Medikamente richtig lagern

Nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu feucht und nicht zu hell – die Aufbewahrung von Arzneien ist ziemlich anspruchsvoll. Wir verraten, wo sie ihren richtigen Platz haben.

Arzneimittel sind bei der Lagerung immer Umwelteinflüssen ausgesetzt, die sie ungünstig beeinflussen können. Einige sind so empfindlich, dass Hitze oder Kälte ihre Wirksamkeit massiv beeinträchtigen. Auch Feuchtigkeit und Licht bereiten Probleme – deswegen sollten Medikamente niemals im Badezimmer gelagert werden. Eine sachgemäße Aufbewahrung ist daher unerlässlich, dass Arzneien bis zum Verfallsdatum wirksam und qualitativ einwandfrei bleiben.

Doch wo befindet sich der richtige Ort für Medikamente? Noch besser als das Wohnzimmer eignet sich ein kühles Schlafzimmer für die Lagerung. Die meisten Medikamente nehmen in Räumen bei bis zu 25 Grad keinen Schaden, vorausgesetzt es ist lichtgeschützt.

Nach dem ersten Öffnen verderben viele Tropfen, Säfte, Sprays oder Cremes viel schneller. Wie lange ein Mittel nach Anbruch haltbar ist, steht meistens auf der Verpackung oder im Beipackzettel. Wer sich unsicher ist, ob ein Mittel vielleicht doch lieber in den Kühlschrank sollte, geht am besten in die nächste Apotheke und fragt nach.

 

Umwelteinflüsse und ihre Folgen:

  1. UV-Licht: Photoinstabile Wirkstoffe und auch Grundlagen wie ungesättigte Fette oder Öle zersetzen sich.
  2. Wärme: Hohe Temperaturen können die Wirkung von Arzneimitteln stark beeinträchtigen. Dies betrifft auch die mittlerweile sehr verbreiteten Arzneipflaster. Hitze verändert die Verteilung der Substanzen im Pflaster und den Gehalt der zur Freisetzung wichtigen flüchtigen Hilfsstoffe. Auch Dosieraerosole zur Behandlung von Asthma und andere treibgashaltige Medikamente vertragen weder direkte Sonne noch Temperaturen über 50 Grad Celsius. Die Behälter stehen unter Druck. Sie können undicht werden oder bersten. Grundsätzlich sollen Medikamente auch nicht längere Zeit im geparkten Auto liegen. Bei 30 Grad Außentemperatur wird es innen bis zu 75 Grad heiß.
  3. Kälte: Bei Medikamenten wie Insulin, die im Kühlschrank lagern, sollte dieser nicht mehr aber auch nicht viel weniger als +8 Grad Celsius (°C) haben. Denn auch niedrigere Temperaturen können zu Ausfällungen oder bei Insulinen sogar zu einer Wirkungsveränderung führen. Vor allem Langzeitinsuline verlieren durch zu niedrige Temperaturen ihren Depot-Effekt durch Umkristallisationsprozesse und senken nach einer Injektion den Blutzuckerspiegel ähnlich einem Kurzzeitinsulin.
  4. Frost: Medikamente nie ins Gefrierfach legen, denn das Gefrieren kann den Arzneistoff zerstören und unwirksam machen.
  5. Feuchtigkeit: Brausetablettenröhrchen und Tablettendöschen sind stets dicht zu verschließen

 

Beitrag veröffentlicht am 4. Juni 2018.

Entspannte Nachtruhe

Gerade ältere Menschen klagen immer wieder über Schlafprobleme. Oft helfen jedoch schon einfache Maßnahmen, um die Schlaflosigkeit zu überwinden. Mit unseren Tipps kehrt vielleicht wieder Ruhe ein.

Gut ein Drittel unseres Lebens verbringen wir mit Schlafen. Guter Schlaf ist ebenso essenziell wie Essen und Trinken, er ist eine unabdingbare Voraussetzung für Gesundheit und Lebensqualität. Schlechter Schlaf hingegen, kann zu Müdigkeit, kognitiver Leistungsminderung, Konzentrationsstörungen, Depressionen und zu körperlichen Beschwerden führen.

Psychiatrische Leiden wie Depressionen, Demenz oder die Parkinson-Krankheit gehen mit Schlafproblemen einher. Der häufigste Grund für nächtliches Aufstehen ist bei älteren Menschen das Bedürfnis, auf die Toilette zu gehen – infolge einer Prostatavergrößerung oder Inkontinenz. Aber auch dagegen kann man etwas machen.

10 Tipps für einen erholsamen Schlaf

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  1. Lavendel gegen Schlafstörungen
    Der Geruch von Lavendel macht tatsächlich schläfrig. Eine Studie fand heraus, dass Aromatherapie mit Lavendel vor dem Schlafengehen zu einem tieferen Schlaf führt.
  2. Das Schlafzimmer als ruhiger Ort
    Tickende Uhren oder summende Geräte haben im Schlafzimmer nichts verloren. Wenn sich elektronische Geräte im Schlafzimmer befinden, sollten diese 60 Minuten vor dem Schlafengehen abgedreht werden. Dazu zählen Fernseher, Laptop, Tablet und das Handy.
  3. Besser kein Licht
    Licht ist einer der größten Störfaktoren unseres Schlafes. Schon das kleinste Licht kann bereits den Schlaf stören. Deswegen besser alle Lämpchen abschalten, gelingt das nicht, kann vielleicht eine Schlafmaske helfen.
  4. Entspannungstechnik erlernen
    Yoga, Meditation und sogar Beten sind hilfreiche Taktiken, um herunterzukommen und danach besser einzuschlafen. Sie helfen den Atem und Herzschlag zu beruhigen. Aber auch tiefes Ein- und Ausatmen helfen schon, um sich besser zu entspannen.
  5. Gute-Nacht-Ritual
    Nicht nur Babys und Kleinkindern tun Gute-Nacht-Rituale gut. Auch uns kann es dazu verhelfen leichter in den Schlaf zu finden. Das kann zum Beispiel eine Tasse Kräutertee oder ein ruhiges Musikstück sein oder etwas ganz anderes.
  6. Einmal lüften bitte
    Bevor man schlafen geht, sollte unbedingt kurz gelüftet werden. Auch das verbessert die Schlafqualität.
  7. Bewegung hilft
    Laut einer Studie schlafen Sportler besser als Fitnessmuffel. Menschen, die sich also regelmäßig bewegen, erholen sich nachts besser.
  8. Beckenbodentraining
    Wer nachts öfters das Bedürfnis hat auf die Toilette zu gehen, sollte es  mit Beckenbodentraining versuchen. Gezieltes Training, auch mithilfe eines Magnetfeldes, kann wahre Wunder bewirken. Egal ob die Gründe Prostatabeschwerden oder Inkontinenz sind.
  9. Eine gute Matratze
    Vieles Herumwälzen kann auch an der Matratze liegen. Vielleicht ist sie ja schon durchgelegen? Alle fünf bis zehn Jahre sollte eine neue Matratze her.
  10.  Tag Revue passieren lassen
    Jeder, der sich im Bett zu viele Gedanken macht, hat sich tagsüber nicht genug Zeit dafür genommen. Eine bessere Lösung ist es, sich abends etwas Zeit zu nehmen und über den Tag nachzudenken. Man kann auch Listen für den Folgetag machen, um den mentalen Schreibtisch aufzuräumen. Erst dann sollte man ins Bett gehen.

 

Beitrag veröffentlicht am 29. Mai 2018.

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Die gelinde Linde

Überall blühen jetzt Lindenbäume und ihr wohlriechender Duft liegt in der Luft. Die Lindenblüten können jedoch viel mehr als nur duften, sie haben vielfältige Heilwirkungen. Wir klären über das wirksame Heilmittel auf.

Die Linde steht heute noch in jedem Dorf und war Symbol des Friedens. In früherer Zeit wurde unter der Dorflinde Gericht gehalten, aber auch Feste fanden rundherum statt. Sie wurde als heiliger Baum verehrt.

Ihre heilenden Inhaltsstoffe wie Schleimstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherisches Öl, Farnesol und Wachs, sorgen dafür, dass der stattliche Baum ein wirksames und bewährtes Hausmittel gegen vielerlei Beschwerden ist. Je nach Lage und klimatischen Verhältnissen blühen die Lindenblüten meistens im Juni, die man am besten eifrig sammeln und gleich trocknen sollte, damit man das restliche Jahr gut versorgt ist.

Man unterscheidet zwischen der Sommer- und der Winterlinde. Beide Lindenarten sind in ihrer Verwendung als Heilpflanze sehr ähnlich. Gesammelt werden die Lindenblüten mit den am Blütenstiel halb angewachsenen, pergamentartigen Hochblättern. Am besten ein bis vier Tage nachdem sich die Blüten geöffnet haben, denn dann ist der Wirkstoffgehalt am größten. Lindenblüten sind sehr licht- und luftempfindlich, daher müssen sie in gut schließenden, dunklen Gläsern aufbewahrt werden nachdem sie gut getrocknet wurden. Aber nicht nur die Blüten haben heilende Eigenschaften, auch die Blätter, Rinde und Samen. Wer jedoch nicht sammeln will, kauft den Tee ganz einfach in Apotheke, Reformhaus oder Kräuterladen.

DIE LINDE ALS TEE
Der beliebte Tee aus Lindenblüten schmeckt sehr mild und riecht wie die Blüten zur Erntezeit. Dadurch kann er auch ohne Grund eines Leidens gerne heiß oder kalt getrunken werden und dient im Sommer auch als erfrischender Limonadenersatz.

Heißer Lindenblütentee
Heißer Teegenuss hat eine erwärmende und schweißtreibende Wirkung. Alle Winterkrankheiten wie Husten, Schnupfen, Fieber, Hals- und Ohrenschmerzen werden durch den sommerblühenden Baum gelindert. Die körpereigenen Abwehrkräfte werden aktiviert, was sich besonders in Zeiten erhöhter Infektionsgefahr positiv auswirkt. Warmer Lindenblütentee hilft aber nicht nur bei Erkältungen, sondern bringt auch Erleichterung bei Blähungen, Verstopfung oder Bauchweh. Auch als Einschlafhilfe kommt der Lindenblütentee aus Blättern und Blüten zum Einsatz.

Dafür 2 Teelöffel Lindenblüten mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Drei Tassen pro Tag sind ausreichend.

Kalter Lindenblütentee
Ganz anders ist die Wirkung, wenn Lindenblüten kalt angesetzt werden. Ein Kaltaufguss stillt den Durst und wirkt in heißen Sommertagen erfrischend und wirkt bei Hitzewallungen in den Wechseljahren. Dafür eine Hand voll frische Lindenblüten – oder etwas weniger bei getrockneten Blüten – in einem Liter Wasser kalt ansetzen. Dieser Kaltauszug wird sechs bis acht Stunden stehen gelassen, danach ist er trinkfertig. Dieser Auszug färbt sich rot und unterstützt auch die Reinigung des Körpers.

Wichtig

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Lindenblütentee ist kein Dauergetränk und sollte nach zwei Wochen Anwendung abgesetzt werden. Nach einer mehrwöchigen Pause, steht dem erneuten Teegenuss nichts im Wege.

 

Beitrag veröffentlicht am 23. Mai 2018.

Lindenblütenbad bei Entzündungen
Bei Entzündungen im Körper, wie beispielsweise Rheuma, verschafft ein Lindenblütenbad angenehme Erleichterung. Dafür ungefähr einen Liter heißen Lindenblütentee aufgießen und bis zu 15 Minuten ziehen lassen. Ein Bad einlassen und den gefilterten Lindenblütentee dazugeben und das Bad genießen.

DIE LINDE FÜR DIE SCHÖNHEIT
Ein wahrer Schönheitsschlaf
Schon Hildegard von Bingen empfahl zum Schlafen frische Lindenblätter auf die Augen zu legen. Dies führt zur Klärung und Reinigung der Augen.

Lindenblütenwasser
Dieses Gesichtswasser hat eine belebende Wirkung, vor allem wenn es gekühlt wird. Dafür eine Hand voll Lindenblüten auf ¼ Liter Wasser aufkochen und abfiltern. Die Wirkung wird durch Beimengung von Rosenwasser noch verstärkt.

Lindenblütenöl
Das Lindenblütenöl hilft bei Verbrennungen, Sonnenbrand und entzündeten Hautstellen im äußeren Vaginalbereich und bei Hämorrhoiden. Eine Hand voll Blüten mit ¼ Liter gutem Öl für zehn Tage in die Sonne stellen. Abseihen und anschließend dunkel lagern.

Lindenblüten-Deo
Lindenblüten wirken reizlindernd und beruhigend. Ihre Schleimstoffe spenden der Haut Feuchtigkeit und das ätherische Öl besänftigt irritierte Haut. Dafür zwei EL Lindenblüten zerkleinern und mit ½ TL Natron und 100ml Wasser in ein Schraubglas füllen und über Nacht stehen lassen und immer wieder schütteln. Am nächsten Tag die Flüssigkeit durch ein Sieb direkt in einen Zerstäuber füllen. Das Deo ist ein Monat im Kühlschrank haltbar.

Quellen: www.kraeuterweisheiten.de, Buch Kräuter in meinem Garten, Buch Grüne Kosmetik
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Wenn Lärm krank macht

Straßenverkehr ist in Europa Lärmquelle Nummer eins. Am 25. April soll mit dem „Tag gegen Lärm“ das Bewusstsein dafür geschärft werden. Wie man sich schützen kann und welche Auswirkungen Lärm hat, erklärt der Hörakustikspezialist Neuroth.

Die störendste aller Lärmquellen ist in Europa der Verkehrslärm von Autos, Zügen und Flugzeugen – gleich danach kommt der Nachbar. Dabei ist die Gefahrenquelle Lärm nicht zu unterschätzen, denn sie bringt ein Gesundheitsrisiko mit sich. Eine Studie der Europäischen Umweltagentur zeigt, dass jeder vierte Europäer zu viel schädlichem Verkehrslärm ausgesetzt ist. 8 Millionen werden davon sogar im Schlaf gestört.

Lärm ist aber nicht nur auf der Straße, sondern auch im Beruf und in der Freizeit unser ständiger Begleiter – oft mit „lauten“ Folgen für die Gesundheit. Aus diesem Grund wurde weltweit der „Internationale Tag gegen Lärm“ ins Leben gerufen. Neuroth setzt sich, als führendes Hörakustikunternehmen in Österreich, nicht nur an diesem Tag auf Prävention und Aufklärung. Drei Fragen und Antworten über Lärm in unserem Alltag.

WIE LAUT IST UNSER ALLTAG?
„Lärm ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Deshalb nehmen wir oft gar nicht mehr bewusst wahr, dass ständige Lärmbelästigung unser Gehör auf Dauer gefährden kann. Das Thema verlagert sich vom Arbeitsplatz auch zunehmend in den privaten Bereich“, sagt Hörakustik-Experte Lukas Schinko, der das Familienunternehmen Neuroth in vierter Familiengeneration leitet. Ein Discobesuch kann zum Beispiel so laut sein wie ein Düsenjäger – nämlich rund 120 Dezibel.

WIE KAN SICH LÄRM AUF DIE GESUNDHEIT AUSWIRKEN?
Lärmschwerhörigkeit ist die zweithäufigste Art einer Hörminderung nach der Altersschwerhörigkeit. „Nicht nur die Ohren leiden unter Lärm, sondern der gesamte Körper“, sagt Schinko. Laut Weltgesundheitsorganisation ist der Verkehrslärm nach der Luftverschmutzung der zweitgrößte gesundheitsschädigende Umgebungsfaktor. „Ab einer Lärmbelastung von rund 55 Dezibel fällt die Konzentration bereits immer schwerer. Ein Lärmpegel ab 85 Dezibel – zum Beispiel Straßenverkehr – wird bei längerer Belastung zum Gesundheitsrisiko“, erklärt Schinko. Mögliche Folgen: u.a. erhöhter Stresspegel, Hörminderungen, Bluthochdruck, Schlafstörungen und erhöhtes Herzinfarktrisiko.

WIE KANN MAN SICH VOR LÄRM SCHÜTZEN?
Unsere Welt wird immer schneller, bunter und lauter. Deshalb wird es immer wichtiger, sich der täglichen Lärmbelastung bewusst zu werden und vorzusorgen. Man sollte dem Gehör regelmäßige Ruhepausen gönnen. „Für den Alltag gibt es verschiedene Gehörschutzlösungen, die individuell an das Ohr angepasst werden und die Ohren entlasten – egal, ob bei der Arbeit, beim Handwerken oder einem Konzert“, sagt Schinko. Einmal im Jahr sollte man außerdem einen Hörtest bei einem HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker machen.

Zahlen und Fakten zum Thema Lärm

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  • Lärmschwerhörigkeit ist laut Arbeiterkammer die mit Abstand am öftesten anerkannte Berufskrankheit in Österreich.
  • Laut AUVA arbeiten rund 400.000 Menschen in Österreich an einem Lärmarbeitsplatz. Ab einer Dauerbelastung von 85 Dezibel ist ein Gehörschutz am Arbeitsplatz laut Gesetz Pflicht.
  • Egal, ob Kopfhörer oder Disco, mehr als 1 Milliarde Jugendlicher und junger Erwachsener zwischen 12 und 35 Jahren gefährdet laut WHO-Angaben wegen zu lauter Musik ihr Gehör.
  • Rund 360 Millionen Menschen – ca. fünf Prozent der Weltbevölkerung – leben laut WHO mit einer dauerhaften Hörminderung. Schätzungen zufolge ist in Österreich jeder von einer Hörminderung betroffen.
  • Österreicher warten durchschnittlich 7 Jahre lang, bis sie etwas gegen eine diagnostizierte Hörminderung tun.
  • Auszüge aus der Studie „Lärm in Europa 2014“ der Europäischen Umweltagentur:
    • Straßenverkehr stellt in Europa die Hauptlärmquelle dar – gefolgt von Schienenverkehr, Flugverkehr und Industrie.
    • Jeder Europäer ist zu viel schädlichem Verkehrslärm ausgesetzt.
    • Rund 20 Millionen Europäer werden durch Verkehrslärm belästigt und geschätzte 8 Millionen werden durch ihn im Schlaf gestört.
    • Umgebungslärm wird als Ursache von mehr als 900.000 Fällen von Bluthochdruck vermutet.
    • In mindestens 10.000 Fällen pro Jahr ist Lärmbelastung der Grund für einen vorzeitigen Tod.

Nähere Infos zu den Themen Hören, Gehörschutz und Hörgeräte finden Sie online unter: www.neuroth.at

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Beitrag veröffentlicht am 24. April 2018.

Tag der Pflege

Sie erbringen täglich Höchstleistungen zum Wohle pflegebedürftiger und kranker Menschen – gemeint ist das Pflege- und Betreuungspersonal in Österreich. Deswegen wird am 12. Mai 2018 der internationale Tag der Pflege begangen, um Dank und Anerkennung auszudrücken.

Die Pflege von pflegebedürftigen und kranken Menschen ist eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Tätigkeit. Wer pflegt, braucht neben der Freude daran, anderen Menschen helfen zu können auch ein fundiertes pflegerelevantes Wissen.

Die Leistungen des Pflege- und Betreuungspersonals sind umfassend, aber vielfach unsichtbar. Zur pflegerischen Grundversorgung kommt die besonders wichtige Beziehungsarbeit. Große Herausforderung stellt dabei die Arbeit mit Demenzkranken dar. Geduld und Fingerspitzengefühl sind dafür sehr gefragt. Sportlich betrachtet erbringen Pflegekräfte jeden Tag Spitzenleistungen: 24.000 Schritte in einem Nachtdienst – also knapp 17 Kilometer – sind keine Seltenheit. Oft betreut eine Pflegeperson im Nachtdienst alleine eine Station oder ist für mehr als 50 Bewohner im Alten- und Pflegeheim zuständig. Zeit zum Verschnaufen bleibt da selten. Einsatzkräfte in der mobilen Pflege und Betreuung legen teils mehr als 60 Kilometer pro Tag zurück, um in einem Dienst bis zu 20 Klienten zu versorgen.

Nicht zu vergessen sind pflegende Angehörige, die sich nicht nur liebevoll kümmern und betreuen, sondern eine große Verantwortung tragen. In der Steiermark werden mehr als 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause betreut.

GESUNDHEIT IST MENSCHENRECHT
Das Motto zum diesjährigen Internationalen Tag der Pflege lautet „Gesundheit ist ein Menschenrecht“. Der Zugang zu einem leistbaren und qualitativ hochwertigen Gesundheits- und Pflegesystem wird in Österreich aktuell heftig diskutiert. Für den Großteil der Österreicherinnen und Österreicher ist es derzeit noch selbstverständlich, uneingeschränkt Diagnoseverfahren und Therapien zur Verfügung zu haben. In den kommenden Jahren wird es jedoch immer schwieriger werden, dieses Recht in gewohnter Weise zu finanzieren und zu sichern. Darüber hinaus steigt der Anteil der älteren Bevölkerung permanent an.

Das österreichische Sozialsystem steht daher aktuell vor großen Herausforderungen, denn es müssen einerseits Präventivmaßnahmen gesetzt werden, um Menschen möglichst lange ein Leben ohne gesundheitliche Einschränkungen zu ermöglichen und andererseits soll eine qualitativ hochwertige Betreuung zur Verfügung stehen, sobald Pflegebedürftigkeit gegeben ist.

 

Beitrag veröffentlicht am 11. Mai 2018.

AUTONOMIE DURCH AMBIENT ASSISTED LIVING?
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein ist es ein besonderes Anliegen, allen Menschen in jeder Lebenssituation so lange wie möglich ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause zu ermöglichen. Daher forciert sie die Umsetzung des im Regierungsprogramm festgeschriebenen Ambient Assisted Living. Durch den Einsatz von Assistenzsystemen soll die Lebensqualität erhöht werden. Mit Ambient Assisted Living sind moderne Kommunikations-, Informations-, und Unterstützungstechnologien gemeint, die den Betroffenen in ihrem Alltag unterstützen.

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Alte Heilkunst neu entdeckt

Immer mehr Menschen suchen nach neuen Wegen zur Gesundheit. Traditionelle chinesische Medizin und Ayurveda boomen. Nun wird auch die traditionelle europäische Medizin (TEM) wiederentdeckt.

WAS IST TEM?
Die TEM oder die traditionelle europäische Medizin ist eine Heilkunde, die den Menschen in seiner Ganzheit wahrnimmt. Die TEM will als beseelte Heilkunst auf Basis der Säftelehre die individuelle Konstitution eines Menschen stärken, Dysbalancen regulieren helfen und dessen Selbstheilung aktivieren. Die TEM ist ein weites und spannendes Feld, das zum Beispiel Aderlass, Schröpfen, die Humoralpathologie, Klostermedizin, Heilpflanzen nach der Signaturenlehre, Wasseranwendungen und Spezialmassagen alter Überlieferung nutzt.

Die alte Heilkunst betrachtet den Menschen mit seiner ihm ureigensten Konstitution und Gedankenwelt nicht isoliert, sondern in der Zusammenschau mit Lebensumständen, aber auch im Wechselspiel mit Jahreszeit, Umwelt, Klima, und Lebensphase. Die TEM kann begleitend und unterstützend zur Schulmedizin eingesetzt werden.

CURHAUS BAD KREUZERN – 1. ZENTRUM FÜR TEM
Die Naturheilkunde wurde vor allem in den Klöstern gelehrt und weitergegeben. Hildegard von Bingen, Paracelsus und Pfarrer Kneipp sind herausragende Persönlichkeiten dieser Tradition. Ihr Wissen bildet die Grundlage der modernen Integrativmedizin, die sich immer mehr als Ergänzung zur Schulmedizin versteht. „Denn wenn wir es schaffen, den Menschen wieder mit sich selbst in Harmonie zu bringen, wecken wir auch seine Selbstheilungskräfte“, so Martin Spinka, der als Kurarzt im Kloster Bad Kreuzen tätig ist.

Das Haus der Marienschwestern in Bad Kreuzen im Unteren Mühlviertel entwickelte sich zum Zentrum für „Traditionelle Europäische Medizin.“ Die Palette der angebotenen Heilmethoden reicht von Wasser- und Kräuteranwendungen über das Schröpfen bis zum therapeutischen Bogenschießen.

DOKU- UND FILM-TIPP „DIE KUNST DES HEILENS“
„Wir behandeln einen Menschen und nicht eine Krankheit“, lautet auch das Credo des TEM-Arztes und Allgemeinmediziners Martin Spinka. Wo und wie dieses alte Heilwissen heute praktiziert wird, davon erzählt Maria Magdalena Kollers „kreuz und quer“-Dokumentation „Die Kunst des Heilens“ am Dienstag, dem 24. April 2018, um 22.35 Uhr in ORF 2.

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Beitrag veröffentlicht am 24. April 2018.

Weltrotkreuztag

Jährlich, am 8. Mai wird der internationale Weltrotkreuztag zu Ehren Henri Dunants, dem Begründer der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung gefeiert. Der Weltrotkreuztag ist eine Gelegenheit, die Leistung von Millionen Rotkreuz-Freiwilligen und Mitarbeitern weltweit zu würdigen.

Täglich stehen weltweit mehr als 17 Millionen Freiwillige und 450.000 Mitarbeitern des Roten Kreuzes im Dienst für Menschen in Not. Davon ca. 70.000 Freiwillige in Österreich, in der Steiermark sind es rund 13.200 Helfer. Die tragende Säule der Organisation ist die Freiwilligkeit. Die vielen Mitarbeiter und freiwilligen Helfer des Roten Kreuzes sind es, die täglich im Dienst für Menschen in Not stehen und keine Mühe scheuen, um Leben zu retten. Mit dem internationalen Weltrotkreuztag wird dieser Verdienst gewürdigt.

DAS ÖSTERREICHISCHE ROTE KREUZ
Mit rund 8.300 hauptberuflichen und mehr als 73.000 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das österreichische Rote Kreuz eine von weltweit 191 Rotkreuz- bzw. Rothalbmondgesellschaften und damit Teil der größten humanitären Bewegung der Welt.
Die private Hilfsorganisation ist im Völkerrecht verankert, innerstaatlich durch Gesetze anerkannt und handelt unabhängig und überparteilich nach ihren sieben Grundsätzen. Das verleiht ihr eine Sonderstellung.

Zu den Aufgaben gehören: Rettungsdienst, Gesundheits- und Soziale Dienste, Blutspende, Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit, sowie Aus- und Fortbildung. Das Rote Kreuz versteht sich als Helfer der staatlichen Behörden und setzt sich für eine menschliche und lebenswerte Gesellschaft ein.

Wer Interesse an einer freiwilligen Mitarbeit beim Roten Kreuz Steiermark hat, kann sich gerne im Landesverband Steiermark unter der Tel. 0800 222 144 oder per E-Mail an landesverband@st.roteskreuz.at melden.

 

Beitrag veröffentlicht am 7. Mai 2018.

Foto, Quelle: Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Steiermark

Tag der Hämophilie

Einmal kurz nicht aufpasst beim Gemüseschneiden und schon ist es passiert: ein kleiner Schnitt. Normalerweise kein Problem, denn die Wunde hört ja gleich auf zu bluten. Nicht so bei Menschen, die an der Bluterkrankheit leiden. Für sie ist es ein großes Problem…

Mit dem Welttag der Hämophilie, am 17. April 2018, soll über die Bluterkrankheit informiert und auf deren Probleme hingewiesen werden. Laut der Weltgesundheitsorganisation leiden weltweit über 400.000 Menschen an Hämophilie. Bei dieser Erbkrankheit ist die Blutgerinnung gestört. Das Blut der Wunden gerinnt daher nicht oder nur sehr langsam.

Hämophilie-Patienten bluten länger als Gesunde. Je nach Schweregrad können Spontanblutungen auftreten, auch ohne entsprechende Verletzung. Eine durch Unfall hervorgerufene Blutung kann nur durch Gabe von Gerinnungsfaktoren in Grenzen gehalten werden. Wenn diese Hilfe nicht rechtzeitig kommt, kann dies den Tod durch Verbluten bedeuten.

ZWEI ARTEN DER KRANKHEIT
Es gibt zwei Arten von Hämophilie: bei der Hämophilie A ist der Gerinnungsfaktor VIII betroffen, bei der Hämophilie B der Gerinnungsfaktor IX. Die Beschwerden sind bei beiden Arten die gleichen und sind umso dramatischer, je gravierender der Mangel des Blutgerinnungsfaktors ist: Bei kleinsten Verletzungen kommt es zu starken Blutungen und Blutergüssen. Verletzungen sind ein großes Problem für Hämophilie-Patienten, aber noch weitaus stärker machen ihnen innere Blutungen zu schaffen.

Gerade in Gelenken, die größere Belastungen aushalten müssen, zum Beispiel Knie- oder Schultergelenke, kommt es immer wieder zu Einblutungen. In Folge entzünden sie sich, was die Gelenkknorpel und -kapsel, ähnlich wie bei rheumatischen Gelenkentzündungen, auf Dauer zerstört. Hämophilie A ist weitaus häufiger und gilt als die „klassische Bluterkrankheit“ – umgangssprachlich werden Betroffene auch als Bluter bezeichnet. Hämophilie tritt hauptsächlich bei Männern auf, da es sich um eine rezessive Erbkrankheit handelt. Das bedeutet, dass deren genetische Ursache auf dem X-Chromosom zu finden ist. Das Chromosomenpaar, das für unser Geschlecht verantwortlich ist, wird mit XX bei Frauen und XY bei Männern bezeichnet.

Männliche Bluter können die Krankheit somit nur an ihre Töchter vererben. In seltenen Fällen ist die Hämophilie auch bei Frauen möglich – nämlich dann, wenn der Vater Bluter und die Mutter Überträgerin ist.

THERAPIE
Heutzutage wird den Erkrankten ein Faktorenkonzentrat verabreicht, das den Gerinnungsfaktor ersetzt, so dass die Wunden normal verschlossen werden und verheilen. Trotzdem gibt es noch viel Forschungsbedarf um den Betroffen ein normales Leben zu ermöglichen. Leider entwickelt auch bis zu ein Drittel der Patienten, die mit einem Blutgerinnungsfaktor behandelt werden, Antikörper gegen dieses Eiweiß. Die Folge: Das Präparat wirkt bei ihnen nicht mehr. Hier forscht man weltweit an neuen Therapieansätzen um eine solche Immunreaktion zu vermeiden.

Die World Federation of Hemophilia (WFH) setzt sich für die Verbesserung des Lebens von Menschen mit Hämophilie und verwandten Blutungserkrankungen ein.

Auch in Österreich werden die Interessen und Anliegen von Menschen mit Blutgerinnungsstörungen vertreten. Ein Netzwerk von und für Betroffene gibt es auf www.bluter.at

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Beitrag veröffentlicht am 17. April 2018.

Locker zur Prostatavorsorge

Was eine lockere Krawatte mit der Prostatavorsorge zu tun hat? Mit der lockeren Krawatte der Loose Tie Aktion wollen die Österreichische Krebshilfe und Österreichische Gesellschaft für Urologie ein Zeichen setzen, um an die Prostatavorsorge zu erinnern.

WAHRE MÄNNER GEHEN ZUR PROSTATAVORSORGE
Männer sind eindeutig die Spitzenreiter an Vorsorge-Ignoranz: Stress, zu viele Termine und vor allem der Irrglaube, es trifft ja ohnedies immer nur „die anderen“ führen dazu, dass sie Vorsorgeuntersuchungen nicht – oder zu spät – wahrnehmen. Die lockere Krawatte von der Loose Tie Aktion soll Österreichs Männer daran erinnern, sich abseits beruflicher Verpflichtungen und Termine Zeit für einen wichtigen Termin zu nehmen: Die Prostatavorsorge ab 45. Also Krawatte lockern und einen Termin beim nächsten Urologen ausmachen.

Ab 45 sollte Mann mit der Prostata-Früherkennung beginnen. Diese Untersuchung umfasst die Tastuntersuchung, die PSA (prostataspezifisches Antigen)-Bestimmung aus dem Blut und eine Ultraschalluntersuchung. Das Ergebnis der Untersuchungen bestimmen das Intervall zum nächst fälligen Termin. Dieses Intervall kann bis zu vier Jahre sein. Männer, in deren Familie Prostatakrebs bereits aufgetreten ist, sollten sich schon ab dem 40. Lebensjahr dafür Zeit nehmen.

ERSTE LOOSE TIE TOUR DURCH ÖSTERREICH
Um möglichst viele Männer über die Wichtigkeit der Prostatavorsorge zu informieren, geht die Krebshilfe gemeinsam mit der Gesellschaft für Urologie erstmals auf Loose Tie Tour. Dabei steht die „begehbare Prostata“ im Mittelpunkt des Programms. In diesem begehbaren Organmodell erfahren die Besucher Interessantes und Wissenswertes rund um die Prostata.

Termine Loose Tie Tour 2018

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  • 6. – 8. April, Burgenland: Motomotion Oberwart
  • 12. April, Niederösterreich: Afterwork Club der WKNÖ im Autohaus Czecelits
  • 27. April, Tirol: Gernot Langes Stadion Wattens in Kooperation mit WSG
  • 3. – 4. November, Vorarlberg: Gesundheitsmesse in Dornbirn
  • 1. – 2. Dezember, Salzburg: Bikersworld, Messezentrum Salzburg
  • 11. – 12. Dezember, Oberösterreich: Altes Rathaus, Linz

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Beitrag veröffentlicht am 6. April 2018.

Stark wie ein Löwe

Es ist sicher kein Zufall, dass der Löwenzahn so heißt, wie er heißt. Mit seinen Heilkräften ist der Löwenzahn ein absolutes Superfood. Er regelt die Verdauung, pflegt Leber und Galle, hilft bei Rheuma, ist ein generelles Allround-Stärkungsmittel und kann noch viel mehr.

Für viele ein lästiges Unkraut, doch in Wahrheit verbirgt sich hinter dem Taraxacum officinale ein wahres Wunderkraut. Bei regelmäßigen Verzehr bewahrt und schützt er unsere Gesundheit: der Löwenzahn. Jetzt im Frühling ist die Zeit des Löwenzahns gekommen und es zahlt sich aus hinaus in die Natur zu gehen und die kostbare Heilpflanze zu sammeln. Wir zeigen warum.

LÖWENZAHN SCHENKT LEBENSKRAFT
Der Löwenzahn ist ein besonders hartnäckiges und unverwüstliches Kraut, das auch in der kleinsten Ritze im Asphalt wächst und dort der größten Sommerhitze trotzt. Diese Unempfindlichkeit, Zähigkeit und Lebenskraft überträgt sich auch auf all jene, die ihn anzuwenden wissen. Löwenzahn kann in Form von Salat, Tee, Pflanzensaft, Frischpflanzenpresssaft, Kaltwasserauszug, Kaffee, Wein, Löwenzahnwurzelextrakt und vieles mehr verwendet werden.

GUT FÜR LEBER UND GALLE
Der Löwenzahn stärkt einzelne Organe unseres Körpers und regt sie zu größerer Tätigkeiten an. Er erweist sich als blutreinigend und seine Wirkung erstreckt sich über den ganzen Oberbauch. Er hat einen positiven Einfluss auf die Verdauung- und Ausscheidungsorgane: Magen, Leber, Milz, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und Nieren. So hilft er generell bei Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Fettverdauungsstörungen sowie Stoffwechselstörungen wie Rheuma und Gicht. Bei Problemen mit Leber oder Galle ist der Löwenzahn die Heilpflanze der Wahl, da er die Galleproduktion in der Leber anregt und somit den Fettstoffwechsel verbessert. Außerdem ist der Löwenzahn ein hervorragendes Mittel gegen chronische Hautkrankheiten.

Zur Anregung des Stoffwechsels und der Gallensekretion, sollte man den Frühling unbedingt für eine Löwenzahnteekur nützen. Die Blätter des Löwenzahns wirken stark harntreibend und entgiftend – daher wirkt sich diese Kur günstig auf Rheuma und Gicht aus sowie auf Leber- und Gallenleiden. Dafür trinkt man vier bis sechs Wochen lang zwei Mal täglich eine Tasse Löwenzahnblättertee. Achtung: Bei empfindlichen Personen können Magenbeschwerden durch die Förderung der Magen- und Gallensekretion auftreten. Bei Entzündungen oder Verschluss der Gallenwege und bei Darmverschluss sollte die Kur nicht angewendet werden.

LÖWENZAHN BEI HAUTPROBLEMEN
Auch äußerlich kann der Löwenzahn angewendet werden. Der weiße Pflanzensaft aus den Löwenzahnstängeln kann bei Hühneraugen, Hornhaut und Warzen helfen. Auch Schmerzen oder Juckreiz von Insektenstichen kann durch das Auftragen des weißen Pflanzensaftes gelindert werden. Achtung: In seltenen Fällen kann der Milchsaft zu Allergien führen.

Der Löwenzahn ist eine kleine Apotheke an sich, er versorgt aber auch als Lebensmittel ganz hervorragend. Im Vergleich zu einem gewöhnlichen Kopfsalat, sollte gerade jetzt im Frühling der bekannte Röhrlsalat Einzug in unsere Küchen halten.

IN DER KÜCHE
Das Heilkraut besitzt nämlich vierzigmal so viel Vitamin A, neunmal so viel Vitamin C, viermal so viel Vitamin E, achtmal so viel Calcium, viermal so viel Magnesium, dreimal so viel Eisen und die doppelte Menge an Proteinen, wie Kopfsalat. Auch mit Kalium und vielen anderen Mineralstoffen, Spurenelementen und bioaktiven Pflanzenstoffen wie Bitterstoffen geizt der Löwenzahn nicht. Wer mit Bitterstoffen in der Pflanze Probleme hat, sollte den Löwenzahn eher an schattigen Plätzen sammeln, da in der Sonne wachsender Löwenzahn besonders reich an Bitterstoffen ist. Hilfreich ist auch das ganz kurze Abkochen in Salzwasser und anschließendes möglichst kaltes Abspülen. Außerdem sollten für die Küche die jungen Löwenzahnblätter bevorzugt werden.

Löwenzahn schmeckt gleichzeitig hervorragend als Gemüse, Suppe, Saft oder in grünen Smoothies. Die Blüten lassen sich zu Löwenzahnwein, Löwenzahnbier, Löwenzahnblütengelee verwandeln oder verzieren als essbare Dekoration Gerichte aller Art.

Rezepte

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Löwenzahnhonig
2 Liter Wasser, 2 Liter Zucker; 300g Blüten. Blüten mit Wasser kurz aufkochen, über Nacht stehen lassen, abseihen, mit 2kg Zucker und Biozitronen zu Sirup einkochen.

Löwenzahnblütensirup
Man nehme einen Haushaltseimer, ca. 8 Liter, fülle gut 10 cm mit Blüten, Wasser entsprechend der Kübelgröße mit 3 kg. Zucker aufkochen, abkühlen lassen, über die Blüten gießen, einige in Scheiben geschnittene Bio-Orangen dazugeben und darüber etwas Zitronensäure streuen. 2-3 Tage stehen lassen und in sterilisierte Flaschen füllen. Den abgeseihten Sirup noch einmal kurz aufkochen und ihn dann abfüllen.

Löwenzahnkaffee
Sorgfältig gewaschene, getrocknete und zerkleinerte Löwenzahnwurzeln in einer Pfanne (ohne Fett) rösten. Die Wurzelstücke während des Röstens immer wieder wenden, damit sie nicht schwarz werden. Gut verschlossen aufbewahren und vor Gebrauch in der Kaffeemühle mahlen.

Löwenzahnblütenmarmelade
100 g Löwenzahnblüten, schön abgezupft, ohne Grün. Mit 1 Liter Bio-Orangensaft und dem Saft einer Zitrone aufkochen, ca. 15 Minuten köcheln lassen. Danach mit dem Mixer fein pürieren. Das Ergebnis abmessen und mit der entsprechenden Menge Gelierzucker mischen. Aufkochen lassen und 4 bis 6 Minuten sprudelnd kochen. Gelierprobe machen. Wenn die Marmelade dabei zu gelieren beginnt, in vorbereitete Gläser abfüllen, verschließen und mindestens 10 Minuten auf den Kopf stellen.

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Beitrag veröffentlicht am 9. April 2018.