„Gemeinsam aktiv, gemeinsam gesund“

Einzigartiges therapeutisches Outdoor-Aktivangebot für geriatrische Patient:innen und Senior:innen in den GGZ eröffnet 

Am 06.07.2023 fand die feierliche Eröffnung des neuen AG/R Therapieparks der Albert Schweitzer Klinik der Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) statt. Mit dem Ziel der Förderung von Mobilität und Selbstständigkeit wurde im Außenbereich des GGZ Geländes eine deutliche Erweiterung des Aktivangebots geschaffen. Zur Eröffnung wurden Patient:innen, Mitarbeiter:innen und Gäste zur Nutzung des Therapieparks eingeladen. 

„Gemeinsam aktiv, gemeinsam gesund“ – Dieses Ziel soll mit dem einzigartigen therapeutischen Outdoor-Aktivangebot des neu errichteten Akutgeriatrie Remobilisation (AG/R) Therapieparks verfolgt werden. Zahlreiche durchdachte therapeutische Trainingsmöglichkeiten für geriatrische Patient:innen und Senior:innen fördern im Außenbereich der Albert Schweit-zer Klinik die körperliche und geistige Aktivität in senior:innengerechter Form, ohne dabei zu überfordern. Mit der heutigen feierlichen Eröffnung wird künftig das therapeutische Angebot der Albert Schweitzer Klinik wesentlich erweitert. 

3 Bereiche für unterschiedliche Bedürfnisse
Das Angebot des Therapieparks enthält einen Trainingsbereich, in welchem neben der Förderung von Kraft und Koordi-nation auch relevante Alltagssituationen trainiert werden können. Mit Hilfe von z.B. wechselnden Untergründen, Stra-ßenüberquerungen mit Zebrastreifen oder Ausweichszenarien ohne Haltemöglichkeit werden die Senior:innen auf die Zeit nach der Entlassung vorbereitet. Der Gedächtnis- und Denksportpfad schult Gedächtnis und Bewegung der Se-nior:innen. Der Spiel- und Gesellschaftsbereich fördert mit Gesellschaftsspielen und gemütlichen Sitzgelegenheiten das soziale Miteinander. 

Die Eröffnungsfeier
Im ersten Programmpunkt gaben GGZ Geschäftsführer Gerd Hartinger und Therapieleiter Markus Lettner Einblicke in das vielfältige Outdoor-Aktivangebot. Danach folgten die feierlichen Worte von Frau Landtagsabgeordneter Sandra Ho-lasek, in Vertretung von Frau Landesrätin Bogner-Strauß. Gemeinsam mit Stadtrat Robert Krotzer und AG/R Patient Jo-hann Prügger wurde daraufhin der Therapiepark feierlich eröffnet. Im Anschluss wurden die verschiedenen Trainingsbe-reiche von den Patient:innen der Albert Schweitzer Klinik ausführlich getestet. 

Wesentliche Erweiterung des therapeutischen Angebots
Der AG/R Therapiepark bewirkt eine Mobilitätsverbesserung nach traumatischen Ereignissen. Die Nutzung des Parks ist für alle Patient:innen der Albert Schweitzer Klinik – nach einer Einschulung – auch jederzeit selbstständig oder in Beglei-tung von Angehörigen möglich. Somit erweitert sich das gesamttherapeutische Angebot (saisonal) für alle Patient:innen sowohl räumlich, als auch inhaltlich wesentlich. Und das alles in einer alltagsrelevanten Form, die in der herkömmlichen Therapie nicht in dieser Qualität angeboten werden kann. 

 

O-Töne: 

„Der neu errichtete AG/R Therapiepark ist ein Symbolbild für die Mobilisation unserer Patient:innen und der Schaffung von gesunden Lebensjahren.“
GGZ Geschäftsführer Gerd Hartinger 

„Dieser einzigartige und außergewöhnliche Therapiepark ist eine Erweiterung des Aktivangebots der Albert Schweitzer Klink. Er wird unseren Patient:innen Freude an der Bewegung vermitteln, Aktivität fördern und ein senior:innengerechtes Training ermöglichen.“
Markus Lettner, Leitung medizinisch-technischer Dienst 

„Es freut mich, dass der Therapiepark als wichtiger Baustein zu den zahlreichen Therapieangeboten heute eröffnet und für alle zugänglich gemacht wird. Ein großer Dank an Alle, die hinter der Idee, der Nutzung und Umsetzung stehen!“
Robert Krotzer, Gesundheits- und Integrationsstadtrat 

„Die Medizin bietet uns hohe Spezialisierung, hohe Wertigkeit in Prävention und auch in Therapie. Und dafür stehen auch die GGZ. Hier haben wir sinnbildlich ein Zentrum der Innovation, der medizinischen Prävention und Therapie in der Altersmedizin. Wenn man hier hereintritt spürt man, dass der Mensch und seine Bedürfnisse im Zentrum stehen. Damit ist auch dieser Park eine schöne Institution um Menschen zusammenzubringen und diese Symbolik weiterzutragen.“
Landtagsabgeordnete Sandra Holasek 

Mehr Infos unter: www.ggz.graz.at

Bilder von Foto Fischer und GGZ
Beitrag veröffentlicht am 06.07.2023

Volle Kraft voraus

Der Abbau von Muskulatur betrifft im Alter uns alle. Umso wichtiger ist gezieltes Training – um sich rundum wohlzufühlen und Erkrankungen wie Verletzungen vorzubeugen. Viele Fitnessstudios bieten gerade für Senioren ein breites, ganzheitliches Spektrum. Eine Trendschau von Biohacking bis Spinning – und worauf es beim Training ankommt.

Wer rastet, rostet. Dieses Sprichwort gilt für die gesamte Lebensdauer. Denn der Körper ist ein Bewegungsapparat, der ein Wechselspiel von Anforderung und Entlastung braucht. Im Alter verändert er sich, der Stoffwechsel verlangsamt sich, die Kilos setzen sich vermehrt an. Auch im Ausdauersport wird es schwieriger, den Fitnesstand zu halten. Wer körperlich aktiv ist, beugt vielen Erkrankungen vor, ist besser vor Verletzungen gefeit und kann länger ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen.

Über 600 Muskeln stützen und bewegen unseren Körper. Die funktionelle Muskelmasse nimmt mit zunehmendem Alter allerdings aus verschiedenen Gründen ab, dazu gehören Faktoren wie Hormonumstellungen, Übergewicht, aber auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Mehr als die Hälfte der über 70-Jährigen – mehr Frauen als Männer – leiden an Sarkopenie, dem Abbau von Muskelmasse und Muskelkraft. 

Gezielt und körperschonend
Für Sport ist man nie zu alt, es kommt vor allem auf die richtige Sportart und ein angemessenes Trainingsniveau an. Freilich müssen die jeweiligen Einheiten an die körperliche Verfassung und eventuelle Erkrankungen angepasst werden. Daher empfiehlt sich stets ein Check-up beim Arzt des Vertrauens, bevor man ein Programm startet. Theoretisch kann man sogar mit einem künstlichen Gelenk wieder alle Sportarten betreiben, die man auch zuvor ausgeübt hat, es bedarf aber der entsprechenden Muskulatur.

Um gesund und fit zu bleiben, empfehlen Experten eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin empfiehlt, das Training zu 70 Prozent aus Ausdauer, 20 Prozent aus Muskelaufbau und zehn Prozent aus Beweglichkeit zusammenzusetzen. Bewegung trainiert auch die Koordination. Joggen, Schwimmen, Radfahren, Walken oder Wandern sind geeignete Ausdauersportarten. Sie wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Weniger geeignet sind Mannschafts- oder Ballsportarten. Dabei kommt es nämlich zu abrupten Bewegungen, die Gelenke und die Muskulatur können dadurch stark belastet werden. Dies kann leicht zu Verletzungen führen.

Von einem Muskelaufbautraining profitiert der gesamte Körper – Gelenke genauso wie Wirbelsäule, Herz, Lunge und Gehirn. Der Rücken, Schultern und Kniegelenke werden gestärkt und man beugt chronischen Schmerzen vor. Im Fitnessstudio geben Profis Unterstützung darin, wie man gezielt und körperschonend trainieren kann. Das Programm wird individuell auf die Bedürfnisse abgestimmt. Der Start kann je nach persönlicher Ausgangssituation behutsam erfolgen, etwa mit leichten Kräftigungsübungen. Was sich wirklich langfristig auf Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit auswirken soll, das sollte Schritt für Schritt und mit Maß und Ziel erarbeitet werden. Rückschläge gehören dazu, das Durchhaltevermögen gewinnt meistens, wenn die man erste Verbesserungen am eigenen Leib spürt.

Treffpunkt und Partnerbörse
Das Fitnessstudio ist aber nicht nur ein Raum für sportliche Betätigung, es ist auch ein sozialer Treffpunkt für Gleichgesinnte, ein entspannter Rahmen zum geselligen Austausch, ja sogar ein denkbarer Platz für den Beginn neuer Liebesgeschichten. Eine weltweite Studie, die ACSM‘s Global Survey of Fitness Trends, belegt übrigens die wachsende Aufmerksamkeit für spezielle Trainingspläne für ältere Sportbegeisterte. Technische Gadgets im Sportbereich sind erst einige Jahre alt, seitdem aber auf dem Vormarsch. Digitale Tools messen Herzfrequenz, Schritte, Ruhe- sowie Bewegungszeiten und teilweise noch vieles mehr – meist in Form von Sportuhren. Sie sind für gewöhnlich mit Apps gekoppelt, so kann man Fortschritte und Trainingsziele festhalten und beobachten kann. Das motiviert!

Pulsuhren sind auch wichtig für die Kontrolle der Herz-Kreislaufbelastung, etwa beim Spinning oder Indoor Cycling, das derzeit im Trend liegt. Das kollektive Strampeln zu Musik nach den Anweisungen eines Trainers ist je nach Angebot für viele Altersklassen geeignet. Der Trainer gibt häufig die Trittfrequenz, die Fahrweise und den Widerstandsbereich vor. Der Widerstand kann je nach Kondition der Trainierenden individuell eingestellt werden.

Energiereserven anzapfen
Ein Trend, der 2023 auf dem Vormarsch ist, ist das Training mit freien Gewichten. Das bedeutet: Übungen, die mit Tools ausgeführt werden anstatt an einer Maschine. Hier sind Mobilität, Koordination und Gleichgewicht gefragt. Auch Mobility-Übungen sind häufig ein fester Bestandteil der Trainingsroutine, sie unterstützen die Beweglichkeit des Körpers. Mobilitätstraining hält nicht nur die muskuläre Balance im Gleichgewicht, es schützt auch vor Verletzungen und typischen Sport-Wehwehchen.

Darüber hinaus liegen Mindfulness und Achtsamkeitstraining im Fokus – das reicht von  Meditation über Yoga und Entspannungsübungen bis hin zum Biohacking. Bei Letzterem geht es darum, Körper und Geist mit entsprechenden Methoden, den sogenannten Hacks, leistungsfähiger zu machen. Ziel ist es, die eigene Biologie möglichst genau zu verstehen und die Gesundheit durch Sport, Ernährung und andere Maßnahmen wie Wechselduschen oder Kältebäder zu verbessern. Der Körper soll dabei Energiereserven mobilisieren, was wiederum die Vermehrung der Mitochondrien – die Kraftwerke der Zelle – anregt, die hauptsächlich für unseren Energiehaushalt verantwortlich sind.

Mentales Biohacking meint positive Affirmationen oder Achtsamkeitsübungen, auch eine aktive Morgenroutine gehört dazu. In Sachen Ernährung geht es Biohackern darum, den Körper täglich mit allen wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen zu versorgen, auf Alkohol und Industriezucker zu verzichten und die Kalorienzufuhr zu reduzieren, um die körperliche Fitness zu erhöhen. Jedenfalls gilt: Anti-Aging war gestern, Well-Aging ist heute.

 

Text von Elke Jauk-Offner
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Beitrag veröffentlicht am 27.06.2023

Schlägt Ihr Herz noch richtig?

Rund drei Milliarden Mal schlägt unser Herz im Laufe unseres Lebens. Aber tut es das auch so, wie es soll? Was man gegen Vorhofflimmern tun kann und wie wir den wichtigsten Muskel unseres Körpers regelmäßig trainieren.

„Mir tut mein Herz so weh! Ich hab‘ so Herzklopfen!“ Mit diesen und ähnlichen Textzeilen hat sich die Spider Murphy Gang 1981 in unsere Herzen gesungen. Womit wir auch schon beim Thema sind: Herzklopfen. Grundsätzlich nichts Schlimmes, wenn es nur in Zusammenhang mit „echten“ Gefühlsausbrüchen vorkommt – die meisten von uns haben solche im Laufe ihres Lebens schon hinter sich. Sei es, weil man sich wieder neu verliebt hat, mit dem Enkerl im Vergnügungspark Achterbahn gefahren ist oder schon seit Tagen einem Konzert entgegenfiebert (vielleicht ja jenem der Spider Murphy Gang). 

In solchen Situationen haben wir erlebt, dass unser Herz regelrecht bis zum Hals schlägt. Und kaum hat sich unser Gefühlsausbruch gelegt, ist auch unser Herzklopfen Geschichte. Ganz normal. Doch was, wenn dieses Herzklopfen immer und immer wieder kommt? Und nicht nur dann auftritt, wenn uns etwas besonders emotionalisiert oder aufregt, sondern auch, wenn wir eigentlich entspannt bzw. „gefühlsneutral“ sind? Dann kann es sein, dass etwas nicht stimmt.

Vom Herzklopfen ist es nämlich nicht mehr weit bis zum Herzrasen oder auch Herzstolpern. Was diese Begriffe gemeinsam haben? Sie sind Anzeichen für mögliche Herzrhythmusstörungen – und eine davon sehen wir uns nun genauer an: das Vorhofflimmern, die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Rund 230.000 Menschen in Österreich leiden darunter, doch nicht alle bemerken es, denn nicht alle verspüren Symptome. Das macht Vorhofflimmern zu einer tückischen Krankheit – auch, weil sie anfangs nur episodenhaft auftritt, was frühzeitige Diagnosen erschwert.

Pulsmessung: Effektive Herzkontrolle im Alltag
Umso wichtiger ist es, dass man sein Herz regelmäßig kontrolliert. Dafür muss man nicht unbedingt ein Digitalisierungsexperte sein. Eine Smartwatch hat zwar den Vorteil, dass diese den Puls am Handgelenk automatisch misst, allerdings funktioniert dies auch analog. Man zählt einfach an der Schlagader die Schläge für 30 Sekunden und verdoppelt diese. Doch Obacht: Puls ist nicht gleich Puls. Sind wir in Bewegung oder gehen einer Aktivität nach, schlägt unser Herz schneller, in Ruhephasen hingegen langsamer. Deshalb sollte man für eine aussagekräftige Pulsmessung immer den Ruhepuls heranziehen – kurz vor dem Aufstehen oder vor dem Zubettgehen. Damit lässt sich eruieren, ob eventuell Herzstolpern vorliegt.

Merken Sie eine Unregelmäßigkeit, zählen Sie eine Minute lang – wichtig: In diesem Fall die Zahl der Schläge nicht verdoppeln, da Sie damit ja bereits die Herzfrequenz pro Minute haben. Am besten legen Sie sich eine Übersicht mit folgenden Daten an:

  • Datum
  • Uhrzeit
  • Pulsschläge pro Minute
  • Gleichmäßiger Schlag (ja/nein)
  • Sonstige Bemerkungen

Über mehrere Tage, Wochen und Monate hinweg lassen sich so Vergleiche ziehen und mitunter Auffälligkeiten erkennen. Dies kann auch für Ihren Arzt hilfreich sein, wenn er eine Diagnose stellt und über Behandlungsmöglichkeiten entscheiden muss.

Schauen Sie auf Ihr Herz!
Wenn Sie sich jetzt denken: Wie kann ich mir das alles ersparen? Nun ja, eine 100-prozentige Garantie, dass Sie im Laufe Ihres Lebens nie mit Vorhofflimmern zu tun haben werden, gibt es natürlich nicht, denn der Hauptrisikofaktor ist und bleibt das Alter – und der ist bekanntlich nicht beeinflussbar. Andere Parameter hingegen schon, wie der Lebensstil. Wer sich gesund ernährt, regelmäßig bewegt und auf Zigaretten und Alkohol verzichtet, tut nicht nur seinem Herz Gutes, sondern reduziert auch das Risiko für Vorhofflimmern – und damit auch das Risiko für Folgeerkrankungen wie einen Schlaganfall. Also: Schauen Sie auf Ihr Herz – es zahlt sich aus!

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Beitrag veröffentlicht am 11.05.2023

Gesund schlafen im Bleib Berg Health Retreat

Wachliegen anstatt einfach einzuschlafen – das könnte ein erster Hinweis auf Schlafprobleme sein. Über längere Zeit nicht ein- oder durchschlafen zu können, bringt oftmals einen enormen Leidensdruck mit sich. Mit dem neuen Programm „GESUNDER SCHLAF“ geht das BLEIB BERG Health Retreat diesen Problematiken auf den Grund. Das Ärzt:innen-Team des Gesundheitshotels widmet sich dabei voll und ganz dem Thema Schlaf und hilft den Gästen dabei, zu einem gesunden Schlafrhythmus zurückzufinden.

Ein paar schlaflose Nächte, speziell in anstrengenden Lebensphasen oder in neuen Umgebungen, sind weder ungewöhnlich noch sollten sie Grund zur Sorge sein. Auch mehrfaches Aufwachen in der Nacht ist völlig normal. Wer aber trotz bester Schlafumgebung über drei Monate hinweg mehrmals pro Woche nur schwer ein- oder durchschlafen kann und dadurch auch tagsüber beeinträchtigt ist, könnte an Insomnie leiden.

Volkskrankheit Schlafstörung
Über 100 verschiedene Schlafstörungen sind bekannt. Krankheiten wie Apnoe und Co. können erhöhten Blutdruck, erhöhte Neigung zum Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen und den plötzlichen Herztod begünstigen, weil sie Schäden an Gefäßen verursachen.

Laut einer aktuellen Studie der
MedUni Wien leiden beinahe 10 % der Österreicher:innen zwischen 18 und 67 Jahren an chronischer Schlaflosigkeit. Rund 35 % klagen über mehrwöchige Schlaflosigkeit. Wie viele Personen in Österreich aber tatsächlich an Schlafstörungen leiden, ist nicht bestätigt. Das Resultat ist aber klar: Betroffene sind tagsüber häufig müde und kämpfen mit Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen und Arbeitsunfähigkeit.

Gesund Schlafen in BLEIB BERG
Guter Schlaf ist enorm wichtig für Körper und Geist. Denn nur wer eine gesunde Schlafhygiene hat, ist untertags voll leistungsfähig. Daher positioniert sich das BLEIB BERG Health Retreat unter der ärztlichen Leitung von Prim. Dr. Bruno Pramsohler, einem der führenden heimischen Experten rund um Stress und Schlaf, als Gesundheitshotel mit Schlafschwerpunkt und verfügt über ein eigenes mobiles Schlaflabor.

Unsere Schlafbedürfnisse sind so individuell wie wir Menschen selbst und ändern sich im Laufe unseres Lebens. „Wer zu welcher Uhrzeit müde wird, ist genetisch festgelegt, also völlig individuell. Ebenso, wer nach wie vielen Stunden ausgeschlafen ist. Fest steht aber, dass die Fähigkeit zu schlafen mit zunehmendem Alter etwas abnimmt, weil das Gehirn weniger Melatonin produziert und die Übergänge zwischen Wachen und Schlafen ‘verschwimmen’“, betont Schlafmediziner Prim. Dr. Bruno Pramsohler.

Ein allgemein gültiges Rezept gegen Schlafprobleme gibt es also nicht. Daher wird beim neuen Programm „GESUNDER SCHLAF“ in zehn Nächten jede individuelle Schlafstörung ganzheitlich erfasst und durch gezielte Maßnahmen aus den unterschiedlichen Bereichen therapiert.

Das Schlaf-Programm im Detail
Der Schlaf-Aufenthalt startet mit detaillierten Fragebögen zu den persönlichen Schlafgewohnheiten, einer ärztlichen Anfangsuntersuchung sowie einem Ruhe-EKG und kompletten Blutlabor. Nachfolgend dient das mobile Schlaflabor des Health Retreats dazu, den Schlaf von Patient:innen zu untersuchen. Bei der nächtlichen Untersuchung werden physiologische Funktionen wie Atmung, Muskelspannung, Herzfrequenz oder die Sauerstoffsättigung des Blutes im Schlaf gemessen. Aufgrund dieser Messwerte können am Morgen danach ein genaues Schlafprofil erstellt und mögliche Ursachen für Schlafstörungen objektiviert werden.

Mithilfe einer Pupillografie wird zudem die Tagesschläfrigkeit – welche die Leistungsfähigkeit im Alltag stark einschränken kann – erfasst. Aus diesen Untersuchungen resultieren therapeutische Maßnahmen, um die persönliche Schlafqualität langanhaltend zu verbessern und zu einem gesunden Schlaf zurückzukehren. In mehreren Modulen werden in Gruppen- und Einzelsetting Entspannungstechniken, Interventionen zur Verhinderung schlafstörender Gedanken sowie Schlafrestriktion gelehrt und vermittelt, um die verloren gegangene Verbindung zwischen Schlaf und Bett wiederherzustellen.

Das SCHLAF-Booklet inklusive Kursunterlagen sowie ein Follow-up-Gespräch sorgen drei Wochen nach dem Aufenthalt zusätzlich dafür, dass die Schlaf-Gäste auch im Alltag in die nächtliche Ruhe finden.

Entgeltliche Einschaltung
Bilder von Humanomed
Beitrag veröffentlicht am 28.03.2023

Stricken: von wegen altbacken!

Stricken hat viele Vorteile – es entspannt, ist nachweislich gut für die mentale und körperliche Gesundheit, an keinen Ort gebunden und stärkt das Selbstvertrauen. Und es hat eine jahrtausendealte spannende Tradition!

Die Geschichte des Strickens

Über den genauen Entstehungszeitraum des Strickens ist sich die Wissenschaft nicht einig. Manche vermuten, dass man bereits um 4000 v. Chr. im asiatischen Bereich begann, mit Nadeln Wollsocken anzufertigen, andere sind der Meinung, dass die alten Griechen und Römer das Stricken erfanden. Tatsächlich sind aus der Zeit um 300 v. Chr. strickartige Fragmente aus Wolle erhalten. Es gibt jedoch noch andere Theorien: Laut Archäolog:innen fertigten im 3. bis 5. Jahrhundert die Kopten, eine in Ägypten ansässige religiöse Gemeinschaft, gestrickte Wollsocken an. Auch in der Zeit des Frühmittelalters sehen viele Expter:innen den Beginn des Strickens. Heute wissen wir: All diese ganz frühen Fundstücke lassen sich vermutlich eher der Technik des Nadelbindens – sozusagen eine Vorform des Strickens – zuordnen.

Eine genaue Einordnung der frühen Entstehung des Strickens scheitert also an mangelnden und vor allem einwandfrei zuordenbaren Artefakten. Als wirklich gesichert gilt jedoch, dass das Stricken um 1270 als gewerbliches Handwerk in Europa betrieben wurde – 1268 wird zum ersten Mal das gewerbliche Stricken in Paris in Form der Gilde der Pariser Stricker erwähnt. Ab dem 14. Jahrhundert gibt es immer mehr Belege von Handwerkerzünften in ganz Europa. Spätestens aus der Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts sind dann auch eindeutige Funde von Gestricktem aus dem gesamten europäischen Raum erhalten.

In den Kriegen im 19. und 20. Jahrhundert strickten vor allem die zuhause gebliebenen Frauen wärmende Kleidung und verdienten sich damit einen Lebensunterhalt. Mit der zunehmenden Industrialisierung wurde das Stricken schließlich von Maschinen übernommen – und die Handarbeit geriet in den Hintergrund. Seit einigen Jahren jedoch erlebt das Stricken als Hobby eine Wiedergeburt: Gerade in Zeiten von Massenproduktion und Schnelllebigkeit etabliert sich die Handwerkskunst als Instrument der individuellen Selbstverwirklichung und Distanzierung zur Vereinheitlichung der Masse.

Auf zur Nadel, fertig los…

Es gibt zahllose Gründe, warum Stricken ein tolles Hobby ist und wieder voll im Trend liegt.

  • Entspannung

    Stricken hilft dabei, sich zu entspannen, da die gesamte Aufmerksamkeit auf eine Tätigkeit gerichtet ist. Die immer gleichbleibenden Bewegungen haben etwas Meditatives an sich. Verschiedene Studien belegen, dass Stricken ähnlich erholsam wie Meditation oder Yoga ist. Das Harvard Medical Institut etwa fand vor einigen Jahren heraus, dass Stricken zu einem „vollkommenen Entspannungszustand“ führt.

  • Gesundheit

    Da Gedanken nicht mehr um Ängste und Probleme kreisen können, versetzt die Tätigkeit des Strickens den Körper in einen gesunden Ruhezustand aus dem zahlreiche Vorteile für die mentale und physische Gesundheit resultieren.

    • Gerade in stressigen oder belastenden Zeiten kann Stricken den Blutdruck und Puls signifikant senken und beugt somit beispielsweise Herzerkrankungen vor.
    • Eine Studie der Washington Post zeigt, dass 81% der Betroffenen nach dem Stricken glücklicher waren als vorher. Beim Stricken wird das Gehirn stimuliert, beruhigendes Serotonin ausgeschüttet und Indikatoren von Angstzuständen oder einer Depression können gelindert werden.
    • Stricken trainiert das Gehirn indem es beide Hirnhälften beansprucht, außerdem werden Konzentrationsfähigkeit und Entscheidungsfreudigkeit gestärkt. In den USA fand man heraus, dass regelmäßiges Stricken und Häkeln über Jahre hinweg das Risiko, mit (Alzheimer-)Demenz konfrontiert zu werden, mindert.
  • Selbstvertrauen

    Stricken bietet die Möglichkeit, individuell zu gestalten und der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. In der Wahl der verschiedensten Farben, Wollstärken, Strickmuster und Design ist man frei. Ob Hauben, Handschuhe, Socken, Pullover oder Accessoires – auch hierbei sind keine Grenzen gesetzt. Der Aspekt der individuellen Selbstverwirklichung ist ein wichtiger, auch der Prozess, auf ein Ziel hinzuarbeiten und danach das fertige Ergebnis in den Händen zu halten, macht stolz und stärkt das Selbstbewusstsein.

  • Gemeinschaft

    • Stricken führt Gleichgesinnte zusammen und stärkt die Gemeinschaft. Es gibt Foren und Plattformen, um sich mit Strickkolleg:innen auszutauschen, auch in Strickkursen trifft man verschiedenste Menschen, die alle ein gemeinsames Hobby teilen. Es macht Spaß, sich auszutauschen und von anderen dazuzulernen.
    • Eine besondere Möglichkeit, die Gemeinschaft zu leben, sind sogenannte “Strickpartys”. Es gibt Stoff- und Wolläden, die Räumlichkeiten für solche Events zur Verfügung stellen oder wöchentliche Treffen anbieten.
    • Handgemachte Geschenke erfreuen außerdem Freund:innen und Familie. Wer sich die Mühe macht, mit Zeit und Aufwand selbst ein besonderes Geschenk zu stricken, kann den Beschenkten ganz individuell Freude machen.
  • Niederschwellig

    Ein großer Vorteil des Strickens ist, dass es weder an einen Ort noch an einen bestimmten zeitlichen Rahmen gebunden ist. 2 Nadeln und ein Wollknäuel reichen – und schon kann man überall und immer loslegen. Ob abends vor dem Fernseher, im Wartezimmer beim Arzt oder schnell in den Öffis – Stricken ist unkompliziert und vor allem relativ kostengünstig möglich.

Beitrag veröffentlicht am 27. Oktober 2022
von Karolina Wiener

Augenblick mal….

Über 85 % aller Sinneseindrücke vermittelt uns das Auge. Dementsprechend wichtig ist es, lebenslang auf die Gesundheit unserer Augen zu achten.

Deshalb sollte auch alles, was über eine leichte und kurzfristige Reizung dieses sensiblen Sinnesorgans hinausgeht, von einem Augenarzt begutachtet und behandelt werden. Wenn man Brillenträger ist bzw. ab dem 50. Lebensjahr sollte der alljährliche Augenarztbesuch ohnehin selbstverständlich sein.

Apothekerkammerpräsident Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger

Einige Tipps aus Apothekersicht: Um ein Verkeimen von Augenlösungen zu verhindern, sind diese meist mit einem Konservierungsmittel versetzt, welches allerdings seinerseits zu Reizungen oder Allergien führen kann. Konservierungsmittelfrei sind Lösungen in Einmal-Behältnissen, mit speziellen Abgabesystemen, die Verkeimung verhindern oder frische aseptische Zubereitungen von Augentropfen aus der Apotheke. Diese Augentropfen sind nach dem Öffnen höchstens 1 Monat verwendbar, mit Abgabesystem sogar 3-6 Monate, beachten Sie unbedingt die entsprechenden Hinweise der Gebrauchsinformation. Zur Anwendung von Augensalben zieht man vor dem Spiegel das Unterlid herunter und bringt einen 1 cm langen Salbenstrang in die Lidfalte ein, möglichst ohne das Lid mit der Tubenspitze zu berühren. Danach schließt man ohnehin automatisch das Auge und die Salbe verteilt sich. Beachten Sie, dass Sie nun verschwommen sehen und nicht Auto fahren dürfen. Abschwellende Augentropfen, wie sie gerne zur Selbstmedikation bei Bindehautreizungen verwendet werden, dürfen nur kurz eingetropft werden, da sie das Auge austrocknen. Kamillen-Umschläge haben ausgedient, da sie austrocknen und allergisieren. Wenn Sie Umschläge am Auge machen, dann am besten mit lauwarmem Wasser.

 

Vor allem Bildschirmarbeiter und Viel-Fernseher klagen oft über trockene Augen. Das führt zu Fremdkörpergefühl, verstärktem Blinzeln, Brennen und zu Rötungen, man hat „müde Augen“. Künstliche Tränen wirken nur kurz. Sinnvoller sind Hyaluronat-Augentropfen, da sie das Auge nachhaltig gut befeuchten.

Der kurzwellige, energiereiche blaue Anteil des sichtbaren Lichts führt über die Jahre zu oxidativen Schäden an den Sehzellen. Die Folge ist eine Verschlechterung der Sehleistung, das Vollbild der Erkrankung wird als altersbedingte Makuladegeneration bezeichnet. Der Pflanzenfarbstoff Lutein, enthalten in Spinat, Kohl und grünem Gemüse, filtert diesen blauen Lichtanteil wie eine natürliche Sonnenbrille heraus und kann die Sehzellen vor weiterer Schädigung schützen. Lutein ist in der Apotheke hoch dosiert und kombiniert mit unterstützenden Mikronährstoffen in Kapselform erhältlich.

Beitrag veröffentlicht am 28. September 2022
© Sissi Furgler

 

Die (einstigen) steirischen Gesundbrunnen

Wenn der IC mit rund 100 Sachen durch die Station schießt, wird der Reisende kaum das Bahnhofsschild entziffern können. Dies bleibt dem Fahrgast eines Regionalzuges vorbehalten, wenn dieser in „Wörschach Schwefelbad“, so steht es weiß auf blau, einen kurzen Aufenthalt einlegt. Zwar zeugen heute nicht einmal Grundmauernfragmente von der Existenz des einst berühmten Kurbades, der Geruch von Schwefel ist das Einzige, das an die große Vergangenheit erinnert. Und die Stationsschilder am Bahnhof.

Aber immerhin ein Anlass, einen Blick auf eben diese Vergangenheit zu werfen, als sich noch kein Radkersburg, Loipersdorf, Waltersdorf, Blumau etc. mit dem Prädikat „Bad“ schmücken durfte, als man zwar zur Kur in die Steiermark fuhr, dort sich jedoch maximal mit Wannenbädern begnügen musste. So auch in Wörschach, wo man bereits im Jahre 1835 eine „Schwefelbadeanstalt“ errichtet hatte, die bald einen Bekanntheitsgrad als hervorragender Nothelfer bei Gicht, Rheuma und Ischias über die Grenzen des Kaiserreiches hinaus erlangte und in einem „Führer von der Salzach durch das Ennstal zur Traun“ auf vier Seiten großes Lob erfährt, wobei besonders hervorgehoben wird, „was den Gehalt an Schwefel und Radioaktivität anlangt, ist Wörschach Baden und Pystian (heute das slowakische Piestany) vollkommen gleichzustellen.“

 

Ein Werbe-Flyer für das Schwefelbad in Wörschach und das Kurhaus Wolkenstein

Das Prädikat „Bad“ blieb Wörschach zwar versagt, doch dafür wussten die Österreichischen Bundesbahnen die Attraktivität des Ortes zu würdigen und ergänzten im Jahre 1929 das Stationsschild „Wörschach“ mit einem Bindestrich und dem Zusatz „Schwefel­bad“. Das hat auch 93 Jahre später noch seine Gültigkeit, obwohl es das Schwefelbad seit 45 Jahren nicht mehr gibt, das Kurhotel bzw. das, was als Ruine übriggeblieben ist, im Jahre 1993 endgültig dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Dabei hatte es zu Beginn der Neunzigerjahre vielversprechende Bemühungen um eine zeitangepasste Nutzung der neun an einem Steilhang des Gameringsteines entspringenden Schwefelquellen seitens des Landes Steiermark gegeben.

Bernd Chibici schrieb damals im April 1990 in der „Kleinen Zeitung“: „Der vielfach kurprojekterprobte Bau-Hofrat Franz Josel ist auf der einen Seite bemüht, das Vorhaben optimal zu realisieren und Holdingchef Leopold Gartler versucht bereits jetzt, das Endprodukt auf den derzeit sehr munteren Markt zu werfen.“

Andere Region, gleiches Schicksal, nämlich zu geringe Schüttung und ein Mineralwasser, das für den Badebetrieb mit Fremdenergie auf eine annehmbare Temperatur gebracht werden musste, bedeutete auch in der Weststeiermark das Aus für ein Traditions-Heilbad – die ­Stainzer Johannes­quelle, auch als Bad ­Sauerbrunn in der „Höller Hansl“-Heimat in Erinnerung. Wo bis zu seinem Abriss im Jahre 1984 ein verwunschen wirkendes, vom Verfall gezeichnetes Gasthaus stand, in dem man bis 1970 noch ziemlich natur­belassene Wannenbäder in einem Säuerling, der Linderung bei Gicht und einem Dutzend anderer Wehwehchen versprach, nehmen konnte, ist heute ein idyllischer Rastplatz mit Bankerln eingerichtet, neben dem Stainzbach plätschert aus einem Bründerl ein gut daumendicker Wasserstrahl mit dem noch immer begehrten Säuerling, der heute gratis von jedermann abgefüllt werden darf.

Stainz und Johannesbrunnen, wie könnte es anders sein, als dass nicht Erzherzog Johann dahintergestanden wäre. So war es auch im Jahre 1840, als der Kaiser-Bruder die ­Quelle kaufte. 1875, schon unter einem neuen Besitzer, wurde sie neu gefasst, ein kleines Wannen-Kurbad eingerichtet und 1933 sogar als Heilquelle anerkannt.

Wie in Wörschach versuchte man auch in Stainz mit Landeshilfe einen Neustart, Landesbauhofrat Dipl.-Ing: Franz Josel erinnert sich mit ein wenig Wehmut an dieses Projekt. „Es sollte ein kleines, aber feines Schaffel­bad werden, für 70 Tagesgäste, nicht mehr, gut 20 Millionen Schilling hätte das Land dafür in die Hand genommen, ein Architektenwettbewerb war schon in Vorbereitung.“ Mit einer doppelseitigen Reportage von Peter Riedler und dem schlagkräftigen Titel „Millionenspritze gegen die Gicht“ verbreitete auch die Kronen Zeitung eine optimistische Grundstimmung für das Projekt, doch: „Es scheiterte letztendlich nicht nur an der geringen Schüttmenge, sondern auch am regionalen politischen Nachdruck, der eine Grundvoraussetzung für ein derartiges Projekt ist“, so Franz Josel.

Dipl.-Ing Franz Josef (m.) bei der Projektebsprechung.
Auch die „Steirerkrone“ räumte dem Projekt Zukunftschancen ein.

Ein ehemaliger Nobelkurort, der heute eine vollkommen andere Funktion hat: Tobelbad. Dieses Heilbad wurde zum Inbegriff für medizinische Großleistungen auf dem Gebiet der Rehabilitation auf Grund von Berufskrankheiten und Unfällen. 1949 wurde es von der AUVA erworben, 1951 behandelte man dort erstmals Querschnittgelähmte und ein Jahr später wurde die Rehabilitationsabteilung eröffnet und eine ständige Weiterentwicklung ließ diesen Standort zu einem international anerkannten medizinischen Forschungs- und Betreuungszentrum werden.

International bekannt jedoch war ­Tobelbad schon viele Jahrzehnte zuvor – als mondänes Kurbad. Die Heilkraft des 23 bis 26 Grad warmen Wassers war schon im Frühmittel­alter bekannt, erstmals erwähnt wurde sie dann 1241 unter Herzog Friedrich dem Streitbaren. Bereits 1578 erfolgte die Errichtung eines Badehauses über der Ludwigsquelle und im Jahre 1613 eines über der Ferdinandsquelle. Kaiserin Maria Theresia gönnte ihren invaliden Offizieren einen Genesungsaufenthalt in Tobelbad und im 19. Jahrhundert verbrachten dort auch ein Robert Hamerling, ein Richard Heuberger, Komponist der Operette „Der Opernball“, Johann Strauß und der Literat Leopold von Sacher-Masoch einige Wochen ihrer Gesundheit zuliebe.

Prominente Namen schützen den Kurort bei Graz jedoch nicht davor, bedenklich zu verludern und so erwies es sich als besonderer Glücksfall für Tobelbad, dass ein gewisser Gustav Robert Paalen, Erfinder, Schöngeist und Kunstmäzen, Geschäftsmann mit internationalen Beziehungen, aus jüdischem Hause stammend, aber zum Protestantismus konvertiert, im Jahre 1909 die Kuranstalt kaufte und sofort in einem Ausmaß sanierte, dass bereits ein Jahr später selbst Kaiser Franz Joseph zur Wiedereröffnung gekommen war, was ihm mit einem Denkmal ehrerbietigst gedankt wurde. Doch abseits von Glanz und Glorie gediehen auch Kur-Skandälchen.

In ebendiesem Sommer war auch Alma Mahler mit ihrer Tochter Anna Justine nach Tobelbad gekommen und hatte dort den deutschen Bauhausarchitekten Walter Gropius kennengelernt, was wieder von ­Gustav Mahler gar nicht goutiert wurde. Denn wie es das Schicksal wollte, landete ein glühender Liebesbrief von Gropius statt in den Händen ­Almas auf dem Schreibtisch des Komponisten. Der Rest ist rasch erzählt: Gustav Mahler starb bekanntlich im Jahre 1911, Alma Mahler schrieb sich von 1915 bis 1920 mit Familiennamen Gropius, bis dann Franz Werfel auf den Plan trat.

Das Heilwasser der Stainzer Johannesquelle kann heute gratis abgefüllt werden.

Doch soll hier nicht nur von vergangenen heilenden und sonstigen „Wannen-Wonnen“ die Rede sein, „Arzneiwasser“ oder auch „Sauerwasser“ – wie es der Volksmund häufig nannte – wurde in Flaschen abgefüllt und in gar manchem Haushalt wird man sich an das eine oder andere Etikett noch erinnern.

Der frühere Landes-Hydrogeologe Dr. Hilmar Zetinigg, Hofrat in Graz und Universitätsprofessor an der Montanuni in Leoben, hat in seiner akribischen Arbeit „Die Mineral- und Thermalquellen der Steiermark“ selbiges aufgelistet und dabei insgesamt 74 derartiger Vorkommen erfasst. Viele von diesen wurden durch Hochwässer verschüttet, andere mussten aus hygienischen Gründen geschlossen werden, weil sie Keime weit über alle Grenzwerte hinaus aufwiesen, aber alle haben sie eine interessante, häufig viele hundert Jahre alte Geschichte.

Wer erinnert sich an den Kalsdorfer Sauerbrunn und sein Ende im Jahre 1970, an die Gleichenberger und an die Rachauer Emmaquelle, an den Hengsberger Sauerbrunn? Nicht zu vergessen das Fentscher-Wasser, das sich einen besonderen Ruf als „Kropfbründl“ erworben hatte. Bevor in den Jahren von 1926 bis 1928 das Murkraftwerk Pernegg einschließlich Oberwasserkanal errichtet worden war, fuhr man auf der Strecke Bruck – Graz durch Zlatten, wo sich die „Hildesquelle“ beim Lindenbrunnen großer Beliebtheit erfreute. Seit damals fließt sie ungenutzt in den Zlattenbach. Von Bad Aussee bis Bad Radkersburg reichen die Quellen mit den besonderen Wässern.

Die Ulrichsquelle in Stanz im Mürztal ist in der Region bekannt, ebenfalls eine Reihe weiterer Säuerlinge im Raum des benachbarten Aller­heiligen, die den ehemaligen Landeshauptmannstellvertreter Dipl.-Ing Leopold Schöggl als Fürsprecher zwecks Nutzung für ein bescheidenes Bad namens „Rosegger Therme“ gefunden haben. Der Erfolg versuchter Überzeugungsarbeit bei den zuständigen Förderstellen des Landes lässt bis jetzt noch auf sich warten.

 

Umso erfolgreicher ist es dafür bei der Revitalisierung des Thalheimer Schlossbrunnens gelaufen. Nach wirtschaftlichen Schleuderkursen bis hin zu Verfall und Stilllegung hat nun Didi Mateschitz Geld und Zügel in die Hand genommen und jetzt gibt es das einst berühmte Heilwasser wieder als prickelnd oder still, auch als Limonade in sechs Geschmacksrichtungen und – man liest richtig – als Bier, gebraut mit Heilwasser.

 

Beitrag veröffentlicht am 19. September 2022
von Dieter Rupnik
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Aktiv altern: Interview zum langen Tag der Demenz

 

Was ist SALZ und wofür steht die Initiative?

Salz – Steirische Alzheimerhilfe ist ein Angehörigen-Verein. Wir vertreten deren Interessen und Anliegen aber wir geben auch Raum, damit Angehörige sich treffen und austauschen können. Es ist wichtig, in einem geschützten und anonymen Umfeld über die Trauer, die Frustration und über die Wut der Krankheit gegenüber sprechen zu können. Die eigene Ratlosigkeit zu thematisieren und gleichzeitig Tipps und Rat im Umgang mit Demenz zu bekommen hilft, Ressourcen zu erkennen und Hoffnung zu schöpfen.

Wir engagieren uns überdies in Projekten oder initiieren selbst welche, die dazu führen, dass das Leben mit Demenz leichter wird. Außerdem glauben wir, dass nur eine gute Vernetzung von Professionisten in der Region eine gute Versorgung gewährleisten kann und wir investieren in dieses Ziel viel Zeit.

 

Warum ist Ihnen das Thema Demenz so ein wichtiges Anliegen?

Wir von Salz sind oder waren Angehörige und wissen, wie belastend die Diagnose für die gesamte Familie ist. Wir wollen unsere Erfahrung weitergeben und helfen. Die Krankheit ist noch immer stark stigmatisiert und tabuisiert und zu lange werden Angehörige sowie Betroffene alleine gelassen. Das wollen wir ändern und dafür setzen wir uns ein.

 

Worum geht es beim Tag der Demenz, den Sie heuer veranstalten?

Heuer dreht sich der Lange Tag der Demenz um das Thema Zeit. In unserer sehr effizienten und geschwindigkeitsorientierten Welt bleiben viele zurück, die mehr Zeit brauchen würden. Die zunehmende Automatisierung, wie Selbstbedienungskassen, Fahrscheinautomaten, elektronisches Bankensystem, machen die Teilhabe von Menschen mit Demenz immer schwieriger. Daher stellen wir uns dieses Mal die Frage: „Wieviel Zeit braucht ein Mensch mit kognitiven Einschränkungen und was bedeutet das in unser aller Alltag?

In den drei Tagen vom 21.9. – 23.9. werden wir zu diesem Thema einen Gottesdienst feiern, einen Film sehen, öffentlich diskutieren, am Markt informieren und künstlerische Akzente setzen. Dazu sind alle Menschen geladen, die sich für das Thema, ob aus aktuellem Anlass oder präventiv, interessieren und sich mit Menschen mit Demenz und deren Familien solidarisieren möchten.

Was erwarten Sie sich von öffentlichen Stellen zum Thema Demenz?

Zurzeit gibt es viele engagierte Initiativen in diesem Bereich. Eine Zusammenführung dieses Wissens zumal in einer Form, die für Betroffene und Angehörige praktikabel ist, sowie eine Vernetzung der damit verbundenen Akteur/innen wäre wünschenswert. Außerdem ist nach wie vor unsere dringlichste Forderung nach individueller, flexibler Alltagsassistenz als Unterstützung für Betroffene im leichten Stadium und in weiterer Folge zur Entlastung der betreuenden Angehörigen.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft in Bezug auf die Aufmerksamkeit und öffentliche Wahrnehmung des Themas Demenz?

Eine Sensibilisierung in Wort und Bild. Das Bild des alten Menschen muss generell ein differenzierteres werden. Dem Menschen muss seine Individualität und Würde bewahrt werden und er darf nicht hinter Statistiken oder Klischees verschwinden. Menschen mit kognitiven Einschränkungen sollen nicht zu einer anonymen Masse werden, über die man hauptsächlich defizitorientiert spricht. So unterschiedlich wie wir Menschen nun einmal sind, ist auch die Ausprägung des Verhaltens bei Demenz. Es gibt erstaunlich kreative und erfolgreiche Ansätze, mit diesem Schicksalsschlag fertig zu werden. Genauso verhält es ich bei uns Angehörigen. Natürlich ist die Betreuung oft sehr herausfordernd, aber auch hier sind Familien sehr einfallsreich, wenn es um einen guten Umgang mit dem betroffenen Menschen und mit der eigenen Selbstfürsorge geht. Darüber würde ich gerne mehr lesen, sehen oder hören.

 

Veranstaltungstipp:

Beitrag veröffentlicht am 12.09.2022
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Radkersburger Hof – Wegbereiter & Wegbegleiter

Im Radkersburger Hof, dem Zentrum für Gesundheit und neurologische und orthopädische Rehabilitation, steht unter anderem die Linderung von Beschwerden des Bewegungsapparates im Fokus. Größtmögliche Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit sind ein ganzheitliches Therapieziel des Hauses.

In Bad Radkersburg wurde dem menschlichen Bewegungsapparat schon seit jeher große Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei geht es um ein erfolgreiches Zusammenspiel von heilsamem Thermalwasser, mildem Klima und einer hohen Dichte an medizinischer Expertise. In diesem Mikrouniversum nimmt der Radkersburger Hof eine essenzielle Rolle ein. In diesem Jahr feiert das Haus bereits sein 30-Jahr-Jubiläum. 550 Patientinnen und Patienten werden hier von 450 Mitarbeitern versorgt. Damit zählt der Radkersburger Hof auch zu einem der größten Arbeitgeber in der Südsteiermark und ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Gemeinde und die Region.
Zum Radkersburger Hof gehören die Klinik Maria Theresia, das Kur- und Gesundheitshotel mit der Kids Chance sowie das Haus Joseph. Seinen Anfang genommen hat 1992 alles mit dem Thermenhotel – das mittlerweile Gesundheitshotel heißt – drei Jahre später folgte die Möglichkeit zur Reha – das Haus war damit eine der ersten privaten Reha-Institutionen in Österreich. Einzigartig ist auch das Konzept, das alle Generationen gleichermaßen miteinschließt: Die Kids Chance – eine stationäre Fördertherapie für Kinder mit Entwicklungsstörungen – gibt es seit 2007. Seit 2016 wurde der Komplex durch einen Neubau erweitert, der weitere 66 Einzelzimmer, Ordinationen und Therapieräume beherbergt.

Körperliches und mentales Potenzial

Das Credo: „Wir sind überzeugt, dass jeder unserer Patienten ein bestmöglich selbständiges und selbstbestimmtes Leben verdient. Darum nehmen wir die Rolle des Wegbereiters und Wegbegleiters ein. Wir unterstützen unsere Patientinnen und Patienten dabei, ihr körperliches und mentales Potenzial zu verstehen, anzunehmen und aktiv weiter zu entwickeln. Das ist unser Verständnis von Lebensqualität“, beschreibt es Michaela Krenn, die 2021 die Leitung des Hauses übernommen hat. Die ausgebildete Kinderkrankenschwester war nach einem Jus-Studium viele Jahre im Gesundheitsmanagement tätig. „Es ist eine große Freude, jetzt diese Funktion im Radkersburger Hof auszuüben, auch wenn die Zeiten nicht ganz einfach sind“, sagt die Geschäftsführerin.

Als Zentrum für Gesundheit und Rehabilitation mit den Schwerpunkten Orthopädie und Neurologie wird der breite Bogen der gesundheitsfördernden Möglichkeiten von Physiotherapie und Logopädie über Diätologie und Ergotherapie bis hin zur medizinischen Trainingstherapie gespannt. Letztere integriert beispielsweise das modern ausgestattete Gangcenter zur Verbesserung der Gehfähigkeit genauso wie gemeinsame Bewegungsaktivitäten in der Natur. Das Gehen in der reizvollen südoststeirischen Landschaft soll zum Erlebnis werden – etwa entlang der historischen Stadtmauer oder zu den Murauen, auf unterschiedlichen Wegen und Untergründen vom Schotter bis zum Waldboden. Diese Abwechslung ist nicht nur aus therapeutischer Sicht nützlich, sie wirkt auch als Motivationsschub. „Bei uns im Haus gibt es zudem drei Schwimmbäder. Das mineralstoffreiche Thermalwasser unterstützt bei Problemen mit dem Bewegungsapparat besonders gut“, so Krenn.

Inspiration im Smart Home

In der „Smart Home Wohnung“ kann das Leben zuhause in einer angepassten Wohnungsumgebung elektronisch unterstützt trainiert werden. Die Hilfen zur Kommunikation, Steuerungen von Licht, Temperatur, Radio, TV und Telefon und technische Möglichkeiten für die Gestaltung von Küche und Badezimmer führen vor Augen, wie der Alltag zuhause erleichtert werden kann.
Das Gesundheitshotel steht ganz im Dienste der Kur und der Gesundheitsvorsorge aktiv. „Ganz neu bieten wir spezielle Gesundheitspakete für ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie Programme für Betroffene von Demenz und Parkinson an“, sagt Krenn.

Barrierefrei und ausgezeichnet

Der Genuss kommt für alle Patientinnen und Patienten nie zu kurz. Unter dem Leitgedanken „Gesunde Ernährung ist die erste Medizin“ stehen Ernährungsgewohnheiten konsequent im Fokus. Die Bemühungen der Gastgeber um eine abwechslungsreiche, regionale Küche wurde gerade erst mit einer Auszeichnung belohnt: Der Radkersburger Hof bekam von Styria Vitalis die Grüne Küche verliehen.
Die liebliche Landschaft tut ihr Übriges: Ein kurzer Spaziergang führt Gäste durch den Kurpark in die charmante Altstadt oder in die benachbarte Parktherme. Daran anschließend erstreckt sich mit dem UNESCO-Biosphärenpark ein weitläufiges Naturparadies.

Mehr unter: www.radkersburgerhof.at

Beitrag veröffentlicht am 15.6.2022

 

Für Yoga ist es nie zu spät!

Jeder kennt es, viel zu wenige praktizieren es: Warum Yoga die Wunderwaffe im Alter ist und den Körper fit, den Geist agil und die Psyche stabil hält.

Seine Geburtsstunde hat Yoga wohl bereits vor tausenden Jahren in Indien. Die philosophische Körperlehre kommt aus dem Hinduismus, um den genauen Zeitpunkt der Entstehung streitet sich die Wissenschaft. Viele Expert:innen führen an, dass die ersten Yogis und Yoginis bereit vor etwa 3500 Jahren in den Veden (=indische Quelltexte) erwähnt werden – das wäre etwa 1500 Jahre, bevor unsere heutige Zeitrechnung überhaupt beginnt. Genau datieren lässt sich der Ursprung des Yoga nicht, fest steht jedoch, dass es sich stetig weiterentwickelt hat und mittlerweile längst in der westlichen Welt angekommen ist. Und das zu Recht: Yoga trägt auf einzigartige Weise zu einem gesunden Lifestyle bei und sorgt sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene für mehr Gesundheit, Lebenslust und Energiefluss.

Der Begriff „Yoga“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet grob übersetzt „Vereinigung“ oder „Integration“, denn traditionell geht es bei Yoga in erster Linie nicht um den körperlichen, sondern den geistigen Aspekt. Das Ziel eines Yogis oder einer Yogini ist es, in den eigenen Geist einzutauchen, ihn zu verstehen und zu erweitern. Die Anspannung des Körpers und die Yoga-Bewegungen sollen den Körper geschmeidig halten, den Geist beruhigen und helfen, sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Insgesamt wirkt sich Yoga ganzheitlich positiv auf Körper und Geist aus. Die kräftigende und ausgleichende Wirkung der Bewegungslehre schätzen Yogis und Yoginis aller Altersgruppen weltweit. Denn das Alter spielt bei Yoga keine Rolle, ganz im Gegenteil: Yoga eignet sich für Seniorinnen und Senioren genauso gut wie für jüngere Personen. Und um anzufangen ist es zu spät! Selbst wenn in früheren Jahren wenig Zeit für Fitness oder Bewegung blieb, kann Yoga auch im hohen Alter noch Abhilfe schaffen. Alle Übungen können wunderbar variiert und individuell an das Alter oder die körperliche Verfassung der ausübenden Person angepasst werden. Die so genannten Asanas – die Yoga-Haltungen – können variantenreich und kreativ praktiziert werden. Je älter man ist, desto stärker kann die individuelle Tagesverfassung variieren. An schwächeren Tagen lässt sich beispielsweise auf eine Yoga-Einheit im Sitzen ausweichen. Besonders für ältere Personen bzw. Seniorinnen und Senioren ist es außerdem ratsam, Übungen deutlich kürzer, dafür jedoch öfter auszuführen. So vermeidet man körperliche Überforderung und arbeitet stetig, aber langsam mit den positiven Effekten des Yoga.

 

Zu den positiven Effekten von Yoga auf Seniorinnen und Senioren zählen:


1) Yoga wirkt präventiv gegen Alterserscheinungen und -erkrankungen

Yoga stärkt den Körper, hält ihn geschmeidig und fit und ist damit ideal zur Prävention von Alterserscheinungen. Die Übungen regen die Durchblutung in allen Körpergeweben und Knochen an, festigen so die Knochenstruktur und kräftigen die Muskeln. Außerdem ist Yoga gut für die Gelenkgesundheit und und hilft, Verspannungen zu lösen. Praktiziert man Yoga achtsam, berücksichtigt seine persönlichn Grenzen und erweitert diese stetig, wird man davon noch im hohen Alter profitieren.

2) Yoga stärkt die Lebensfreude und hält auch innerlich jung

Wird man älter, trägt man zunehmend mehr physische, aber auch psychische und mentale Altlasten mit sich herum. Diese können belasten und sich auf das innere Gleichgewicht auswirken. Praktiziert man Yoga, praktiziert man auch eine gewisse Achtsamkeit seinem Geist und seinem Unterbewusstsein gegenüber und baut Blockaden ab. Regelmäßiges Yoga bringt mehr Agilität und stärkt die Fähigkeit, sich am Leben und auch am Altern zu erfreuen.

3) Yoga dient als Werkzeug, den eigenen Körper zu lieben

Mit dem Alterungsprozess verändert sich auch der Körper. Nicht immer ist das leicht zu akzeptieren. Dinge, die früher ganz selbstverständlich waren, fallen im Alter zunehmend schwerer und auch die körperliche Leistungsfähigkeit verändert sich. Entscheidend ist jedoch, in Bewegung zu bleiben. Yoga lehrt, die eigenen körperlichen und mentalen Grenzen auszuloten und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten langsam zu erweitern. Diese immer wiederkehrenden Erfolge fördern die Liebe zum eigenen Körper.

4) Die Meditation, die mit Yoga einhergeht, ist gut für die mentale Gesundheit

Mentale und körperliche Gesundheit sind eng miteinander verknüpft. Gewöhnt man sich über die Jahre negative Gedankenmuster an, die sich vor allem durch viele erlebte Erfahrungen verfestigen können, kann Meditation dabei helfen, den Geist zu reinigen und den Kopf freizumachen. Unsere eigene Perspektive bestimmt, wie wir unsere Umwelt und Lebenssituation wahrnehmen. Arbeiten wir an unserer inneren Einstellung, können wir unsere erlebten Lebensrealität, unseren Gedanken und Gefühlen zum Positiven verändern.

 

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von Karolina Wiener
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Beitrag veröffentlicht am 24.05.2022