrankungen sowie die wichtigsten Untersuchungen bei Verdacht auf Prostatakrebs (Anamnese, klinische Untersuchung, Tastuntersuchung, PSA-Bestimmung, Ultraschall, Biopsie). Weiters werden die verfügbaren Optionen für Therapie und Rehabilitation übersichtlich und auch für medizinische Laien gut verständlich dargestellt.

Namhafte Experten nehmen zu zentralen Fragen rund um die Prostata Stellung. Darüber hinaus gibt es im Serviceteil u.a. hilfreiche Adressen, z.B. der Selbsthilfe Prostatakrebs, der österreichischen Krebshilfe, der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie (ÖGU) sowie der Österreichischen Gesellschaft für Mann und Gesundheit (ÖGMuG).

 Die Webseite ist in folgende Schwerpunkte gegliedert:
– Prostata (Anatomie, Funktion, Geschlechtshormone, Untersuchung)
– Früherkennung, Krankheitssymptome, Diagnose, Therapiemöglichkeiten
– Prostatakarzinom, BPS, Prostatitis, Leben mit PCa (Ernährung, Bewegung, Sexualität & Kontinenz)
– Services (Newsletter, Selbsthilfegruppen & Vereine, FAQs, Lexikon)

 Weitere Infos auf https://www.meineprostata.at

 

Quelle: https://www.pressetext.com/news/neues-infoportal-meineprostataat.html
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Beitrag veröffentlicht am 5. Februar 2019.

 

Neue Gen-Ursachen bei Arthrose entdeckt

Arthrose ist eine sehr häufige unheilbare Krankheit. Durch die bislang größte durchgeführte genetische Untersuchung zu Arthrose sollen neue Behandlungsmethoden ermöglicht werden.

Arthrose oder auch Gelenkverschleiß ist ein fortschreitender, altersabhängiger Knorpelabrieb in den Gelenken. Grundsätzlich kann sie in jedem Gelenk entstehen. Am häufigsten jedoch an Gelenken, die durch das Körpergewicht besonders belastet werden. Arthrose kann ohne erkennbare Ursache auftreten. Ursachen können jedoch angeborene und erworbene Gelenksdeformitäten und vieles mehr sein. Umso wichtiger ist, dass Forscher in der bislang größten Untersuchung zu Arthrose 52 neue Veränderungen im Erbgut entdeckt haben, die mit der Krankheit in Verbindung stehen.

Dadurch verdoppelt sich die Anzahl der diesbezüglich bekannten Stellen. In der mit knapp 480.000 Teilnehmern durchgeführte Untersuchung zu Arthrose fanden die Forscher zudem Ansätze, um teilweise schon existierende Medikamente bei Arthrose einzusetzen.

BISHER GRÖSSTE ARTHROSE-STUDIE
Die Forscher des britischen Wellcome Sanger Institute haben gemeinsam mit dem Unternehmen GSK das Erbgut von über 77.000 Arthrosepatienten analysiert und mit demjenigen von mehr als 370.000 gesunden Menschen verglichen. Die Wissenschaftler schlossen dabei viele verschiedene Arthrosetypen mit ein, darunter auch solche im Knie- und Hüftbereich. Damit wollten die Forscher den Krankheitsursachen auf den Grund gehen und neue Therapien finden. Über 50 genetische Veränderungen wurden neu entdeckt, die das Erkrankungsrisiko erhöhen. Dies ist ein großer Fortschritt für die Entwicklung von Therapien, die Millionen von Betroffenen helfen könnten.

ENTWICKLUNG NEUER MEDIKAMENTE
Durch das Zusammenführen mehrerer verschiedener Daten konnten die Forscher die Gene identifizieren, die sehr wahrscheinlich ursächlich für Arthrose sind. Zehn davon sind bereits Ziel von Medikamenten, die sich entweder in der klinischen Entwicklung befinden oder bereits gegen Arthrose und andere Krankheiten zugelassen sind. Den Experten zufolge wären diese Medikamente vielversprechende Kandidaten, um sie im Einsatz gegen Arthrose zu testen.

Quellen: http://www.handchirurgen.at/arthrose.html
https://www.pressetext.com/news/20190122011
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Beitrag veröffentlicht am 22. Jänner 2019.

Chaos bestimmt Gesundheit

Körperzellen regulieren sich selbst durch Chaos. Dadurch kann das Immunsystem optimiert werden, welches aktiver gegen schwere Krankheiten wie Krebs und Diabetes vorgehen kann. Das haben jetzt Forscher der University of Copenhagen herausgefunden.

Der Schlag eines Schmetterlingsflügels irgendwo auf der Erde kann einen Hurrikan auf der anderen Seite des Globus verursachen. Mit diesem Beispiel versuchten Wissenschaftler vor rund 30 Jahren, eine neue Sichtweise anschaulich zu machen: die Chaostheorie.

Seither nahmen Wissenschaftler diese Theorie her und versuchen sie auf andere Lebensbereiche umzulegen. Doch was ist die Chaostheorie und was hat sie mit dem menschlichen Organismus zu tun? Zuallererst zeigt die Chaostheorie, dass sich trotz einfacher Regeln kaum Vorhersagen treffen lassen. Die Chaostheorie lässt sich am Beispiel eines Sandbergs veranschaulichen: Wenn man sich einen Sandberg vorstellt, auf dessen Spitze kontinuierlich eine Schaufel Sand nachgelegt wird, wird irgendwann die Spitze brechen und Sandlawinen hinunterlaufen. Wie groß und an welcher Stelle das passieren wird, ist allerdings nicht vorhersehbar. Komplexen Systemen liegen also einfache Regeln zugrunde. Bisher wurde die Methode beispielsweise in der Wettervorhersage angewandt. Dass sie auch in lebenden Zellen stattfinde, sei völlig neu.

CHAOS SORGT FÜR ORDNUNG
Auch Körperzellen regulieren sich selbst durch Chaos. Im Detail geht es um ein Protein mit der Bezeichnung NF-kB, das in Zellen produziert wird und bestimmte Gene aktiviert. So unterstützt es unter anderem die Immunabwehr und damit die Fähigkeit des Körpers, sich gegen das Auftreten von Krankheiten zu wehren. Die Konzentration dieses Proteins schwankt stark. Dieses Chaos wirkt auf die Gene ein und damit auf den Zustand der Zellen.

Die Wissenschaftler haben gezeigt, dass das chaotische Schwingen der Protein-Konzentration die Aktivität mehrerer Gene erhöht, die sonst untätig sind. Das Chaos tunt gewissermaßen das Immunsystem. Diese Erkenntnisse können einen enormen Einfluss auf unser Verständnis der Funktion des Immunsystems haben. Letztlich können wir herausfinden, wie einige der schwersten Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Alzheimer vermieden werden können.

In den Zellen müsse dazu die nötige Dynamik herrschen. Das könne man möglicherweise durch neue Medikamente erreichen, die für das nötige Chaos sorgen. Zur Diagnose könne man Zellen entnehmen und untersuchen, ob in ihnen Chaos herrscht. Wenn sich das nicht nachweisen lässt, könne man das Auftreten von Krankheiten möglicherweise voraussagen, ehe sie auftreten, sodass eine vorbeugende Therapie eingeleitet werden könnte, so die Forscher.

Quellen: https://sciencev1.orf.at/news/85865.html
https://www.pressetext.com/news/20190118003
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Beitrag veröffentlicht am 18. Jänner 2019.

Saunieren senkt Herz-Kreislauftod

Wer vier bis sieben Mal pro Woche in die Sauna geht, senkt die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit um bis zu 70 Prozent. Dies fanden jetzt Experten der Medizin Uni Innsbruck gemeinsam mit KollegInnen der Universität Ostfinnland heraus.

Herzinfarkt, Schlaganfall, Aortenaneurysma und Herzinsuffizienz: das alles sind Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, die nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen zählen. Ein deutlich reduziertes Risiko, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu versterben haben allerdings Personen, die häufig die Sauna besuchen. Zu dieser Erkenntnis gelangen Peter Willeit, Neurologe und Epidemiologe an der Medizin Uni Innsbruck und Jari A. Laukkanen von der Universität Ostfinnland anhand vergleichender Analysen aus Daten der finnischen KIHD-Studie.

LANGZEITSTUDIE SEIT MITTE 1980
In der finnischen KIHD-Studie werden Daten von 1688 Männern und Frauen (51%) zwischen 53 und 74 Jahren seit Mitte der 1980er erhoben und ausgewertet. Dass häufiges Saunieren auch das Schlaganfall-Risiko erheblich senkt, konnte das österreichisch-finnische Team bereits in einer erst vor kurzem erschienenen Publikation belegen.

Die neue Erkenntnis: Finninnen und Finnen, die vier bis sieben Mal wöchentlich die Sauna besuchten, hatten ein um 70% geringeres Risiko, im Beobachtungszeitraum an einer Herz-Kreislauferkrankung zu versterben. Bei jenen, die zwei bis drei Mal wöchentlich saunierten, war dieses Risiko immerhin noch um 29% reduziert. Die Forscher haben in ihrer Analyse auch die Dauer des Saunaaufenthalts als Variable miteinbezogen und festgestellt: Wer länger als 45 Minuten pro Woche in der Sauna schwitzt, hat das vergleichsweise niedrigste kardiovaskuläre Risiko.

Die Überprüfung weiterer Hypothesen ist in Planung, etwa inwieweit häufiges Saunieren in Kombination mit sportlicher Aktivität die positiven Effekte noch weiter verstärken kann.

Quelle: https://www.i-med.ac.at/pr/presse/
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Beitrag veröffentlicht am 16. Jänner 2019.